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Veröffentlicht am 30.05.2026

Blieb hinter meinen Erwartungen zurück

The Rules of Magic. Eine zauberhafte Familie
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Die Zutaten für diesen Roman klangen vielversprechend, doch leider blieb er hinter meinen Erwartungen zurück. Das lag zum einen am schleppenden Einstieg in die Geschichte und einigen unlogischen Handlungen ...

Die Zutaten für diesen Roman klangen vielversprechend, doch leider blieb er hinter meinen Erwartungen zurück. Das lag zum einen am schleppenden Einstieg in die Geschichte und einigen unlogischen Handlungen der Charaktere, die mir lange zu distanziert blieben und in die ich mich am Anfang nicht hinein versetzen konnte. Das änderte sich erst im dritten Teil als etwas Schwung in die Handlung kam und die Protagonisten Gefühle zeigten. So wurden sie nahbarer und sympathischer. Einige überraschende Wendungen haben mir gut gefallen und es kommt zwischendurch auch richtig Spannung auf. Leider erfährt man für meinen Geschmack zu wenig von den interessanten Nebenfiguren, die immer nur kurz auftauchen und gleich wieder verschwinden. Auch die sogenannten Vertrauten (Krähe, Katze, Hund) der Geschwister spielen nur kleine Rollen als schmückendes Beiwerk, auf deren Bedeutung oder Aufgabe ich vergeblich gewartet habe. Hier wurde trotz guter Ansätze viel Potential verschenkt.

Nach einem sehr schicksalsträchtigen, aber unterhaltsamen und bewegenden Abschnitt folgte dann ein Sprung über Jahrzehnte hinweg, in dem die Ereignisse nur kurz auf ein paar Seiten abgehandelt wurden. Das hätte ich mir ausführlicher gewünscht. Doch trotz aller Kritik hat mir das Buch insgesamt noch gut gefallen und das Ende lässt auf eine Fortsetzung mit der nächsten Generation schließen, die ich auf jeden Fall lesen möchte.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Von der Dienstmagd zur Königin...

Red as Royal Blood
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Der ungewollte Aufstieg einer Dienstmagd zur Königin hört sich erst einmal ziemlich unglaubwürdig und abenteuerlich an, zumal sie nicht weiß, warum der König ausgerechnet sie auswählt. Man tappt als Leserin, ...

Der ungewollte Aufstieg einer Dienstmagd zur Königin hört sich erst einmal ziemlich unglaubwürdig und abenteuerlich an, zumal sie nicht weiß, warum der König ausgerechnet sie auswählt. Man tappt als Leserin, wie Ruby selbst, lange im Dunkeln und kann nur Vermutungen darüber anstellen, was ihn dazu bewogen hat. Dazu kommt dann noch die Frage, wer ihn ermordet haben könnte und dafür hätten einige Personen aus seinem engsten Umfeld gute Gründe...

Es geht direkt mit einem wahnsinnig hohen Erzähltempo los und man wird förmlich in die Handlung geworfen. Diese schreitet dann weiterhin rasant voran und Schlag auf Schlag passieren so viele Dinge, dass man kaum Atem holen kann. Das erzeugt zwar Spannung und lässt zu keiner Zeit Langeweile aufkommen, aber man hat dadurch gar keine Zeit, die vielen, interessanten Charaktere richtig kennen zu lernen. Für meinen Geschmack hätten hier ein paar ausführlichere Beschreibungen sowohl der Personen, als auch des Settings für mehr Atmosphäre gesorgt. So fühlte ich mich etwas durch die Geschichte gehetzt, obwohl das Tempo dann zur Mitte hin langsamer wurde und ich mich dann besser in die Charaktere hinein versetzen konnte.

Es machte Spaß mit Ruby verschiedene Überlegungen anzustellen, mögliche Schlüsse zu ziehen und sie bei ihren scharfsinnigen Schachzügen zu begleiten. Denn was mir am besten gefallen hat, waren ihre herausragenden Fähigkeiten im Schachspielen, die ihr beim Kombinieren und Aufdecken der Intrigen und Geheimnisse bei Hofe sehr gute Dienste leisteten. Bis zum Schluss konnte man fast jeden verdächtigen und dort warteten dann einige Überraschungen auf mich, die ich nicht hatte kommen sehen.

