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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.10.2017

Tolle Geschichte, super Schreibstil, einzigartige Charaktere

Elfenmagie
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Hier geht’s zur Rezension auf meinem Blog:
http://sabzkleinerblog.blogspot.de/2017/10/buchrezension-reread-elfenmagie.html

Inhalt:

Das Mädchen Vanora wächst bei ihrem Vater auf, ohne zu ahnen, wer sie ...

Hier geht’s zur Rezension auf meinem Blog:
http://sabzkleinerblog.blogspot.de/2017/10/buchrezension-reread-elfenmagie.html

Inhalt:

Das Mädchen Vanora wächst bei ihrem Vater auf, ohne zu ahnen, wer sie wirklich ist. Bis das Schicksal sie eines Tages einholt. Der geheimnisvolle Glendorfil taucht aus einer anderen Welt auf und verkündet, dass sie eine Halbelfe ist – und nur durch sie das Reich der Elfen wieder vereint werden kann. Doch Vanora hat mächtige Feinde.

Meine Meinung:

Ich habe dieses Buch vor ein paar Jahren einer Freundin zum Geburtstag geschenkt. Obwohl ich den Klappentext nur mäßig fand, hielt ich es für eine superwitzige Idee, dass Sabrina (Ich) Sabrina (meiner Freundin) ein Buch von Sabrina (der Autorin) schenkt. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass ich da einen kleinen Schatz gekauft habe. Nachdem meine Freundin das Buch durchgelesen und davon geschwärmt hat, musste ich mir das direkt ausleihen und ebenfalls lesen – und ich war begeistert. Seitdem gehört Sabrina Qunaj definitiv zu meinen Lieblingsautoren. Dazu trägt ihre wirklich nette und liebe Art bei Facebook übrigens auch bei.
Da das nun aber schon ewig her war, dass ich das Buch gelesen habe, wollte ich es gerne noch einmal lesen um es anschließend zu rezensieren. So viel zur Vorgeschichte – nun zur Rezension.

Geschrieben ist das Buch aus Sicht der 3. Person. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir wahnsinnig gut. Man fliegt geradezu durch die Seiten, sodass ich das Buch innerhalb von drei Tagen durchlesen konnte. Zudem ist er sehr anschaulich und hat mich direkt mitgerissen. Auch das Cover finde ich sehr hübsch.

Die Story beginnt damit, dass die kleine Vanora spät abends an ihrem Fenster sitzt und auf der Suche nach den ihr so vertrauten goldenen Augen, die sie schon seit jeher während der Abenddämmerung dort draußen sieht, hinausschaut. Anders als sonst sieht Vanora jedoch auch, wie sich die Augen plötzlich in Richtung ihres Hauses bewegen und kurz drauf jemand, der sich später als Glendorfil entpuppt, an der Tür klopft. Natürlich ist man als 10-Jährige sehr neugierig, so auch Vanora, und belauscht das folgende Gespräch zwischen ihrem Vater und Glendorfil. Dieser fängt am nächsten Tag an, Vanora den Umgang mit Waffen und ihrer Magie beizubringen.

Vanora ist die Protagonistin des Buches und zu Beginn erst 10 Jahre alt. Das ändert jedoch nichts an ihrem Mut und ihrer Abenteuerlust. Dieser Abschnitt ist eher kurz gehalten und bald schon wird aus Vanora eine junge und auch sehr stolze Frau. Sie lässt sich nicht bevormunden und ist auch gut in der Lage ihre Aufgaben eigenständig zu meistern. Später stellst sich heraus, dass Vanora die Tochter von Daralee, eine der beiden Schwesternköniginnen von Elvion, dem Elfenreich, ist. Daralee hat vor tausenden von Jahren das Elfenreich aus Liebe zu einem anderen Elfen mit ihrer Magie in das Licht- und das Schattenreich gespalten und wurde kurz darauf getötet. Die Barriere besteht jedoch nach wie vor und kann nur durch Vanoras Blut, das Blut der einzig noch lebenden Nachfahrin, durchbrochen werden.
Vanora war mir von Beginn an echt sympathisch und ich mochte sie auch sehr gerne. Allerdings entwickelt sie sich in eine Richtung, die zwar nachvollziehbar, aber auch recht düster ist.

Eamon ist der Sohn des Königs vom Schattenreich und der nächste in der Thronfolge. Als er Vanora zum ersten Mal sieht, ist er natürlich gleich von ihr und der Intensität ihrer Magie verzaubert. Fortan will er sie beschützen und tut alles, um in ihrer Nähe sein zu können. Er ist sehr impulsiv und lässt sich stets von seinem Herzen leiten. Obwohl ich ihn manchmal auch ein wenig anstrengend fand, mochte ich ihn doch ganz gerne leiden.

Nevliin ist der Befehlshaber der Lichtritter und dient der Königin der Elfen des Lichtreiches. Er ist ein typischer Ritter: kühl, loyal und stellt keine Fragen. Er ist sogar so loyal, dass er blind für die Lügen und Intrigen seiner Königin ist.
Er ist das komplette Gegenteil von Eamon, denn er stellt seine Gefühle für gewöhnlich ab. Erst als er Vanora kennenlernt und sie zu ihrer Hinrichtung bringen soll, ändert sich alles, denn auch er ist direkt von Vanora verzaubert.
Nevliin ist ein sehr düsterer Charakter und nicht besonders sympathisch. Ich mochte ihn aber trotzdem irgendwie.

Bienli und Finora sind zwei sehr loyale und sehr süße Kobolde. Zwar beschweren sie sich die ganze Zeit übereinander und sind auch sonst sehr aufbrausend und unhöflich, sie haben aber das Herz am rechten Fleck und versuchen alles, um Vanora zu beschützen.

Der Plot war mir im Großen und Ganzen ja schon bekannt, auch wenn ich mich nicht mehr an alles erinnern konnte. Trotzdem konnte er mich wieder begeistern. Obwohl bei so langen Büchern immer die Gefahr besteht, dass sich Abschnitte in die Länge ziehen, wurde das Buch doch nie langweilig. Die Spannung hat sich stetig weiter aufgebaut und zum Schluss ihren Höhepunkt erreicht.
Die Autorin schafft mit diesem Buch einen wunderbaren Mix aus humorvoll, traurig, hoffnungsvoll und düster.

Fazit:

Auch beim zweiten Mal Lesen fand ich das Buch wirklich gut. Obwohl mir der Plot ja bereits bekannt war, war das Buch trotzdem spannend. Es hat mich einfach von Anfang an mitgerissen und in seinen Bann gezogen. Einige Charaktere sind zwar nicht ganz einfach, ich mochte sie aber trotzdem ganz gerne leiden.
Insgesamt ein tolles Buch, das von mir 5 von 5 Sterne erhält.

Veröffentlicht am 02.10.2017

Tolle Charaktere und interessante Story

The Promise - Der goldene Hof
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Inhalt:

Der Goldene Hof verspricht auserwählten Mädchen ein völlig neues Leben. Nicht nur, dass sie lernen, sich in vornehmen Kreisen zu bewegen, sie werden auch auf eine glamouröse Zukunft im aufstrebenden ...

Inhalt:

Der Goldene Hof verspricht auserwählten Mädchen ein völlig neues Leben. Nicht nur, dass sie lernen, sich in vornehmen Kreisen zu bewegen, sie werden auch auf eine glamouröse Zukunft im aufstrebenden Nachbarland Adoria vorbereitet.
Die junge Adelige Elizabeth scheint bereits ein solches Leben zu führen. Doch nach dem Tod ihrer Eltern fühlt sie sich wie in einem Gefängnis, aus dem sie nur noch fliehen will. Als Elizabeth dann den charmanten Cedric Thorn vom Goldenen Hof kennenlernt, weckt er einen waghalsigen Plan in ihr: Sie muss es irgendwie nach Adoria schaffen. Und kurze Zeit später tritt sie unter falschem Namen die Ausbildung am Goldenen Hof an …

Meine Meinung:

Der Schreibstil der Autorin gefällt mir gut, man kommt ganz locker durch die Seiten. Geschrieben ist das Buch aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Elizabeth alias Adelaide.
Das Cover finde ich richtig hübsch. Nicht nur die Frisur gefällt mir gut, auch die goldenen Tupfer und die Hintergrundfarbe sind sehr schön.

