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Veröffentlicht am 06.04.2026

Freundschaft, Zusammenhalt und kriminalistische Raffinesse

Die Rätsel meines Großvaters
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Die Rätsel meines Großvaters ist der zweite Band der Trilogie, welche mit Die Bibliothek meines Großvaters begann. Nicht nur optisch, sondern auch inhaltlich ist das Buch wieder sehr gelungen. Kaede und ...

Die Rätsel meines Großvaters ist der zweite Band der Trilogie, welche mit Die Bibliothek meines Großvaters begann. Nicht nur optisch, sondern auch inhaltlich ist das Buch wieder sehr gelungen. Kaede und ihre beiden Freunde sind ein aussergewöhnliches Trio, das stets zusammenhält, wenn es darauf ankommt.
Aufgebaut ist das Buch wieder in lockeren Episoden, die sich in das Leben der Protagonisten einfügen, wobei jede Episode für ein Rätsel steht, welches sie lösen wollen oder sie sogar selbst betrifft. Ebenso gibt es wiederholt Anspielungen auf klassische Kriminalromane oder -motive, zumal Kaedes Großvater eine beachtliche Sammlung früherer Krimis besitzt. Die Treffen mit Kaedes Großvater, der vielen aus früheren Zeiten als Fensterputz-sensei bekannt ist, sind jedesmal spannend zu verfolgen, da sie wie ein kleines Ritual ablaufen. Obwohl er durch seine besondere Form der Demenz bisweilen Halluzinationen hat, welche ihm meist bewusst sind, ist sein Verstand messerscharf, wenn es um das Lösen von Rätseln geht.
Ergänzend kommen diesmal zwei weitere Charaktere hinzu, welche wiederholt eine Rolle im Leben der Freunde spielen. Und Kaede und ihre Freunde geraten auch diesmal wieder in tödliche Gefahr.
Das Buch ist eine wunderbare Mischung aus Feelgood-Roman, freundschaftlichem Zusammenhalt und zu lösenden Rätseln, Überraschungen inklusive. Von mir volle Punktzahl und ich freue mich bereits auf Band 3.

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Back to the nordic roots

Willkommen in Deerhusen. Scheitern mit Seeblick
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Die Münchener High Snobiety kehrt Isabell Duval den Rücken zu, als ihr Mann wegen Finanzbetrugs verhaftet wird. Mit ihren erwachsenen Kindern reist sie zu ihrer Schwester Stine nach Ostfriesland, mit der ...

Die Münchener High Snobiety kehrt Isabell Duval den Rücken zu, als ihr Mann wegen Finanzbetrugs verhaftet wird. Mit ihren erwachsenen Kindern reist sie zu ihrer Schwester Stine nach Ostfriesland, mit der sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte. Aus Gründen. Die eingefrorenen Familien-Konten machen die Fahrt für die verwöhnte Familie zur Herausforderung. Und das Leben in dem kleinen ostfriesischen Örtchen Deerhusen kann ihrem bisherigen Luxus-Standard zwar nicht das Wasser reichen, bietet dafür andere Vorzüge, welche Isabell zunächst nicht wahrhaben will.
Das Autorinnen-Duo hat jedem der beteiligten Hauptcharaktere eine Stimme gegeben, vom inhaftierten Vater einmal abgesehen. Also sowohl Stine und Isabell wie auch deren Kinder Clara und Lucas haben eigene Kapitel mit Ich-Perspektive. Mit dem Anfang haderte ich leider etwas. Stines Versuch, das ostfriesische Dorfleben zu beschreiben und ein paar typisch nordische Begriffe zu erklären, wirkten mir zu gezwungen, zumal im Verlauf des Romans auf weitere nordische Eigenarten verzichtet wurde. Isabells Verleugnung ihrer nordischen Wurzeln, zu denen sie notgedrungen zurückkehrt, bestand u.a. darin so zu tun, als sei ihre Heimat irgendeine zu vermeidende Scheußlichkeit auf der Landkarte. Die Tochter wird zunächst als unselbstständiges Blödchen dargestellt das nur davon träumt, von Social Media Content zu leben. Und der Sohn bekommt als ausgebildeter Anwalt zunächst die Rolle des Mansplainers zugeschrieben. Mit Geld haushalten können sie hingegen alle nicht.
Mit der Zeit hat sich der Roman zum Glück angenehm eingegroovt und bis auf Isabell und ihren Gatten mochte ich die anderen Charaktere auf ihre Art ganz gern. Clara und Lucas bekommt der Bezug zur Realität tatsächlich ganz gut, wenn auch beide in ihrem jeweils eigenen Tempo sich mit ihrem neuen Leben arrangieren. Isabell hat es leider bis zum Schluss nicht geschafft, bei mir zu punkten, da ich Menschen einfach nicht mag, die ihre Unzulänglichkeiten auf andere projizieren. Gut dargestellt war sie hingegen trotzdem.
Bis auf den für meinen Geschmack etwas holprigen Start hat sich das Buch als unterhaltsamer Roman mit dörflichem Charme und Zusammenhalt entwickelt. Vielleicht hat auch ein gewisses Schaf ein wenig hierzu beigetragen. Die Perspektivenwechsel sind eine sehr gute Entscheidung gewesen, so fällt es leicht, die Charaktere und jeweiligen Entscheidungen und Entwicklungen mitzuverfolgen. Ein Besuch in Deerhusen lohnt sich!

