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Veröffentlicht am 05.05.2026

Loslassen und Ankommen

Zeit der Freundinnen
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Julia liebt ihre Familie, ihren Beruf als Goldschmiedin und ihr beschauliches Leben im Münchener Stadtteil Haidhausen. Als ihr sechzehnjähriger Sohn Flavio nach seinem Schulabschluss eine Lehre im 100 ...

Julia liebt ihre Familie, ihren Beruf als Goldschmiedin und ihr beschauliches Leben im Münchener Stadtteil Haidhausen. Als ihr sechzehnjähriger Sohn Flavio nach seinem Schulabschluss eine Lehre im 100 Kilometer entfernten Mittenwald beginnen will, ist dies für Julia eine große Umstellung.Mit Hilfe ihres Mannes und ihrer Freundinnen schafft sie es, langsam loszulassen und ihrem Leben neue Impulse zu geben.

Wundertütentage ist der erste Band der „Zeit der Freundinnen“- Trilogie von Tanja Huthmacher. Dieser Band erzählt die Geschichte von Julia, der nächste die von Helen und am Schluss wird Sophie an der Reihe sein. Tanja Huthmacher nimmt den Leser mit in das alltägliche Leben und erschafft sympathische Charaktere, die ich selber gern in meinem Freundeskreis hätte.

Der Roman beschreibt eher das alltägliche, normale Leben und es passieren keine unrealistisch großen Dramen. Das empfand ich als sehr entspannend und somit wurde dies für mich zu einem echten Wohlfühlroman. Manchmal hätte ich mir aber doch ein klein wenig mehr Drama gewünscht. So war zum Beispiel Helens schreckliches Geheimnis am Ende gar nicht so dramatisch. Andererseits machte dies die Handlung des Romans auch wieder realistischer. Die drei Frauen sind eben keine Superheldinnen, Dramaqueens oder Topstars, sondern ganz normale Frauen mit Ecken und Kanten und kleinen Fehlern.

Für mich waren die Highlights in diesem Buch eher die kleinen Dinge, wie liebevolle Grußbotschaften von Julias Mann oder wunderbare Geburtstagsüberraschungen, die die tiefe Verbundenheit zwischen Julia und ihren Lieben spürbar machten.

Fazit:
Wundertütentage hat mich wunderbar unterhalten und mir viele schöne, entspannte Lesestunden beschert. Ein echter Wohlfühlroman!

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Veröffentlicht am 02.05.2026

Schleppende Geschichte und unsympathische Charaktere

Bachelorette Party
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Schleppende Geschichte und unsympathische Charaktere

Vor zehn Jahren verschwanden auf einer kleinen Schäreninsel vier junge Frauen. Tessa, eine True-Crime-Podcasterin, glaubt nicht an die offizielle Erklärung ...

Schleppende Geschichte und unsympathische Charaktere

Vor zehn Jahren verschwanden auf einer kleinen Schäreninsel vier junge Frauen. Tessa, eine True-Crime-Podcasterin, glaubt nicht an die offizielle Erklärung der Polizei, dass die Frauen ertrunken seien. Als sie zu einem Junggesellinnenabschied auf diese Schäreninsel eingeladen wird, hofft sie, den Fall lösen und die wahren Geschehnisse von damals ans Licht bringen zu können. Mit der grausamen Wahrheit, die sich ihr auf der Insel eröffnet, hat sie allerdings nicht gerechnet.

Die Barchelorette Party spielt auf zwei Zeitebenen. Immer wieder wechselt die Perspektive der Vergangenheit (2012) mit der Gegenwart (2022). So werden die Erlebnisse von den vier verschwundenen Frauen und die aktuellen Ereignisse miteinander verwoben. Der Schreibstil konnte mich nicht wirklich fesseln und ich empfand die Geschichte eher als langatmig und langweilig.