Das Buch beginnt auf einem Ball und der Suche der Großmutter nach einem geeigneten Heiratskandidaten für die junge Gräfin Elizabeth. Was für ein Glück, dass sich auch ein Bewerber finden lässt. Was für ein Pech, dass es sich dabei um den sich ständig kratzenden, leicht von Gerste besessenen und völlig humorresistenten Cousin von Elizabeth handelt. Da ihre Familie den Großteil ihres Vermögens jedoch verloren hat, erinnert ihre Großmutter sie daran, dass sie nicht sehr wählerisch sein darf. Die jeweiligen Großmütter der beiden sind sich also einig, dass ihre Enkel heiraten, allerdings nur unter der Bedingung, dass Elizabeth und ihre Großmutter die Hälfte ihrer Dienerschaft entlassen und Elizabeth zu ihrem Cousin auf den Hof zieht. Unter der entlassenen Dienerschaft befindet sich auch ihre Zofe Ada, die daraufhin an den goldenen Hof eingeladen wird. Hier soll sie eine Ausbildung machen um sich wie ein Teil der Oberschicht benehmen zu können und anschließend verheiratet werden.
Was für Ada nicht besonders verlockend klingt, klingt für Elizabeth wie eine wunderbare Chance ihrem Cousin zu entkommen. Kurzerhand hilft sie Ada sich abzusetzen und nimmt statt ihrer den Platz auf dem goldenen Hof ein.

Elizabeth, Gräfin von Rothford, die sich später allerdings nur Adelaide (Adas ausgeschriebener Name) nennt, gehört zur Gründerfamilie und somit zu einer der nobelsten Familien in ganz Osfrid. Trotz ihrer Herkunft ist sie jedoch nicht überheblich oder unnahbar, wie man es erwarten könnte. Sie ist vielmehr humorvoll, sehr hilfsbereit und weiß sich zu behaupten. Elizabeth war mir von Anfang an sympathisch, was vor allem an ihrem trockenen Humor liegt. Wirklich schade finde ich jedoch, dass dieser auch tatsächlich nur am Anfang in Erscheinung tritt. Im Verlaufe des Buches merkt man jedoch, dass sie eine wirklich starke Person ist und sich durch alle Widrigkeiten kämpft, die die Autorin ihr zugedacht hat.

Elizabeths/Adelaides "Mitbewohnerinnen" am goldenen Hof, Tamsin und Mira, gefallen mir ebenfalls sehr gut. Tamsin ist wahnsinnig ehrgeizig, voller Energie und lässt sich niemals unterkriegen. Sie treibt auch Elizabeth/Adelaide und Mira immer wieder dazu sich stets Mühe zu geben. Trotzdem beschützt sie auch ihre Freundinnen, wenn es nötig ist.

Mira kommt aus dem Land Sirminica, aus dem sie wegen des Krieges allerdings flüchten musste. Sie scheint einiges durchgemacht zu haben und ist auch eher zurückhaltend, allerdings ist sie dennoch eine gute Freundin für Tamsin und Elizabeth/Adelaide

Zusammen sind sie die drei eine hervorragende Mischung aus unterschiedlichen Charakteren, die einem trotzdem allesamt sympathisch sind. Viel besser hätte man das, denk ich, gar nicht machen können, ohne dass die Freundschaft unglaubwürdig wirkt.

Cedric arbeitet für den goldenen Hof und wollte Ada rekrutieren. Er staunt nicht schlecht, als Elizabeth sich plötzlich als Ada ausgibt, wahrt jedoch ihr Geheimnis. Auch er ist mir sehr sympathisch, kümmert sich immer um alle Mädchen am goldenen Hof und interessiert sich auch tatsächlich für sie. Es stellt sich allerdings heraus, dass er ein Alanzianer und somit ein Ketzer ist, die dafür bekannt sind, die gefallenen Engel anzubeten und Blutrituale durchzuführen. Ich mochte ihn trotzdem.

