Profilbild von Schnuck55

Schnuck55

Lesejury Star
offline

Schnuck55 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Schnuck55 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.01.2026

Unterhaltsam, aber ohne Tiefe

Die verlassene Tochter
0

Im sechsten Band um die verlorenen Töchter entführt uns Soraya Lane nach Argentinien.

Wie alle jungen Frauen bisher, erhält auch Rose eine kleine Schachtel aus Hope's Hous mit Erinnerungen an ihre Urgroßmutter. ...

Im sechsten Band um die verlorenen Töchter entführt uns Soraya Lane nach Argentinien.

Wie alle jungen Frauen bisher, erhält auch Rose eine kleine Schachtel aus Hope's Hous mit Erinnerungen an ihre Urgroßmutter. Da sowohl ihre Oma als auch ihre Mutter erst vor kurzem verstorben sind, steht Rose allein da. Den nötigen Rückhalt bekommt sie durch ihre Freundin. Über einen Brief aus einer argentinischen Kanzlei erfährt sie von ihrem Erbe, einer großen Pferderanch, die Polopferde ausbildet. Obwohl sie mit Pferden nicht viel verbindet, macht sie sich auf den Weg.

Parallel wird die Geschichte von Valentina und Felipe erzählt, die zusammen auf der Pferderanch aufwuchsen und sich sehr zugetan sind. Sie wissen schon sehr früh, dass sie für immer zusammen gehören. Doch der plötzliche Tod von Valentinas Vater ändert alles. Die habgierige Mutter beraubt die minderjährige Valentina ihres Erbes und nötigt sie in eine ungewollte Ehe mit einem fremden Mann.

Aufbau und Ablauf der Geschichte ähneln den Vorgängerbänden sehr: Junge Frau erbt, trifft jungen Mann, der ihr bei der Aufklärung des Familiengeheimnisses hilft, sie verlieben sich. Und das alles in kürzester Zeit. Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt flüssig und locker, geht aber nicht sehr in die Tiefe. Da hätte man mehr herausholen können. Dennoch hat mich der Roman gut unterhalten und an einen interessanten Ort gebracht. Die Charaktere sind gut beschrieben, die Handlung nachvollziehbar. Das ist mir noch gute vier Sterne wert.

Besonders gespannt bin ich auf den übernächsten, letzten Band, in dem sich dann hoffentlich Hopes Schicksal klärt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.01.2026

Erste Infos für kleine Dino-Fans und viel Stickerspaß

Wieso? Weshalb? Warum? junior Stickerheft - Dinosaurier
0

Das Stickerheft Dinosaurier stammt aus der Reihe Wieso? Weshalb? Warum? junior, die im Ravensburger Verlag erscheint und für Kinder ab 2 Jahren gedacht ist. Bisher haben meine Enkelin und ich nur Sticker-Kartenboxen ...

Das Stickerheft Dinosaurier stammt aus der Reihe Wieso? Weshalb? Warum? junior, die im Ravensburger Verlag erscheint und für Kinder ab 2 Jahren gedacht ist. Bisher haben meine Enkelin und ich nur Sticker-Kartenboxen ausprobiert, bei denen es eher um Kreativität ging, dieses Mal wollte ich mal eine Wissensreihe testen. Dinosaurier stehen wohl bei jedem Kind einmal hoch im Kurs und hier können sie sich mit viel Spaß erstes Wissen und den zugehörigen Wortschatz aneignen. Das Stickerheft hat ca. 20 Seiten, auf denen geklebt werden kann und 8 Seiten mit Stickern. Auf jeder Klebeseite ist ein Zeichen angegeben, das man im Stickerteil wiederfindet. So wissen auch Kinder sofort, welche Sticker sie aufkleben können. Damit man nicht dauernd hin- und herblättern muss, sind die Stickerseiten leicht perforiert und heraustrennbar. Hier sollten die Eltern, damit nichts einreißt.

