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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.11.2019

Ein wenig verwirrende, aber süße Geschichte

Unter einem guten Stern
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Für Kenner der Sterne ist dieses Buch sicher total spannend. Ich kenne mich mit Horoskopen und den Charaktereigenschaften, die bestimmten Sternzeichen zugeordnet sind überhaupt nicht aus. Ich werde mir ...

Für Kenner der Sterne ist dieses Buch sicher total spannend. Ich kenne mich mit Horoskopen und den Charaktereigenschaften, die bestimmten Sternzeichen zugeordnet sind überhaupt nicht aus. Ich werde mir auch ganz sicher nicht merken, was dazu in diesem Buch stand. Aber es war süß in die Geschichte verpackt.

Im Laufe der Geschichte begegnet man vielen verschiedenen Figuren. Die auseinander zu halten, fand ich ein wenig schwierig. Anfangs fragte ich mich, wozu das Ganze? Aber da Justine ja das Horoskop für Wassermänner veränderte, hat sie natürlich auch das Leben einiger Wassermänner verändert, die sich auf ihr Horoskop verlassen. Das zu zeigen, war interessant, süß – aber eben auch ein wenig verwirrend, weil es ständig neue Figuren waren, die auf einmal auftauchten.

Die Geschichte an sich ist relativ einfach gestrickt und natürlich weiß man bei einer Liebesgeschichte eigentlich immer, wie sie ausgeht – jedenfalls im Groben. Dennoch gab es ein paar Überraschungen, lustige Interpretationen des jeweils erstellten Horoskops und entsprechend natürlich völlig andere, als die erhoffte, Reaktion.

Der Schreibstil war an sich leicht zu lesen. Schwierigkeiten gab es nur bei den vielen verschiedenen Figuren. Außerdem gab es ein paar Fehlerchen, die sich eingeschlichen hatten, aber das hat mich nicht übermäßig im Lesefluss gestört.

In aller Kürze: Nettes, schnell zu lesendes Buch für zwischendurch, aber nicht unbedingt der große Renner.

Veröffentlicht am 14.10.2019

Ich habe gelIch habe geweint, ich war gerührt – und leider gelangweilt

Cinder & Ella
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Nach dem absolut märchenhaften Ende von Teil Eins hätte ich einen zweiten Teil eigentlich nicht gebraucht. Dennoch war ich natürlich neugierig, wie es mit Ella und ihrem Cinder/ Brian weiter geht. Der ...

Nach dem absolut märchenhaften Ende von Teil Eins hätte ich einen zweiten Teil eigentlich nicht gebraucht. Dennoch war ich natürlich neugierig, wie es mit Ella und ihrem Cinder/ Brian weiter geht. Der Klappentext versprach dann auch einiges: Alltagsprobleme, Ruhm und Rampenlicht und dazwischen Cinder & Ella. Und natürlich konnte ich nicht widerstehen und musste auch dieses Buch lesen – und hätte es lieber gelassen.

Der Schreibstil ist wieder großartig. Das Buch lässt sich wunderbar leicht lesen und auch die Fortsetzung hat es geschafft, dass ich begeistert war und gerührt; geweint und gelacht habe. Die Charaktere sind sich im Prinzip auch treu geblieben und man hat sie sofort wieder erkannt auf den ersten Seiten.

Leider fehlt dem zweiten Teil sehr viel, was ich aus dem ersten Teil kenne und liebe. Vivian und ihre Dads spielen nur noch eine Nebenrolle – das ist so schade, denn Vivian ist ja Ellas beste Freundin. Dafür tauchen neue Personen auf, die dann nur ein ganz kurzes Gastspiel haben, obwohl sie eine ziemlich große Rolle für den Roman und Ella spielen. Brian ist, so wie ich es aus dem ersten Teil kenne, der perfekte Freund: verständnisvoll, geduldig, liebenswert, zuvorkommend und es ist gut, dass er so ist, aber irgendwie ist genau das total langweilig. Zwischen Ella und Brian gibt es einfach kein Konfliktpotential. Es ist langweilig perfekt.

