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Veröffentlicht am 25.09.2024

Zweite Chancen und mehr

Window Shopping – Eine weihnachtliche Versuchung
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Kurz vor Weihnachten in New York, bei einem Bummel durch die vorweihnachtliche Stadt wird die junge Stella vom Schaufenster des großen Luxuskaufhauses Vivant angezogen. Während sie in Betrachtung des blinkenden ...

Kurz vor Weihnachten in New York, bei einem Bummel durch die vorweihnachtliche Stadt wird die junge Stella vom Schaufenster des großen Luxuskaufhauses Vivant angezogen. Während sie in Betrachtung des blinkenden Grauens versunken ist, wird sie von einem gutaussehenden Mann mit Weihnachtsfliege angesprochen. Als dieser sie nach ihrer Meinung zum Schaufenster fragt, gibt Stella offen und ehrlich zu, dass sie es wirklich abscheulich findet. Was Stella nicht weiß, vor ihr steht der Geschäftsführer des Vivant Aiden Cook, der kuzerhand beschließt, die Stelle als Schaufensterdekorateurin auszuschreiben und somit Stella eine Chance auf ihren Traumjob gibt, die sie auch ergreift. Doch nicht nur der Job ist ein Traum, sondern auch Aiden, wenn er nur nicht ihr Chef wäre.
Mit Window Shopping habe ich den für mich ersten Roman der Autorin Tessa Bailey und auch den ersten Weihnachtsroman des Jahres gelesen.
Tessa Bailey wirft ihren Leser gleich mitten in die Handlung und wir beginnen die Geschichte gemeinsam mit Stella und Aiden vor dem weihnachtlichen Schaufenster. Die Autorin beweist hier gleich von Beginn an ein Gefühl für witzige Dialoge und besticht mit ihrem lebendigen, humorvollen Schreibstil.
Das Vivant und deren Angestellte bieten ein wunderbares Setting für dieses weihnachtliche Buch, das einfach Spaß macht, man hat hier einfach das Gefühl, gemeinsam mit Stella durch dieses gigantische Kaufhaus zu wandern.
Aber natürlich geht es in erster Linie um die sich anbahnende Beziehung zwischen Stella und Aiden. Doch diese ist zwischen Geschäftsführung und Angestellten des Vivant nicht gestattet. Das wird natürlich ein hin und her zwischen den beiden, da die Anziehungskraft natürlich auf Gegenseitigkeit beruht.
Gut gefallen hat mir die Idee der Schaufensterdekoration und wie diese eigentlich wirklich auf Käufer wirkt und wie man geschickt mit diesem Konzept Kunden zum Kauf verlocken kann. Klar, ist dieses bekannt, war aber trotzdem noch einmal sehr interessant zu lesen.
Stella ist eine junge Frau, die aufgrund ihrer toxischen Freundschaft zu ihrer besten Freundin einen fatalen Fehler begangen hat und dafür büßen musste. New York ist für sie in jeder Hinsicht ein Neuanfang und Aiden ein großes Wunder, nicht nur weil er ihr die Chance auf ihren Traumjob gibt, sondern auch weil er sie akzeptiert, wie sie ist, ohne zu mäkeln. Ich fand sie durchaus sympathisch, aber so richtig konnte ich sie mir nicht mit diesem Mann vorstellen. Aber Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich an und das passte hier wirklich zu den beiden. Aiden ist groß, stattlich, trägt Anzug und Fliege, Stella trägt Springerstiefel und zerrissene Strumpfhosen. Ich fand diese Mischung schon recht witzig in meiner Vorstellung.
Die Nebencharaktere haben mir hier übrigens auch richtig gut gefallen, allen voran Abteilungsleiterin Jordyn und Hausmeister Seamus und ich hoffe ja irgendwie, noch weitere Stories aus dem Vivant lesen zu dürfen.
Mein Fazit: Mit Window Shopping hat Autorin Tessa Bailey einen humorvollen Roman geschrieben, der kurzweilige Unterhaltung bietet. Trotz allem Humor gibt es aber auch einen gewissen Tiefgang, mit Hinblick auf Stellas Vergangenheit und ihre unbeschreibliche Chance auf diesen Neuanfang. Ein wahres Weihnachtswunder in Form eines Fliege tragenden Traummannes namens Aiden, der ohne Vorurteile handelt, auch wenn er natürlich auf Stella steht, und ihr diese Chance gibt. Weihnachtsfeeling in New York.

