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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.06.2018

Wenn die Vergangenheit die Gegenwart einholt

Und niemand soll dir vergeben
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Randi Rader ist erst 15 Jahre alt, als eine dumme Entscheidung und ein schreckliches Erlebnis ihr Leben nachhaltig verändern...
Jahre später ist aus dem aufmüpfigen und etwas naiven Mädchen Randi die zielstrebige ...

Randi Rader ist erst 15 Jahre alt, als eine dumme Entscheidung und ein schreckliches Erlebnis ihr Leben nachhaltig verändern...
Jahre später ist aus dem aufmüpfigen und etwas naiven Mädchen Randi die zielstrebige ehrgeizige Polizistin Miranda geworden, welche sich durch ihr Können und ihre Entschlossenheit in einem männerdominierten Beruf behauptet.
Eines Nachts wird Miranda zu einem Tatort gerufen, ein brutal ermordeter Universitätsprofessor, und dieser Fall hat es in sich: werden doch mit jedem Fortschritt der Ermittlungen neue Fragen aufgeworfen deren Antworten in der Vergangenheit zu liegen scheinen.
Miranda verstrickt sich immer mehr in dieser Vergangenheit, scheint doch alles auch mit ihrem Erlebnis von damals zusammenzuhängen, und schließlich gerät sie selbst unter Tatverdacht, und sogar ihr langjähriger Partner scheint ihr zu misstrauen.
Außerdem verbirgt ihre Freundin Summer etwas vor Miranda, welche nun - im Stich gelassen von allen - auf eigene Faust zu ermitteln beginnt und eine große Vertuschung aufdeckt...

Hier werden einige gängige Klischees bedient, und es überrascht nicht dass die gewissenhaft und gründlich arbeitende Polizistin plötzlich den Sündenbock mimen soll und dann allein weiter ermittelt -
Trotzdem kommt durch die teils überraschenden Wendungen und Flashbacks in Randis Vergangenheit keine Langeweile auf und es ist ein unterhaltsamer Krimi für ein paar schöne Lesestunden.

Ich hatte bisher noch nichts von Erica Spindler in meiner Leseecke, aber die Autorin werde ich durchaus noch einmal in Betracht ziehen.

  • Cover
  • Figuren
  • Spannung
  • Handlung
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 02.06.2018

Wenns einfach wär würds jeder machen - ein Wohlfühlroman mit Herz :-)

Wenn's einfach wär, würd's jeder machen
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Als ich "Wenns einfach wär, würds jeder machen" zu lesen begann war es wie ein Wiedersehen mit alten Freunden für mich.

Nein, die Protagonisten Anni, Nele, Kai, Sebastian und wie sie auch alle heißen, ...

Als ich "Wenns einfach wär, würds jeder machen" zu lesen begann war es wie ein Wiedersehen mit alten Freunden für mich.

Nein, die Protagonisten Anni, Nele, Kai, Sebastian und wie sie auch alle heißen, sie durfte ich alle neu kennenlernen, denn außer dem lieben Knut ist mir keiner als Charakter aus den früheren Romanen der Autorin Petra Hülsmann jemals begegnet, und immerhin habe ich die vier vorangegangenen Romane bereits jeweils zwei Mal oder mehr gelesen
Ich erwarte jedesmal ungeduldig die Veröffentlichung eines weiteren Romans, dieser wird dann innerhalb von Stunden verschlungen, und die Wartezeit verkürze ich mir mit den bisherigen Erscheinungen

Ich meine den mitreißenden herzlichen und so wunderbar erzählenden Schreibstil von Frau Hülsmann, welcher es so leicht macht sich als stiller Beobachter in die Handlung einzufühlen und gleichzeitig so schwer macht das Buch einmal aus der Hand zu legen.

