Verwirrende Zeitreise mit unsympathischen Charakteren
You and Me - Die zweite erste Liebe
Nach 25 Ehejahren hat sich bei Jules und Adam der Alltag eingeschlichen und sie leben nur noch nebeneinander her, interessieren sich nicht mehr füreinander und streiten viel. Mit Hilfe eines alten Kassettenrekorders ...
Nach 25 Ehejahren hat sich bei Jules und Adam der Alltag eingeschlichen und sie leben nur noch nebeneinander her, interessieren sich nicht mehr füreinander und streiten viel. Mit Hilfe eines alten Kassettenrekorders und selbst aufgenommenen Bändern gelingt es ihnen zu den Anfängen ihrer Beziehung zurückzukehren und wichtige Momente und Entscheidungen nochmal zu erleben. Langsam fangen sie an, Dinge in der Vergangenheit zu verändern, in der Hoffnung auf eine bessere Gegenwart.
You and Me - Die zweite erste Liebe wird abwechselnd aus Jules und Adams Sicht erzählt. Dadurch werden die Gedanken und Gefühle der Beiden sehr deutlich. Ein wichtiger Bestandteil des Buches sind die Titel alter Songs, die Jules und Adam mögen, die auf einer Spotify Playlist angehört werden können. Der QR Code hierzu befindet sich auf den ersten Seiten. Pech für alle, die nicht bei Spotify sind und sich in der Geschichte mit einer scheinbar endlosen Aneinanderreihung von Songtiteln begnügen müssen.
Die Zeitreisethematik wird zwar erklärt, war aber für mich sehr verwirrend und nicht nachvollziehbar.
Die Charaktere Jules und Adam waren mir die ganzen 400 Seiten lang unglaublich unsympathisch. Jules und Adam wirken unreif und kindisch, nicht wie Erwachsene in den 50ern. Jules will alles kontrollieren, kann nicht akzeptieren, dass ihre 24jährige Tochter ihren eigenen Weg geht und ist mit ihrem Leben völlig unzufrieden. Noch schlimmer fand ich allerdings Adam. Er wirkt wie ein spätpubertärer Computerfreak, der meint mit genug Sex ist eine Beziehung schon in Ordnung.
Beide scheinen hauptsächlich einem Leben mit Partys, Alkohol, Drogen und viel Sex in ihrer Jugend nachzutrauern.
Fazit:
Diese Buch konnte mich leider überhaupt nicht überzeugen. Wenn ich es nicht in einer Leserunde gelesen hätte, hätte ich es sicher spätestens nach hundert Seiten abgebrochen.