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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.08.2025

Zum Wohlfühlen (4,5 Sterne)

How to Feed a Demon
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Marie hat die Nase voll, ihre Eltern verstehen sie nicht und mit ihrem nun Exfreund Felix hatte sie auch noch Streit. Kurzerhand packt sie ihren Koffer und verschwindet. An der Bushaltestelle sitzt ein ...

Marie hat die Nase voll, ihre Eltern verstehen sie nicht und mit ihrem nun Exfreund Felix hatte sie auch noch Streit. Kurzerhand packt sie ihren Koffer und verschwindet. An der Bushaltestelle sitzt ein merkwürdiger Typ neben ihr, mit nur einem Sneaker und auch sonst ziemlich abgerissen und während sie so warten, stellt er fest, dass kein Bus mehr käme. Sein Tipp: Ein Hotel am Ende des Weges. Im strömenden Regen macht Marie sich auf den Weg, trifft im Hotel jedoch keinen an, beschließt aber trotzdem dort zu bleiben. Als sie am nächsten Morgen aufwacht, steht eine Fänggin vor ihr, eine Baumdämon und hält Marie für die neue Hotelbesitzerin. Allerdings hat dieses Hotel nur dämonische Gäste.
Dieses Buch ist optisch wirklich ein Traum und macht neugierig. Der Einstieg fällt unheimlich leicht, denn Autorin Sabine Riedel schreibt locker, leicht, voller Humor und bildhaft.
Das Buch ist eine herrliche cozy Urban Romantasy mit so unglaublich gelungenen Charakteren, die mich häufig zum Schmunzeln brachten.
Wer TJ Klunes Mr. Parnassus Bücher mochte, wird hier absolut auf seine Kosten kommen. Denn in dieser Geschichte stehen vor allem Found Family Vibes im Vordergrund. Marie ist einsam, der einzige Mensch, der ihr wirklich Liebe entgegenbrachte, ihre Oma, ist verstorben. Der Verlust und die Trauer bringen sie dazu zu fliehen, doch im Hotel mit all den Dämonen taut sie zum ersten Mal in ihrem Leben wirklich auf.
Das Hotel wird von den Dämonen zwischen Voll- und Neumond besucht. Doch leider hat die Vorbesitzerin einige Schulden hinterlassen. Doch da hier niemand seinen geliebten Ort so schnell hergeben möchte, müssen die ungewöhnlichen Gäste zusammenhalten.
Das Buch ist eine Wohnfühlgeschichte, Romance bleibt im Hintergrund bzw. ist so gut wie gar nicht vorhanden und Spice somit mal nicht im Vordergrund. Es gibt Rätsel zu knacken und Wendungen, die man nicht unbedingt voraussagen kann.
Marie ist wundervoll, still, nachdenklich und doch im richtigen Moment zur Stelle. Die Charaktere um sie herum sind bunt und ungewöhnlich und es machte so einen Spaß, sie kennenzulernen. Von Fänggin bis Blutschink über Golem, hier hat man einiges zu entdecken, was man nicht überall zu Gesicht bekommt.
Mein Fazit: Ich habe mich bei diesem Buch von Seite eins an wohlgefühlt, ich persönlich habe jetzt keine gruseligen Momente erlebt, stattdessen habe ich mich wirklich hervorragend amüsiert. Die Figuren sind originell, der Schreibstil fesselnd und ich hoffe, dass es ein Wiedersehen geben wird. Für alle Mr Parnassus und Found Family Fans perfekt, aber auch sonst eine große Empfehlung für cozy Fantasyleser.

Veröffentlicht am 08.08.2025

Schöne Geschichte mit Tiefe, aber auch Humor

Hello Stranger
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Für Künstlerin Sadie ist es gar nicht so leicht, im Alltag zu überleben, von ihrer Familie erhält sie kaum Unterstützung und auch sonst ist ihr Brotjob nicht sehr ergiebig. Doch dann eröffnet sich ihr ...