Drama bekommen wir dafür von Ellas Vater, der, obwohl es am Ende des ersten Teils so schien, doch irgendwie nicht mit Ella und Brian klar kommt. Außerdem rückt Ella total in den Fokus. Allerdings viel zu wenig durch den Ruhm, dem sie durch Brian ausgesetzt ist. Scott, Brians Assistent, hilft Ella dabei, ihre Karriere voran zu bringen – aber auch das wird nur am Rande erwähnt. Grundsätzlich dreht sich das gesamte Buch nur um Ellas Komplexe und den Konflikt mit ihrem Dad. Das Buch hat den Titel Cinder & Ella eigentlich nicht verdient.

Fazit:

Obwohl ich mich sehr gefreut habe, zu erfahren, wie es mit Cinder & Ella weiter geht, nach ihrem märchenhaften Happy End aus dem ersten Teil, war ich sehr enttäuscht von diesem Buch. Es lies sich gewohnt leicht lesen, hat es geschafft, mich anzurühren, war aber letztendlich doch irgendwie langweilig. Ich bereue es, diesen zweiten Teil gelesen zu haben. Ich hätte mich lieber mit dem märchenhaften Ende des ersten Teils zufrieden geben sollen. Der zweite Teil hatte für mich keinen Mehrwert und hat das Märchen von Cinder&Ella irgendwie zerstört. Schade drum.

Veröffentlicht am 19.08.2019

Großartiger Start in eine neue Kinderbuchreihe

Silberdrache
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Zunächst erfahren wir von zwei verschiedenen Welten. Einer, in der Drachen existieren, aber kaum noch Menschen, denn einige wenige Menschen kontrollieren viele der Drachen und haben sie zu bösartigen Geschöpfen ...

Zunächst erfahren wir von zwei verschiedenen Welten. Einer, in der Drachen existieren, aber kaum noch Menschen, denn einige wenige Menschen kontrollieren viele der Drachen und haben sie zu bösartigen Geschöpfen dressiert, die sich mit großer Vorliebe von Menschenfleisch ernähren. Die andere Welt scheint unserer Jetzt-Welt nicht unähnlich. Sie kennt zwar noch die Geschichten von Drachen, aber man hat sie schon so lange nicht gesehen, dass die Menschen kaum noch daran glauben. Die Hauptgeschichte dieses Buches spielt jedoch in der Welt der Drachen. Beide Welten spielen jedoch eine Rolle und hängen auch irgendwie zusammen.

Mehr als das und was dazu im Klappentext steht möchte ich zum Inhalt nicht verraten.

Ich kannte die „Septimus Heap“-Reihe von Angie Sage vom Hörensagen. Mein Sohn (jetzt 9 Jahre alt) hatte den ersten Teil geschenkt bekommen, fand es aber zu gruselig und hat es bisher nicht zu Ende gelesen. Als jetzt diese neue Reihe der Autorin angekündigt wurde, dachte ich, es käme auf einen Versuch an. Ich habe das Buch gelesen und fand es sehr gut. Mein Sohn hat das Buch innerhalb von 2 Tagen im Urlaub verschlungen und fand es großartig.

Das Buch ist sehr schön geschrieben. Die Sätze sind einfach zu verstehen, man kommt sehr schnell in die Geschichte hinein. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und nach den ersten Kapiteln, die noch etwas lahm daher kommen, kommt schnell Spannung in die Geschichte und ich konnte das Buch kaum noch beiseite legen. Meinem Sohn ging es ähnlich.

Die Geschichte an sich ist einigermaßen abgeschlossen, aber man merkt dem Ende an, dass es als Serie angelegt ist. Und das ist ja auch völlig in Ordnung so, denn es ist ja der Beginn einer neuen Kinderbuchreihe.

An einer Stelle gab es einen groben Fehler, den die Lektoren übersehen haben. Die vorletzte Zeile auf Seite 296 endet mit „Sie wusste,“ und die nächste Zeile fängt mit einem neuen Satz an: „Brüllend vor Wut...“ Das hat mich ziemlich irritiert, aber sonst sind mir keine großen Schnitzer oder Fehler aufgefallen.

Warum das Buch die Altersempfehlung ab 11 hat, kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Ja, mein Sohn liest schnell, das tut nicht jeder 9jährige, aber das Buch bzw. die Kapitel finde ich weder zu lang, noch zu gruselig, als dass das Buch auch von einem 9jährigen gelesen werden könnte.

