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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.12.2017

Konnte mich nicht überzeugen

Die Optimierer
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Meine Meinung:

Der Schreibstil der Autorin gefällt mir ganz gut, man kann das Buch gut und relativ flüssig lesen, ich bin nur selten ins Stolpern geraten. Durch die recht kurzen Kapitel kam ich auch ziemlich ...

Meine Meinung:

Der Schreibstil der Autorin gefällt mir ganz gut, man kann das Buch gut und relativ flüssig lesen, ich bin nur selten ins Stolpern geraten. Durch die recht kurzen Kapitel kam ich auch ziemlich schnell durch das Buch. Erzählt wird diese Geschichte aus der dritten Person. Das Cover finde ich allerdings nicht sehr ansprechend.

Samson Freitag ist Lebensberater bei der Agentur für Lebensberatung. Sein Job ist es auf Basis seiner zur Verfügung stehenden Informationen zu entscheiden, welchen Job die Person ausüben soll, die ihn engagiert. Da im Prinzip jeder eine Kommunikationslinse trägt und diese alles, wirklich alles, aufzeichnet, was man sieht und an die Agentur für Lebensberatung sendet, hat Samson also alle möglichen Informationen über seine Kunden. Hat er erst mal eine Entscheidung für seinen Kunden getroffen, muss dieser den vorgeschlagenen Job auch ausüben und darf sich nicht mehr für etwas anderes entscheiden. Die einzige Möglichkeit seinen Job zu wechseln ist, nach frühestens 10 Jahren erneut eine Lebensberatung in Anspruch zu nehmen. Es kann aber auch passieren, dass Samson bzw. das System, das Samson bei der Entscheidungsfindung unterstützt, zu dem Schluss kommt, dass man für die Gesellschaft keinen Wert hat und daher in Zwangsarbeitslosigkeit bzw. sogenannte „Kontemplation“ geschickt wird. Auch in diesem Fall muss man sich daran halten.
Samson war mir die ganze Zeit über wirklich sehr unsympathisch, er ist ein humorfreier, oberkorrekter, sehr penibler Mensch, der dem Staat blind dient ohne irgendwas zu hinterfragen. Mit seinen glühenden Reden über das ach so tolle System ging er mir zwischendurch ziemlich auf die Nerven.
Doch auch seine Entwicklung war für mich zu abrupt und überhaupt nicht nachvollziehbar, zumal diese sich im Verlaufe des Buches auch wieder relativiert.

Das Setting des Buches hat mir nicht so gut gefallen. Da das Buch gerade mal im Jahr 2052 spielt, fand ich vieles davon übertrieben. Wie bereits erwähnt, trägt so ziemlich jeder eine Kommunikationslinse, mit der man so ziemlich alles steuern kann. Außerdem schafft sie auch eine Art virtuelle Realität, mit der man bspw. Mails vor dem geistigen Auge sehen, schreiben und verschicken kann, oder auch die Tasten im Fahrstuhl sehen und drücken kann.
Zudem ist es inzwischen illegal echtes Fleisch zu essen, weshalb das Synthfleisch erfunden wurde. Nicht zuletzt gibt es immer mehr Roboter, die immer mehr Jobs übernehmen und kaum noch von Menschen zu unterscheiden sind. Sogar die Haustiere wurden inzwischen durch Roboter ersetzt.
Eine weitere wichtige Eigenschaft der Optimalwohlökonomie sind die sog. Sozialpunkte, die jeder sammeln muss. Und muss trifft es tatsächlich ziemlich gut, wer nämlich zu wenig Sozialpunkte hat, gilt als Ausgestoßener, bis er sein Punktekonto wieder aufgefüllt hat und hat nur eingeschränkte Rechte, oder muss sogar ins „Internat“. Was auch immer das bedeuten soll.