Worum es in diesem neuesten Roman von Frau Hülsmann geht möchte ich mit ein paar Worten zusammenfassen:

Annika ist als junge Lehrerin für Musik und Geographie am Werther Gymnasium, einer der besten Schulen in Hamburg angestellt und kann auch in ihrer frisch mit der besten Freundin Nele bezogenen WG im Stadtteil Eilbek nicht zufriedener sein. Die Nachbarn der WG, Kai und Sebastian, sind nett und hilfsbereit und packen öfter Mal mit an, dafür laden sie sich regelmäßig zum Essen ein.
Doch ausgerechnet an Annis Geburtstag tritt ein Ereignis ein, welches das ruhige Leben der Lehrerin gehörig durcheinanderbringt: sie soll an die Astrid-Lindgren-Schule im Problembezirk Ellerbrook ausgeliehen werden und dort für zwei bis drei Jahre Kinder unterrichten, welche aus ganz gegensätzlichen und ungleich schwierigeren Verhältnissen kommen als ihre bisherigen Schüler.
Diese Herausforderung zu meistern verlangt einiges von Anni ab, sie muss sich zum Beispiel auch Begebenheiten aus ihrer Vergangenheit stellen und diese scheinbar verdrängten Erlebnisse aufarbeiten, trifft ihre erste große Liebe wieder und tüftelt einen originellen Weg aus um für ihre alte Schule an Wert zu gewinnen und ihrem bisherigen bequemen und ruhigen Leben damit wieder einen Schritt näher zu kommen.
Dabei wachsen Anni ihre Schüler an der ALS und jemand, dessen Namen ich jetzt für mich behalte, nach und nach sehr ans Herz und die persönliche Entwicklung von Annika bei der Verwirklichung ihrer Pläne zu beobachten ist einfach schön.
Neben den Elementen des Liebes- und Unterhaltungsromans wird hier auch ein eher schwierigeres Thema rund um die sozialen und existenziellen Umstände und Benachteiligungen für Kinder und Familien aus Brennpunktstadtteilen und deren geringe Erfolgsaussichten angeschnitten, was dem Roman ein wenig Tiefe gibt, nichtsdestotrotz behält er aber seinen eigentlichen Sinn der Unterhaltung voll und ganz.

Natürlich gibt es erwartungsgemäß bei diesem zu Herzen gehenden Roman auch ein Happy End, und am Ende ist auch keine große Überraschung mehr wer Annikas Herz erobert hat - trotzdem kann ich hier keineswegs von Langeweile sprechen.

Viele neue Ereignisse und Wendungen sowie die bisweiligen offensichtliche Blindheit der Protagonistin und ihre mitunter unklugen Entscheidungen halten die Spannung oben und ich muss sagen, in manchen Momenten wollte ich Anni schütteln, in anderen sie in den Arm nehmen, mit ihr lachen und weinen.

Wer mit dem Roman "Wenns einfach wär würds jeder machen" einen kurzweiligen Zeitvertreib mit Tiefgang und Happy End sucht, wird hier definitiv fündig!

Ich vergebe voll verdiente 5 Sterne!

  • Cover
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Gefühl
  • Lesespaß
Veröffentlicht am 07.05.2018

Die Lebenden und die Toten - fesselnd bis zur letzten Seite

Die Lebenden und die Toten
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Nachdem ich erst mit dem letzten Roman "Im Wald" von Nele Neuhaus auf diese Reihe um Kommissar Oliver von Bodenstein und Kommissarin Pia Kirchhoff/Sander gestoßen bin habe ich mit "Die Lebenden und die ...

Nachdem ich erst mit dem letzten Roman "Im Wald" von Nele Neuhaus auf diese Reihe um Kommissar Oliver von Bodenstein und Kommissarin Pia Kirchhoff/Sander gestoßen bin habe ich mit "Die Lebenden und die Toten" einen weiteren im Taunusgebiet spielenden Kriminalroman um das Ermittlerduo und sein Team vom K11 verschlungen.

Gleich zu Beginn wird Pia vor die Entscheidung gestellt, ihre Flitterwochen entweder mit ihrem frisch Angetrauten zu verbringen oder ihrem Chef und dem Team bei der Aufklärung eines scheinbaren Zufallsmordes an einer Rentnerin zur Seite zu stehen. Als kurz darauf weitere Morde geschehen und die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzen wird den Ermittlern klar, dass es sich um einen erfahrenen Schützen handeln muss.
Doch über die zu den Taten führenden Motive und die möglichen Zusammenhänge der Morde tappen die Beamten nicht zuletzt dank Unruhen in den eigenen Reihen lange im Dunkeln, zudem ist vielen Beteiligten an der Vertuschung eines großen Skandals gelegen, was zu zusätzlichen Erschwernissen in der Ermittlungsarbeit führt.

