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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.02.2026

Skeptisch

Bunny
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Samantha, ihres Zeichens eher etwas anti, ist als Stipendiatin an der renommierten Warren Schule für die Künste in ihrem vorletzten Jahr, als sie von den "Bunnies" zu einer Party eingeladen wird. Die vier ...

Samantha, ihres Zeichens eher etwas anti, ist als Stipendiatin an der renommierten Warren Schule für die Künste in ihrem vorletzten Jahr, als sie von den "Bunnies" zu einer Party eingeladen wird. Die vier Damen heißen so, weil sie sich untereinander genau so ansprechen: "I love you, bunny!" (Natürlich begleitet von mädchenhaftem Quietschen.) Sie wundert sich also, was sie da soll, da sie aber Kurse mit den Damen hat, geht sie hin. Und von da an wird es ziemlich schräg... Ich versuche mal, das ohne Spoiler zu rezensieren.



Im ersten Teil ist alles relativ normal. Eigenbrötlerische Schriftstellerin wird von quietschiger Clique eingeladen - "Mean Girls"-Vibes ahoi. Im zweiten Teil wird sie natürlich Teil der Bunnies, was ziemlich verstörend ist, weil die wirklich alle nur als Bunny voneinander denken und man nicht mehr weiß, wer was macht. Im dritten Teil geht dann in fragmentierten Gedanken schließlich alles an den A*. Wie erwartet.



Nachdem V. Schwab und Jenny Lawson begeistert davon waren, habe ich es im Auge gehabt, war aber skeptisch. Nachdem ich aber eine "Special Edition des Iconic Weird Girl Book" sah, habe ich mich breitschlagen lassen. Ich glaube, das ist mein erstes Buch, wo der Farbschnitt ein Foto und nicht gemalt ist, sehr cool. Und für den weirden Februar ist die Tagline doch perfekt.

Ich glaube, so ganz habe ich es immer noch nicht kapiert. Verwirrend waren die vielen Namen, obwohl es eigentlich nur 7 Charaktere gibt - doch es gibt für jede ihren richtigen Namen, ihren Bunny-Namen und den Namen, den Samantha ihnen heimlich gibt. Und so weird fand ich das jetzt auch nicht - eine Schriftstellerin an der Uni, eine Mädchenclique, ein paar echte Hasen. Okay, es ist sehr Horror-lastig. Ziemlich am Anfang sagt Samantha allerdings selbst, dass sie oft lügt, um Geschichten interessanter zu machen und seitdem war ich sehr skeptisch. Ich wusste auch gar nicht, als welches Genre das Buch einsortiert wird - Fantasy oder Entwicklungsroman? Letzten Endes war es wohl beides. Immerhin war es schnell zu lesen.



"She nods at the moon, who would never be stressed out by dumb things like school."

~ 20.02.2026

Veröffentlicht am 05.02.2026

Putzig

The Very Hungry Caterpillar - Die kleine Raupe Nimmersatt
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Ich weiß, ich bin spät dran mit diesem Klassiker, aber ich habe das Buch als Kind nie gelesen (so weit ich mich erinnere^^). Doch die Geschichte von einer hungrigen Raupe, die sich durch das ganze Buch ...

Ich weiß, ich bin spät dran mit diesem Klassiker, aber ich habe das Buch als Kind nie gelesen (so weit ich mich erinnere^^). Doch die Geschichte von einer hungrigen Raupe, die sich durch das ganze Buch frisst (und überall Löcher hinterlässt) und am Ende vom ganzen Fressen Bauchweh hat, ist wirklich äußerst sympathisch (wer nach einem Weihnachtsessen nie gestöhnt hat, werfe das nächste Tortenstück!). Ist euch mal aufgefallen, dass alle ausgestanzten Löcher im Vorsatzpapier wieder auftauchen? Ich mag ein stimmiges Gesamtkonzept.

Veröffentlicht am 05.02.2026

Unfassbar

Umarmst du mich mal?
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Ich glaube, ich habe das niedlichste Buch der Welt gefunden. Also, der kleine Igel ist deprimiert und braucht dringend eine Umarmung. Doch alle Tiere haben Ausreden, warum sie den stacheligen Gesellen ...

