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Veröffentlicht am 21.03.2026

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Das Fundbüro der verlorenen Schätze - Flammensturm
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Das Konzept, den Leser frei entscheiden zu lassen, was und wo im Buch gelesen werden soll, gefällt uns. Je nach Stimmung mit Action oder eher ruhiger geht es weiter.
Die Illustrationen von Nicolai Renger ...

Das Konzept, den Leser frei entscheiden zu lassen, was und wo im Buch gelesen werden soll, gefällt uns. Je nach Stimmung mit Action oder eher ruhiger geht es weiter.
Die Illustrationen von Nicolai Renger gefallen uns mit Abstrichen gut. Allerdings wirken die Kinder älter und das knallrote Hufeisen ist gelb! Darauf achten die jungen Leser aber!
Die einleitende Erklärung des Konzepts passt, ist hilfreich. Dann wird man ins Geschehen im Freizeitpark geworfen. Es muss hin- und hergeblättert werden. Mein sehr aktives Kind mag das, das kleinere Geschwister verliert die Lust. Das Rätsel auf S. 27 ist tricky, uns half das einzige sinnvolle Wort nicht weiter.
Kleiner Hinweis: auf Seite 66 und 68 oder auch auf anderen Seiten kann man nicht weiterlesen, dort steht kein Text. Und: warum lächelt Herr Nox, er hat gerade eine schlimme Nachricht bekommen? Es wird vieles zunächst nicht erklärt: Wer ist Marisol?
Aber mit einem gewissen Elan lässt sich alles klären. Spannend wird es, das große Kind ist begeistert. Die Rätsel sind teilweise schwer zu knacken, zum Glück gibt es Auflösungen im Anhang.
Unsere Bewertung ist durchwachsen: das Konzept ist interessant. Der lebhaften Großen (9) hat es ganz gut gefallen, die ruhige Kleine (7,5) fand es anstrengend und wirr, wollte nicht pausenlos blättern, gab schnell auf.
Die Story (Mascha Matysiak) hinter dem Geschehen war stellenweise etwas chaotisch, aber ok, die Geschwister agierten clever und sympathisch, mit ihnen konnte man sich identifizieren.
Das Buch sollte mehrfach gelesen werden, jeweils mit anderem Verlauf. Dann macht es mehr Spaß.
Empfehlen würden wir das Buch frühestens ab acht Jahren.

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Eine seltsame Katze

Lesen lernen mit Magie: Zauberkätzchen
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Wenn ein junger Löwe vor seinem machtgierigen Onkel flüchten muss … verwandelt er sich in ein sprechendes kleines Kätzchen. Er freundet sich mit der gefrusteten Bella an, die ärgerlicherweise ihre Ferien ...

Wenn ein junger Löwe vor seinem machtgierigen Onkel flüchten muss … verwandelt er sich in ein sprechendes kleines Kätzchen. Er freundet sich mit der gefrusteten Bella an, die ärgerlicherweise ihre Ferien in einem Minizelt mit ihren Eltern verbringen muss.
Dann gibt es auch noch Zoff mit der Nachbarsfamilie.
Die Geschichte ist simpel, handelt von Hilfsbereitschaft, falschen Verdächtigungen und Freundschaft. Themen, die alltäglich sind, einfach dargeboten.
Die Illustrationen sind nett, dazu gibt es viel kleine Schrift, die NICHT zum Lesenlernen motiviert. Auch die Story nimmt das Kind nicht mit, ist belehrend aufgebaut.
Konnte uns nicht mitnehmen.

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Veröffentlicht am 17.03.2026

Superoriginell

Mehl, Magie und Machenschaften
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Dolle ist es nicht mit Monas Zauberkunst; ja, sie kann Wasser und Mehl zu einem ordentlichen Brot hexen oder alte Lebkuchenmänner zum Tanzen bringen ( süße Idee - manche steppen, manche machen Seemännertanz), ...

Dolle ist es nicht mit Monas Zauberkunst; ja, sie kann Wasser und Mehl zu einem ordentlichen Brot hexen oder alte Lebkuchenmänner zum Tanzen bringen ( süße Idee - manche steppen, manche machen Seemännertanz), aber sonst? Bis plötzlich eine Leiche in der Backstube auftaucht.
Was märchenhaft beginnt, entwickelt sich schnell zu einer Jagd auf Andersartige, eine Geschichte um Intrigen und Machtkämpfe.
Das kann Mona nicht hinnehmen.
T. Kingfishers aka Ursula Vernon (!) Schreibstil ist witzig und locker leicht, sie nutzt irrsinnige Vergleiche und präsentiert originelle Ideen. Sehr phantasievoll, überraschend, verblüffend. Da muss man erst einmal draufkommen. Ich habe mich selten so gut unterhalten gefühlt und prächtig amüsiert!

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Veröffentlicht am 14.03.2026

Ausufernd

The House Witch 1
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Der neue Koch des Königs widerspricht sämtlichen Vorstellungen von einem erfahrenen Küchenchef: er ist schlank, sehr jung, selbstbewusst. Erzählt wird in einfachen Sätzen, der Erzählfluss ist gemächlich, ...

Der neue Koch des Königs widerspricht sämtlichen Vorstellungen von einem erfahrenen Küchenchef: er ist schlank, sehr jung, selbstbewusst. Erzählt wird in einfachen Sätzen, der Erzählfluss ist gemächlich, die Handlung schreitet mitunter langsam, manchmal sprunghaft voran. Auf jeden Fall im Überfluss vorhanden sind schmückende und romantisierende Adjektive und üppig ausgeschmückte Beschreibungen. Es passiert wenig, geringe Ansätze einer Art Handlung sind vorhanden, versickern aber. Die Protas bleiben blass. Der Schreibstil entspricht eher einem Schüleraufsatz.
Durch das wunderschöne Cover habe ich mich täuschen lassen, eine wunderbare fantastische Geschichte mit einem zaubernden Koch erwartet und wurde enttäuscht.
Die Handlungen der beteiligten Personen sind manchmal ungewöhnlich oder plump, interessant sind sie nicht. Ich habe mich durch ausufernde Textpassagen gequält, Spannendes gesucht und nicht gefunden.
Ein Stern fürs Cover ist es nur geworden.

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Veröffentlicht am 14.03.2026

Helen und Merlin

Eine Maus namens Merlin
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Helen Cartwright ist alt und allein. Nicht nur allein, sondern wahrlich einsam. Sie will es so. Mann und Sohn leben schon seit langer Zeit nicht mehr.
Ganz winzig, klein, ebenfalls allein, schleicht sich ...

Helen Cartwright ist alt und allein. Nicht nur allein, sondern wahrlich einsam. Sie will es so. Mann und Sohn leben schon seit langer Zeit nicht mehr.
Ganz winzig, klein, ebenfalls allein, schleicht sich ein unfreiwilliger Mitbewohner in ihr Herz. Wunderbar, in berührenden Worten beschreibt Simon Van Booy wie Helen auflebt, sich mit der Maus anfreundet, sie kennenlernt, sich verantwortlich fühlt und Gefühle zulässt. Sehr detailliert werden alle Verrichtungen und Gedanke der alten Frau geschildert. Auch die überraschende Änderung von Helens Gewohnheiten; so z.B. wird sie zur Vegetarierin. Mit 83! Und nicht nur das, so ganz gesetzestreu und vorschriftenkonform … war einmal.
Emphatisch, gedankenvoll und sehr phantasievoll gestaltet Simon Van Booy die Geschichte seiner Hauptfigur. So klein die Maus - so groß ihr Einfluss. Bezaubernd.

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