Absolut lesenswert
Süddeutschland, 1945: In den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs arbeitet die Ungarin Betti als jüdische Zwangsarbeiterin in einem geheimen Flugzeugbauwerk. Dort lernt sie Konrad, einen jungen Deutschen ...
Süddeutschland, 1945: In den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs arbeitet die Ungarin Betti als jüdische Zwangsarbeiterin in einem geheimen Flugzeugbauwerk. Dort lernt sie Konrad, einen jungen Deutschen kennen, der im selben Werk als Flugzeugwart angestellt ist. Obwohl sie sich aufgrund der Sprachbarriere, sowie der offensichtlichen Umstände kaum verständigen können, entwickeln die zwei eine Zuneigung zueinander.
Das junge Mädchen erlebt die schlimmsten Dinge: sie muss den Verlust geliebter Menschen verkraften und ist täglich den Demütigungen und den Grausamkeiten der Aufseher ausgesetzt. Hunger, Schmerz und Angst sind ihr ständiger Begleiter.
Doch wie durch ein Wunder überlebt sie die Zeit im Lager und erlebt die Befreiung durch die Alliierten.
Jahre später- inzwischen ist sie ca. 30 Jahre alt - lebt sie nun bei ihrem Onkel in einem kleinen Dorf in England und arbeitet in seinem Geschäft. Sie kann ihren Augen kaum trauen, als sie eines Tages einen Brief von Konrad - dem Mann, der ihr damals zur Flucht verhelfen wollte - in den Händen hält.
Können die zwei nach so vielen Jahren die Vergangenheit mit all dem Erlebten überwinden und gemeinsam ein neues Kapitel in ihrem Leben aufschlagen?
Ein sehr berührender und packend geschriebener Roman, der einem sehr nahe geht. Und so sollte es auch sein, denn wir dürfen niemals vergessen, was damals passiert ist. Zum einen, um den Menschen von damals zu gedenken, aber auch, damit wir nicht zulassen, dass sich so etwas wie damals noch einmal in der Geschichte der Menschheit wiederholt. Diese Art von Gedankengut darf keinen Platz in unserer Gesellschaft haben.
Ich bin der Autorin dankbar, dass sie sich der schwierigen Aufgabe, einen Roman zu dieser Thematik zu schreiben, nicht entzogen hat.