Für Künstlerin Sadie ist es gar nicht so leicht, im Alltag zu überleben, von ihrer Familie erhält sie kaum Unterstützung und auch sonst ist ihr Brotjob nicht sehr ergiebig. Doch dann eröffnet sich ihr eine riesen Chance, ein Wettbewerb, der ihr Einkommen sichern würde. Das Schicksal meint es allerdings nicht gut mit ihr, denn sie erleidet einen Anfall, muss sich einer OP unterziehen und leidet danach an Gesichtsblindheit und das als Porträtmalerin. Ausgerechnet ein Porträt soll sie nun auch beim Wettbewerb malen, zum Glück ist da ihre Freundin an ihrer Seite, die sie unterstützt. Gleichzeitig muss sie aber auch den Tierarzt ihres Hundes erobern und dem nervigen Nachbarn aus dem Weg gehen. Es wird turbulent.
Ich fand das Cover wunderschön und dann dieses Thema, ich glaube, ich habe bisher noch nie dazu irgendetwas gelesen und so war ich schnell neugierig.
Katherine Center schreibt ihre Geschichte Hello Stranger mit sehr viel Herz, aber auch Humor. Diese RomCom lässt schmunzeln, aber auch innehalten und nachdenken, denn allein durch Sadies Krankheit bekommt das Buch Tiefe. Dieses Buch weckt beim Lesen so einiges an Emotionen, von Lachen bis hin zu Tränchen wegblinzeln war alles dabei.
Gesichtsblindheit, habe ich schonmal gehört, ist mir persönlich noch nie begegnet und dementsprechend habe ich auch noch nie darüber nachgedacht. Doch es ist äußerst spannend, denn man erkennt ja nun Menschen nicht mehr an Äußerlichkeiten, sondern an ihrer Art. Spannend, oder?
Sadie steht im Mittelpunkt und damit auch ihre ganz persönliche Entwicklung. Gerade mit ihrem Hintergrund steht sie vor einer riesigen Herausforderung mit ihrer Krankheit umzugehen.
Ansonsten gibt es hier diverse Charakter, von mieser Stiefschwester über zwei Verehrer, einen Hund, Freundin uvm. Was mich persönlich etwas wunderte, ist, dass Sadie nicht gelang, die Menschen an ihrer Stimme zu erkennen. Aber ich glaube, da lassen wir der Autorin künstlerische Freiheiten.
Die Lovestory, bzw. das sich schon im Voraus abzeichnende Liebesdreieck ist eigentlich nicht unbedingt meins. Doch hier sorgt es für weitere Turbulenzen und mehr. Für wen sie sich entscheidet, fand ich allerdings sehr vorhersehbar.
Mein Fazit: Wer eine leichte RomCom mit gewissem Tiefgang sucht, ist mit Hello Stranger von Katherine Center absolut gut bedient. Das Thema Gesichtsblindheit wird hier wirklich gut mit eingebunden und vor allem die Charakterentwicklung der Protagonistin hat mir richtig gut gefallen. Perfekt für gemütliche Lesestunden!

Veröffentlicht am 08.08.2025

Für Fans von Drachen und Dark Academia

It Takes a Monster … Dragonblood Academy
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Lyra ist gerade einmal elf Jahre alt, als ihr Vater bei einem Kampf gegen die Noxultra getötet wurde. Verantwortlich dafür soll aber ausgerechnet ein Verbündeter gewesen sein. Nun ist sie Erwachsen und ...

