Ein schwer zu lesendes, aber geniales Werk
Austerlitz„Austerliz“ von W. G. Sebald, steht schon lange auf meiner Leseliste. Jetzt beschloss ich, das Buch endlich mal zu lesen. Nun stehe ich jedoch vor einer schwierigen Aufgabe. Wie soll ich dieses seltsame ...
„Austerliz“ von W. G. Sebald, steht schon lange auf meiner Leseliste. Jetzt beschloss ich, das Buch endlich mal zu lesen. Nun stehe ich jedoch vor einer schwierigen Aufgabe. Wie soll ich dieses seltsame Buch bewerten?
Ich tat mich lange schwer überhaupt in die Geschichte rein zu finden und neigte schon zum Abbruch. Aber ich habe durchgehalten, das ganze Buch über.
Begeistert haben mich dann aber doch die dichten, eigentümlichen Schilderungen, die wirklich feine Sprache Sebalds.
Sprachlich brillant. W.G.Sebald war ein Sprachkünstler.
So etwas habe ich noch nicht oft gelesen.
Leider gerät dadurch der Inhalt der Erzählung doch etwas zur Nebensache.
Doch so genial die Sprache, genauso zäh war es leider mitunter auch. Besonders, dass das gesamte Buch ohne Absätze oder Kapitel geschrieben wurde, hat mir das Lesen sehr schwer gemacht.
Erst zum Ende greift die Dramaturgie, und ich bekam endlich mehr Informationen über Jacques Austerlitz, der eine tief melancholische, von Heimatlosigkeit und der Suche nach seiner verlorenen Identität geprägte Lebensgeschichte durchlebt.
Ein anspruchsvolles Werk, keine leichte Unterhaltung.