Neben der komplexen Handlung des aktuell zu lösenden Falls wird im Verlauf auch immer mehr Licht in einen in der Vergangenheit liegenden Vorfall und dessen skrupellose Vertuschung gebracht und ein ethisch schwieriges Thema behandelt, neue Ereignisse und Wendungen sorgen für konstant hohe Spannung - nur selten habe ich mich wirklich vom Lesen des Kriminalromans losreißen können, es hat mich richtig gepackt und den Schlafmangel hab ich gern in Kauf genommen!

Ich kann "Die Lebenden und die Toten" guten Gewissens jedem empfehlen, der sich ein paar kurzweilige und spannende Lesestunden bescheren will!

Veröffentlicht am 27.04.2018

Im Wald - spannender Kriminalroman im Taunusgebiet

Im Wald
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"Im Wald" ist mein erstes Werk der Autorin Nele Neuhaus.
Dieses Buch fand zu mir wie so viele davor: durch Stöbern in der Bibliothek unter den Neuen Titeln und natürlich kurzes Hineinlesen (außerdem sprach ...

"Im Wald" ist mein erstes Werk der Autorin Nele Neuhaus.
Dieses Buch fand zu mir wie so viele davor: durch Stöbern in der Bibliothek unter den Neuen Titeln und natürlich kurzes Hineinlesen (außerdem sprach mich das Cover mit dem Fuchs im düsteren Wald an).
Wie sich herausstellte, ist es das Neueste Buch einer spannenden Krimireihe im Taunusgebiet um den Kommissar Oliver von Bodenstein und seine Kollegin Pia Sander vom K11 in Hofheim.

Worum geht es in "Im Wald":

Gleich zu Beginn wird nach einem Wohnwagenbrand in Ruppertshain durch den Fund eines Toten aus einer Brandermittlung eine Mordermittlung und zwei weitere Morde lassen nicht lang auf sich warten.
Die Ermittlungen in den aktuellen Fällen gestalten sich als schwierig, denn neben der persönlichen Bekanntschaft mit nahezu allen Beteiligten seit Jahrzehnten welche es Kommissar von Bodenstein erschweren die nötige Objektivität zu waren, halten die Dörfler auch hartnäckig Stillschweigen über ein düsteres Geheimnis und nichts ist so wie es scheint.
Zudem scheinen die neuen Morde mit dem Vermisstenfall eines kleinen Jungen in weit zurückliegender Vergangenheit zusammenzuhängen, als von Bodensteins bester Freund Arthur spurlos verschwand.
Auf der Suche nach dem Täter und seinem Motiv muss das Team mit einigen Rückschlägen fertigwerden und auch das Unglück aus seiner Vergangenheit führt von Bodenstein an seine Grenzen...

Meine Meinung zum Buch:

Nele Neuhaus schafft es geschickt, mich als Leser in die Handlung mitzunehmen und dabei den ermittelnden Kommissaren über die Schulter zu schauen. Die Beschreibung der Charaktere lässt mich mit ihnen fühlen und die mitunter auf die Stimmung drückende zermürbende Langatmigkeit polizeilicher Ermittlungen und deren Erschwernisse werden glaubhaft geschildert.
Der gut lesbare und mitreissende Schreibstil der Autorin macht es mir leicht der Handlung zu folgen, auch wenn ich hin und wieder für einen besseren Überblick über die persönlichen Verbindungen des Kommissars zu den Personen im Ort das Verzeichnis im Buch zu Hilfe nehme.
Die Handlung ist komplex und gut konstruiert, und die Geschichte behält die gesamte Zeit über ihre Spannung, neue Ereignisse sorgen dafür dass ich bis zum Schluß den sorgsam von Frau Neuhaus gelegten falschen Fährten folge und am Ende doch den Falschen als Täter im Auge habe.

Mein Fazit zum Buch:

Wer einen fesselnden Kriminalroman mit spannenden Wendungen um ein fähiges Ermittlerteam für ein paar kurzweilige Lesestunden sucht, ist mit diesem Werk von Frau Neuhaus gut beraten - ich habe bereits ein weiteres Buch zu Lesen begonnen und kann daher eine klare Leseempfehlung geben.