Veröffentlicht am 25.09.2024

Grumpy meets Sunshine und doch anders

Just Some Stupid Love Story - Die Wette mit dem Ex
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In der Highschool waren Seth und Molly ein Traumpaar, bis Molly an ihrem Abschluss aus heiterem Himmel mit Seth Schluss machte. Seitdem sind fünfzehn Jahre vergangen und bei einem Klassentreffen, zu dem ...

In der Highschool waren Seth und Molly ein Traumpaar, bis Molly an ihrem Abschluss aus heiterem Himmel mit Seth Schluss machte. Seitdem sind fünfzehn Jahre vergangen und bei einem Klassentreffen, zu dem Molly von ihren Freundinnen überredet werden musste, treffen die beiden wieder aufeinander. Während Molly Drehbücher für RomComs schreibt, ist Seth Scheidungsanwalt geworden. Molly glaubt nicht an die Liebe, Seth ist hoffnungslos romantisch. Als die beiden sich bei dem Klassentreffen dann wider Erwarten näher kommen, prallen Welten aufeinander. Bei einem Gespräch kommen sie auf eine Wette, die absolut außergewöhnlich ist, beide sollen das Schicksal von fünf zuvor auserwählten Paaren vorhersagen. Wer mit seinem Tipp richtig liegt, bekommt einen Punkt, wer die meisten Punkte hat, gewinnt. Das aber ausgerechnet Molly und Seth das letzte Paar der Wette sind, macht die Sache nicht leichter.
Dieses superschöne, knallige Cover macht sofort neugierig auf das Buch und Grumpy meets Sunshine ist definitiv eins meiner Lieblingstropes.
Der Einstieg in den Roman fällt hier leicht, wir begeben und mit Molly aufs Klassentreffen und bekommen somit einen ersten Überblick auf bereits Vergangenes und auf die Gegenwart. Dabei erzählt Autorin Katelyn Doyle zwar locker und flüssig vom Geschehen, so dass man allein der Handlung mühelos folgen kann. Allerdings ist der Schreibstil irgendwie besonders und für eine RomCom ist auch der Humor schwierig, da Molly vor allem nach außen hin sehr zynisch wirkt. Was ich auch ein wenig gewöhnungsbedrüftig fand, ist, dass sich die Protagonisten, vor allem Seth, immer wieder auch an die Leser wandt. Das soll wohl den Leser noch mehr integrieren, passte aber nicht so richtig für mich.
