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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.06.2024

Ein fesselnder Roman über das Staufenberg-Attentat

Ein schwarzer Tag im Juli
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Dieses Buch ist so anders als all die Filme und Bücher, die ich bisher über dieses Thema gekannt habe. Denn die Ereignisse vom 20. Juli 1944, sowie die der vorhergehenden Wochen, werden aus der Sicht einer ...

Dieses Buch ist so anders als all die Filme und Bücher, die ich bisher über dieses Thema gekannt habe. Denn die Ereignisse vom 20. Juli 1944, sowie die der vorhergehenden Wochen, werden aus der Sicht einer normalen Familie erzählt.
Es ist ein Roman, der mich sofort gefesselt hat. Obwohl mir die damaligen Ereignisse wohlbekannt sind, hatte ich das Gefühl, alles ganz neu zu erleben. Tief bin ich in die damalige Zeit eingetaucht, habe mit den Protagonisten mitgehofft und mitgefiebert. Lebensecht und authentisch sind die einzelnen Charaktere beschrieben und verleihen der fesselnden und perfekt recherchierten Handlung eine nachvollziehbare Lebendigkeit. Fiktive und realistische Personen und Geschehen sind meisterhaft miteinander verwoben. Durch die flüssige Schreibweise der Autorin flogen die Seiten nur so dahin.
Mein Fazit:
Interessierten Lesern, die die Geschehen um das Staufenberg-Attentat aus einer neuen Sicht kennenlernen möchten, kann ich dieses Buch ans Herz legen. Überzeugt vergebe ich 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 16.06.2024

Ein absolutes Lesehighlight

Savannah – Aufbruch in eine neue Welt
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Schwanger durch eine Vergewaltigung wird die junge Nellie Bernstein von ihrem Vater des Hauses verwiesen. Verzweifelt versucht sie, bei ihren ihr unbekannten Verwandten Zuflucht zu finden. Sie erfährt ...

Schwanger durch eine Vergewaltigung wird die junge Nellie Bernstein von ihrem Vater des Hauses verwiesen. Verzweifelt versucht sie, bei ihren ihr unbekannten Verwandten Zuflucht zu finden. Sie erfährt von James Oglethorpe, der mutige Menschen sucht, die mit ihm eine Kolonie in der Wildnis Amerikas gründen wollen. Nellie wagt es und schließt sich den Auswanderern an.
In diesem ersten Band der Südstaaten-Saga durfte ich Nellie durch die Jahre 1732 bis 1740 begleiten. In kurzen und gut zu lesenden Kapiteln beschreibt die Autorin den Kampf der Menschen, in einer fremden und gefahrvollen Welt Fuß zu fassen, unberührtes Land zu besiedeln und urbar zu machen. Unbekannte Klimaverhältnisse und Krankheiten fordern immer wieder ihren Tribut. Tagtäglich muß Nellie erneut für ihr Zuhause kämpfen. Verluste, die auch für den Leser schwer zu ertagen sind und mir mehr als nur einmal die Tränen in die Augen trieben, lassen Nellie auf Dauer nicht verzweifeln, sondern sie immer nur nach vorne schauen.
Malou Wilke hat die einzelnen Charaktere bildhaft und authentisch in Szene gesetzt. Realhistorische und fiktive Personen hat sie gekonnt miteinander verwoben. Die spannende Handlung, durch die sie mit einem sehr flüssigen Schreibstil führt, ließ mich das Buch nur widerwillig und kurz aus der Hand legen. Jetzt fiebere ich ungeduldig der Fortsetzung entgegen, die Ende Dezember 2024 erscheinen soll. Denn diese Auswanderergeschichte hat mich ab der ersten Seite dermaßen gefesselt, wie es nur wenigen Büchern bisher gelang.
5 Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 11.06.2024

Fesselnd

Ich finde dich wieder
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Tom hat das Auto gefahren, in dem sein kleiner Sohn Josh bei einem Unfall ums Leben kam. Aus heiterem Himmel erhält jetzt eine E-Mail mit den Worten "Dein Sohn lebt". Auch wenn Tom es erst für einen bösen ...

Tom hat das Auto gefahren, in dem sein kleiner Sohn Josh bei einem Unfall ums Leben kam. Aus heiterem Himmel erhält jetzt eine E-Mail mit den Worten "Dein Sohn lebt". Auch wenn Tom es erst für einen bösen Scherz hält, so kommt er schließlich auf den Gedanken, dass dieses stimmen könnte. Jetzt will er nur noch eines: seinen kleinen Sohn finden.
Mark Miller hat mit diesem Buch einen fesselnden und aufwühlenden Thriller geschrieben, der unter die Haut geht. Die Handlung schont in keinster Weise die Nerven des Lesers, wenn Tom, der nichts mehr zu verlieren hat, sämtliche Grenzen überschreitet.
Dieses Buch hat mir Herzklopfen und Gänsehaut verursacht. Und so habe ich es auf einen Rutsch gelesen, denn es war mir unmöglich, es aus der Hand zu legen.
Wer spannende Thriller liebt, die unter die Haut gehen, ist mit diesem Buch bestens bedient.
5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 08.06.2024

Sehr lesenswert

Verrücktes Blut
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Der mir durch den Kölner Tatort bekannte deutsche Arzt und Schauspieler erzählt in seiner Autobiografie über seine Kindheit und Jugend, bis hin zu seinem Studium der Medizin.
Aufgewachsen in den 1950er ...

Der mir durch den Kölner Tatort bekannte deutsche Arzt und Schauspieler erzählt in seiner Autobiografie über seine Kindheit und Jugend, bis hin zu seinem Studium der Medizin.
Aufgewachsen in den 1950er Jahren in einem kleinen Ort im Westerwald muss er von Kindheit an mit auf dem Bauerhof seiner Eltern arbeiten. Schläge und Demütigungen, nicht nur von seinen Eltern, sind an der Tagesordnung. Liebe und zärtliche Aufmerksamkeit in der Familie ein Fremdwort. Das Gymnasium darf er nur besuchen, wenn er weiterhin seine gesamte Energie in die Arbeit auf dem Bauernhof einbringt. Uwe, der 13 Jahre ältere Pflegesohn in der Familie mißbraucht ihn und Joe kann sich niemandem anvertrauen. So ist es kein Wunder, wenn er schließlich als junger Erwachsener gegen alles rebellieren wird.
Joe Bausch hat seine persönlichen Erinnerungen glaubhaft und nachvollziehbar aufgezeichnet. Er gewährt dem Leser Einblicke in eine Kindheit, wie sie auf dem Dorf in der Nachkriegszeit alltäglich war. Denn auch ich kann so einiges davon aus eigener Erfahrung bestätigen. Mit seiner bildhaften Schreibweise ließ mich der Autor schnell an seinem Leben teilhaben, und so konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, sondern musste es auf einen Rutsch durchlesen.
Freunde von Autobiografien werden an diesem Buch ganz sicher Gefallen finden. Ich empfehle es sehr gerne weiter und vergebe 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 04.06.2024

Die Geburtsstunde des Christopher Street Days

Pride began on Christopher Street
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Wer kennt ihn nicht, den Christopher Street Day? Den bunten Umzug von Angehörigen der queeren Community? Doch die wenigsten wissen, wie er seinen Anfang nahm. Und darum geht es in diesem Buch. Alles beginnt ...

Wer kennt ihn nicht, den Christopher Street Day? Den bunten Umzug von Angehörigen der queeren Community? Doch die wenigsten wissen, wie er seinen Anfang nahm. Und darum geht es in diesem Buch. Alles beginnt im Jahr 1969 in New York. Gleichgeschlechtliche Beziehungen sind per Gesetz noch immer strengstens verboten und die Einhaltung wird durch die Polizei und Justiz penibel überwacht. Diese schreckt auch nicht davor zurück, Gewalt einzusetzen.
Sensibel und emotional erzählt das Autoren-Team Handel/Suchanek die Geschichte einer sehr außergewöhnlichen gleichgeschlechtlichen Liebe, die unter die Haut geht. Und um den Kampf, endlich anerkannt und gleichbehandelt zu werden.
Die einzelnen Charaktere sind sehr detailliert und lebensecht beschrieben, so dass man sie zu kennen glaubt und mit ihnen die Gefühle teilen kann. Interessante Ereignisse und Wendungen geben der Geschichte Spannung, so dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Durch den flüssigen Schreibstil flogen die Seiten nur so dahin.
Mich hat diese wunderschöne und perfekt recherchierte Geschichte sehr berührt und teilweise auch zu Tränen gerührt. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung! 5 Sterne.

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