Die Liebesgeschichte entwickelte sich glaubhaft, nachvollziehbar und wurde ohne explizite Szenen dargestellt, was ich als sehr angenehm empfand. Insgesamt hat mir dieser Einzelband gut gefallen und ich habe ihn sehr gerne gelesen!

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Veröffentlicht am 18.03.2026

Viel Atmosphäre, aber keine Spannung!

The House Witch 1
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Das Buch ist optisch ein wunderschöner Blickfang. Cover und Farbschnitt erzeugen eine gemütliche Stimmung, die ich auch beim Lesen wieder fand und die mir sehr gut gefallen hat.
Schon als ich die ersten ...

Das Buch ist optisch ein wunderschöner Blickfang. Cover und Farbschnitt erzeugen eine gemütliche Stimmung, die ich auch beim Lesen wieder fand und die mir sehr gut gefallen hat.
Schon als ich die ersten Seiten gelesen hatte, befand ich mich komplett in dieser heimeligen Welt, was auch durch den anschaulichen Schreibstil gefördert wurde. Durch die detailreichen Beschreibungen konnte ich mir die Szenerie des Schlosses, der Küche und der Menschen, die dort leben und arbeiten, sehr gut vorstellen.

Die Charaktere waren alle interessant und glaubwürdig dargestellt, wobei mir der Protagonist, Haushexe und Koch Finlay, mit seiner meist schroffen, aber geradlinigen Art am sympathischsten war. Seine manchmal beleidigenden Kommentare und amüsanten Wortgefechte waren treffsicher auf den Punkt und konnten mir oft ein Schmunzeln entlocken. Ebenso die witzigen Wortspielereien mit den anzüglichen Namen einiger Personen fand ich sehr erheiternd. Die gesamte Atmosphäre war meistens sehr warmherzig bis auf einige kurze Phasen, wenn die Menschen, die Fin am Herzen lagen, ungerecht oder gemein behandelt wurden. Da konnte er richtig ungemütlich werden! Erwähnen muss ich auch unbedingt das Kätzchen Kraken, was perfekt zu dieser Welt passte und von dem ich gerne noch mehr gelesen hätte.

Leider fehlte es mir bei der Handlung insgesamt an Spannung, obwohl es einige vielversprechende Ansätze dazu gab. Ein drohender Krieg, Spionage und ein wieder aufgetauchter, gewalttätiger Vater wären dafür der passende Stoff gewesen, aber stattdessen waren die strategischen Diskussionen nur langweilig und die Dialoge kreisten immer wieder um die gleichen Themen. Selbst die Liebesgeschichte, die mich zu Anfang noch begeistern konnte, empfand ich durch das ständige Hin und Her zum Schluss nur noch lächerlich und ermüdend.

Eine neugierig machende Wendung oder einen atemberaubenden Höhepunkt habe ich ebenfalls vermisst und daher lässt mich dieses Buch, was so vielversprechend begonnen hatte, etwas enttäuscht zurück. Trotzdem würde ich den Fortsetzungen eine Chance geben und sie gerne lesen, um herauszufinden, wie die noch offenen Handlungsstränge weitergeführt werden.

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Veröffentlicht am 11.02.2026

Der Inhalt hält, was die Optik verspricht!

Dire Bound
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Der erste Band dieses Zweiteilers besticht schon beim ersten Anblick mit seinem edlen Cover und dem atmosphärisch-stimmungsvollen Farbschnitt. Das hat auch mich darauf aufmerksam werden lassen und ich ...

Der erste Band dieses Zweiteilers besticht schon beim ersten Anblick mit seinem edlen Cover und dem atmosphärisch-stimmungsvollen Farbschnitt. Das hat auch mich darauf aufmerksam werden lassen und ich kann jetzt sagen, dass der Inhalt hält, was die ästhetische Gestaltung verspricht.

Der Einstieg in die von Beginn an spannende Handlung fiel mir sehr leicht, da die Situation, in der sich die Protagonistin befand, anschaulich und verständlich dargestellt wurde. Ich konnte schon nach kurzer Zeit komplett in die Geschichte eintauchen und war fasziniert von Meryn, der starken, jungen Frau, die ihr schweres Leben trotz aller Probleme so gut meisterte. Ihre Verzweiflung, als die kleine Schwester entführt wurde, habe ich beinahe körperlich gespürt, weil ihr Charakter so klar und emotional beschrieben war. Ebenso die anderen Personen, die eine größere Rolle spielten, konnte ich mir gut vorstellen und mich in ihre Gefühlswelt hinein versetzen.

