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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.08.2024

Grandios

Ihr kennt mich nicht
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Dieses Erstlingswerk der französischen Autorin Julie Héraclés erzählt von einer wahren Begebenheit, die sich am 16. August 1944 in Chartres ereignete. Es ist ein fiktiver biografischer Roman, bewegend ...

Dieses Erstlingswerk der französischen Autorin Julie Héraclés erzählt von einer wahren Begebenheit, die sich am 16. August 1944 in Chartres ereignete. Es ist ein fiktiver biografischer Roman, bewegend und voller Dramatik. In 62 relativ kurzen Kapiteln wird die Lebensgeschichte der 24-jährigen Simone Touseau geschildert, unterbrochen von den Ereignissen im August 44. Dabei sind die Orte, Daten und die Mehrzahl der Protagonisten authentisch.
Es ist ein sehr bewegendes Buch. Die einzelnen Charaktere sind eindrucksvoll und nachvollziehbar gestaltet. Mit einem flüssigen und mitreißenden Schreibstil führt die Autorin durch diese penibel recherchierte Geschichte. Einmal angefangen, viel es mir schwer, die Lektüre wieder aus der Hand zu legen. Denn schließlich musste ich ja unbedingt wissen, wie sich das Geschehen weiter entwickelt.
Dieses Buch hat mir fesselnde und ergreifende Lesestunden bereitet. 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 26.08.2024

Eine bewegende Familiengeschichte über 3 Generationen

Vaterländer
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Der rumänisch stämmige Schauspieler Sabin Tambrea erzählt in diesem Buch die Geschichte seiner Familie. Es ist eine Geschichte, die von Entbehrungen, Hoffnungen und Einsamkeit berichtet. Aber auch vom ...

Der rumänisch stämmige Schauspieler Sabin Tambrea erzählt in diesem Buch die Geschichte seiner Familie. Es ist eine Geschichte, die von Entbehrungen, Hoffnungen und Einsamkeit berichtet. Aber auch vom Alltag in Rumänien unter dem Regime von Ceauceșcu, in dem die alles überwachende Geheimpolizei Securitate allgegenwärtig war.
Es ist eine ganz persönliche Familiengeschichte über drei Generationen. Sie beginnt im ersten Teil mit dem Heranwachsen von Sabin in Deutschland. Im zweiten Teil geht es um Sabins Großvater Horea, der durch die Securitate beobachtet und denunziert wird. Er gerät in Gefangenschaft, wird misshandelt und zur Zwangsarbeit herangezogen. Schließlich erfährt der Leser im letzten Teil die Geschichte von Belá und seiner Flucht.
Zugleich beschreibt der Autor die unbeschreiblich grausamen und unmenschlichen Zustände unter Ceaucescu in Rumänien, unter der die Bevölkerung zu leiden hatte.
Sabin Tambrea führt mit einer einfühlsamen, ja geradezu liebevollen Schreibweise durch die Biografie seiner Familie, bei der Zusammenhalt das höchste Gut ist.
Mir hat das Buch unterhaltsame Lesestunden bereitet. 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 25.08.2024

Lesenswert

Bei Licht ist alles zerbrechlich
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Davide lebt als Sohn eines Schweinezüchters in dem kleinen irtalienischen Dorf Tora e Piccilli in der Provinz Caserta. Er wird von den Kindern verspottet, da er nach Schweinestall riecht und einen Gehfehler ...