Alles in allem wirkte das komplette Buch ziemlich übertrieben auf mich, viele Handlungen und Ereignisse ergaben für mich einfach keinen Sinn und wirkten dadurch eben auch konstruiert. Außerdem fehlte es mir in dem Buch auch an Spannung. Die Geschichte plätschert lange nur so vor sich hin, dann überschlagen sich die Ereignisse, alles geschieht auf einmal und dann plätschert es wieder, weshalb ich auch einige Passagen nur noch überflogen habe. Auch das Ende hat mir überhaupt nicht gefallen, da es auf mich sehr, sehr weit hergeholt wirkte.

Fazit:

Dieses Buch konnte mich leider so gar nicht von sich überzeugen. Da das Buch in 2052 spielt, finde ich viele Neuerungen der Gesellschaft und auch die Optimalwohlökonomie generell sehr übertrieben. Viele Handlungen und Ereignisse haben für mich wenig Sinn ergeben und wirkten stark konstruiert auf mich. Der Protagonist hat mich zunehmend genervt und auch die Spannung fehlte mir in dem Buch.
Es erhält von mir 1,5 von 5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Atmosphäre
  • Figuren
  • Idee/Originalität
  • Spannung
Veröffentlicht am 11.12.2017

Gutes Buch, konnte mich aber leider nicht fesseln

Bitterfrost
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Hier geht’s zur Rezension auf meinem Blog:
https://sabzbuecherblog.blogspot.de/2017/12/rezension-bitterfrost-mythos-academy.html

Inhalt:

Auf der Mythos Academy in Colorado geschehen besorgniserregende ...

Hier geht’s zur Rezension auf meinem Blog:
https://sabzbuecherblog.blogspot.de/2017/12/rezension-bitterfrost-mythos-academy.html

Inhalt:

Auf der Mythos Academy in Colorado geschehen besorgniserregende Ereignisse, aber nur wenige erkennen die Zeichen. Rory Forseti ist eine von ihnen. Trotz ihres jungen Alters hat sich die Spartanerin bereits im Kampf gegen Loki bewiesen. Dennoch ist sie eine Außenseiterin an ihrer Schule, denn ihre Eltern waren Schnitter – Verbrecher im Dienste Lokis. Rorys Vorsätze, endlich Freunde zu finden, werden über den Haufen geworfen, als sie Zeugin eines Mordes wird. Und wie sich herausstellt, stecken auch noch Lokis Schergen dahinter! Rory kann nicht zulassen, dass erneut Menschen durch die Schnitter leiden. Als eine Spezialeinheit sie für den Kampf gegen den Feind rekrutiert, gibt es für Rory kein Zurück mehr.

Meine Meinung:

Dieses Buch ist ein Spin-Off von der Mythos Academy. Der Kampf gegen Loki ist vorüber, er und alle seine Schnitter-Freunde wurden dingfest gemacht. Zumindest glaubt Rory Forseti das, bis sie an ihrem ersten Schultag des neuen Jahres in der Bibliothek sieht, wie ein Schnitter ein Artefakt zu stehlen versucht. Sind die Schnitter also doch nicht besiegt?

Die Geschichte wird aus der Sicht der Protagonistin Rory Forseti erzählt, was wirklich gut zu dem Buch passt. Auf diese Weise kann man sich sehr gut in Rory hineinversetzen, denn man erhält tiefe Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir ungeheuer gut. Er ist sehr anschaulich und lässt sich wunderbar flüssig lesen. Und das Cover! Ich finde es so schön! Die Augen sind so ausdrucksstark und auch die Farbe mag ich sehr.

Obwohl Rory Gwen Frost in der Mythos Academy-Reihe geholfen hat, die Schnitter zu besiegen, wird sie weiterhin für das verachtet, was ihre Eltern getan haben. Rorys Eltern waren Schnitter-Assassinen und gehörten damit sozusagen der Elite der Schnitter an. Seit sie jedoch getötet wurden und ihr Geheimnis herauskam, lebt Rory bei ihrer Tante Rachel, die vom Verrat ihrer Schwester ebenso verletzt ist wie Rory selbst. Eigentlich hat Rory gehofft, dass ihre Mitschüler in ihr nicht mehr nur die Schnitter-Tochter sehen, sondern auch anerkennen, dass sie ihm Kampf gegen die Schnitter an Gwens Seite gekämpft hat. Dies scheint für ihre Mitschüler aber nicht zu zählen – Rory ist und bleibt einfach nur die Schnitter-Tochter.
Rory war mir von Anfang an sympathisch. Sie ist wirklich stark und lässt sich trotz der Verachtung, die ihre Mitschüler nur für sie übrig haben, nicht unterkriegen.