Die Klebeseiten sind thematisch sinnvoll aufgebaut und orientieren sich an typischen Kinderfragen, wie z.B. Wann lebten Dinosaurier?, Wen jagten Raubsaurier? und Wie verteidigten sich Pflanzenfresser? Dazu kommen Infos über Nahrung, Aussehen, Arten, Aussterben, Fortpflanzung und Erforschung der Dinosaurier. Die Texte auf jeder Seite sind kurz gehalten und beinhalten grundlegendes Wissen. Auf einigen von ihnen können die Kinder die Szenen mit den zugehörigen Stickern frei gestalten, dazu gibt es jede Menge Platz. Auf anderen Seiten sind bestimmte Aufgaben oder Rätsel zu lösen. Hierbei helfen Fragen in den Feldern und auch die Form dieser, die richtigen Sticker auszuwählen. Das Stickern machte meiner Kleinen sehr großen Spaß und durch die Namen, die neben den Dinostickern aufgedruckt sind, kann sie nun viele Dinos erkennen und beim Namen nennen. Das Abziehen der Sticker von den Bögen gelang meist problemlos. Mit beklebten Seiten macht das Lesen gleich noch mehr Freude. Die Altersangabe ab 2 Jahren ist in meinen Augen sehr idealistisch. Die Kleinen werden auf jeden Fall Hilfe von einem Erwachsenen brauchen, wenn alles nach Plan aufgeklebt werden soll. Wenn man nicht so viel Wert darauf legt, kann man sie aber auch frei kleben lassen. Durch das Ablösen und Aufkleben der Sticker wird so die Motorik geschult. Ein schönes Buch, durch das Kinder beim Lesen auch aktiviert werden oder sich gut allein beschäftigen können. Größeren Kindern ab 4 empfehle ich das gleichnamige Heft aus der Reihe Wieso? Weshalb? Warum?, das auch mehr Infos enthält. Für das junior-Heft vergebe ich 4,5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.12.2025

Zauberhaftes Buch voller Musik und Magie

Magic Music, Band 1 - Der rätselhafte Rückwärtszauber
0

Tristan macht mit seiner Mutter Urlaub im Örtchen Glennyfey, wo beinahe alles irgendwie mit Musik zu tun hat. Besonders berühmt ist die in der Bibliothek ausgestellte Harfe. Leider hat Tristans Mutter ...

Tristan macht mit seiner Mutter Urlaub im Örtchen Glennyfey, wo beinahe alles irgendwie mit Musik zu tun hat. Besonders berühmt ist die in der Bibliothek ausgestellte Harfe. Leider hat Tristans Mutter wegen ihrer Arbeit kaum Zeit für ihn und so lernt er Mel kennen und gründet eine Band mit ihr. Dann geschieht ihm jedoch ein schreckliches Missgeschick. Er zerstört ein wertvolles Instrument. Wie soll er das nur wieder rückgängig machen?

Ein Kinderbuch, das das Thema Musik hat, hörte sich für mich nach einer interessanten Geschichte an. Das Cover wirkt sehr fröhlich und dynamisch. "Der rätselhafte Rückwärtszauber" ist der erste Band der neuen Reihe "Magic Music" von Michael Petrowitz, den ich schon von seinen tollen Dragon Ninjas kenne. Er schreibt sehr lebendig und bildhaft, so dass sich gerade auch Kinder, die noch nicht so gut lesen, das Geschehen gut vorstellen können. Hier erfährt man zunächst wie Tristan in den Ort Glennyfey kommt, was es dort alles gibt und wie er schließlich Mel kennenlernt. Das Dorf ist wirklich magisch. Überall spielt Musik eine große Rolle. Vor allem das Café mit seinen besonderen Backwaren fand ich toll, aber auch die Bibliothek unter der Leitung der streng wirkenden Mrs Frost ist interessant. Man möchte unbedingt wissen, wie diese ganzen musikalischen Details zusammenhängen.

Mit den beiden Protagonist*innen Tristan und Mel kann man super mitfühlen. Tristan ist ein wenig einsam, seine Mutter muss trotz Urlaub viel arbeiten und dann passiert ihm auch noch ein Missgeschick, das droht, alles kaputt zu machen. Mel hingegen hat keine Eltern mehr und lebt schon lange bei ihrem tollen Großvater. Auch die Nebenfigur Conor hat so seine Probleme, zeigt aber eine tolle Entwicklung. Da könnte in den nächsten Bänden noch einiges passieren. Die Magie durch Musik zieht sich durch die ganze Geschichte, es geht um Zauber, die helfen, aber vielleicht manchmal auch Gefahr bedeuten. Das bekommen die Kinder hier zu spüren und müssen überlegen, wie sie alles wieder gerade biegen. Durch den flüssigen Schreibstil und die kurzen Kapitel, in denen immer viel passiert, ist das Buch sehr kurzweilig. Die Schriftgröße ist sehr angenehm vor allem auch für Kinder, denen Lesen nicht so leicht fällt. Hier können sie trotzdem Erfolg haben und das magische Abenteuer von Tristan genießen. 5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.11.2025

Ein weiteres tolles Abenteuer um die Spellcrafter

Spellcraft, Band 2 - Die Macht der weißen Sonne
0

Die Spellcrafter-Auszubildende Lucy hilft beim Winterfest aus, als sie plötzlich eine Stimme in ihrem Kopf hört: Sag ihnen, sie sollen fliegen. Schon bricht das Chaos aus, als gleißend helle Gestalten ...