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.03.2026

Bewegendes Zeitreise-Abenteuer im früheren Korea mit leichten K-Drama-Touch

Prinzessin der tausend Diebe – Chosen
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Der zweite Teil der Dilogie setzt kurz nach dem ersten an, jedoch mit einer überraschenden Wendung gleich zu Beginn: Die Welt droht unterzugehen! Mächtige Monster, denen kein Militär der Welt etwas entgegenzusetzen ...

Der zweite Teil der Dilogie setzt kurz nach dem ersten an, jedoch mit einer überraschenden Wendung gleich zu Beginn: Die Welt droht unterzugehen! Mächtige Monster, denen kein Militär der Welt etwas entgegenzusetzen hat, haben bereits für unzählige Opfer gesorgt. Jia Hong, die den Platz ihrer Schwester Sora als Oberhaupt des Hong-Clans eingenommen hat, sieht nur eine Möglichkeit: In die Vergangenheit reisen und den koreanischen Künstler der Gemälde töten, aus denen diese monströsen Ungetüme entsprungen sind.
Was für ein Abenteuer! Jia landet als Mann verkleidet in der früheren Joseon-Ära, wo sie sich als Jian in die einstige Künstlerakademie des früheren Seoul einschleichen will. Neben der Suche nach Maler Sin Yun Bok gerät sie an den Kronprinzen, der in Verdacht steht, einen Anschlag auf seinen Bruder, den Kaiser zu planen. Mit ihrem Wissen um die damalige Zeit, der Mythologie sowie ihren magischen Fähigkeiten ist Jia(n) zwar den anderen in manchen Dingen um einiges voraus, dennoch hat sie nicht mit der Version des Sin Yon Bok gerechnet, dem sie begegnet: Ein hilfsbereiter und sympathischer junger Quatschkopf, der aus irgendwelchen Gründen gar nicht mehr malen will. Was Jias Pläne vor neue Herausforderungen stellt.
Das Buch liest sich wie ein gelungenes K-Drama mit historisch-fantastischem Setting und punktet auf mehreren Ebenen. Es gibt viele interessante Details aus der damaligen Zeit, politische Intrigen, Mythologie, Kämpfe, Spannung und Herzschmerz. Auch die Charaktere und deren Interaktionen sind sehr gelungen, insbesondere Jia ist hier zielstrebig und mutig und zugleich eine junge Frau mit Träumen und Wünschen. Mir hat das Buch richtig viel Spaß gemacht, nicht zuletzt auch, weil ich das Setting so faszinierend fand und ich mitgerätselt habe, was es mit diesen Monstern überhaupt auf sich haben könnte. Mit der Auflösung hierzu konnte mich die Autorin nochmal vollends überraschen. Zudem schafft sie es, gekonnt einen Bogen zum ersten Band zu schlagen, so dass beide Bände als gemeinsames Ganzes wirken. Und das Ende nach dem emotionalen Auf und Ab, hachja, wie in einem richtigen K-Drama, erst bitter, dann süß.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Drei Freunde im Kampf gegen die Pläne der Götter

How to Kill Fate (Fate Dilogie, Bd. 2)
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Wer so richtig Lust auf auf Fantasy hat, in der drei Freunde ihren Gottheiten die Stirn bieten, um für die Selbstbestimmung aller Menschen zu kämpfen; denen Freundschaft und Vertrauen ebenso wichtig sind ...