Der Plot verlief so ganz anders, als ich erwartet hätte und hat mich durch seine – zumindest für mich – Neuartigkeit und seinem Facettenreichtum positiv überrascht. Es kommt zwischendurch auch immer mal wieder ein wenig Spannung auf, insgesamt hätte ich mir davon allerdings mehr gewünscht. Erst am Schluss wurde die Spannung auf einem konstant hohen Niveau gehalten.
Das Ende hat mir leider nicht so gut gefallen, da mir da einfach zu viel zu schnell passiert ist und außerdem sehr weit hergeholt wirkte.

Fazit:

Wer eine ordinäre 08/15 Story erwartet, ist hier verkehrt. Die Protagonistin ist wirklich eine starke Person und kämpft sich durch alle möglichen Widrigkeiten. Auch die anderen Charaktere gefallen mir sehr gut. Insgesamt hat mir die Spannung etwas gefehlt und das Ende wirkte zu gewollt. Alles in allem aber ein tolles Buch, welches von mir 4 von 5 Sternen erhält.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Atmosphäre
  • Charaktere
  • Gefühl
  • Handlung
Veröffentlicht am 29.09.2017

Ein lohnendes Buch

Scythe – Die Hüter des Todes
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Hier geht's zur Rezension auf meinem Blog:
http://sabzkleinerblog.blogspot.de/2017/09/buchrezension-scythe-die-huter-des-todes.html

Inhalt:

Unsterblichkeit, Wohlstand, unendliches Wissen.
Die Menschheit ...

Hier geht's zur Rezension auf meinem Blog:
http://sabzkleinerblog.blogspot.de/2017/09/buchrezension-scythe-die-huter-des-todes.html

Inhalt:

Unsterblichkeit, Wohlstand, unendliches Wissen.
Die Menschheit hat die perfekte Welt erschaffen – aber diese Welt hat einen Preis.

Citra und Rowan leben in einer Welt, in der Armut, Kriege, Krankheit und Tod besiegt sind. Aber auch in dieser perfekten Welt müssen Menschen sterben, und die Entscheidung über Leben und Tod treffen die Scythe. Sie sind auserwählt, um zu töten. Sie entscheiden, wer lebt und wer stirbt. Sie sind die Hüter des Todes. Aber die Welt muss wissen, dass dieser Dienst sie nicht kalt lässt, dass sie Mitleid empfinden. Reue. Unerträglich großes Leid. Denn wenn sie diese Gefühle nicht hätten, wären sie Monster.
Als Citra und Rowan gegen ihren Willen für die Ausbildung zum Scythe berufen werden und die Kunst des Tötens erlernen, wächst zwischen den beiden eine tiefe Verbindung. Doch am Ende wird nur einer von ihnen auserwählt. Und dessen erste Aufgabe wird es sein, den jeweils anderen hinzurichten …

Meine Meinung:

Der Schreibstil des Autors hat mir gut gefallen, er ist sehr anschaulich und man kam super in die Geschichte rein. Geschrieben wurde das Buch aus der 3. Person und stellte abwechselnd die Perspektive der beiden Protagonisten dar. Am Ende jedes Kapitels gibt es noch einen Eintrag aus dem Nachlese-Tagebuch eines Scythes, was mir sehr gut gefallen hat. Das Buchcover finde ich gut, es wirkt zwar düster, aber nicht zu sehr. Trotzdem sieht man direkt, was die Aufgabe des Mannes auf dem Cover ist - er sieht aus wie die typische Verkörperung des Todes, was hervorragend zur Geschichte passt.

