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Veröffentlicht am 10.09.2021

Beruf oder Politik?

Die Heimkehr der Störche
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"Die Heimkehr der Störche" ist der zweite Roman der Gutsherrin-Saga von Theresia Graw.
Ganz dunkel habe ich mich an den ersten Roman der Saga erinnert. Aber auch ohne dieses Wissen lässt sich der Roman ...

"Die Heimkehr der Störche" ist der zweite Roman der Gutsherrin-Saga von Theresia Graw.
Ganz dunkel habe ich mich an den ersten Roman der Saga erinnert. Aber auch ohne dieses Wissen lässt sich der Roman gut lesen und die Geschichte um Dora verstehen. Es ist die Geschichte einer jungen Frau, die am Ende des Krieges fliegen muss und wenig zufrieden ist mir ihrer Situation in einem Dorf im Westen. So beginnt sie ein Studium in Ost Berlin und ist gefangen im Zwiespalt zwischen ihrem Berufswunsch und der ihr wenig zusagenden Politik.
Der Schreibstil von Graw ist sehr ansprechend, die Gefühle und Motive von Dora sind verständlich und nachfühlbar. Insgesamt wird die damalige Zeit überwiegend realistisch dargestellt und auch das eine oder andere Ereignis mit einbezogen und umschrieben.
Insgesamt ein sehr gelungener Roman, der jedoch am besten in Kombination mit dem ersten Band gelesen werden sollte um noch ein paar mehr Hintergrundinformationen zu erhalten.

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Veröffentlicht am 30.06.2021

Nicht nur für Erstlesende

Wieso? Weshalb? Warum? Erstleser: Dinosaurier (Band 1)
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Wir durften das Dinosaurier-Buch aus der neuen Erstleser-Reihe von Ravensburger testen. Es knüpft an die bereits bekannte Reihe der Wieso? Weshalb? Warum? Bücher an.
Obwohl unser Kind noch nicht lesen ...

Wir durften das Dinosaurier-Buch aus der neuen Erstleser-Reihe von Ravensburger testen. Es knüpft an die bereits bekannte Reihe der Wieso? Weshalb? Warum? Bücher an.
Obwohl unser Kind noch nicht lesen kann, kam das Buch super an. Kapitel für Kapitel mussten wir ihm Vorlesen. Dabei waren die Länge der Kapitel und Menge der Infos genau richtig für den Vierjährigen. Sie konnte er gut überblicken und aufnehmen, mehr wäre noch zu viel. So wird uns das Buch also in den nächsten Jahren bis zu seinen ersten Leseversuchen begleiten können.
Auch die Informationsdichte ist gut. Ganz gut gefallen haben auch die Gestaltungsideen zwischendurch. Die lockern das Ganze ein wenig auf. Schade ist nur, dass sie nicht mehrfach nutzbar sind wie zB die Klappen in den anderen Büchern. Das macht es dann auch weniger attraktiv, dass Buch irgendwann mal weiterzugeben. Das ist aber so der einzige Kritikpunkt, der uns aufgefallen ist. Alles in allem ist das Buch durchaus zu empfehlen!

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Veröffentlicht am 02.06.2021

Mitreißender Roman

Fräulein Mozart und der Klang der Liebe
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m Roman "Fräulein Mozart und der Klang der Liebe" von Beate Maly geht es, wie der Titel schon vermuten lässt, um Nannerl Mozart, die ältere Schwester von Wolfgang Amadeus Mozart.
Der Roman beginnt im Jugendalter ...

m Roman "Fräulein Mozart und der Klang der Liebe" von Beate Maly geht es, wie der Titel schon vermuten lässt, um Nannerl Mozart, die ältere Schwester von Wolfgang Amadeus Mozart.
Der Roman beginnt im Jugendalter von Nannerl ihre Geschichte zu erzählen und endet rund um ihre erste Schwangerschaft und die Geburt ihres ersten Kindes. Nannerl ist dabei nicht unbedingt als Ikone zu betrachten, wie es die Reihe suggeriert in der der Roman erschienen ist ("Ikonen ihrer Zeit"). Das mag aber weniger an mangelndem Talent sondern an den Lebensumständen von Nannerl und ihrem Umgang damit sowie ihrer Aufopferung für ihren Bruder gelegen haben. Für mich ist es daher eher die Geschichte einer Frau mit viel Talent und Können, die durch die Gegebenheiten der damaligen Zeit und sicherlich auch ihren Charakter zurückgehalten wurde. Weder hat sich Nannerl als Pianisten verdingen oder einen Namen machen können, noch durfte sie komponieren lernen obwohl sie es vermutlich gekonnt hätte. Für eine Ikone fehlt mir an der Stelle einfach ein wenig Persönlichkeit.
Lässt man diesen Kritikpunkt außen vor, bekommt man mit dem Roman aber ein ganz wunderbares Leseerlebnis. Malys Schreibstil ist sehr angenehm, das Buch ließ sich gut lesen, war verständlich aber nicht plakativ geschrieben. Auch die Figuren sowie ihre Motive und Gefühle, insbesondere natürlich die von Nannerl, sind überwiegend nachvollziehbar. Besonders angetan hat es mir ihre Freundin Katherl, die für ihre Zeit sehr rebellisch war und ihren eigenen Weg gegangen ist.
Am Ende waren wahrscheinlich vor allem meine Erwartungen an Nannerl Mozart im Rahmen dieser Romanserie zu hoch. Insgesamt finde ich den Roman nämlich sehr gelungen und kann ihn guten Herzens weiterempfehlen!

