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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.04.2023

Aufwühlend und fesselnd

Geteiltes Land – Zwischen Verlust und Liebe
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Während sich der erste Band „Zwischen Angst und Freiheit“ hauptsächlich um Gesine dreht, begleitet der Leser in diesem zweiten Teil der Trilogie nun Sonja in Ost-Berlin. Es ist das Jahr 1964. Gesine ist ...

Während sich der erste Band „Zwischen Angst und Freiheit“ hauptsächlich um Gesine dreht, begleitet der Leser in diesem zweiten Teil der Trilogie nun Sonja in Ost-Berlin. Es ist das Jahr 1964. Gesine ist inzwischen im Westen und setzt alle ihr verfügbaren Mittel in Bewegung, um über den Verbleib ihrer angeblich tot geborenen Tochter mehr zu erfahren. Indessen wird Sonja vom Geheimdienst überwacht. Ein Familienmitglied ist auf sie angesetzt, von dessen Auftrag jedoch Sonjas Mutter Lotte und sie nichts ahnen.
Auch diese Fortsetzung hat es in sich. Sie ist emotional aufwühlend und unglaublich fesselnd. Es ist kaum vorstellbar, wie die Menschen unter der Diktatur und stetigen Beobachtung zu leiden hatten. Jeder Nachbar, sogar jedes Familienmitglied konnte ein Spitzel des Regimes sein. Und ohne Angabe von Gründen konnte jeder inhaftiert und weggesperrt werden.
Atemlos und voller Spannung habe ich Sonjas Weg durch die Unmenschlichkeit der Staatssicherheit gelesen. Der leichte und flüssige Schreibstil der Autorin sowie die relativ kurzen Kapitel ließen mich das Buch nicht aus der Hand legen und auf einen Rutsch lesen.
Mein Fazit:
Eine Fortsetzung, die sich lohnt zu lesen und auch ohne Kenntnis des ersten Teiles verständlich ist.
5 Sterne und eine ausgesprochene Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 27.04.2023

Ein tief ergreifender Roman aus den 1940er Jahren

Sehnsucht nach Glück
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Dieses Buch trägt den Leser in das Jahr 1945, in die letzten Wochen des zweiten Weltkrieges. Annie Neumann arbeitet im Lazarett als Rotkreuzhelferin. Bis sie nach dem Einrücken der Amerikaner in ihre Gefangenschaft ...

Dieses Buch trägt den Leser in das Jahr 1945, in die letzten Wochen des zweiten Weltkrieges. Annie Neumann arbeitet im Lazarett als Rotkreuzhelferin. Bis sie nach dem Einrücken der Amerikaner in ihre Gefangenschaft gerät.
In 29 Kapiteln, die in einzelne Abschnitte unterteilt sind, erzählt Rebecca Maly die Geschichte der Familie Neumann, die in Mülheim in einer kleinen Bergbausiedlung lebt. Dabei werden in Rückblicken Geschehen aus den letzten 12 Jahren im Leben der einzelnen Protagonisten anschaulich und detailliert dargestellt. Die Handlung ist aufwühlend, mitreißend und hochemotional. Das Leben, die Ängste und die Schrecken des Krieges sowie die Gewalttätigkeiten der SA hat die Autorin bildgewaltig beschrieben. Auch hatte ich die zerbombte Stadt plastisch vor meinen Augen. Die relevanten Charaktere sind einfühlsam und ausdrucksstark gezeichnet. Dadurch war es mir möglich, mich jederzeit in sie hineinversetzen zu können. Mit einem leichten und handlungsorientierten Schreibstil führt die Autorin durch diesen Roman, bei dem die Zustände zum Ende des Krieges penibel recherchiert wurden.
Mein Fazit:
Eine spannungsgeladene Geschichte, die es mir schwer machte, das Buch aus der Hand zu legen. Jetzt freue ich mich auf weitere Bücher der „Töchter des Ruhrpotts“-Reihe. Voller Überzeugung gebe ich dieser Lektüre 5 wohlverdiente Sterne und eine ausdrückliche Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 26.04.2023

Eine fesselnde Geschichte voller Geheimnisse

Feuer auf den Bergen
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Dieses Buch erzählt die Geschichte eines Jungen, der nach einer häuslichen Tragödie mit seinem Halbwolf „Hund“ in den Bergen Zuflucht und dort im Wald zu überleben versucht. Unter dramatischen Umständen ...

Dieses Buch erzählt die Geschichte eines Jungen, der nach einer häuslichen Tragödie mit seinem Halbwolf „Hund“ in den Bergen Zuflucht und dort im Wald zu überleben versucht. Unter dramatischen Umständen lernt er Luce kennen, die in einem versteckten Haus mit ihrem Vater und dem Bruder Klaus lebt. Sie sind Schmuggler, die auf geheimen Pfaden ihr Leben riskieren. Jahre später wird ein Kind in den Bergen vermisst. Jan macht sich auf, den Jungen zu finden. Doch die Zeit eilt.
Dieser Roman wird in zwei Zeitzonen erzählt. Einmal erlebt der Leser das Leben von Luce und dem Jungen, dann schwenkt die Handlung wieder auf Jan in der Gegenwart um. Es ist eine fesselnde Geschichte, voller Geheimnisse, die sich schließlich am Ende auflösen. Lange bleibt im Unklaren, was mit der Familie des Jungen geschah. Die Protagonisten sind authentisch und nachvollziehbar beschrieben. Auch ist es der Autorin gelungen, die Gegend in den Bergen anschaulich und bildhaft zu zeichnen und die Verhältnisse der damaligen Zeit in Südtirol darzustellen. Mit einem lockeren und leichten Schreibstil führt Romina Casagrande durch diesen Roman.
Mein Fazit:
Eine spannende Geschichte, die mir wundervolle Lesestunden bereitet hat. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 26.04.2023

Ein bewegender Auftakt der Sturmjahre-Saga

Sturmjahre
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Das Buch führt den Leser nach Schottland in das Jahr 1917 bis 1918. Der erste Weltkrieg tobt und drei Brüder von Bonnie kämpfen in Frankreich. Bonnie arbeitet in einem von ihrem Heimatort weit entfernten ...

Das Buch führt den Leser nach Schottland in das Jahr 1917 bis 1918. Der erste Weltkrieg tobt und drei Brüder von Bonnie kämpfen in Frankreich. Bonnie arbeitet in einem von ihrem Heimatort weit entfernten Krankenhaus und versorgt die verwundeten Soldaten. Eines Tages entdeckt sie unter den Patienten ihren Bruder Archie, der mit weiteren seiner Kameraden verwundet eingeliefert wurde. Unter diesen befindet sich auch Connor, der von Bonnie sofort verzaubert ist. Doch Connor trägt ein dunkles Geheimnis mit sich.
Dieser Roman hat mich schon ab der ersten Seite in seinen Bann gezogen. Er handelt von der Großfamilie Dennons, die in einem abgelegenen Cottage lebt. Hier ist Zusammenhalt und Vertrauen das höchste Gebot um die Herausforderungen des Krieges zu meistern.
Anschaulich beschreibt die Autorin die Natur sowie das karge Leben der Menschen. Die fesselnde Handlung ist geprägt von unvorhersehbaren Wendungen. Die relevanten Charaktere sind bildhaft beschrieben und mit Fortlauf der Handlung erfährt der Leser nach und nach von der Vergangenheit der Soldaten an der Front. So bleibt die Spannung erhalten und es fiel mir schwer, die Lektüre aus der Hand zu legen. Denn ich wollte ja unbedingt wissen, wie es weiter geht. Durch den flüssigen und lockeren Schreibstil von Lia Scott flogen die Seiten nur so dahin.
Fazit:
Ein überaus bewegender Auftakt der Saga, deren Fortsetzung ich nun entgegenfiebere. 5 Sterne und eine ausgesprochene Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 25.04.2023

Ein Ausflug in die Jüngere Eisenzeit

Salzberggöttin
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Jutta Leskovar schildert uns in ihrem Roman "Salzberggöttin" einen Auszug aus dem Leben von Reni, der Tochter von Sina, der Bergherrin, und ihrem Vater Hiram.
Ihr Bruder Tolan bringt von einer 3jährigen ...

Jutta Leskovar schildert uns in ihrem Roman "Salzberggöttin" einen Auszug aus dem Leben von Reni, der Tochter von Sina, der Bergherrin, und ihrem Vater Hiram.
Ihr Bruder Tolan bringt von einer 3jährigen Italienreise seinen Freund Arnu mit. Durch die Schilderung von dessen Eindrücken bei seiner Ankunft in Tolans Heimat wird man mit den Gewohnheiten, Eigenheiten und Lebensumstände der Bewohner des Hochtal am Salzberg vertraut.
In einer bildhaften Sprache wird der Leser in die Geschichte mit eingebunden.
Sobald sich in der dörflichen Lebensgemeinschaft ein Problem auftut, wird es mit der Berggöttin in Verbindung gebracht. So haben sich schon in der Vergangenheit Erklärungen für alles gefunden, was in in dieser Zeit logisch nicht nachzuvollziehen war.
Geschickt werden die Liebesgeschichte zwischen Reni und Arnu, der Ausbruch von Tolan aus der Familie und die Naturkatastrophe miteinander verbunden und man will als Leser das Buch nicht wieder aus der Hand legen.
Aus diesem Grunde gebe ich dem Buch 5 Sterne und eine ausdrückliche Leseempfehlung.

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