Alles in Allem hat mir und meinem Sohn das Buch sehr gut gefallen und wir werden wohl beide auch die Nachfolgebände lesen.

Veröffentlicht am 09.07.2019

Sehr viel (verschenktes) Potential

Die Obsession - Wenn eine Begegnung zum Verhängnis wird
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Das Cover, der Klappentext und die Buchbeschreibung hatten mich bei diesem Buch sofort überzeugt. Leider passen Klappentext und Buchbeschreibung nur wenig zum Buch.

Tatsächlich ist Amelia verliebt in ...

Das Cover, der Klappentext und die Buchbeschreibung hatten mich bei diesem Buch sofort überzeugt. Leider passen Klappentext und Buchbeschreibung nur wenig zum Buch.

Tatsächlich ist Amelia verliebt in Marlon, der sie nach einer kurzen Affäre einfach aus seinem Leben verbannt hat. Und sie entwickelt eine Obsession für ihn. Doch dann verliert sich das Buch in Nebenplots. Die Obsession, das Ghosting und auch der Identitätsverlust, der in der Buchbeschreibung angesprochen wird, sind nicht so im Vordergrund, wie ich es mir erhofft hatte.

An vielen Stellen hat das Buch Potential zu einem guten Psychothriller, aber leider schweift die Handlung dann wieder ab und kommt nicht zum Punkt. Ein paar der Nebenplots ergeben tatsächlich Sinn, und liefern ein paar Erklärungen für die Handlungen von Amelia und Marlon, wenn man es schafft, bis zum Ende des Buches durch zu halten. Leider konnte mich auch das offene Ende nicht überzeugen. Es passte nicht so recht zum Rest des Buches – bzw. mit seiner Verwirrtheit irgendwie schon.

Ich hatte mir sehr viel von diesem Buch erwartet und muss leider sagen, dass sich meine Erwartungen so gar nicht erfüllt haben.

Veröffentlicht am 17.06.2019

Magie in London

Clans of London, Band 1: Hexentochter
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Kurz vor ihrem 18. Geburtstag erfährt Caroline, dass sie eine Hexe ist und sterben wird, wenn ihre Magie nicht bis Mitternacht an ihrem Geburtstag aktiviert wird. Dazu benötigt sie nur die Magie ihrer ...

Kurz vor ihrem 18. Geburtstag erfährt Caroline, dass sie eine Hexe ist und sterben wird, wenn ihre Magie nicht bis Mitternacht an ihrem Geburtstag aktiviert wird. Dazu benötigt sie nur die Magie ihrer Eltern. Blöd allerdings, dass sie schon als kleines Baby ins Heim gegeben wurde und ihre Eltern nicht kennt. So ist das natürlich nicht ganz einfach.

Hilfe bekommt sie vom unverschämt gutaussehenden Ash – Arthur aus einer alten Magierfamilie – und seinem Freund Henri – aus einem alten Voodoo-Clan – und ihrer Mitbewohnerin Megan, die in Henri verliebt ist und durch die sie Ash und Henri erst kennen gelernt hat.

Natürlich bleiben Verwicklungen magischer und romantischer Art nicht aus. Zum Teil nervt Carolines Unsicherheit und Unentschlossenheit ein wenig und der obligatorische Waschbrettbauch ist vielleicht auch ein bisschen zu viel des Guten, aber damit muss man bei einem Romantasy-Roman wohl rechnen.

Das Buch liest sich wirklich gut. Ich hatte es erstaunlich schnell durchgelesen. Trotz der vorhersehbaren romantischen Verwicklungen fand ich das Buch ziemlich spannend. Natürlich ist die Geschichte am Ende noch offen, es handelt sich ja schließlich um einen Zweiteiler, aber es ist kein extremer Cliffhanger und das fand ich sehr sympathisch.

Die Charaktere bleiben ein wenig blass, aber auch das war bei diesem Genre meiner Meinung nach erwartbar. Die Magie hätte noch ein wenig mehr Gewicht haben können, aber Alles in Allem gute Unterhaltung und ich freue mich schon auf den zweiten Teil.