Ich glaube, ich habe das niedlichste Buch der Welt gefunden. Also, der kleine Igel ist deprimiert und braucht dringend eine Umarmung. Doch alle Tiere haben Ausreden, warum sie den stacheligen Gesellen nicht umarmen können. Der Igel wird immer deprimierter - bis er in der Mitte des Buches die Schildkröte findet, deren harter Panzer gegen die Stacheln schützt. Doch wieso hat das Buch noch so viele Seiten nach dem Happy Ending? Weil man das Buch umdrehen kann - auf der anderen Seite braucht die Schildkröte dringend eine Umarmung, aber ihr harter Panzer hält die anderen Tiere vom Kuscheln ab. Oh Götter, ist das unfassbar süß, wie es immer deprimierender wird und in der Mitte dann die Erlösung. Wundervoll.

Veröffentlicht am 02.02.2026

Lesenswert

Kurz vor Paris
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Eine große Geschichte über Freundschaft, Mut, Antifaschismus, dreckige Lieder und Found Family.

Eine große Geschichte über Freundschaft, Mut, Antifaschismus, dreckige Lieder und Found Family.

Veröffentlicht am 07.12.2025

Guter Mix

Kürbisgemetzel
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Die Münchner Schreiberlinge geben allerlei Anthologien heraus - dafür muss man manchmal nicht mal Münchner sein, denn auch ich durfte schone in Gedicht bei ihnen veröffentlichten. Das Schöne: Alle Einnahmen ...

Die Münchner Schreiberlinge geben allerlei Anthologien heraus - dafür muss man manchmal nicht mal Münchner sein, denn auch ich durfte schone in Gedicht bei ihnen veröffentlichten. Das Schöne: Alle Einnahmen werden für gute Zwecke gespendet.

Diese Anthologie beschäftigt sich offensichtlich mit der orangesten Jahreszeit: Halloween & Allerheiligen. Schauen wir mal, was wir zwischen dem Schleier - sorry, Buchdeckeln - erleben...



Dani Aquitane: „Nach Hause“

Eine erst ein Jahr lang tote Geisterfrau kehrt an Allerheiligen zu ihrem Geliebten zurück - doch ob das so läuft wie erwartet? Der sprechende Kürbis ist auch nicht gerade hilfreich... Sehr witzig und gut gelöst.



Lidia Kozlova-Benkard: „Die Geister-(U-)Bahn“

Schonmal in der U-Bahn eingeschlafen? Dieses Gefühl hat auch die Protagonistin dieser Geschichte, als ein Davy-Jones-Verschnitt ihr ein Angebot für ihr Leben macht... Spannend, aber vorhersehbar.



Kornelia Schmid: „Zwischen Ewigkeitssteinen“

Jemand begrüßt einen alten ... Bekannten und bringt ihn zu magischen Steinen, um seine Seele zu retten. Vorhersehbar und mit ein paar Logiklücken.



Saskia Dreßler: „Die gruseligste Nacht des Jahres“

Eine gruselige Müllwelt-Dystopie, in der ein kleines Mädchen einen Schatz findet - doch zu welchem Preis?



Roxane Bicker: „Jägerinnen“

Eine Polizistin muss einen Todesfall klären, bei dem der Verdächtige der Kürbis zu sein scheint...



Marie Mönkemeyer: „Des Landgrafen Soldat“

Der (kopflose) hessische Reiter kehrt zurück in die Heimat - mit einem sprechenden Kürbis!



Sarah Malhus: „Zahltag“

Die Drogenmafia der Sídhe drangsaliert einen jungen Faun. Als er seine Schulden bezahlen will, muss er die Kaution für seinen chaotischen Freund stellen - wie soll er sein Problem in einem Tag bewältigen?



Petra Ottkowski: „Preisgewinner“

Ein Junge wird drangsaliert - erst von Mitschülern, dann von Opas Riesenkürbis... schräg.



Matthias Sebastian Biehl: „Vekstholm Bockholl“

Geiler erster Satz und von da an wirds nur noch abgedrehter. Großartig.



Mae Ludwig: „Der Cache“

Geocacher verschwindet im Wald, Freundin folgt ihm ins Dickicht... offenes Ende.



Denise Yoko Berndt: „Widerworte“

Auftragskillerin diskutiert nachts im Park mit Kürbisfratze... schräg.



Marie Wilhemsen: „Cucu“

Kleinstadtfeindlichkeiten. Wegen des Schreibstils abgebrochen.



Katrin Biasi: „Totes Laub“

Japanisch inspirierte Geschichte über Mädchen, das Hitodama sieht. Seltsames Ende.



Peter Krall: „Zuccageddon“

Das war ein Meisterwerk aus Verschwörungstheorien, die gerade so plausibel waren, dass man unweigerlich an Christian von Aster denken musste. Großartiges Finale.



~ 05.12.2025