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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.04.2020

Leichte Urlaubslektüre

Kein Sommer ohne Liebe
0

Locationscout Greer findet in Florida das ideale Städtchen für eine große Filmproduktion. Alle sind von dieser Kulisse begeistert, nur bei Bürgermeister Eb stößt dieser Plan nicht auf Begeisterung. Während ...

Locationscout Greer findet in Florida das ideale Städtchen für eine große Filmproduktion. Alle sind von dieser Kulisse begeistert, nur bei Bürgermeister Eb stößt dieser Plan nicht auf Begeisterung. Während der Dreharbeiten geraten die Beiden mehr als einmal aneinander.

"Kein Sommer ohne Liebe" ist ein leichter Sommerroman, der sich gut und flüssig lesen lässt. Mary Kay Andrews nimmt den Leser mit in einen verschlafenen Küstenort in Florida und schafft es gut die Atmosphäre in diesem Ort mit all seinen Problemen darzustellen.
Greer ist eine sympathische Hauptfigur, die während der nervenaufreibenden Dreharbeiten immer den Überblick behält. Sie ist die gute Seele und das Gesicht der Filmcrew für die Stadtbewohner und damit auch Ansprechpartner für alle Probleme. Ich fand es toll, wie sie für jedes Problem eine Lösung findet und nebenbei auch ihr Privatleben in Ordnung bringt.

Dieses Buch ist sicher keine anspruchsvolle Lektüre aber als Urlaubsschmöker oder Zwischendurchroman gut zu lesen.

Einzig das Cover passt für mich nicht so ganz zur Geschichte. Hier hätte ich mir etwas mehr Küstenort-Feeling gewünscht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.04.2020

Spannende Mördersuche auf Sylt

Schweigende See
4

Eine verbrannte Leiche am Strand von Sylt gibt John Benthien und seinem Team Rätsel auf. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig und landen immer wieder in einer Sackgasse, bis die Kommissare in der ...

Eine verbrannte Leiche am Strand von Sylt gibt John Benthien und seinem Team Rätsel auf. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig und landen immer wieder in einer Sackgasse, bis die Kommissare in der Vergangenheit des Opfers auf entscheidende Hinweise stoßen.

In ihrem siebten Fall ermitteln die sympathischen Kommissare wieder auf der wunderschönen Insel Sylt. Auch wenn ich alle Vorgänger bisher gelesen habe und mich immer wieder über dezente Bezüge zu den ersten sechs Bänden freue, finde ich es sehr gut, dass der Krimi auch unabhängig von den anderen Bänden gelesen werden kann. Auch Neueinsteiger finden sich hier so schnell zurecht.

Wie immer entführt die Autorin Nina Ohlandt den Leser an die Nordsee und zaubert durch tolle Landschafts- und Personenbeschreibungen die perfekte Inselatmosphäre ins Wohnzimmer. Das Buch ließ sich schnell und flüssig lesen. Immer wieder werden Tagebucheinträge aus den sechziger Jahren in die Kapitel eingeschoben, welche einen guten Eindruck vom damaligen Leben der Schreiberin vermitteln, aber auch nicht zu viel verraten, sondern im Gegenteil die Spannung noch erhöhen. Durch viele kleine Hinweise und teilweise undurchsichtige Personen wird der Leser oft auf falsche Fährten gelockt. Immer wieder habe ich an meiner jeweils aktuellen Theorie gezweifelt und sie wieder verworfen. Bis zum Ende konnte ich wunderbar miträtseln und mich dann doch noch von der Lösung überraschen lassen.

Da dies für mich bereits der siebte Band der Reihe war, habe ich mich sehr gefreut, die inzwischen liebgewonnenen Kommissare wiederzutreffen. Die Charaktere sind absolut liebenswert und von Nina Ohlandt mit all ihren Macken und Stärken so gut beschrieben, dass man sie direkt vor sich sieht. Es gefällt mir gut, dass auch immer wieder die private Seite der Kommissare erwähnt wird, so werden sie noch sympathischer und die Handlung realistischer. Aber auch alle anderen Personen, Verdächtige oder nur kurz auftauchende Nebenfiguren sind sehr lebendig und gut dargestellt.

Fazit:
Mir hat es wieder viel Spaß gemacht mit John Benthien und seinem Team den Mord auf Sylt aufzuklären. Das Buch war spannend bis zum Schluss und hat mir ein paar interessante Einblicke in die deutsche Geschichte der 60er Jahre verschafft. Für mich eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne.