Lyra ist gerade einmal elf Jahre alt, als ihr Vater bei einem Kampf gegen die Noxultra getötet wurde. Verantwortlich dafür soll aber ausgerechnet ein Verbündeter gewesen sein. Nun ist sie Erwachsen und steht kurz vor der Wahl ihres Seelenverbündeten. Dieses Bündnis ist wichtig, um am Ritual zur Drachenbindung teilnehmen zu können, denn nur mit Seelenpartner wird ein Drache sich binden und ihre größte Sehnsucht ist Drachenreiterin zu werden. Doch dass ihr Seelenpartner ausgerechnet Kael, der Sohn des Mörders ihres Vaters, sein soll, macht ihr zu schaffen. Doch Kael gibt sich ihr gegenüber ganz anders als sie je erwartet hätte.
Dieses Buch ist durch und durch eine absolute Schönheit, sowohl von der Gestaltung als auch der Geschichte her, definitiv ein Highlight.
Mit It takes a Monster erschien der erste Band der Drachenreiter Dilogie aus der Feder von Karolyn Ciseau. Schon der Einstieg gelingt hier absolut leicht und die Geschichte zieht den Leser in ihren Bann.
Leicht, flüssig und bildgewaltig erzählt Karolyn Ciseau aus der Ich-Perspektive ihrer Protagonistin Lyra.
Das Worldbuilding ist glaubhaft und gelungen. Viele Aktionen finden an der Akademie statt und Lyra muss mit den Gefahren in ihrem neuen Leben an Kaels Seite kämpfen.
DIe Handlung weiß zu fesseln und auch wenn das ein oder andere zunächst an Fourth Wing denken lässt, macht die Autorin diese Geschichte zu etwas anderem, ganz eigenen. Plottwists gibt es zu Hauf und so manches Mal denkt man nur noch, das hat sie jetzt nicht gemacht. Also wer sich fesseln lassen möchte von einer spannenden Atmosphäre, ist hier genau richtig.
Lyra ist eine wirklich gelungene Protagonistin, die zunächst oft leichtgläubig und naiv rüberkommt. Ihr Verhalten klärt sich aber im Laufe der Handlung und man versteht sie absolut.
Kael ist der strahlende Held, ein Bookboyfriend erster Klasse und ich mochte ihn vom ersten Gedanken an.
Enemies to Lovers steht hier in erster Linie aus Lyras Sicht, denn Kael ist eigentlich von Beginn an auf Lyras Seite. Die Schlagabtäusche und Kaels ständige Zweideutigkeiten lockern die Handlung auf und lassen schmunzeln.
Die Nebencharaktere, ob Freund oder Feind, sind authentisch und wirken hier perfekt in der Handlung und auch die Drachen sind ein Highlight.
Mein Fazit: Ein spannendes Buch, das von der ersten Seite an fesseln kann und mit starken, vielschichtigen Charakteren, wundervollen Drachen und einer tollen Welt punkten kann. Wer Fourth Wing mochte, sollte hier unbeding zugreifen, denn dieses Buch braucht sich keinesfalls verstecken.

Veröffentlicht am 08.08.2025

Intensive Lovestory

Silent Promises
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Seit ihrer Trennung von ihrem Exfreund ist Georgia völlig anders, denn durch ihn musste sie die bittere Erfahrung machen, dass Worte wehtun und verletzen können. Dieses verbale Zusammenschlagen hat die ...

Seit ihrer Trennung von ihrem Exfreund ist Georgia völlig anders, denn durch ihn musste sie die bittere Erfahrung machen, dass Worte wehtun und verletzen können. Dieses verbale Zusammenschlagen hat die ehemalige LInguistikstudentin auch zwei Jahre später nicht überwunden. Als bei der Arbeit im Umweltamt ein neuer Mitarbeiter beginnt, Austin. Dieser ist gehörlos, doch alles andere als auf den Mund gefallen. Georgie und er beginnen zu chatten und Austin beweist ihr, dass es auch Menschen gibt, die zuhören und für einen da sein können.
Der Einstieg in diesen Roman gelingt mühelos, was auch einfach diesem unheimlich guten, gefühlvollen Schreibstil der Autorin Sophie A. Elpel, die den Leser schnell in ihre Geschichte ziehen kann.
Da einer der Protagonisten gehörlos ist, ist das natürlich auch ein umfangreiches Thema in diesem Buch, was wirklich sehr gut umgesetzt wurde. Als Leser beschäftigt man sich hier einfach auch mal intensiv mit dem Thema, wie es sich für gehörlose Menschen anfühlt im Alltag.
Die Geschichte ist sehr gefühlvoll und ich musste ein wenig über Georgias Job schmunzeln. Sie arbeitet im Umweltamt und schreibt Liebesbriefe für Bäume, denn diese erhalten diese ebenfalls.
Hauptaugenmerk ist aber in diesem Buch eindeutig auf die Charaktere gerichtet. Georgia, aus deren Sicht wir die Story erleben, macht eine spannende Entwicklung durch. Wir erleben hier, wie es für sie in ihrer Beziehung zu ihrem Ex war und wie sich dieses toxische Verhalten auf die Psyche auswirkt. Auch hier entwickelt man ein anderes Verständnis.
Georgia ist nicht immer leicht, auch Austin gegenüber zickt sie schonmal rum, ist aber durchaus in der Lage, Fehler einzusehen und sich zu entschuldigen. Man fühlt intensiv mit ihr mit und kann sich durchaus in sie hineinversetzen.
Austin ist ein unglaublicher Charakter, seine Art vermittelt ganz viel Stärke. Gerade auch weil er offen und direkt ist und sagt, bzw. vermittelt, was in ihm vorgeht, macht ihn zu etwas besonderem.
Die Lovestory zwischen den beiden ist gefühlvoll und intensiv und in einem eigenen Tempo, das hier hervorragend zur Geschichte passt.
Mein Fazit: Diese Geschichte ist etwas besonderes und zieht den Leser durch die ganz besonders gefühlvolle Art in ihren Bann. Die Charaktere, vor allem die beiden Protagonisten lassen ganz viel an Gefühlen und Gedanken teilhaben, so dass man ein intensives Verständnis für sie und die Situationen erhält. Letztlich erhält man auch noch tiefe Einblicke in die deaf community, die ich sehr spannend fand und einen niedlichen, tierischen Sidekick zum Auflockern. Wunderschöne Geschichte nicht nur für jüngere Leser.