Davide lebt als Sohn eines Schweinezüchters in dem kleinen irtalienischen Dorf Tora e Piccilli in der Provinz Caserta. Er wird von den Kindern verspottet, da er nach Schweinestall riecht und einen Gehfehler hat. Nur Teresa, die Tochter des Seilmachers, verbringt ihre Freizeit, vor ihrem Vater verheimlicht, mit ihm. Als im Jahr 1942 auf Anordnung von Mussolini 36 Juden im Dorf untergebracht werden, ist er von dem gleichaltrigen Nicolas fasziniert. Denn dieser ist genau das Gegenteil von Davide. Er freundet sich mit ihm an und Nicolas Vater unterrichtet Davide im Lesen und Schreiben. Doch bald verlieren sich die Freunde durch unvorhersehbare Ereignisse aus den Augen. Es vergehen Jahre, bis sie sich wieder begegnen werden.
Mit einem einfühlsamen Schreibstil erzählt Gianni Solla die Geschichte einer Freundschaft. Eindrucksvoll beschreibt er die Entwicklung Davide's von einem Ausgestoßenem seines Dorfes zu einem selbständigen und selbstbewussten jungen Mann, der sein Leben in die eigene Hand genommen hat. Dem es gelungen ist, den Zwängen seiner Herkunft zu entfliehen.
Es ist ein sehr berührendes Buch mit authentischen und nachvollziehbaren Charakteren. Es hat mir unterhaltsame Lesestunden bereitet. Gerne empfehle ich es weiter. 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 24.08.2024

Erfordert Konzentration beim Lesen

Nur nachts ist es hell
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In einem nüchternen und sachlichen Ton erzählt Elisabeth in einem Brief an ihre Großnichte ihr Leben. Dabei berichtet sie auch über zwei erlebte Weltkriege und über die Schwierigkeit, Anfang des 19. Jahrhunderts ...

In einem nüchternen und sachlichen Ton erzählt Elisabeth in einem Brief an ihre Großnichte ihr Leben. Dabei berichtet sie auch über zwei erlebte Weltkriege und über die Schwierigkeit, Anfang des 19. Jahrhunderts Medizin zu studieren und Ärztin zu werden. Denn zu wissenschaftlichem Denken waren Frauen schließlich nicht befähigt. Jetzt, im vorgerückten Alter, kann sie mit Abstand und Verständnis auf die Vergangenheit sehen.
Es könnte ein sehr interessantes und kurzweiliges Buch sein, wenn die Autorin die Zeiten nicht so wirr durcheinander hopsen lassen würde. Es gehörte schon sehr viel Konzentration dazu, alles auf die richtige Reihe zu bringen. Auch die Briefform wirkte auf mich befremdlich. Zumal mir lange nicht klar war, wen die Schreiberin mit ihrer Anrede meinte.
Die Handlung ist sehr gut recherchiert, jedoch kam durch den konfusen Schreibstil keine richtige Spannung auf. Ebenso fehlte es mir dadurch an der nötigen Tiefe. Leider konnte mich dieses Buch, trotz des flüssigen Schreibstils, nicht fesseln.
Mein Fazit:
Sicher wird dieses Buch seine Liebhaber finden. Mich konnte es nicht ganz überzeugen. 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 24.08.2024

Ein Buch gegen das Vergessen

Das Versprechen eines neuen Tages
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in das Süddeutsche KZ Erlenbach deportiert. Hier muss sie unter den extremsten Bedingungen im geheimen Flugzeugbauwerk der Firma Messerschmitt arbeiten. Der junge Gefreite Konrad, der als Flugzeugwart ...

in das Süddeutsche KZ Erlenbach deportiert. Hier muss sie unter den extremsten Bedingungen im geheimen Flugzeugbauwerk der Firma Messerschmitt arbeiten. Der junge Gefreite Konrad, der als Flugzeugwart arbeitet, verliebt sich in sie und möchte ihr zur Flucht verhelfen. Doch noch bevor diese in die Tat umgesetzt werden kann, befreien die Amerikaner die im Lager inhaftierten Frauen. Konrad und Betti verlieren sich aus den Augen. Erst 15 Jahre später sehen sie sich in England wieder.
Basierend auf wahren Begebenheiten ist dieser Roman ein Stück Zeitgeschichte. Realhistorische sowie fiktive Personen und Geschehen sind gekonnt miteinander verwoben. Die einzelnen Charaktere wirkten auf mich authentisch und nachvollziehbar. Der Autorin ist es gelungen, das Elend der verschleppten Frauen glaubwürdig in Szene zu setzen. Und so habe ich mit Betti mitgelitten und auch, soweit das möglich war, mitgehofft. Dorothea Morgenroth führt mit einem flüssigen Schreibstil durch dieses Buch.
Mir hat dieser Roman unterhaltsame Lesestunden bereitet. 3 Sterne.

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