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Sanne

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.11.2022

Gefühlvoll

Ich hab dich im Gefühl
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Joyce verliert ihr lang ersehntes Baby und damit auch ihren Lebensmut. Justin hat sich überwunden, Blut zu spenden. Dieses Blut verbindet die beiden auf nahezu magische Weise. Joyce besitzt Wissen von ...

Joyce verliert ihr lang ersehntes Baby und damit auch ihren Lebensmut. Justin hat sich überwunden, Blut zu spenden. Dieses Blut verbindet die beiden auf nahezu magische Weise. Joyce besitzt Wissen von und über den Spender.
Cecilia Ahern hat einen wunderbaren Roman geschrieben, Verluste, Fragen, eigenartige Verbindungen werden geschildert. Dazu Joyces Vater, der warmherzig und fürsorglich beschrieben wird, ein liebenswertes Original mit einem speziellen Humor, der der Geschichte eine besondere Würze gibt. Aber nerven kann er, ach du meine Güte! Zum Glück ist Joyce außergewöhnlich geduldig und tolerant. Sie selbst aber verändert sich.
Gefühlvoll angelegter Roman mit gut vorstellbaren Personen, viel Romantik und Phänomenen, die vielleicht, aber vielleicht auch nicht, wahr sein können.

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Veröffentlicht am 04.11.2022

Wer gewinnt?

Ich will nur spielen
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Der alleinerziehende Kriminalkommissar Maik Michalski lässt sich von Berlin in eine Kleinstadt versetzen. Schon bald bekommt er es mit einer rätselhaften Mordserie zu tun. Warum entfernt der Mörder seinen ...

Der alleinerziehende Kriminalkommissar Maik Michalski lässt sich von Berlin in eine Kleinstadt versetzen. Schon bald bekommt er es mit einer rätselhaften Mordserie zu tun. Warum entfernt der Mörder seinen Opfern die Augen und gibt ihnen einen Würfel oder Spielkarten in die Hand? Mit einem ausgesprochen unsympathischen Kollegen wird er auf Tätersuche angesetzt.
Nicht schlecht geschildert, allerdings manchmal etwas überzogen dramatisch, teilweise flapsig und holprig geschrieben, manchmal mit kleineren Grammatikfehlern, entwirft Marc Stroot ein gruseliges Szenario. Auch sein Kommissar kann nicht bei mir punkten. Unbeherrscht und unprofessionell tritt er auf, hat keinen Plan. Ob der Täter dennoch gefasst werden kann?
Die Idee ist thrillertauglich, die Umsetzung hat einiges Potenzial.

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Veröffentlicht am 03.11.2022

Gelungener Krimi

Zorn – Ausgelöscht
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Jakob Fender wacht im Krankenhaus auf, zusammengeschlagen, mit schwerer Handverletzung und ohne Erinnerungen. In der Stadt wurde ein Neonazi brutal ermordet. Hängen die beiden Fälle zusammen?
Zorn und ...

Jakob Fender wacht im Krankenhaus auf, zusammengeschlagen, mit schwerer Handverletzung und ohne Erinnerungen. In der Stadt wurde ein Neonazi brutal ermordet. Hängen die beiden Fälle zusammen?
Zorn und Schröder ermitteln. Zorn kommt lustlos und träge rüber. Liebt seine Ruhe; Kriminelles, Papierkram und Ordnung nerven ihn nur. Meistens macht er sowieso alles falsch oder schmückt sich mit fremden Federn. Zudem hasst er sein neues Auto. Kann ich nachvollziehen. Die Dialoge Zorn/Schröder sind oft witzig und originell - sie mögen sich halt. Hört sich bloß nicht immer danach an. Dadurch und durch geschickten Aufbau plus unerwarteten Wendungen wird dieser zunächst etwas langweilige Plot- nach Startschwierigkeiten meinerseits- doch noch zu einem packenden Krimi.
Hat Spaß gemacht zu lesen, wurde überraschend spannend.

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Veröffentlicht am 28.10.2022

Auren

Alle Farben meines Lebens
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Die achtjährige Alice musste zu früh Verantwortung übernehmen. Die Sorge um ihre suchtkranke Mutter, den jüngeren Bruder und den verlotternden Haushalt treibt sie um. Aber etwas mit ihr ist merkwürdig: ...

Die achtjährige Alice musste zu früh Verantwortung übernehmen. Die Sorge um ihre suchtkranke Mutter, den jüngeren Bruder und den verlotternden Haushalt treibt sie um. Aber etwas mit ihr ist merkwürdig: sie sieht Farben, die um andere Menschen wabern, ihre Stimmungen oder Befindlichkeiten! Das beunruhigt sie, macht nervös. Darüber erfährt man ausgesprochen viel.
Ihre Gedanken springen oft unvermittelt in die Vergangenheit, mitten im Erzählfluss. Das wirkt mitunter sehr irritierend, ja, störend. Eine Kursivschrift hätte geholfen.
Gut beschrieben wird, wie sie lernt, mit ihren Fähigkeiten umzugehen. Bis sie auf einen Menschen ganz ohne Aura trifft. Dann geht alles sehr schnell, ihr weiteres Leben wird im Zeitraffer abgehandelt.
Cecilia Ahern hat eine besondere Frau beschrieben, ihre Probleme detailliert aufgezeigt, versucht, Verständnis zu wecken. Ihre Idee, jedem Kapitel eine Farbe zuzuordnen, gefällt mir. Blau für Depressionen, rot für Zorn, rosa für Ausgeglichenheit und Glück und mehr. Auch, dass ihre Alice nicht die positiven Gefühle anderer Personen auf sich lenken möchte, mag ich. Allerdings sind ihre Neurosen für Mitmenschen anstrengend. Wirklich warm werden konnte ich mit ihr nicht.

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Veröffentlicht am 27.10.2022

Magisch

Glück und los!
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Gewohnt witzig läßt Dagmar Bach ihre 15-jährige Lina agieren. Die glaubte als Kleinkind, dass sie eine Wunscherfüllerin wäre. Ist da was dran? Vielleicht kann sie die mürrischen Zwillinge, die mit Vaters ...

Gewohnt witzig läßt Dagmar Bach ihre 15-jährige Lina agieren. Die glaubte als Kleinkind, dass sie eine Wunscherfüllerin wäre. Ist da was dran? Vielleicht kann sie die mürrischen Zwillinge, die mit Vaters neuer Frau zur Familie gehören werden, freundlicher stimmen? Einen Plan für das neue Schuljahr hat sie auch: sich unsterblich zu verlieben! Vielleicht hilft ja ihr sehr merkwürdiges Ritual?
Teeniesorgen, unmögliche Jungs, die miesepetrigen Stiefzwillinge und Schulärgernisse werden gut vorstellbar beschrieben, Linas Gefühlswelt ist bestens dargestellt. Ihre Gedanken sind humorvoll wiedergegeben, ihre schlagfertigen Antworten sind originell.
Sehr geschickt, hier die schon bekannte Vicky und ihren Konstantin auftauchen zu lassen. Wiedersehen macht Freude!
Eine wirklich schöne und locker-leicht geschriebene Young-Adult Story, unterhaltsam und ein wenig magisch!

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