Was mir an der Story am besten gefallen hat, waren die Beziehungen und Bindungen mit den Schattenwölfen. Atemberaubende Action wechselte mit eiskalter Ablehnung bzw. intensiver Verständigung, die ich durch den ausdrucksstarken Schreibstil der Autorin hautnah miterleben konnte. Die Beschreibungen waren sehr präzise und bildhaft, nicht zu langatmig und daher gut vorstellbar. Ich habe mich trotz des beachtlichen Umfangs von über 800 Seiten keinen Moment gelangweilt, was auch an der gut durchdachten und schlüssigen Handlung mit einigen unvorhergesehenen Wendungen gelegen hat.

Bei aller Begeisterung für dieses Buch muss ich allerdings darauf hinweisen, dass es einige sehr brutale und gnadenlose Gewaltszenen beinhaltet, die mir persönlich angemessen erschienen, da sie zur Handlung gepasst haben. Es gab aber auch immer wieder schöne Momente und eine ausgeglichene Balance zwischen Tod und Lebensfreude, sowie eine gut platzierte Portion expliziten Spice, so dass die Stimmung nicht zu bedrückend und düster wurde.

Mir hat dieser Auftakt ausgesprochen gut gefallen und ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung, die ich unbedingt lesen muss!

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Veröffentlicht am 23.08.2025

"Cosy Feelings" und "Magic Vibes" im Hexendorf

Spookily Yours
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Die Hexe Willow betreibt mit ihrer Schwester eine Bäckerei in dem gemütlichen Hexendörfchen Pleasant Grove, was ihr sehr gut gefällt, sie aber nicht gänzlich erfüllt. Ihre wahre Leidenschaft hat sie noch ...

Die Hexe Willow betreibt mit ihrer Schwester eine Bäckerei in dem gemütlichen Hexendörfchen Pleasant Grove, was ihr sehr gut gefällt, sie aber nicht gänzlich erfüllt. Ihre wahre Leidenschaft hat sie noch nicht gefunden und den Menschen-Männern abgeschworen. Aber schon länger fehlt ihr ein tierischer Begleiter, ein Vertrauenstier, seit ihr alter Kater gestorben ist. Als sie sich endlich dazu entschließt, im Tierheim nach einer neuen Katze zu suchen, fühlt sie sich gleich von einem Kater mit fast dämonisch rot wirkenden Augen angezogen und nimmt ihn kurzerhand mit nach Hause...

Mir hat die gesamte Szenerie "unheimlich" gut gefallen. Der anschauliche Schreibstil erzeugte ganz viele "Cosy Feelings" bei mir, ließ mich wohlig in die Story eintauchen und mit der Protagonistin mitfühlen. Ich konnte ihr Zögern nachvollziehen, sich nach dem Tod eines geliebten Tieres wieder ein anderes zuzulegen. Umso schöner fand ich dann die erste Begegnung zwischen ihr und dem Dämonenkater, der doch eigentlich ganz lieb ist. Es war herzerwärmend, wie sie sich gleich zueinander hingezogen gefühlt und eine Verbindung aufgebaut haben.

"Magic Vibes" gibt es in der Handlung dann auch zur Genüge. Telekinese, der verwandelte Dämon, hexentypische Kräuter, Rituale, Bücher und Kerzen in Willows Haus. Das alles macht den Roman fantastisch magisch und zauberhaft.

Der Humor kommt auch nicht zu kurz und ich konnte mich herrlich über die geheimen Zwiesprachen und witzigen Dialoge von Willow und Damian amüsieren. Mir hat auch die spätere Beziehung der beiden zueinander sehr gefallen. Er respektiert ihre Hexenart und sie hilft ihm ohne langes Zögern bei seinem Problem.

Was mich allerdings gestört hat, waren die plötzlichen Sexszenen, die so gar nicht in diese gemütliche Handlung gepasst haben und mir zu viel waren. Es wirkte so, als wollte die Autorin unbedingt noch für ein erwachseneres Publikum etwas bieten. Davon abgesehen blieben auch die Charkterentwicklungen etwas oberflächlich, was aber insgesamt gesehen für mich nicht weiter schlimm war. Es machte die Geschichte leicht zu lesen und unterhaltsam zum Genießen ohne große Dramen oder Verwicklungen.

Ein locker gestrickter Wohlfühlroman mit viel Atmosphäre und einigen heißen Szenen.

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