  • Cover
  • Spannung
  • Figuren
  • Geschichte
Veröffentlicht am 30.03.2020

Zwei starke Frauen auf Spitzbergen

Insel der blauen Gletscher
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1907: Emilie hadert mit ihrem Schicksal und den vielen Verhaltensregeln, die ihr Leben als Tochter eines Fabrikbesitzers mit sich bringt. Daher zögert sie nicht lange als sie die Chance bekommt, als Mann ...

1907: Emilie hadert mit ihrem Schicksal und den vielen Verhaltensregeln, die ihr Leben als Tochter eines Fabrikbesitzers mit sich bringt. Daher zögert sie nicht lange als sie die Chance bekommt, als Mann verkleidet an einer Forschungsreise nach Spitzbergen teilzunehmen. Hier erlebt sie das Abenteuer ihres Lebens und zeigt was wirklich in ihr steckt.
2013: Hannah steht vor den Trümmern ihrer Ehe und reist für eine Reisereportage nach Spitzbergen. Hier entdeckt sie nicht nur eine faszinierende Landschaft, sondern auch ihre lang verschütteten Träume und Wünsche wieder.

Christine Kabus entführt den Leser in die faszinierende Welt Spitzbergens. Der Roman schildert die Geschichte zweier starker Frauen, wobei sich die Erzählung in jedem Kapitel abwechselt.
Beide Frauen waren mir sehr sympathisch und ich habe mich in beide Geschichte gut einfühlen können, wobei mich Emilies Geschichte die 1907 spielt viel mehr fasziniert hat und auch mehr zu bieten hatte. Hannahs Geschichte war für mich eher schmückendes Beiwerk.
Mir fehlte znächst der Zusammenhang der beiden Geschichten, den die Autorin dann in den letzten Kapiteln doch noch herstellte. Dies wirkte für mich allerdings sehr gezwungen und konstruiert.
Dies ist aber auch mein einziger Kritikpunkt.

Insgesamt war die "Insel der blauen Gletscher" eine interessante Geschichte, die sich gut und zügig lesen ließ und durch die Perspektivwechsel den Spannungsbogen immer gut aufrecht erhielt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.03.2020

leichte Zwischendurchlektüre mit Cliffhanger-Ende

Rebel Soul
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Jungautorin Gia verbringt den Sommer in den Hamptons um dort ihren ersten Roman zu schreiben. Um Ihrer Freundin einen Gefallen zu tun, springt sie für diese in der angesagtesten Bar der Gegend ein. Dass ...

Jungautorin Gia verbringt den Sommer in den Hamptons um dort ihren ersten Roman zu schreiben. Um Ihrer Freundin einen Gefallen zu tun, springt sie für diese in der angesagtesten Bar der Gegend ein. Dass Gia von diesem Job nicht die geringste Ahnung hat fällt auch Rush, dem Besitzer der Bar schnell auf. Trotzdem beeindruckt Gia ihn so sehr, dass er ihr einen passenden Job in seiner Bar anbietet. Schnell merken die Beiden, dass sie mehr als nur die Arbeit verbindet – doch hat ihr Glück eine Chance?

Das Autorinnenduo Vi Keeland und Penelope Ward schreibt hier nicht zum ersten Mal zusammen und das merkt man schnell. Das Buch lässt sich flüssig und schnell lesen und ich hatte an keiner Stelle das Gefühl, dass es von zwei verschiedenen Autorinnen geschrieben worden ist. Die Geschichte wird abwechselnd aus Gias und Rushs Perspektive erzählt, so dass ich einen guten Eindruck von beiden Protagonisten und ihren Gefühlen bekommen konnte.

Gia ist eine wirklich sympathische junge Frau, die sich nicht von Rush und seiner derben Art einschüchtern lässt. Im Gegenteil scheint er ihren Kampfgeist zu wecken. So kommt es immer wieder zu herrlichen Wortgefechten zwischen den Beiden, die mich oft schmunzeln ließen. Schnell merkt Gia, dass sie sich zu Rush hingezogen fühlt und gern mehr von ihm möchte als nur eine Angestellten-Chef-Beziehung. Auf ihre ganz eigene Art versucht sie Rush für sich zu gewinnen.

Rush ist der Typ harte Schale, weicher Kern. Er verströmt eine geheimnisvolle aber auch gefährliche Aura und lässt niemanden hinter seine Fassade blicken. Nur bei Gia bekommt seine harte Schale immer mehr Risse auch wenn er sich verzweifelt dagegen wehrt und versucht, Gia durch seine teils sehr ruppige Art zu vertreiben.