Die Geschichte spielt in der Zukunft, in der die Entwicklung der Zivilisation (seit 2042) abgeschlossen ist. Der Tod ist überwunden, Krankheiten gibt es nicht mehr und die Regierung wurde durch den Thunderhead ersetzt (quasi eine gewissenhafte Cloud, die alles weiß).
Die Geschichte beginnt, als Citra zu hause sitzt und ihre Hausaufgaben macht. Plötzlich bekommt ihre Familie Besuch von Scythe Faraday. In dieser perfekten Welt, in der der Tod überwunden wurde, ist es die Aufgabe der Scythe durch Nachlese die Bevölkerungszahl zu reduzieren. Dementsprechend verängstigt sind Citra und ihre Familie als der Scythe plötzlich vor der Tür steht und sich quasi selber zum Essen einlädt. Die ganze Familie führt einen Eiertanz auf, um den Scythe bloß nicht zu verärgern und eventuell doch noch Ziel seiner Nachlese zu werden. Doch Citra hat genug davon und sagt ihm seine Meinung. Es stellt sich heraus, dass die Nachbarin das Ziel seiner Nachlese ist und er tatsächlich nur zum Essen vorbeigekommen ist. Die offene und mutige Art von Citra gefällt ihm jedoch, sodass er sie einige Zeit später als Lehrling unter seine Fittiche nimmt.
Rowan lernt den Scythe in der Schule kennen, in der Scythe Faraday einen Mitschüler nachlesen muss. Da Rowan Mitleid mit dem Mitschüler hat, bleibt er während der Nachlese an seiner Seite. Auch Rowan sagt offen seine Meinung, ungeachtet der möglichen Konsequenzen, z.B. selber Ziel der Nachlese zu werden.
Aus diesem Grund wird Rowan, zeitgleich mit Citra, ebenfalls neuer Lehrling von Scythe Faraday. Obwohl Citra und Rowan den Beruf des Scythe eigentlich eher verabscheuen, habe trotzdem beide ihre Gründe die Ausbildung anzutreten.
Es ist für Scythe allerdings eher unüblich, zwei Lehrlinge zur selben Zeit in die Ausbildung zu nehmen. Da beide Lehrlinge jedoch immer ihr Bestes geben sollen, ohne Rücksicht auf den jeweils anderen, wird später beschlossen, dass die erste Handlung des künftigen Scythes die Nachlese des gescheiterten Lehrlings sein soll.

Citra ist 16 Jahre alt, Schülerin und sehr aufbrausend. Sie ist aber auch ehrgeizig und gibt bei allem, was sie tut, ihr bestes. Sie sagt offen ihre Meinung und hat klare Vorstellungen davon, was richtig ist und was falsch. Ich mochte Citra und ihre Art sehr gerne.

Rowan ist ebenfalls noch Schüler und im gleichen Alter wie Citra. Er zeigt direkt zu Beginn viel Mitgefühl und trägt sein Herz am rechten Fleck. Im Gegensatz zu Citra kann er seine Emotionen jedoch hinter einer lässigen Fassade verbergen. Es wird jedoch auch bald klar, dass er sich schnell verunsichern lässt. Rowan war mir zu Beginn wirklich sympathisch, allerdings nahm meine Sympathie für ihn mit der Zeit ab.

Scythe Faraday ist derjenige, der die beiden Schüler in die Ausbildung nimmt. Er wirkt die meiste Zeit über sehr kühl und distanziert, aber auch höflich und achtbar. Er hat seine Prinzipien und an die hält er sich auch. Ihm ist es wichtig, dass die Nachlese dem Scythe schwer fällt und sein schlechtes Gewissen sein ständiger Begleiter ist, obwohl die Nachlese natürlich notwendig ist. Diese Einstellung vermittelt er auch seinen Lehrlingen.

Die Story gefällt mir sehr gut. Ich finde die hier dargestellte Zukunft wirklich spannend, auch wenn sie meiner Meinung nach keinesfalls erstrebenswert ist.
Mit der Zeit bekommt man beim Lesen immer mehr das Gefühl, dass das Scythetum in einem Wandel ist und sich etwas Bedrohliches anbahnt. Diese düstere Stimmung wurde durch die anschauliche Erzählweise gut transportiert. Insgesamt hat es mir jedoch etwas an Spannung gefehlt.