Die Handlung umfasst einen Zeitraum von fünf Jahren, also genau die Zeit, in der die Wette zwischen Molly und Seth läuft. Dabei erleben wir aus wechselnder Perspektive zwischen diesen beiden Protagonisten, was in ihrem Leben passiert. Natürlich treffen sie auch immer wieder aufeinander, mal persönlich, mal nur über Mails oder am Telefon, doch der Kontakt zwischen ihnen bleibt bestehen. Sebstverständlich geschieht auch so einiges in ihren Leben, so möchte Seth die große Liebe finden, an die Molly nicht glaubt und Molly möchte ihrem Vater, der sie und ihre Mutter einfach von heute auf morgen verließ, gerne mal die Meinung sagen. Denn genau diese Handlung überschattet auch völlig Mollys Emotionen.
Insgesamt fand ich den Handlungsverlauf sehr amüsant, ganz besonders gelungen fand ich, dass der Trope Grumpy meets Sunshine mal aus genau der umgekehrten Perspektive erfolgte, denn hier war es einmal Molly, die den Grumpypart bekommen hat und Seht eine absolte Frohnatur ist.
Molly ist ein schwieriger Charakter, dem es schwerfällt, Menschen, in erster Linie Seth, an sich heranzulassen. Sie ist durch und durch zynisch, zumindest nach außen hin. Doch wir dürfen natürlich auch ihr Inneres kennenlernen und da muss auch eine Molly zugeben, dass sie sich heimlich das wünscht, an das sie nicht glaubt.
Seth hingegen glaubt, dass ein Leben mit seiner Traumfrau, einem Haus und Kindern genau das ist, was ihm fehlt, um glücklich zu werden. Dabei muss auch Seth lernen, dass es in erster Linie sein eigenes Leben ist, das für ihn die größte Bedeutung haben sollte.
Neben den beiden Protagonisten gibt es eine handvoll Nebencharaktere, bestehend aus Freunden der Beiden, die jeder für sich zwar sympathisch war, aber einfach deutlich im Hintergrund bleiben und lediglich immer wieder bei Seth und Molly für Denkanstöße sorgten.
Mein Fazit: Man muss sich durchaus auf Seth und Molly einlassen können, um diesen Roman zu lieben, denn die beiden spiegeln förmlich nach außen hin krasse Gegensätze zueinander, die Zynikerin und der extrem liebevolle Mann sind nicht immer leicht zu verstehen. Doch insgesamt fand ich die Message hinter der Geschichte, dass man sein persönliches Glück einfach in den Vordergrund stellen sollte, äußerst wichtig. Die Entwicklung der beiden hat mir gut gefallen und immer Mal wieder gab es auch Momente zum Schmunzeln. Wer Grumpy meets Sunshine mit erwachsenen Charakteren mag, sollte hier mal reinlesen.

Veröffentlicht am 25.09.2024

Von Superhelden und ungewöhnlichen Tüchern

The Extraordinaries – Neue Helden
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Wer hätte das gedacht, dass Nicks Traum mit einem Superhelden zusammenzusein wahr werden könnte. Aber genau das ist nun geschehen und Nick darf seine erste große Liebe mit einem Außergewöhnlichen erleben. ...

Wer hätte das gedacht, dass Nicks Traum mit einem Superhelden zusammenzusein wahr werden könnte. Aber genau das ist nun geschehen und Nick darf seine erste große Liebe mit einem Außergewöhnlichen erleben. Auch wenn sein Vater es immer wieder schafft, Nick in furchtbar peinliche Situationen zu manövrieren, ist er absolut glücklich. Doch dann tauchen plötzlich neue Extraordinaries in Nova City auf und nicht jeder, der außergewöhnliche Kräfte hat, nutzt diese, um Gutes zu tun. Plötzlich sehen sich Nick und seine Freunde vor neuen Gefahren und müssen es schaffen, Nova City und seine Einwohner zu beschützen.
Mit The Extraordinaries – Neue Helden erschien der zweite Band der Reihe um Nick und seine Freunde in Nova City. Da schon einiges im ersten Band offen gelegt wurde, versuche ich nach Möglichkeit nicht zu spoilern.
Der Einstieg beginnt ungefähr da, wo der erste Band aufgehört hat und ich würde hier wirklich jedem ans Herz lesen, die Bücher in der vorgegebenen Reihenfolge zu lesen, da hier nicht nur die Handlung aufeinander aufbaut, sondern auch die Entwicklung der Charaktere, vor allem die von Nick, unserem Protagonisten.
Wer Klune Bücher kennt, weiß, dass der Autor einen unheimlich guten, flüssigen und auch auf ganz besondere Art berührenden Schreibstil hat. Auch mit dem zweiten Band gelingt es ihm schnell, mich wieder zurück nach Nova City zu bringen.
Der erste Band hatte mir ganz gut gefallen und dementsprechend gespannt war ich nun auf die Fortsetzung. Diese fand ich sogar noch um einiges besser als Band eins. Vielleicht auch unter anderem, weil ich Nick mit all seinen Macken schon sehr gut kannte und zu lieben gelernt habe.
Mit viel Spannung und vor allem wieder mit Humor und peinlicher und dadurch witziger Situationskomik führt uns Klune durch seinen zweiten Band. Nun tauchen neuen Extraordinaries in der Stadt auf und diese haben ganz andere Absichten mit ihren Superkräften. Nick und seine Freunde versuchen gemeinsam herauszufinden, wer hinter den neuen Entwicklungen in der Stadt steckt und somit stehen wieder einmal ihre besondere Freundschaft im Mittelpunkt.
Neben dieser Entwicklung steht hier aber auch die erste große Liebe zwischen Nick und seinem Superhelden mit im Vordergrund, mit all seinen Peinlichkeiten, aber auch berührenden Momenten, die nunmal so eine erste große Liebe birgt. Natürlich mischt auch wieder Nicks Vater hier ordentlich mit und hat mich mit manch einer seiner Ideen zum Lachen gebracht. Was ich natürlich komisch fand, war für Nick und seinen Freund eher unangenehm und ich konnte mir sehr gut vorstellen, was in ihnen vorging.
Nick ist mir bereits im ersten Band sehr ans Herz gewachsen und dementsprechend leicht fiel es mir dieses Mal mich mit seinen liebenswerten Macken auseinanderzusetzen wesentlich leichter. Was mir im ersten Band noch leicht auf die Nerven ging, brachte mich hier immer wieder zum Schmunzeln.
Die besondere Dynamik zwischen Nick und seinen Freunden ist auch hier wieder ganz besonders dargestellt.. Freundschaft ist also auch hier wieder ein ganz zentrales Thema in Klunes Geschichte.
Mein Fazit: Mit dem zweiten Band der Extraordinaries hat mich Klune dieses Mal gleich von Anfang an fesseln können, was eventuell mit daran lag, dass mir seine außergewöhnlichen Charaktere bereits ans Herz gewachsen sind. Im Mittelpunkt stehen hier wieder Freundschaft und Zusammenhalt, denn gerade seine ungewöhnlichen Charaktere beweisen, dass sie zusammen einfach stärker sind. Spannend, actionreich und emotional – eine tolle Geschichte, die zu unterhalten und zu fesseln weiß und seinem Vorgänger gegenüber deutlich eine Schippe drauflegen kann. Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 25.09.2024

Perfekt für jüngere Klune Fans

The Extraordinaries – Die Außergewöhnlichen
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In einer Stadt mit Menschen mit aussergewöhnlichen Begabungen, so gennanten Extraordinaries zu leben, ist als gewöhnlicher gar nicht so leicht. Zumindest nicht für Nick Bell, der davon träumt, eines Tages ...

In einer Stadt mit Menschen mit aussergewöhnlichen Begabungen, so gennanten Extraordinaries zu leben, ist als gewöhnlicher gar nicht so leicht. Zumindest nicht für Nick Bell, der davon träumt, eines Tages seinem großen Idol, dem Superhelden Shadow Star zu begegnen und bis dahin einfach Fan Fictions über ihn schreibt. Das ausgerechnet das einmal wahr werden könnte, damit hätte Nick niemals gerechnet. Nun wünscht sich Nick nichts anderes als selbst ein Aussergewöhnlicher zu werden, so dass sich vielleicht doch Shadow Star in ihn verlieben könnte.
Mit The Extraordinairies erschien vor einer Weile ein neues Buch des Autors T.J. Klune, dessen Bücher ich in jeder Beziehung für etwas ganz besonderes halte. Mit diesem Band richtet er sich aber deutlich an eine jüngere Zielgruppe, zumindest ist das mein Eindruck, denn es geht hier auch unter anderem um Teenager.
Wie immer gelingt es dem Autor mit seinem Schreibstil direkt nach Nova City zu versetzen, allerdings konnte mich dieses Mal das Geschehen nicht gleich so fesseln. Denn anders als sonst, dreht sich hier erstmal alles um Nicks Gedanken und Gefühle. Dazu dürfen wir auch hin und wieder Auszüge aus seinen FanFics über Shadow Star lesen und ihn durch seinen Alltag begleiten.
Die Welt Nova City wurde gut dargestellt und man fühlte sich hier wirklich wie in einem typischen Superheldenroman. Die Handlung war zum großen Teil spannend, hin und wieder habe ich geahnt, wohin das alles läuft, aber zum Glück konnte mich Klune dann doch noch überraschen.
Dafür hat es für meinen Geschmack recht lange gedauert, bis die Geschichte für mich spannender wurde und mich fesseln konnte. Vielmehr legt Klune hier sein Augenmerk auf Nick und seine gesamte Entwicklung und natürlich auf die Probleme im Alltag von Jugendlichen. Es geht um die erste Liebe, um ein Coming Out, um Freundschaft und Beziehungen, unter anderem auch zu Eltern. Da hat es Nick nicht allzu leicht, denn nach dem plötzlichen Tod seiner Mutter steht auch Nicks Vater nun allein vor ganz neuen Herausforderung. Dieses wiederum führt zu der ein oder anderen äußerst skurrilen Situation, die den Leser immer wieder schmunzeln lassen. Auch wenn ich mich hier recht gut unterhalten fühlte, so würde ich sagen, richtet sich dieses Buch definitiv mehr an Teenager, die sich wahrscheinlich noch besser in Nick versetzen können.
Nick ist kein allzu einfacher Protagonist, denn nicht nur der Verlust seiner Mutter hat ihn geprägt, sondern auch sein ADHS wird immer wieder ein wichtiger Teil seiner Handlungen. So sind seine Gedanken immer wieder voller Sprüngen, mit denen man erstmal zurecht kommen muss. Im Laufe der Geschichte gewöhnt man sich aber immer mehr an all seine Macken und Nick wächst einem immer mehr ans Herz.
Neben Nick finden wir hier noch eine große Anzahl an bunten Personen, aus denen sich auch Nicks Clique zusammensetzt. Auch zu seinem besten Freund Seth besteht ein ganz besonderes Verhältnis und man spürt von Beginn an, dass die Chemie zwischen den beiden einfach stimmt.
Mein Fazit: Eine Geschichte über Superhelden, im wahrsten Sinne des Wortes, aber auch im Alltag. Die Geschichte richtet sich zwar deutlich an eine jüngere Zielgruppe, konnte mich aber dann doch noch gut unterhalten. Gerade mit seinen Charakteren, die so bunt sind wie das wahre Leben, konnte er mich begeistern. Die Freundschaft und der Zusammenhalt werden auch hier groß geschrieben und authentisch dargestellt. Die Geschichte lohnt sich auf jeden Fall!

Veröffentlicht am 25.09.2024

Romantasy mit Längen

Crown of Light and Darkness
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Das Land Lavandria ist gespalten in Licht und Dunkelheit, während die Menschen ihr Leben in ewiger Dunkelheit verbringen, leben die Sidhe auf der Sonnenseite des Lebens. Einmal im Jahr dürfen die Menschen ...

Das Land Lavandria ist gespalten in Licht und Dunkelheit, während die Menschen ihr Leben in ewiger Dunkelheit verbringen, leben die Sidhe auf der Sonnenseite des Lebens. Einmal im Jahr dürfen die Menschen gegen den König der Sidhe, Ronas, kämpfen, um die Sonnenkrone zu erhalten und damit Licht in ihr Reich zurückzubekommen. Auch die junge Astoria will in diesem Jahr in der Arena kämpfen, auch um Rache für den Tod ihrer Eltern zu nehmen, die vor ein paar Jahren in dieser Arena ums Leben kamen. Doch beim Kampf in der Arena geschieht etwas, dass Astoria nicht geahnt hätte und Ronas, der so skrupellos scheint, zeigt sich von einer ganz anderen Seite. Plötzlich müssen die beiden einander vertrauen und zusammenarbeiten, um ihrer beider Welten zu retten.
Das Cover ist zauberhaft, der Klappentext spannend, gerade dieses Enemies to Lovers reitzt mich immer wieder. Der Einstieg in diesen Romantasy Roman fällt leicht, denn Jana Schikorra erzählt leicht und flüssig ihre Geschichte, so dass man als Leser schnell eine Vorstellung über das Leben und die Welt der Charaktere bekommt.
Das Worldbuilding wird ausführlich dargestellt und durch Dialoge der Protagonisten teilweise erklärt. Was mich dabei allerdings störte, war, dass das auf die Spannung und das Tempo der Handlung drückte. Vieles, wie z. B. Kämpfe oder actionreiche Szenen wurden mir zu schnell abgehandelt und dafür wurden Gespräche zwischen den Protagonisten unheimlich lang. Für mich war es hier ein deutlich zu hoher Moment an Tell ohne Show, ich hätte mir mehr gewünscht, die Charaktere anhand ihrer Handlungen näher kennenzulernen. Nach einem besonderen Plottwist ändert sich dies aber und die Geschichte wurde wesentlich interessanter.
Die Grundidee – ist nicht unbedingt neu, aber Jana Schikorra baut hier durchaus auch eigene interessante Idee mit ein.
Der Enemies to Lovers Trope konnte mich nicht so richtig überzeugen, die Emotionen kamen für mich leider nicht so deutlich raus, als das ich die plötzliche Liebe zwischen den Protagonisten nachempfinden konnte. Auch die spicy Momente kamen für mich an dieser Stelle eher unpassend, aber das ist einfach Geschmackssache. Für mich hätte es in diesem Augenblick wesentlich dringlicheres zu erledigen gegeben.
Die Protagonistin Astoria scheint auf den ersten Seiten ein fest entschlossener, kämpferischer Mensch zu sein. Sie lebt für den Wunsch nach Rache, aber auch das verpufft leider recht schnell. Dabei hätte die Geschichte zwischen Astoria und Ronas wesentlich mehr Momente für Konflikte hergegeben. Die Spannung zwischen den beiden wurde für mich zu undeutlich, was ich schade finde, denn dadurch wäre auch in der Lovestory mehr Pfeffer gewesen. Ronas, ja, im ersten Moment kann ich gar nicht so viel zu ihm sagen, ausser dass er sich anders gibt, als er zu sein scheint. Inwieweit er der skrupellose Sidhe König ist, lass ich euch selbst herausfinden.
Richtig gut gefallen hat mir dafür Ronas bester Freund und Heilder der Sidhe, Rag, der mit frechen Dialogen und witzigen Momente die Geschichte auflockert.
Kiyan, der Antagonist, bleibt über weite Strecken recht blass, dabei hätten Momente aus seiner Perspektive bestimmt noch einmal mehr für Spannung gesorgt. Die Auflösung zu seinen Handlungen war glaubhaft und logisch gelöst.
Mein Fazit: Insgesamt war Crown of Light and Darkness ein New Adult Roman in Fantasygewandt, in deren Mittelpunkt die Geschichte um Astoria und Ronas steht, die mir aber insgesamt zu wenig an Emotionen bot, um mit den Charakteren mitfiebern zu können und nachvollziehen zu können, was die plötzliche Anziehung zwischen ihnen ausmacht. Ich glaube aber, dass diese Geschichte gerade für Einsteiger ins Romantasy Genre gute Unterhaltung bietet. Für mich war es eine Geschichte für zwischendurch, die sich gut lesen ließ, aber für mich zu wenig Tempo hatte.