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Veröffentlicht am 03.05.2021

Senfkörner überall

Die Senfblütensaga - Zeit für Träume
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Clara Langenbach beginnt ihre neue Roman--Trilogie "Senfblütensaga" mit dem Roman "Zeit für Träume".
Die Autorin selbst war mir bis jetzt unbekannt, ich daher umso gespannter auf den Roman. Wie im Klappentext ...

Clara Langenbach beginnt ihre neue Roman--Trilogie "Senfblütensaga" mit dem Roman "Zeit für Träume".
Die Autorin selbst war mir bis jetzt unbekannt, ich daher umso gespannter auf den Roman. Wie im Klappentext beschrieben, dreht sich die Geschichte um Emma und Carl. Beide verfolgen ihre eigene Ziele, für das frühe 20. Jahrhundert auch in ihren gehobeneren Kreisen noch rech unüblich. Entsprechend ecken sie auch bei vielen Menschen an, einige wenige unterstützen sie dennoch und helfen ihnen dabei sich zu finden, zu verlieben und trotzdem ihre Ziele zu verwirklichen. Andere jedoch legen ihnen kleinere und größere Steine in den Weg.
Insgesamt hat ich das Thema des Romans sehr angesprochen. Mir fiel es leicht, mich in Emma und Carl hineinzuversetzen und mit den beiden mitzufühlen. Nichts desto trotz gibt es immer wieder Wendungen und besagte "Steine", die mehr künstlich eingestreut wirken um den ganzen Spannung zu verleihen. Es wirkt im Grunde ein bisschen gewollt, aber nur bedingt gekonnt. Dabei gibt es Elemente, wie die Senfkörner, die immer wieder aufgegriffen werden und einen weiteren roten Faden bilden.
Insgesamt solide, sprachlich und stilistisch mit Luft nach oben. Ich bin gespannt auf die Folge-Romane!

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Veröffentlicht am 19.04.2021

Idee gut, Umsetzung schlecht

Mops und Fidel suchen ihren Papa
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In "Mops und Fidel suchen ihren Papa", ein neues Buch aus dem Hummelburgverlag, dreht sich alles um zwei kleine Frischlinge die losziehen und ihren Vater suchen. Denn die beiden leben allein bei ihrer ...

In "Mops und Fidel suchen ihren Papa", ein neues Buch aus dem Hummelburgverlag, dreht sich alles um zwei kleine Frischlinge die losziehen und ihren Vater suchen. Denn die beiden leben allein bei ihrer Mutter und kennen ihren Vater nicht.
Die Illustrationen und Charaktere der beiden Frischlinge sind sehr süß und kindgerecht dargestellt, kommen mit kindlichem Humor daher. An der Stelle liegt jede Menge Potenzial.
Dieses kann sich im Text jedoch nicht entfalten. Ganz im Gegenteil, dieser ist voller Klischees, Vorurteile und allem was man heutzutage Kindern eigentlich nicht mehr vermitteln sollte.
Es beginnt damit, dass die Mutter direkt über die Faulheit des Vaters spricht. Etwas anderes hat sie dazu leider nicht zu sagen. Damit machen sich Mops und Fidel nun auf die Suche. Die beiden gehen dabei vor allem nach ihren Streifen und fragen diverse Tiere. Dabei kommen ihnen diverse Klischees entgegen: Väter sind groß und stark, Frauen haben lange Beine deswegen kann das Reh nicht der Vater sein. Das es besser gehen kann zeigt sich aber zB beim Bären. Dann taucht irgendwann der Vater doch auf, erkennt die beiden sofort (wie auch immer das geht, kennen sie sich doch nicht) und alle spielen plötzlich Heile Familie. Passt tatsächlich so gar nicht zur Thematik Trennung der Eltern bzw Alleinerziehend zu sein.
Ich befürchte für mich taugt es allenfalls als Negativbeispiel für meine Schüler*innen. Weiterempfehlen kann ich es leider überhaupt nicht.

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