Fazit:

Das Buch hat mich zwar nicht mitgerissen, aber definitiv an die Hand genommen und in seine Welt gezogen. Der Schreibstil ist sehr anschaulich und hat mir gut gefallen. Auch die Charaktere sind alle sehr unterschiedlich und jeder hat seinen eigenen Reiz. Die Story mochte ich insgesamt sehr gerne. Das Buch bekommt von mir 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 20.09.2017

Schöner Abschluss einer tollen Reihe

Rock my Dreams
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Inhalt:

Er hat sein ganzes Leben auf sie gewartet – und er wird alles tun, um ihr Herz zu erobern!

Hailey Harper hat einen Plan: so schnell wie möglich ihr Studium absolvieren, um nicht länger finanziell ...

Inhalt:

Er hat sein ganzes Leben auf sie gewartet – und er wird alles tun, um ihr Herz zu erobern!

Hailey Harper hat einen Plan: so schnell wie möglich ihr Studium absolvieren, um nicht länger finanziell von ihrem Onkel abhängig zu sein. Doch dann begegnet sie Mike, und plötzlich kann sie an nichts anderes mehr denken. Mike ist der Drummer der berühmten Rockband The Last Ones to Know, er ist süß, witzig – und der Exfreund ihrer Cousine Danica, die ihn jetzt, da er berühmt ist, unbedingt zurückgewinnen will. Hailey geht auf Abstand, doch sie hat die Rechnung ohne Mike gemacht: Für ihn ist Hailey das Mädchen, auf das er sein Leben lang gewartet hat – und er wird alles tun, um ihr das zu beweisen …

Meine Meinung:

Dieses Buch ist der vierte und letzte Band der „The Last Ones To Know“ Reihe. Auf dieses Buch habe ich mich besonders gefreut, da endlich Mike die männliche Hauptrolle einnimmt und er mir in den vorherigen Büchern gut gefallen hat. Aber alles der Reihe nach.
Der Schreibstil der Autorin ist wie immer humorvoll und auch sehr anschaulich.
Das Buch wurde aus der Ich-Perspektive geschrieben, sodass man wieder genau weiß, was die Person empfindet und denkt. Das Cover gefällt mir gut, ich mag das Grün und das Schlagzeug im Hintergrund passt gut zu Story, da sich diese Geschichte um den Drummer der Band „The Last Ones To Know“ dreht.

Dieses Buch beginnt wieder im Mayhem mit einem Konzert von „The Last Ones To Know“. Hailey und ihre Cousine Danica sind erst vor kurzem in die Stadt gezogen, wo Danica ihren Exfreund Mike, seines Zeichens Drummer der angesagten Band „The Last Ones To Know“, zurückerobern will.
Nach dem erfolglosen Versuch Danicas nach dem Konzert in den Backstage-Bereich zu kommen, warten die beiden vor dem Tourbus auf die Band. Während Danica sich anschließend mit Mike verzieht, muss Hailey im Tourbus auf ihre Cousine warten, da sie gemeinsam mit dem Auto gekommen sind. Hailey widmet sich solange der Spielekonsole, auf der sie erst mit Rowan und die restliche Nacht mit Mike spielt. Inzwischen ist Mike nämlich zurückgekehrt und Danica ist im anderen Bus eingeschlafen.
Hailey und Mike verstehen sich großartig und mit der Zeit muss Hailey sich immer öfter ins Gedächtnis rufen, dass Mike Danicas Freund ist.

Hailey geht seit kurzem auf die Uni und arbeitet daran, ihren großen Traum Tierärztin zu werden, in die Tat umzusetzen. Da ihre Familie nicht genug Geld hat, bezahlt ihr Onkel und der Vater von Danica, nicht nur ihr Studium, sondern auch die gemeinsame Wohnung von Hailey und Danica, das Auto und alle sonst noch so anfallenden Kosten. Um diese finanzielle Unterstützung nicht zu verlieren, macht Hailey so ziemlich alles, was Danica von ihr verlangt, wie z.B. mit ihr auf das Konzert ihres Exfreundes zu gehen.
Hailey war mir von Beginn an sympathisch – sie ist witzig, zockt gerne und ist eine super große Schwester. Allerdings hat mich ihre zunehmende Unsicherheit auch ein bisschen genervt.

Mike ist der Drummer der Band „The Last Ones To Know“ und der einzige in der Band, der nicht jeden heißen, dahergelaufenen Groupie mit in seine Koje nimmt, sondern die Abende im Tourbus lieber vor der Spielekonsole verbringt. Obwohl Mike gerade erst wieder mit seiner Jugendliebe Danica zusammen gekommen ist, verbringt er auch viele Abende damit, online mit Hailey und ihrem kleinen Bruder zu zocken.
Mike mochte ich schon seit dem ersten Buch, weshalb ich auch besonders gespannt auf diesen Teil der Reihe war. Bisher wurde er immer als ziemlich ruhig und bodenständig beschrieben. Dies ist er natürlich noch, aber er ist auch echt witzig und wirklich süß.

Auch in diesem Buch dürfen Rowan, Dee, Leti und die restliche Band natürlich nicht fehlen, allerdings fallen die Rollen in diesem Buch recht klein aus, da Hailey in erster Linie mit ihrer Cousine und Mitbewohnerin Danica zu tun hat. Danica ist ein egoistisches und manipulatives Biest. Ich würde es netter ausdrücken, wenn es ginge, aber das bringt es einfach am besten auf den Punkt. Ich mochte sie überhaupt nicht und weiß auch nicht, wie Hailey sich so viel von ihr gefallen lassen konnte. Natürlich hat sie Angst, die finanzielle Unterstützung ihres Onkels zu verlieren, aber um ehrlich zu sein, geht mir auch das nicht in den Kopf. Welcher Onkel würde bitte die finanzielle Unterstützung der Nichte einstellen, nur weil sie Stress mit seiner Tochter hat?
Zuletzt gibt es noch Haileys kleinen Bruder Luke, den ich wirklich mochte. Er ist ein cooler kleiner Knirps.

Obwohl man den Verlauf der Story allmählich vorausahnen kann, da alle Bücher ähnlich ablaufen, war es doch spannend. Dies liegt einerseits natürlich an dem mitreißenden Schreibstil. Aber auch die Differenzen zwischen Hailey und Danica sowie die aufkeimenden Gefühle Haileys für Mike machen das Buch so spannend.
Das Highlight war jedoch das Ende! Es war ein schöner Abschluss für die Reihe, die mir durchgehend gut gefallen hat.

Fazit:

Ein schönes Buch mit einem wirklich tollen Ende! Der Schreibstil ist sehr anschaulich und auch die Charaktere mochte ich sehr gerne. Wie schade, dass die Reihe nun zu Ende ist.
Ich gebe dem Buch 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 03.09.2017

Fantastisches Buch

Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr
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Inhalt:

Prinzessin Dylia, die sich selbst „Prinzessin Insomnia“ nennt, ist die schlafloseste Prinzessin von ganz Zamonien. Eines Nachts erhält sie Besuch von einem alptraumfarbenen Nachtmahr. Havarius ...

Inhalt:

Prinzessin Dylia, die sich selbst „Prinzessin Insomnia“ nennt, ist die schlafloseste Prinzessin von ganz Zamonien. Eines Nachts erhält sie Besuch von einem alptraumfarbenen Nachtmahr. Havarius Opal, wie sich der ebenso beängstigende wie sympathische Gnom vorstellt, kündigt an, die Prinzessin in den Wahnsinn treiben zu wollen. Vorher nimmt er die Prinzessin aber noch mit auf eine abenteuerliche Reise durch die Welt des Denkens und Träumens, die für beide immer neue und überraschende Wendungen bereit hält, bis sie schließlich zum dunklen Herz der Nacht gelangen. Walter Moers erzählt dieses Märchen aus der zamonischen Spätromantik voller skurriler Charaktere mit der ihm eigenen Komik: spannend und anrührend zugleich.

Meine Meinung:

Ich liebe Walter Moers. Ich habe alle Zamonien-Romane gelesen und fand alle, mit einer Ausnahme, wirklich toll. Dementsprechend hoch waren auch meine Erwartungen. Und was soll ich sagen? Ich wurde nicht enttäuscht. Geschrieben wurde das Buch aus der 3. Person.
Moers hat einen einzigartigen und unglaublich fantasievollen Schreibstil. Durch seine anschauliche Erzählweise kann man gar nicht anders, als sich alles direkt vorzustellen.
Die Cover der Zamonien-Romane sind immer sehr liebevoll gestaltet und auch dieses Buch bildet da keine Ausnahme. Allerdings hat Moers es das erste Mal nicht selber illustriert, sondern sich von Lydia Rode unterstützen lassen. Und sie hat ihren Job fantastisch gemacht! Ich habe selten ein so hübsches Buch mit so wunderschönen Illustrationen gesehen bzw. gelesen.

Prinzessin Dylia, oder auch Prinzessin Insomnia, leidet unter der seltensten aller Krankheiten von ganz Zamonien. Sie ist so selten, dass sie die einzige Person ist, die überhaupt darunter leidet, weshalb sie auch keinen richtigen Namen hat, sondern nur „die Krankheit“ genannt wird. Ein wesentliches Symptom ist die Schlaflosigkeit, bzw. Insomnie. Das geht so weit, dass Dylia manchmal wochenlang nicht schläft – ihr Rekord liegt bei vier Wochen.
Je länger Dylia wach bleibt, desto schärfer werden ihre Sinne: So kann sie bspw. nach sechs Tagen Schlaflosigkeit die Gefühle eines Pfirsich ertasten, nach neun Tagen Farben schmecken und nach elf Tagen ihre Hände röntgen.
Trotz ihrer Krankheit kann Dylia jedoch allem auch immer etwas Positives abgewinnen – was auch daran liegen könnte, dass sie alles Negative verdrängt.
Nicht nur ihre verschärften Sinne betrachtet sie als Vorteil, sondern auch die ganze Zeit, die sie sich mit Denken beschäftigen und amüsieren kann. Besonders hervorzuheben ist außerdem noch Dylias Fantasie und ihr leidenschaftliches Verhältnis zur Sprache und zu Wörtern.

Havartius Opal ist ein Nachtmahr und ihr fragt euch zu recht, was das eigentlich sein soll. „Ein Alptraum ist ein Paket, das du bekommst. Der Nachtmahr ist der Postbote, der es zustellt.“ (S. 77).
Havartius beschert Dylia jedoch nicht nur einen Alptraum, er hat sie auserwählt. Das bedeutet, dass es sein oberstes Ziel, seine Aufgabe ist, sie in den Wahnsinn zu treiben und ihr Ableben damit zu beschleunigen. Trotz seiner hinterhältigen und verschlagenen Art, ist er doch auch echt witzig und mir richtig ans Herz gewachsen.

Diese spannende Geschichte handelt von einer außergewöhnlichen und abenteuerlichen Reise durch das Gehirn, bei der Dylia und der Nachtmahr auf dem Weg zum dunklen Herzen u.a. Zwielichtzwergen, Zergessern, Geomen, Irrschatten und Grillos begegnen – mit einem Ende, das mich sogar ein bisschen berührt hat.

Fazit:

Insgesamt handelt es sich bei diesem Buch um eine spannende Geschichte über eine abenteuerliche Reise von Dylia und dem Nachtmahren durch Dylias Gehirn. Der Schreibstil besticht mit viel Fantasie und Humor. Ein typischer Moers-Roman eben. Aber auch die Charaktere sind einzigartig und interessant. Leider konnte mich dieses Buch aber nicht so sehr fesseln, wie andere Zamonien-Romane. Zudem fehlte mir auch das typische Zamonien-Universum ein bisschen, das ich sonst immer so toll finde. Das Buch bekommt von mir 4,5 von 5 Sterne.