Insgesamt gibt es zwar einige Parallelen zu Gwens Geschichte und auch charakterlich sind sich die beiden sehr ähnlich, trotzdem hat es mir viel Spaß gemacht, wieder in die Welt der Mythos Academy einzutauchen. Leider konnte es mich jedoch nicht so in seinen Bann ziehen, wie ich es sonst von der Autorin gewohnt bin.

Fazit:

Ein wirklich gutes Buch, das mich jedoch leider nicht ganz und gar in seine Welt ziehen und mitreißen konnte. Trotzdem hat es mir viel Spaß gemacht, erneut von der Mythos Academy zu lesen. Auch die Protagonistin mag ich sehr gerne. Ich freue mich schon darauf zu erfahren, wie es mit ihr weitergeht.
Das Buch erhält von mir 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 26.11.2017

Konnte mich nicht packen

TICK TACK - Wie lange kannst Du lügen?
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Hier geht’s zur Rezension auf meinem Blog:
https://sabzbuecherblog.blogspot.de/2017/11/rezension-tick-tack-wie-lange-kannst-du.html

Inhalt:

15 Tage. 2 Freundinnen. 1 Mord.

Zehn Jahre ist es her, dass ...

Hier geht’s zur Rezension auf meinem Blog:
https://sabzbuecherblog.blogspot.de/2017/11/rezension-tick-tack-wie-lange-kannst-du.html

Inhalt:

15 Tage. 2 Freundinnen. 1 Mord.

Zehn Jahre ist es her, dass Nic ihre Heimatstadt von einem Tag auf den anderen verließ. Doch die Erinnerungen an die Nacht, in der ihre beste Freundin Corinne spurlos verschwand, haben sie nie losgelassen. Hatte jemand aus ihrem Freundeskreis etwas damit zu tun? Eines Tages erhält sie eine geheimnisvolle Nachricht: „Dieses Mädchen. Ich habe es gesehen.“ Nic weiß, dass nur eine damit gemeint sein kann – Corinne. Sie fährt zurück in das von dunklen Wäldern umgebene Städtchen, um herauszufinden, was damals wirklich geschah. Doch schon am selben Abend verschwindet erneut ein Mädchen – das Mädchen, das ihnen allen damals ein Alibi geliefert hatte …

Zwei Wochen später wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Wer ist sie? Was ist in der Zwischenzeit passiert? Auf unheimlich geschickte Weise erzählt Megan Miranda diese Geschichte rückwärts. Von Tag 15 zu Tag 14 zu Tag 13 bis schließlich zurück bis zu Tag 1 offenbart sich uns nach und nach, was seit Nics Rückkehr passiert ist – und was zehn Jahre zuvor mit Corinne geschah.

Meine Meinung:

Die Geschichte wird aus der Sicht der Protagonistin Nicolette erzählt. Der Schreibstil der Autorin ist gewöhnungsbedürftig, im Großen und Ganzen bin ich aber gut durch das Buch gekommen.
Das Cover sieht mit dem dunklen Wald zwar düster aus, die fetten pinken Buchstaben machen diese Wirkung für mich aber auch wieder kaputt. Zudem hätte ich bei den Worten TICK TACK im Titel eher so etwas wie einen Wettlauf gegen die Zeit erwartet, was aber nicht der Geschichte entspricht. Ohne das pinke TICK TACK hätten mir sowohl das Cover als auch der Titel besser gefallen.

