Eine Liebe, die nicht sein durfte
Die Frau im weißen KimonoIn Anlehnung an Ereignisse im Leben ihres Vaters hat Ana Johns dieses Buch geschrieben.
Obwohl die 17-jährige Naoko Nakamura dem Sohn eines Geschäftspartners ihres Vaters versprochen ist, verliebt sie ...
In Anlehnung an Ereignisse im Leben ihres Vaters hat Ana Johns dieses Buch geschrieben.
Obwohl die 17-jährige Naoko Nakamura dem Sohn eines Geschäftspartners ihres Vaters versprochen ist, verliebt sie sich im Jahr 1957 in einen jungen amerikanischen Marinesoldaten. Es ist eine Verbindung, die weder von den Japanern, noch von den Amerikanern toleriert wird. Die Liebe zwischen den beiden jungen Menschen bleibt nicht ohne Folgen, und Naoko wird von ihrer Familie verstoßen. Ganz allein auf sich gestellt, muss sie nun eine schwere Entscheidung treffen.
Erzählt wird die Geschichte in zwei Handlungssträngen. Begleitet der Leser in den 1950er Jahren in Japan Naoko, schwenkt die Handlung regelmäßig nach Amerika in die Gegenwart. Hier erhält Tori Kavac von ihrem sterbenden Vater einen Brief mit der Bitte, ihn zu lesen. Schockiert über den Inhalt beschließt Tori, sich auf die Spuren der Vergangenheit zu begeben.
Es ist eine fesselnde und hochdramatische Geschichte, die reich an Wendungen ist, jedoch an keiner Stelle unglaubwürdig oder gar kitschig. Es ist eine Geschichte, wie sie in den 1950er Jahren vielen Frauen passiert ist. Und die anschließend die Konsequenzen zu tragen hatten.
Der Leser bekommt Einblick in die Kultur und in alte japanische Traditionen, die das Leben der Familien prägten und es vielleicht auch heute noch in einigen Gegenden tun.
Es ist ein beeindruckender und penibel recherchierter Roman, durch den die Autorin mit einem bildhaften und flüssigen Schreibstil führt. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.