Leider bin ich mit der Geschichte und vor allem den Personen nicht warm geworden. Die jungen Frauen waren mir allesamt schrecklich unsympathisch. Bei ihnen dreht sich alles um Äußerlichkeiten, Social Media und Partys. Zwei Drittel des Buches befassen sich größtenteils mit Yogaübungen, Alkoholexzessen und die sexuellen Erlebnissen der Frauen. Die Handlung kommt dabei nur sehr schleppend voran.

Im letzten Drittel wurden dann endlich einige Erklärungen und Lösungen geliefert. Leider wurde hier versucht, die fehlende Spannung mit einer großen Menge Gewalt zu kompensieren. Ich hatte den Eindruck, dass dann noch schnell ein einigermaßen plausibles Ende gefunden werden musste, welches auf mich aber sehr konstruiert wirkte.

Fazit:
Ein Thriller der mich leider nicht fesseln konnte, da er mehr langweilig als spannend war.

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Veröffentlicht am 19.04.2026

Klischeehafter Blick in die Vergangenheit

Mirabellentage
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Nach dem Tod des Pfarrers muss seine Haushälterin Anna, die Beerdigung organisieren, seinen letzten Wunsch erfüllen und sich auch noch um den jungen, neuen Pfarrer kümmern. Dabei blickt sie immer wieder ...


Nach dem Tod des Pfarrers muss seine Haushälterin Anna, die Beerdigung organisieren, seinen letzten Wunsch erfüllen und sich auch noch um den jungen, neuen Pfarrer kümmern. Dabei blickt sie immer wieder auf Ereignisse in ihrem Leben zurück und erinnert sich an viele glückliche, oft auch sehr skurrile Begebenheiten.

Mirabellentage ist der zweite Roman von Martina Bogdahn. Er erzählt aus Annas Sicht die Geschehnisse in einem kleinen bayerischen Dorf und ist geprägt von Klischees, Vorurteilen und den Ansichten des letzten Jahrhunderts. Die Gegenwartshandlung wird immer wieder von episodischen Rückblicken in Annas Vergangenheit unterbrochen. Was am Anfang noch ganz interessant war, wurde mir dann aber viel zu viel. So hatte ich das Gefühl, der Roman besteht hauptsächlich aus der Beschreibung von Vergangenheitsszenen und die Gegenwartserzählung kommt nicht wirklich voran. Das macht den Erzählung oft langatmig und zäh.

Die Geschichte wirft einen fast schon satirischen Blick auf die Typen und Traditionen in einem kleinen bayerischen Dorf, wobei einigen Szenen für mich die Grenze des Witzigen überschritten haben und schon eher befremdlich wirkten. Auch die Vorurteile und Klischees wirkten für mich übertrieben und dem Jahr 2010, in dem die Gegenwartshandlung spielt, nicht angemessen.

Die Protagonistin Anna war mir anfangs noch sehr sympathisch. Hilfsbereit und anpackend hat sie sich um alles und jeden im Dorf gekümmert und war für den Pfarrer weit mehr als nur eine einfache Haushälterin. Im Laufe des Roman empfand ich sie aber als immer übergriffiger, bestimmender und habe mich sehr über ihr Verhalten gegenüber dem neuen Pfarrer (ihrem Chef) gewundert.

Fazit:
Mirabellentage ist ein satirischer Blick in die Vergangenheit auf dem bayerischen Land, gespickt mit Klischees und Vorurteilen, der mich leider nicht wirklich überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 11.04.2026

Verwirrende Zeitreise mit unsympathischen Charakteren

You and Me - Die zweite erste Liebe
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Nach 25 Ehejahren hat sich bei Jules und Adam der Alltag eingeschlichen und sie leben nur noch nebeneinander her, interessieren sich nicht mehr füreinander und streiten viel. Mit Hilfe eines alten Kassettenrekorders ...



Nach 25 Ehejahren hat sich bei Jules und Adam der Alltag eingeschlichen und sie leben nur noch nebeneinander her, interessieren sich nicht mehr füreinander und streiten viel. Mit Hilfe eines alten Kassettenrekorders und selbst aufgenommenen Bändern gelingt es ihnen zu den Anfängen ihrer Beziehung zurückzukehren und wichtige Momente und Entscheidungen nochmal zu erleben. Langsam fangen sie an, Dinge in der Vergangenheit zu verändern, in der Hoffnung auf eine bessere Gegenwart.