Wie in der Inhaltsangabe bereits beschrieben, wird diese Geschichte rückwärts erzählt. Sie beginnt zwar mit Tag 1, im Anschluss folgt jedoch Tag 15, dann Tag 14, usw. bis wir wieder bei Tag 1 sind – um danach erneut zu Tag 15 zu springen. Das Buch endet mit einem Kapitel, dass nochmal drei Monate später spielt.
Diese rückläufige Erzählweise finde ich zwar sehr spannend, ich habe mir jedoch mehr davon erhofft – gerade in Bezug auf den Titel. Ich habe erwartet, dass dem Leser immer deutlicher wird, dass die Protagonistin lügt, er immer mehr das Gefühl hat, ihr auf die Schliche zu kommen, bis die Wahrheit am Ende – endlich! – offenbart wird.
So war es vielleicht auch geplant, es wurde aber meiner Meinung nach nicht so gut umgesetzt.
Besonders gestört hat mich, dass die Erinnerungen, trotz der umgekehrten Reihenfolge der geschilderten Tage, aufeinander aufbauen. Sie erinnert sich immer an ein Stück mehr, bzw. wenn man das Buch in korrekter Reihenfolge lesen würde, immer an ein Stück weniger – und das ergibt mich für leider wenig Sinn. Ich kann zwar nachvollziehen, warum das so ist, immerhin wird auf diese Weise dem Leser immer ein bisschen mehr der Wahrheit mitgeteilt, es passt aber nicht zur rückläufigen Erzählweise der Geschichte. In diesem Zusammenhang ergibt es leider auch keinen Sinn, dass die Protagonistin etwas an einem Tag erfährt, an einem späteren Tag, der aber ja früher im Buch schon erzählt wurde, weiß sie nichts davon. Das ist also in etwa so, als würde ich mich an Tag 7 fragen, wem das blaue Auto gehört, an Tag 3 sehe ich aber XY einsteigen, weiß also an Tag 7 schon, wem es gehört.

Auch nach Beenden des Buchen kann ich wenig über die Charaktere aussagen, die für mich in der gesamten Geschichte doch sehr blass blieben, was ich ebenfalls sehr schade finde.

Weiterhin fand ich das Buch stellenweise recht langatmig, sodass ich einige Seiten nur noch überflogen habe. Am Ende kam dann zwar wieder Spannung auf, leider hat die Geschichte aber viel mehr vom Ende versprochen, als es tatsächlich hergegeben hat.

Fazit:

Insgesamt finde ich die Idee, die Geschichte rückwärts zu erzählen, zwar wirklich gut, an der Umsetzung hat es jedoch gehapert. Obwohl die Geschichte nach einer recht langatmigen Phase am Ende doch wieder ein bisschen Fahrt aufgenommen hat, habe ich mir vom Ende mehr erhofft. Auch die Protagonisten blieben durchgehend blass.
Das Buch bekommt von mir 2,5 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 08.11.2017

Unglaublich gut

Flawed – Wie perfekt willst du sein?
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Inhalt:

Celestines Leben scheint perfekt: Sie ist schön, bei allen beliebt und hat einen unglaublich süßen Freund.
Doch dann handelt sie in einem entscheidenden Moment aus dem Bauch heraus. Und bricht ...

Inhalt:

Celestines Leben scheint perfekt: Sie ist schön, bei allen beliebt und hat einen unglaublich süßen Freund.
Doch dann handelt sie in einem entscheidenden Moment aus dem Bauch heraus. Und bricht damit alle Regeln. Sie könnte im Gefängnis landen oder gebrandmarkt werden – verurteilt als Fehlerhafte.
Denn Fehler sind in ihrer Welt nicht erlaubt. Nichts geht über die Perfektion. Auch nicht die Menschlichkeit. Jetzt muss sie kämpfen – um ihre eigene Zukunft und um ihre große Liebe.

Meine Meinung:

Die Geschichte wird aus der Sicht der Protagonistin Celestine erzählt. Der Schreibstil von Cecelia Ahern ist sehr anschaulich und locker flockig zu lesen, wie ich es von ihr bereits gewohnt bin. Auch das Cover finde ich persönlich richtig schön.