Veröffentlicht am 05.08.2025

Nordische Saga mit der ein oder anderen Schwäche

Broken Souls and Bones - Feind. Beschützer. Geliebter.
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Schon seit sie zurückdenken kann, lebt Lyra versteckt vor dem König und nur wenigen wissen warum. Lyra ist ein Knochenwirkerin, deren Magie nur selten ist und mit der sie Einfluss auf die Heilung eines ...

Schon seit sie zurückdenken kann, lebt Lyra versteckt vor dem König und nur wenigen wissen warum. Lyra ist ein Knochenwirkerin, deren Magie nur selten ist und mit der sie Einfluss auf die Heilung eines Menschen nehmen kann. Als die Schergen des Königs in ihrem Dorf auftauchen, wird ihr klar, dass sie sich nicht länger verstecken kann. Roark, des Königs engster Vertrauter, spürt sofort, was sie ist. Kurzerhand nimmt er sie mit an des Königs Hof, denn dieser will alle magiebegabten an seinem Hof haben. Lyra hasst es am Hofe und eigentlich sollte sie auch Roark hassen, doch stattdessen weckt er ganz andere Gefühle in ihr.
Nordische Mythen und Sagen – allein das reicht aus, um mich auf ein Buch neugierig zu machen und da ich bereits in die Fae Reihe der Autorin gelesen hatte, war ich neugierig.
Der Einstieg fiel mir nicht ganz so leicht, auch wenn am Ende des Buches ein Glossar vorhanden war, hatte ich zunächst das Gefühl, dem Geschehen nicht richtig folgen zu können.
Dabei ist der Schreibstil zum Glück so leicht und flüssig, dass man doch so nach und nach in die Geschichte gezogen wird. Lediglich das bildhafte hat mir ein wenig gefehlt, so dass im Kopf kein richtiges Kopfkino entstand.
Das wurde dann aber so nach und nach besser nachdem sich Lyra dann mit den anderen auf dem Schiff Richtung Königshof befand. Schade fand ich, dass man nicht so viel von der Welt mitbekommen hat. Weite Teile der Handlung spielen auf der Festung.
Die Handlung war mir zu Beginn noch nicht ganz klar und ich habe auch etwas Zeit gebraucht, um mich zurechtzufinden. Das Magiesystem hingegen ist leicht und verständlich und sehr gut mit eingebaut.
Die Spannung war zu Beginn recht hoch, stagnierte hin und wieder ein wenig in der Mitte und doch konnte mich das Buch recht gut fesseln. Der üble Cliffhanger am Ende macht neugierig auf die Fortsetzung.
Die Geschichte wird aus den Perspektiven der Protagonisten Lyra und Roark erzählt, jeweils in der Ich-Form, wobei Lyra deutlich mehr zum Zuge kommt.
Lyra mochte ich durchaus, sie ist stärker als es scheint und hat das Herz am rechten Fleck. Sie lässt sich nicht schnell einschüchtern und sagt, was sie will. Was natürlich Roark, den stummen Krieger durchaus beeindruckt. Seine fehlende Stimme fand ich passend, machte es den geheimnisvollen Mann nicht noch mysteriöser, sondern auch irgendwie spannend.
Nebencharaktere gab es einige, die hier auch aktiv ins Geschehen einflossen und immer mal wieder Abwechslung in die Handlung brachten.
Mein Fazit: Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, dass nordische hätte für meinen Geschmack ruhig noch deutlicher werden können. Die Charaktere mochte ich und habe durchaus mit ihnen mitgefiebert. Der Einstieg fiel mir schwer und das Worldbuilding bleibt leider schwächer, aber trotzdem freu ich mich auf die Fortsetzung und werde durchaus weiterlesen.