Wer so richtig Lust auf auf Fantasy hat, in der drei Freunde ihren Gottheiten die Stirn bieten, um für die Selbstbestimmung aller Menschen zu kämpfen; denen Freundschaft und Vertrauen ebenso wichtig sind wie prickelnde SlowBurn-Romance; und die statt Stereotypen lieber von Charakteren auf gemeinsamer Augenhöhe lesen, die sich ihre Meinung sowie andere Neckereien an den Kopf werfen: für all diejenigen unter euch ist die Fate-Dilogie genau richtig!
Dieser zweite Teil schließt direkt an den ersten Band (How to Fight Fate) an, wobei es vorweg eine aufschlussreiche Szene aus der Vergangenheit der Freunde Nevin und Tyron gibt. Gemeinsam kommen sie Schritt für Schritt dem Geheimnis um die Schicksalsfäden immer näher, sehr zum Missfallen des göttlichen Liebespaares Moyra und Pazan, die daraufhin die Jagd auf die drei Schicksalsbrecher verstärken.
Es gibt so viele Punkte, die mir an Band 2 richtig gut gefallen haben. Die Dynamik zwischen den Dreien ist richtig gut und hierbei wird die freundschaftliche Liebe ebenso hoch bewertet wie die romantische Liebe. Alle drei Gottheiten tragen diesmal auf ihre Weise zur Handlung bei und Kiana erhält bei allen die Chance, Details aus deren Vergangenheit zu sehen, um das Puzzle Stück für Stück zu einer verhängnisvollen Wahrheit zusammen zu setzen. Es gibt einige wirklich sehr gelungene Überraschungen, u. a. auch die drei Freunde betreffend. Und das Spannungslevel ist mindestens ebenso hoch wie der Spaß, wenn Kiana, Nevin und Tyron sich ihre Neckereien an den Kopf werfen.
Ein episches und rasantes Finale einer Dilogie, die emotional einfach mitreisst.

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Die Kaiserin aus dem Reisfeld

The Poet Empress
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Würde mich jemand fragen, was mir an The Poet Empress nicht gefallen hat: Mir fiele nichts ein. Das Buch hat mich emotional und stilistisch dermaßen mitgerissen, sowas erlebe ich selten. An einer Stelle ...

Würde mich jemand fragen, was mir an The Poet Empress nicht gefallen hat: Mir fiele nichts ein. Das Buch hat mich emotional und stilistisch dermaßen mitgerissen, sowas erlebe ich selten. An einer Stelle kamen mir sogar die Tränen, so schockiert war ich in dem Moment von der Tat einer Person. Und die Aufmachung des Hardcovers (Erstauflage) mit dem faszinierenden Cover, dazu passendem Buchschnitt und dem Leseband machen das Buch zu einem richtigen Schmuckstück.
Der Aufhänger des Buches ist schnell erklärt: Für den zweitgeborenen kaiserlichen Prinzen werden Konkubinen gesucht, da er von seinem Vater als Nachfolger favorisiert wird. Prinz Terren gilt als grausam und gewalttätig, dennoch kämpft sich Yin Wei in die Gruppe der Anwärterinnen in der Hoffnung, aus dem Palast heraus ihrem Heimatdorf finanziell sowie mit Nahrungsmitteln helfen zu können. In den Augen der wohlhabenden Mädchen ist Yin Wei als Tochter ärmlicher Reisbauern das perfekte Mobbingopfer, doch das ist nichts im Vergleich zu dem, was sie ab dem Zeitpunkt der Auswahlzeremonie erwartet.
In diesem Buch wird nichts romantisch verklärt. Terren ist wirklich grausam, und das wird beim Lesen in mehrfacher Hinsicht deutlich. Und gleichzeitig liefert die Autorin uns ein ganz anderes Bild: das des jüngeren Prinzen, sensibel und einfühlsam. Gemeinsam mit Yin Wei erlebt man nicht nur ihren Alltag im Palast, der ihr so manches Mal sehr viel abverlangt, sondern begibt sich auf die Suche nach den Hintergründen zu Prinz Terrens Verhalten.
Das Buch ist wirklich emotional sehr bewegend. Dabei machen die Palastintrigen nur einen Teil davon aus, hauptsächlich sind es die Szenen mit Prinz Terren in der Gegenwart oder die Szenen aus der Vergangenheit des Prinzen, welche Yin Wei aus Quellen verschiedenster Art erzählt bekommt. Ein wenig Magie kommt ebenfalls ins Spiel: die männlichen Nachkommen der Kaiserfamilie erben jeder eine Art von Magie, welche sich in ihrer Kindheit manifestiert. Ebenso können Segenssprüche Magisches bewirken, was sich Yin Wei für ihre Ziele zunutze machen will.
Schritt für Schritt tastet man sich in dem Buch bis zur erschütternden Wahrheit voran, während die Gegenwart nicht minder aufreibend ist. Ein absolut packender Roman vollgepackt mit tragischen Geheimnissen, Intrigen, Lügen, Verrat und einer wirklich mutigen Protagonistin, die für sich und ihresgleichen kämpft.

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