Zu Beginn des Buches lernen wir die scheinbar perfekte Welt kennen. Nachdem ein paar hohe Tiere das Land in eine katastrophale wirtschaftliche Lage gestürzt habe, wurde „Die Gilde“ gegründet. Ihr Ziel war es, alle fehlerhaften Personen aus den entsprechenden Ämtern zu entfernen, damit sie der Gesellschaft keinen Schaden mehr zufügen können um so in der Zukunft eine moralisch und ethisch makellose, eine perfekte Gesellschaft zu schaffen.
Aus diesem Grund werden alle Menschen, die in irgendeiner Form unmoralisch gehandelt haben, als fehlerhaft gebrandmarkt und müssen fortan eine Armbinde tragen, die sie als Fehlerhafte kennzeichnet. Außerdem müssen sie sich an bestimmte Regeln halten, die z.B. Reisen in das Ausland oder das Verlassen des Hauses nach 11 Uhr abends verbieten.

Celestine ist perfekt. Sie hat Bestnoten in der Schule, ist schön, hat sich den Sohn vom Obersten Richter der Gilde als Freund geangelt und handelt immer moralisch und ethisch einwandfrei. Sie glaubt fest daran, dass Die Gilde das Richtige tut und dass alle Fehlerhaften etwas falsch gemacht haben müssen und daher auch eine entsprechende Bestrafung verdienen. Sie selbst fühlt sich in der Nähe von Fehlerhaften äußerst unwohl, vermeidet Blick- und Körperkontakt und tut im Grunde so, als würden sie nicht existieren. Damit handelt sie genau so, wie jeder andere als perfekt geltende Mensch auch.
Erst mit der Zeit lernt sie, dass nicht jeder Fehlerhafte unmoralisch und nicht jeder Perfekte moralisch handelt.
Celestine. So unsympathisch sie mir am Anfang mit ihrem Schwarz-Weiß Denken und ihrer Gutgläubigkeit auch war, im Verlaufe des Buches habe ich sie richtig lieb gewonnen. Nicht nur einmal hätte ich sie gerne in den Arm genommen und fest geknuddelt, damit es ihr wieder besser geht. Sie macht eine starke Entwicklung durch und lernt endlich so zu sein, wie sie wirklich ist und mit sich selber ins Reine zu kommen.
Celestine wirkt die ganze Zeit sehr authentisch und ich konnte ihre Handlungen stets nachvollziehen.

Die Story hat mir unglaublich gut gefallen. Die Autorin hat es geschafft, eine bedrückende Atmosphäre zu erzeugen und die Spannung stetig aufrecht zu erhalten. Ständig habe ich mich gefragt: Kann man der Person wirklich trauen, oder will sie Celestine auch nur wieder für ihre eigenen Zwecke benutzen?

Fazit:

Ein toller Schreibstil, eine starke Protagonistin und eine unglaublich gute Story. Diese Dystopie hat mir unfassbar gut gefallen und mich von Anfang bis Ende mitgerissen. Ich kann das Buch nur jedem empfehlen und es kaum abwarten, den zweiten Band zu lesen. Dieses Buch erhält von mir wohlverdiente 5 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 01.11.2017

Tolle Idee, leider viel Potenzial verschenkt

Bird and Sword
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Inhalt:

Ein Mädchen ohne Stimme.
Ein König in Ketten.
Ein Fluch, der sie vereint.

Mit fünf Jahren musste Lark mit ansehen, wie ihre Mutter vor ihren Augen hingerichtet wurde. Mit dem letzten Atemzug ...

Inhalt:

Ein Mädchen ohne Stimme.
Ein König in Ketten.
Ein Fluch, der sie vereint.