You and Me - Die zweite erste Liebe wird abwechselnd aus Jules und Adams Sicht erzählt. Dadurch werden die Gedanken und Gefühle der Beiden sehr deutlich. Ein wichtiger Bestandteil des Buches sind die Titel alter Songs, die Jules und Adam mögen, die auf einer Spotify Playlist angehört werden können. Der QR Code hierzu befindet sich auf den ersten Seiten. Pech für alle, die nicht bei Spotify sind und sich in der Geschichte mit einer scheinbar endlosen Aneinanderreihung von Songtiteln begnügen müssen.

Die Zeitreisethematik wird zwar erklärt, war aber für mich sehr verwirrend und nicht nachvollziehbar.

Die Charaktere Jules und Adam waren mir die ganzen 400 Seiten lang unglaublich unsympathisch. Jules und Adam wirken unreif und kindisch, nicht wie Erwachsene in den 50ern. Jules will alles kontrollieren, kann nicht akzeptieren, dass ihre 24jährige Tochter ihren eigenen Weg geht und ist mit ihrem Leben völlig unzufrieden. Noch schlimmer fand ich allerdings Adam. Er wirkt wie ein spätpubertärer Computerfreak, der meint mit genug Sex ist eine Beziehung schon in Ordnung.
Beide scheinen hauptsächlich einem Leben mit Partys, Alkohol, Drogen und viel Sex in ihrer Jugend nachzutrauern.

Fazit:
Diese Buch konnte mich leider überhaupt nicht überzeugen. Wenn ich es nicht in einer Leserunde gelesen hätte, hätte ich es sicher spätestens nach hundert Seiten abgebrochen.

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Veröffentlicht am 07.04.2026

Spannend bis zur letzten Seite

Missing Page - Tödliche Worte
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Als Toni und fünf weitere Teenager sich in einem alten Herrenhaus in den schottischen Highlands zu einem Schreibworkshop bei einem berühmten Autor einfinden, ahnen sie nicht, dass sich dieses Seminar bald ...

Als Toni und fünf weitere Teenager sich in einem alten Herrenhaus in den schottischen Highlands zu einem Schreibworkshop bei einem berühmten Autor einfinden, ahnen sie nicht, dass sich dieses Seminar bald ganz anders entwickeln wird als erwartet. Rätselhafte und unheimliche Dinge geschehen im Herrenhaus und für Schlafwandlerin Toni wird es immer schwieriger, zwischen Realität und Traum zu unterscheiden. Durch ein Unwetter von der Außenwelt abgeschnitten, fängt Toni an, an sich, den Angestellten und den anderen Teilnehmern zu zweifeln.

Missing Page ist ein unglaublich spannender Roman, der durch viele Geheimnisse, Rätsel und unerwartete Wendungen bis zum Ende spannend bleibt. Bis weit über die Mitte des Romans hinaus hatte ich überhaupt keine Idee, wer welches Spiel spielt und habe Alle und Jeden verdächtigt. Die Auflösung am Ende war für mich überraschend aber absolut nachvollziehbar.

Toni ist eine wirklich tolle Protagonistin. Sie ist sympathisch und gradlinig aber aufgrund ihres Schlafwandelns auch voller Selbstzweifel und Unsicherheit. Trotzdem lässt sie sich nicht entmutigen und findet am Ende nicht nur die Lösung des Rätsels, sondern auch zu sich selbst.

Katie Kento gelingt es, jede ihrer Figuren sehr realistisch und vielschichtig darzustellen. Auch wenn die Atmosphäre im Roman unheimlich, düster und spannungsgeladen ist, fand ich sie nie unangenehm und immer sehr passend zur Geschichte.

Fazit:
Missing Page ist ein spannender Krimi mit vielen Rätseln, Wendungen und einem überraschenden Ende.

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