Die Spellcrafter-Auszubildende Lucy hilft beim Winterfest aus, als sie plötzlich eine Stimme in ihrem Kopf hört: Sag ihnen, sie sollen fliegen. Schon bricht das Chaos aus, als gleißend helle Gestalten sich abseilen und ein wertvolles Schmuckstück stehlen. Zurück bleibt ein Trümmerhaufen mit vielen Verletzten. Wer waren die Unbekannten und wozu wollen sie die Beute nutzen? Stecken Septs dahinter? Lucy, Renly und Co. ermitteln. Die Stimme in Lucys Kopf hilft mit, denn sie scheint mehr zu wissen. Doch ist ihr zu trauen?

Wir waren schon vom ersten Band der Spellcrafter begeistert und mussten die Fortsetzung unbedingt lesen. Wir finden, es hat sich wieder sehr gelohnt. Das Buch ist eine tolle Mischung aus vielfältigem Setting in London und tollen magisch veränderten Gegenständen, die die Spellcrafter für die Septs herstellen. Die Septs hingegen kontrollieren, dass die Magie nicht für unlautere Zwecke genutzt wird. Doch gerade hier läuft in der Geschichte so einiges falsch. Ich fand es gut, wie hier auf Ungerechtigkeiten eingegangen wird und auf Missstände, die dadurch entstehen, dass immer jemand mehr Macht haben möchte als die anderen. Das Ganze ist verpackt in eine spannende, magische Geschichte, in der es um Freundschaft und Verrat geht. Oft ist die Frage, wem man überhaupt noch trauen kann.

Geheimnisvoll ist vor allem die Stimme, die Lucy hört und die immer bestens informiert zu sein scheint. Zudem wird die Freundschaft der vier jungen Spellcrafter bedroht, weil Lucy im letzten Band etwas aufgedeckt hat, was sich jetzt auf ihre Gemeinschaft auswirkt und sie zu zerstören droht. Sehr toll sind wieder die magisch veränderten Gegenstände und die Tarnung der magischen Welt, die im ansonsten normalen London verborgen liegt. Es macht richtig Spaß, da einzutauchen und mitzufiebern. Denn wie so oft bleibt es an den Kindern, die Wogen zu glätten. Dabei wächst vor allem Lucy über sich hinaus. Da Ende ist dennoch fies und macht große Lust auf Band 3. 5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.10.2025

Spannendes Familiengeheimnis mit einer Prise Romantik

Die Sturmtochter
0

Journalistin Isla Fraser schreibt einen Bericht über Auswanderung. Da dies auch ihre Tante Shelly betrifft, die vor zwanzig Jahren nach Australien emigriert sein soll, begibt sie sich auf deren Spur. Doch ...

Journalistin Isla Fraser schreibt einen Bericht über Auswanderung. Da dies auch ihre Tante Shelly betrifft, die vor zwanzig Jahren nach Australien emigriert sein soll, begibt sie sich auf deren Spur. Doch scheinbar gibt es jemanden, der das unbedingt verhindern will, denn es passieren ihr plötzlich kuriose Dinge. Als Isla von der Familie keine Informationen bekommt, reist sie zum alten Herrensitz in den schottischen Highlands und findet dort Aufzeichnungen über eine geheimnisvolle Insel, die ebenfalls der Familie Fraser gehören soll. Warum wurde ihr das bisher verschwiegen? Isla lässt sich von Fischer Ben zur Insel in den Hebriden bringe. Die gefundenen Aufzeichnungen ihrer Vorfahrin Rosa bringen grausame, erschütternde, unvorstellbare Taten ans Licht, die niemand jemals erfahren sollte. Damit schweben auch Ben und Isla in Lebensgefahr.

Die Autorin Florence Winter war mir bisher nicht bekannt. Der vorliegende Roman hat mich aber so begeistert, dass ich mehr von ihr lesen möchte. Ihr fließender, fesselnder Schreibstil und die Bilder, die sie durch den Text produziert, haben mit überzeugt. Der Roman spielt in zwei Zeitebenen, die die Autorin geschickt verknüpft hat, wodurch die Spannung stets gesteigert wird.

Die Geschichte vereint Historie, Thriller und auch ein wenig Romantik in sich. Einmal begonnen, kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Gerade das Setting in Schottland hat mir auch unglaublich gut gefallen und ist die perfekte Kulisse für die Geschichte. Von mir gibt es dafür fünf verdiente Sterne und dazu ein Lob für das wunderschöne Cover!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere