Der eigene Weg
Das unehrenhafte MädchenDie Handlung führt nach Innsbruck in eine Zeit, in der vieles festgelegt ist. Im Mittelpunkt steht eine junge Frau, die ihrem Umfeld vertraut und davon ausgeht, dass die für sie geplante Ehe ein guter ...
Die Handlung führt nach Innsbruck in eine Zeit, in der vieles festgelegt ist. Im Mittelpunkt steht eine junge Frau, die ihrem Umfeld vertraut und davon ausgeht, dass die für sie geplante Ehe ein guter Schritt ist. Doch schon nach kurzer Zeit zeigen sich erste Risse. Es ist der dritte Band der Reihe um die Töchter aus Innsbruck. Jeder Band erzählt eine eigene Geschichte, daher fällt der Einstieg auch ohne Vorkenntnisse leicht.
Schon bald wird klar, wie wenig Raum Josefa für eigene Entscheidungen hat. Die Verbindung zu dem wohlhabenden Geschäftsmann wirkt nach außen passend, entwickelt sich aber anders als gedacht. Ihr Wunsch, sich mit Kunstgeschichte zu beschäftigen, hat in diesem Leben keinen Platz.
Mit der Zeit wird alles schwerer. Der Druck wächst. Es wird deutlich, was von ihr erwartet wird. Auch die Schwangerschaft macht die Lage nicht einfacher.
Dann begegnet sie jemandem, der ihr zuhört. Das ist neu für sie. Es verändert etwas, langsam. Zum ersten Mal wirkt es so, als könnte es auch anders gehen.
Die Geschichte bleibt nah bei Josefa. Es geht ruhig zu. Vieles passiert nach und nach.
Zum Ende hin wird es ernster. Die Entscheidungen passen zu dem, was vorher war.
Der Stil ist einfach und gut lesbar. Man findet sich gut zurecht, ohne lange Erklärungen.
Am Ende bleibt eine Geschichte über ein Leben, das so nicht geplant war, und über den Versuch, daran etwas zu ändern.
5 Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die fesselnde historische Geschichten mögen, die nah an den Figuren.