In der ersten Hälfte des Buches gibt es nicht wirklich viel Handlung. Es besteht hauptsächlich aus immer wiederkehrenden verbalen Schlagabtauschen zwischen den beiden Hauptdarstellern, die zwar sehr witzig und gut geschrieben aber irgendwann auch vorhersehbar sind. In der zweiten Hälfte nimmt die Handlung dann etwas an Fahrt auf, wobei mir auch hier die ganze Geschichte viel zu vorhersehbar und klischeehaft war.

Außerdem hat es mich sehr gestört, dass die Charaktere sich in der zweiten Hälfte des Buches total geändert haben. Ich will hier nicht zu viel verraten, aber diese Wandlung war für mich bei Beiden nicht nachvollziehbar und ging viel zu schnell, um glaubwürdig zu sein. Insbesondere Gia fand ich irgendwann nur noch ziemlich nervig, obwohl ich sie anfangs richtig gern mochte.

Irgendwie hatte ich den Eindruck, das Buch muss jetzt schnell zu einem – vorläufigen – Ende kommen und es mussten noch ein paar Punkte abgehakt werden.
Das Buch endet mit einem riesigen Cliffhanger, der für mich leider auch irgendwie vorhersehbar und nicht wirklich spannend war. Eher musste ich etwas genervt aufstöhnen, nach dem Motto: „oh nein nicht auch das noch!“. Man hätte das Buch auch einfach ein Kapitel vorher beenden können und es wäre okay gewesen.

FAZIT:
Eine leichte Zwischendurch-Lektüre die sich gut und flüssig lesen lässt, aber auch sehr vorhersehbar ist. Ob ich Teil zwei, der im Mai 2020 erscheint, lesen werde kann ich jetzt noch nicht sagen.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 21.02.2020

Gelungener Auftakt zur Speicherstadt-Trilogie

Der Duft der weiten Welt
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Mina ist jung, intelligent, ehrgeizig und träumt davon, mehr aus ihrem Leben zu machen als nur Ehefrau und Mutter zu werden. Das ist als Kaufmannstocher 1912 leider nicht so einfach. Mit Beharrlichkeit ...

Mina ist jung, intelligent, ehrgeizig und träumt davon, mehr aus ihrem Leben zu machen als nur Ehefrau und Mutter zu werden. Das ist als Kaufmannstocher 1912 leider nicht so einfach. Mit Beharrlichkeit und Disziplin gelingt es Mina im Kaffeekontor ihres Vaters eine wichtige Rolle einzunehmen, die sie jedoch bald vor die schwierigsten Entscheidungen ihres Lebens stellen wird.

Fenja Lüders ist hier ein wunderbarer Auftakt zu ihrer Speicherstadt Saga gelungen. Das Buch lies sich gut und flüssig lesen und ich bin schnell in das Hamburg 1912 eingetaucht. Ich fand es sehr interessant, wie gut die Autorin die schwierige Rolle der intelligenten Frau in dieser Gesellschaft darstellt. Mina zeigt dem Leser auf wie viele Widerstände sie stößt, nur weil sie kein Junge geworden ist.

Mina ist mir sehr ans Herz gewachsen, wie sie für ihren Träume, ihre Familie und ihre Liebe kämpft. Doch ob sie am Ende alles haben kann, bleibt bis zum Schluss offen.
Sie ist für mich eine sehr selbstbewusste, gradlinige Person, die im Laufe der Geschichte immer erwachsener wird und sich nicht scheut Verantwortung zu übernehmen, auch wenn das bedeutet, dass sie ihre eigenen Wünsche zurückstellen muss.

Alle Figuren der Geschichte wurden sehr gut beschrieben, so dass bei mir schnell Sympathien und Antipathien entstanden. Einzig mit Edo hatte ich so ein wenig meine Probleme. Anfangs mochte ich ihn sehr gern und konnte gut verstehen, dass er Mina mit nach Amerika nehmen wollte. Gegen Ende wurden mir seine Reaktionen und Handlungen aber immer unverständlicher und ich bin gespannt, ob es hierzu im nächsten Band noch Erklärungen geben wird.

Das Ende des Romans ist sehr offen, so dass ich schon ungeduldig auf den nächsten Teil warte, um zu lesen, wie es mit Mina weitergehen wird.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere