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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.06.2024

Nach schleppendendem Beginn spannendes Kopfkino

Stars and Smoke
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Winter Young hat es geschafft und seinen Traum erfüllt, denn er ist einer der angesagtesten Popstars schlechthin und füllt mit seinen Konzerten riesige Arenen. Doch seit dem Tod seines großen Bruders Artie, ...

Winter Young hat es geschafft und seinen Traum erfüllt, denn er ist einer der angesagtesten Popstars schlechthin und füllt mit seinen Konzerten riesige Arenen. Doch seit dem Tod seines großen Bruders Artie, fühlt sich Winter mit nichts so richtig wohl. Seine Mutter hat sich seitdem völlig von ihm abgewandt und er fragt sich, ob das nun wirklich sein Traum war. Als er nach einem Konzert von Agenten der Panecea Group mehr oder weniger entführt wird, wird er gebeten, für sie undercover zu arbeiten. Eli Morrisson, gesuchter Drogenbaron, möchte für seine Tochter zum Geburtstag ein Privatkonzert von Winter und die Agenten wollen Winter als Spion einschleusen. An seiner Seite soll die jüngste Agentin der Gruppe, Sidney Cossette, bleiben und ihn unterstützen. Sidney glaubt zunächst noch, Winter sei eingebildet, doch schon bald muss sie ihre Meinung ein wenig revidieren.

Seit der Legend Reihe bin ich ein großer Fan der Autorin Marie Lu und ich habe mich unheimlich darüber gefreut, als ich entdeckt habe, dass ein neues Buch von ihr übersetzt wurde.
Stars and Smoke ist optisch sehr hübsch und ansprechend und die Geschichte versprach Spannung und Action. Marie Lus Schreibstil ist einfach locker, flüssig und absolut modern und passt dadurch auch ganz hervorragend zur Zielgruppe.
Der Einstieg zog sich ein klein wenig, für mich hätte durchaus schon etwas mehr Action zu Beginn auftreten dürfen, doch ab einem gewissen Punkt wird es dann auch definitiv spannender. Zunächst liegt der Fokus auf Winter, aber auch auf Sidney, die sich auf den ersten Blick völlig voneinander zu unterscheiden scheinen. Doch hinter Winter steckt viel mehr und auch Sidney ist nicht leicht zu durchschauen. Der Einstieg war also ein recht durchschaubarer, im typischen Young Adult Stil, geschriebener Roman. Ab circa Mitte des Buches gibt es dann eine Wendung, die dann auch wirklich die gesamte Story actionreicher werden lässt. Schmunzeln ließen mich die diversen Erfindungen im James Bond Junior Stil, wie Ohrringe mit Lautsprecherfunktion oder dem unauffälligen Auto.
Die Geschichte wird abwechselnd aus den Perspektiven der beiden Protagonisten erzählt, so dass man von beiden sehr viel erfährt, vor allem über ihre Gefühle und Gedanken.
Wie ich bereits erwähnte, unterscheiden sich die beiden schon von Grund auf. Winter ist der schöne, gefeierte Star, der sich scheinbar alles leisten kann. Wo hingegen Sidney aus ärmlichen Verhältnissen stammt und ihren Drang, kleinere Dinge mitgehen zu lassen, nur schwer bremsen kann. Die beiden liefern sich so manch einen Schlagabtausch, der mich schmunzeln ließ, da beide einfach fließend sarkastisch reden und damit auch genau meinen Humor treffen. Was natürlich schon der Klappentext verspricht, ist, dass sich die beiden trotz aller Unterschiede einander annähern. Die Nebencharaktere der Geschichte bleiben relativ im Hintergrund und sind im Grunde aber so weit ausgearbeitet, wie es für die Handlung nötig war.

Mein Fazit: Auch wenn das Buch ein wenig Zeit braucht, um wirklich spannend zu werden, habe ich die Geschichte rund um Winter und Sidney gerne gelesen. Marie Lu bietet hier ein, ab der Mitte, spannendes Kopfkino á la James Bond mit überraschenden Momenten. Die beiden Protagonisten fand ich sehr sympathisch und ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es mit ihnen weitergehen wird.

Veröffentlicht am 11.06.2024

Leider verwirrend und enttäuschend

Der Nachtläufer
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In einer norwegischen Kleinstadt geht die Angst um, denn die Überfälle in der Nacht häufen sich immer mehr. Der Nachtläufer hat bisher die Menschen verschont, doch Kommissar Feber ahnt, dass es über kurz ...

In einer norwegischen Kleinstadt geht die Angst um, denn die Überfälle in der Nacht häufen sich immer mehr. Der Nachtläufer hat bisher die Menschen verschont, doch Kommissar Feber ahnt, dass es über kurz oder lang auch zu Gewalt und Toten kommen muss. Eins haben allerdings alle Tatorte miteinander gemeinsam: an ihnen wurden mysteriöse Zahlenkombinationen zurückgelassen, mit denen niemand etwas anfangen kann. Der junge Meidel Jonsson, der bei seinem kürzlich verstorbenen Opa lebte, kämpft auch mit der Angst, allerdings nicht vor dem Nachtläufer, sondern vor seinem Vater, der bald aus dem Gefängnis entlassen werden soll.
So weit so gut, das ist ungefähr das, was auch der Klappentext dieses Krimis von sich gibt, allerdings bin ich extrem verwirrt, nachdem ich nun das Buch beendet habe und weiß eigentlich so gar nicht, was ich da überhaupt gelesen habe.
Im Nachhinein habe ich erfahren, dass dieses Buch im Original Band 2 ist, aber ehrlich gesagt, glaube ich nicht, dass ein erster Band mir beim Verstehen geholfen hätte.
Der Einstieg fiel mir noch sehr leicht, da dachte ich allerdings auch noch, dass dieser leicht verwirrende und unzusammenhängend wirkende Schreibstil aufgrund des sehr merkwürdigen jungen Mannes zustande kam. Aber weit gefehlt, denn der Schreibstil blieb leider so und es fiel mir extrem schwer, dem Inhalt zu folgen.
Die Perspektiven wechseln zwischen Meidel und dem Kommissar, auch wenn ich in der Regel solche Art Schreibstil super finde, weil man dabei einfach mehr erfährt, hat mich das hier noch einmal mehr verwirrt.
Der Fall klang spannend, doch über weite Teile des doch recht kurzen Buches kam einfach keinerlei Spannung auf. Stattdessen folgt man endlosen Gedanken rund um den Fall bei dem Kommissar (verständlich) und den wirren Gedanken des merkwürdigen Jungen. Bis jetzt habe ich das Gefühl, das Buch schlichtweg nicht verstanden zu haben.
Eigentlich mag ich die Atmosphäre in skandinavischen Krimis, aber auch diese kam hier nicht richtig auf, zwar fühlte sich die Stimmung bedrückend an, kam aber nicht richtig zum Tragen.
Die Charaktere waren für mich ähnlich verwirrend gezeichnet, denn es war einfach anstrengend, den Gedankengängen zu folgen, vor allem bei Meidel. Seine Handlungen waren für mich nicht immer nachvollziehbar und dadurch blieb auch er nicht greifbar für mich.
Kommissar Feber hätte ebenfalls viel mehr Raum nötig gehabt, um spannend oder interessant zu wirken. Auch hier hatte ich den Eindruck, dass dem Ganzen das gewisse Etwas fehlte und alles zusammenhanglos wirkte.
Mein Fazit: Leider konnte mich dieser Krimi so gar nicht fesseln oder überzeugen. Letzten Endes bleibe ich völlig verwirrt und irgendwie auch unzufrieden zurück, denn dieses Buch habe ich irgendwie gar nicht verstanden. Die gesamte Handlung, vor allem dieses Thema rund um die Nummern machte für mich irgendwie keinen richtigen Sinn. Letzten Endes ist alles Geschmackssache und dieses Buch war leider gar nichts für mich.

Veröffentlicht am 10.06.2024

Dornröschen und der Prinz

Anna O.
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Wir schreiben das Jahr 2019 in dem die fünfundzwanzigjährige Anna Ogilvy, in der Presse nur Anna O genannt, einer abscheulichen Tat beschuldigt wird. Sie soll auf einem Wochenendausflug ihre Freunde und ...

Wir schreiben das Jahr 2019 in dem die fünfundzwanzigjährige Anna Ogilvy, in der Presse nur Anna O genannt, einer abscheulichen Tat beschuldigt wird. Sie soll auf einem Wochenendausflug ihre Freunde und Geschäftspartner mit zwanzig Messerstichen getötet haben. Seitdem sind vier Jahre vergangen, vier Jahre, in denen Anna O schlief ohne einmal aufzuwachen. Denn Anna O soll ihre Tat während des Schlafwandelns begangen haben. Viele glauben an Annas Schuld, genauso viele aber auch an deren Unschuld. Doch nun soll Schlafexperte und forensischer Psychologe Benedict Prince dafür sorgen, Anna aus ihrem Schlaf zu erwecken.

Was für eine spannende Idee, ich war auf jeden Fall sofort neugierig als ich dieses Buch zum ersten Mal auf Englisch in der Buchhandlung sah. Umso mehr habe ich mich gefreut als ich es dann bereits auf Deutsch entdeckt habe.
Der Schreibstil des Autors Matthew Blake fand ich sehr überzeugend, das Buch liest sich leicht und flüssig und schnell war man in der Geschichte drin.
Diese wird aus unterschiedlichen Perspektiven und verschiedenen Zeitebenen erzählt. So erhält man als Leser einen Blick auf Anna O, das Dornröschen und dem forensischen Psychologen Benedict Prince, der Prinz. Allein diese Namensgebung fand ich übrigens sehr originell.
Im Großen und Ganzen folgt dieser Thriller einer konstanten Spannungskurve, wobei hin und wieder doch zu weit ausgeholt wurde und zwischen temporeichen Abschnitten immer mal wieder kleinere Längen entstanden. Man bekommt hier aber auch einen guten Einblick auf das Leben der Anna O und deren Familie, sowie einen Blick auf eine Tat, die genau zwanzig Jahre vor Annas Tat lag. Damals erstach eine Frau während des Schlafwandelns ihre Stiefkinder. Ob und wie es hier Zusammenhänge gibt, verrate ich an dieser Stelle aber nicht. Was die Spannung angeht, gab es neben zwischenzeitlichem Tempo auch noch den ein oder anderen Plottwist, von dem mich allerdings nicht alles überraschen konnte. Lediglich mit dem Ende hätte ich so nicht gerechnet.
Was ich richtig spannend fand, ist das Phänomen eines Körpers, der aus lauter Hoffnungslosigkeit aufgibt und wie bei Anna, in einen Schlaf fällt. Das nennt man Resignationssyndrom und soll vor allem bei Flüchtlingskindern in Schweden zu beobachten gewesen zu sein.
Die Charaktere fand ich spannend, man wusste eigentlich gar nicht, ob und wem man hier wirklich vertrauen kann. Psychologe Ben machte einen sehr sympathischen Eindruck und ich mochte seine Entschlossenheit Anna aufzuwecken und der Ursache des Schlafes auf den Grund zu gehen.
Anna ist ebenfalls ein spannender Charakter, aber im nicht schlafenden Zustand eine sehr berechnende Person, die alles andere als sympathisch wirkt.
Neben den Beiden gibt es eine Vielzahl weiterer Charaktere, die auch hin und wieder für interessante Wendungen verantwortlich sind. Die Ausarbeitung der Charaktere fand ich gut gelungen und spannend.

Mein Fazit: Insgesamt ein spannender Thriller mit kleineren Längen, die ich persönlich nicht zu störend empfand. Es gab hier einige sehr spannende Idee, allein das Thema Schlafwandeln fand ich richtig interessant. Auch die Charaktere, egal ob sympathisch oder nicht, waren vielschichtig und glaubwürdig. Mit Sicherheit gute Unterhaltung, auch wenn ich keine direkt schlaflosen Nächte hatte.

Veröffentlicht am 10.06.2024

Sorgt für Wohlfühlatmosphäre

Manhattan Law & Passion - Verbotene Gefühle
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Um über die Runden zu kommen und ihre kranke Mutter versorgen zu können, arbeitet Harper gleich in mehreren Jobs. Einer davon ist als Kellnerin in der In-Bar Flemings, in der vor allem die Reichen und ...

Um über die Runden zu kommen und ihre kranke Mutter versorgen zu können, arbeitet Harper gleich in mehreren Jobs. Einer davon ist als Kellnerin in der In-Bar Flemings, in der vor allem die Reichen und Schönen zu Gast sind. Als eine junge Frau von einem der Gäste genötigt wird, greift Harper mutig ein. Allerdings verletzt sich der junge Mann schwer und Harper wird wegen schwerer Körperverletzung verhaftet. Das wiederum ruft den Rechtsanwalt Richard auf die Bühne. Dieser steht vor einer steilen Karriere in seiner Anwaltskanzlei und einer der Seniorpartner bietet ihm an, Teilhaber zu werden. Doch dafür gibt es eine Bedingung: Richard muss ein geordnetes Leben, inklusive Ehefrau. Das wiederum stößt Richard hart auf, denn er glaubt einfach so gar nicht an die Liebe. Als er in der Bar mitbekommt, was Harper widerfährt, springt er kurzerhand als ihr Rechtsanwalt ein, denn so erhofft er sich nicht nur viel ansehen bei seinen Vorgesetzten, sondern auch in der Medienwelt. Aber auch wenn Richard nicht an die Liebe glaubt, geht Harper ihm doch etwas unter die Haut.

Ich bin im Prinzip kein allzu großer Romance Leser und im Prinzip nur mehr oder weniger zufällig über die Manhattan Law & Passion Trilogie aus der Feder von Autorin Sara Hill gestolpert.
Dafür gelang mir aber hier der Einstieg mühelos. Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig und versetzt den Leser schnell an Protagonistin Harpers Seite.
Aus wechselnder Perspektive in der Ich-Form verfolgt der Leser das Geschehen mal aus der Sicht Harpers, mal Richards. Dadurch lernen wir natürlich alle Gefühle und Gedanken der Beiden intensiv kennen und wissen somit auch mehr darüber, was in ihnen so los ist.
Die Geschichte hat, wie eigentlich jede Lovestory, einen recht typischen Storyverlauf, aber durch seine äußerst lebendigen Charaktere und einer insgesamt gut durchdachten Handlung, liest es sich leicht und in einem Rutsch. Ich fühlte mich hier einfach gut unterhalten und um entspannte Lesestunden zu erhalten ist es wirklich sehr gut. Klar, bei einer Lovestory dieser Art erfindet niemand das Rad neu, trotzdem gibt es hier einige spannende Momente.
Wirklich gelungen sind die Charaktere, vor allem Harper. Diese ist ein auf den ersten Blick ruhiger Mensch, fast schon ein wenig wie eine graue Maus wirkend. Aber dieses halt nur fast, denn Harper hat keinerlei Ahnung, wie sie wirklich auf ihre Mitmenschen wirkt.
Richard ist der typische Anwalt, dynamisch, energisch, reich und natürlich absolut hot. Klischeehaft also bis zum geht nicht mehr, aber trotzdem nett und es machte Spaß, ihn zu begleiten.
Nebencharaktere gibt es ein paar, von denen mir vor allem Richards Detektivin Isabelle unheimlich gut gefallen hat. Diese ist durch und durch tough, hat eine große Klappe, fährt ein dickes Motorrad und sprüht nur so vor Lebendigkeit. Gerade auch durch ihre Art sorgt sie hier für manch eine Auflockerung und witzigen Schlagabtausch.

Mein Fazit: eine süße Lovestory für gemütliche Lesestunden auf dem Sofa. Das Buch lässt den Leser einfach für eine Weile abtauchen und für seine Protagonisten schwärmen. Auch wenn es dem typischen Muster solcher Geschichten folgt, ist es sehr gut unterhaltend. Wer Liebesgeschichten mag, kommt hier auf seine Kosten.

Veröffentlicht am 10.06.2024

Zu wenig Atmosphäre für Horror

Silberne Geister
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Als Soundeditorin beim Film ist Montserrat allein in einer Männerdomäne und die Aufträge eher schlecht als recht. Doch ihr bester Freund Tristán lernt durch Zufall einen alten Produzenten kennen, von dem ...

Als Soundeditorin beim Film ist Montserrat allein in einer Männerdomäne und die Aufträge eher schlecht als recht. Doch ihr bester Freund Tristán lernt durch Zufall einen alten Produzenten kennen, von dem er erfährt, dass es noch unveröffentlichtes Filmmaterial eines einst bekannten Regisseurs gibt. Gemeinsam mit Montserrat beschließen sie an diesem Film zu arbeiten. Das aber die Filmrolle einen Fluch trägt und nun sind sie in Gefahr. Können sie es schaffen, dem Einfluss des Films zu entkommen?

Das Cover finde ich absolut großartig und neugierig machend und da ich Bücher mit Gruselfaktor unheimlich gern mag, war ich sehr gespannt auf das neue Buch der Autorin. Für mich war es das erste Buch der Autorin Silvia Moreno-Garcia und was mir schon im ersten Teil des Buches aufgefallen ist, ist der sehr ausführliche und extrem ausschweifende Schreibstil. Es liest sich zwar durchaus leicht und verständlich und es entstehen schnell Bilder im Kopf, aber um früh Spannung zu erzeugen, ist es mir einfach zu weit ausholend.
So dauerte es für meinen Geschmack einfach viel zu lang, bis hier wirklich etwas passierte. Allein Treffen zwischen Montserrat und Tristán, die zwar ihre Beziehung zueinander spiegeln, für die eigentliche Handlung des Buches aber deutlich weniger Raum benötigten, nahmen mir die Spannung. Auch bis es zu etwas gruseligeren Handlungen kam, dauert es einfach zu lange und insgesamt war es auch eher ein Buch rund um Okkultismus als Horror. Ab der Mitte des Buches wurde es spannender und ab da fiel es mir leichter, am Ball zu bleiben. Ein Horrorbuch braucht viel Atmosphäre, um zu wirken, diese blieb für mich aber ausbaufähig.
Gut gefallen haben mir die diversen Eindrücke in die mexikanische Filmindustrie. Dank vieler kleiner Einstreuungen, wurde die Zeit, ich schätze 80er – 90er Jahre sehr lebendig. Diesen Part fand ich wirklich gut ausgearbeitet und gelungen.
Das Thema Okkultismus bietet natürlich sehr viel Raum für eigene Interpretationen und Ideen. Auch hier hätte es durchaus gruseliger werden dürfen, vielleicht bin ich da etwas abgehärtet, aber so intensive Momente, die Gänsehaut brachten, fehlten mir persönlich.
Die beiden Protagonisten sind Freunde seit ihrer Kindheit. Von Montserrat hatte ich mir eine starke Protagonistin erhofft, da sie in einer Männerdomäne arbeitet. Insgesamt war sie aber eher eine nörgelnde Zicke, die mir dadurch auch nicht ganz sympathisch wurde. Schade, dass man auch innerhalb der Geschichte nur wenig Entwicklung bei ihr feststellen konnte. Tristán war einst ein Soapstar, doch dessen Glanzzeiten sind vorbei. Man hatte bei ihm allerdings noch immer den Eindruck, dass er gedanklich gerne in der Vergangenheit ist. Interessant war die Dynamik zwischen den beiden, die wiederum sehr gelungen war.
Die Nebencharaktere waren mir persönlich etwas zu blass, gerade über den Produzenten hätte man viel mehr herausholen können.

Mein Fazit: Ein Buch mit ganz viel Potential, dass sich leider in viel zu langwierigen Details über seine Protagonisten auslässt. Ich hatte mir viele Gänsehautmomente und eine gruselige Atmosphäre erhofft, die für mich intensiver hätte sein müssen, um zu wirken. Insgesamt leider zu flach, um wirklich Spannung zu bieten.