Mit fünf Jahren musste Lark mit ansehen, wie ihre Mutter vor ihren Augen hingerichtet wurde. Mit dem letzten Atemzug nahm sie ihrer Tochter die Stimme und die Macht der Worte. Denn Magie ist eine Todsünde in Jeru. Dreizehn Jahre später erscheint der junge König Tiras am Hof von Larks Vater, um diesen an seine Treuepflicht im Krieg zu erinnern. Er nimmt die stumme junge Frau als Geisel mit sich. Zunächst fürchtet Lark den König, doch sie merkt schnell, dass Tiras ebenso wenig frei ist wie sie und dass die Liebe womöglich die einzige Waffe ist, die ihrer beider Ketten sprengen kann

Meine Meinung:

Geschrieben wurde das Buch aus der Perspektive von Lark. Der Schreibstil der Autorin hat mir wirklich gut gefallen. Er ist sehr anschaulich und hat mich direkt gefesselt – man fliegt nur so durch die Seiten. Auch das Cover finde ich alles in allem ansprechend.

Die Protagonistin Lark war mir von Beginn an wirklich sympathisch und ich habe sie direkt lieb gewonnen. Sie ist eine Weissagerin und kann durch ihre Gabe nicht nur Gegenstände beherrschen und die Puppen tanzen lassen, sondern auch mit der Natur und ihren Tieren kommunizieren und diese beeinflussen. Außerdem kann sie das Leitwort einer jeden Person hören, also das Wort, dass das Leben der jeweiligen Person in diesem Augenblick bestimmt.
Ich muss allerdings sagen, dass mich Lark im Verlaufe des Buches immer mehr enttäuscht hat. Nachdem der König sie mit auf seine Burg genommen hat, scheint sie kaum noch einen eigenen Willen zu haben. Sie tut alles, was er möchte und lässt sich und ihre Magie von ihm nach Gutdünken benutzen, auch wenn es ihr widerstrebt. Ihr scheint es nur noch wichtig zu sein, ihm zu gefallen und das passt mir persönlich überhaupt nicht. Insgesamt hätte ich mir von ihr einfach mehr Persönlichkeit gewünscht. Auch ihre Gedanken und Handlungen erschienen mir von Zeit zu Zeit sehr unlogisch.

Meine Meinung zu König Tiras hat im Verlaufe des Buches sehr geschwankt. Am Anfang fand ich ihn eigentlich ganz nett, mal abgesehen davon, dass er Lark einfach so entführt hat. Er kümmert sich aber ganz gut um sie und sie fühlt sich dort wohl. Allerdings wurde er mir mit seiner Arroganz und Selbstgefälligkeit zunehmend unsympathischer. Gegen Ende des Buches hatte er aber auch nochmal seine netten und lieben Momente.

Positiv aufgefallen ist mir die Namensliste zu Beginn des Buches. So weiß man direkt, wie alle Namen ausgesprochen werden. Da diese ja doch recht ungewöhnlich sind, finde ich das eine gute Hilfestellung.
Auch das Setting der Geschichte hat mir wirklich gut gefallen und bietet viel Potenzial.

Am meisten gestört hat mich jedoch, dass sich für mich bei einige Szenen, Gedanken und Handlungen der Sinn nicht erschließen wollte. Manchmal musste ich einfach mit dem Kopfschütteln, weil wieder irgendwas durch und durch unlogisch war.
Außerdem verliefen manche Szenen einfach viel zu schnell und abrupt. Kaum haben sie begonnen, sind sie auch schon wieder zu Ende, ohne dass man die Chance hatte, in die Szene einzutauchen. Auch das Finale war für mich viel zu kurz und zu konstruiert.
Zuletzt sind bei mir auch noch ein paar Fragen offen, die wohl nicht mehr aufgeklärt werden, was ich sehr schade finde.

Fazit:

Ich finde die Hintergrundidee wirklich gut und sie bietet enormes Potenzial, allerdings hat die Autorin auch einiges davon verschenkt. Die Charaktere wurden mir zunehmend unsympathischer und manche Szenen sind einfach zu schnell abgearbeitet worden, sodass man gar nicht erst in die Szenen eintauchen konnte. Außerdem empfand ich einige Gedanken und Handlungen als super unlogisch, was mich sehr gestört hat.
Trotzdem hat die Autorin eine wirklich schöne, wenn auch nicht sehr ausgereifte, Welt erschaffen, die mir gut gefallen hat.
Ich gebe dem Buch 2,5 von 5 Sterne.

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