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SilviaOpel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.03.2025

Gegensätze ziehen sich an...

Love, uncovered
2

Kim hat eine Präsentation komplett in den Sand gesetzt und sieht sich danach mit einem Shitstorm auf Social Media konfrontiert. Um dem zu entkommen, besucht sie am Abend eine Bar, in der sie zufällig auf ...

Kim hat eine Präsentation komplett in den Sand gesetzt und sieht sich danach mit einem Shitstorm auf Social Media konfrontiert. Um dem zu entkommen, besucht sie am Abend eine Bar, in der sie zufällig auf Conrad trifft. Wie könnte es anders sein, auch er hat die Kommentare gelesen. Sie kommen ins Gespräch, das darin endet, dass Kim von Conrad beauftragt wird, die perfekte Partnerin für ihn zu finden. Da sie durch die Kommentare auf Social Media keine neuen Aufträge bekommt, lässt sie sich auf diesen Deal ein. Gleichzeitig soll sie aber gegen eine neue Dating-App konkurrieren, die es sich zur Aufgabe macht, Seelenverwandte zusammenzubringen.

Kim macht sich also auf den Weg, die passende Partnerin für Conrad zu finden, indem sie an Datingveranstaltungen - unter anderem auch zur Frühstückszeit - teilnimmt. Und da Conrad recht schüchtern ist und recht unerfahren, was Dates betrifft, gibt es einige Fake-Dates mit Kim, dass er schon mal trainieren kann. Und bei denen kommt es zu recht interessanten Situationen. Während Conrad eine ruhige, beständige Partnerschaft möchte, sucht Kim nach Leidenschaft, Überraschung, Aufregung. Dementsprechend ist sie auf der Suche nach einer Frau, die Conrad so ähnlich wie möglich ist.

Die beiden Protagonisten könnten unterschiedlicher nicht sein, haben aber beide ein gutes Einfühlungsvermögen, das aus schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit resultiert. Was mir an diesem Buch sehr gut gefällt ist, dass die Probleme, die sich aus den vorherigen Partnerschaften ergeben haben, auch erwähnt und behandelt werden, und dass der Heilungsprozess, den sowohl Kim als auch Conrad brauchen, Bestandteil des Buches ist.

Das Buch ist wunderschön leicht und flüssig, an einigen Stellen auch sehr humorvoll geschrieben, dass es schwerfällt, es aus der Hand zu legen. Am liebsten hätte ich es an einem Stück durchgelesen.

Es handelt sich hier um den 2. Teil der Dilogie, die sich auch gut lesen lässt, wenn man das erste Buch nicht kennt. In einigen wenigen Situationen bekommt man aber Vorahnungen, wenn man die Charaktere schon kennt.

Ich kann dieses Buch empfehlen für alle Menschen, die auch an Hintergrundinformationen interessiert sind, uninteressant ist das Buch für Menschen, die Wert auf ausführliche Intimszenen legen.

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  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 15.01.2023

Vorstellung bei Hof und Leben in modernen Zeiten

Der letzte Tanz der Debütantin
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Lily lebt bei ihrer Mutter in bescheidenen finanziellen Verhältnissen und besucht eine Schule. Sie träumt von einem Studium, allerdings ist sie eine der jungen Frauen, die 1958 noch ihr Debut mit einer ...

Lily lebt bei ihrer Mutter in bescheidenen finanziellen Verhältnissen und besucht eine Schule. Sie träumt von einem Studium, allerdings ist sie eine der jungen Frauen, die 1958 noch ihr Debut mit einer Vorstellung bei Hofe beginnen dürfen. Um ihrer Mutter und ihrer Großmutter einen Gefallen zu tun, ergibt sie sich diesem Schicksal und beendet die Schule, um sich in die Ballsaison zu stürzen.

Sie lernt bei diesen Veranstaltungen viele interessante Menschen kennen, wie beispielsweise Leana Hartfort. Diese hilft ihr, ihre Schüchternheit abzulegen, indem sie sie in ihren Freundeskreis einführt, allerdings ändert sich Lilys Meinung über die Freundin, als sie zunehmend selbstbewusster wird und auch andere Freunde findet, die nicht zum Kreis um Leana gehören.

Das Buch wird zu einem großen Teil von Bällen und sonstigen Veranstaltungen dominiert, von denen man sich kaum vorstellen kann, dass es diese bis 1958 noch gab. Die Charaktere sind völlig unterschiedlich, von absolut unsympathisch bis total liebenswert ist wirklich alles dabei. Und alle zusammen machen dieses Buch aus.

Ich fand es faszinierend, Lilys Entwicklung zu verfolgen, vom schüchternen Mädchen, das alles tut, um ihrer Mutter und Großmutter einen Gefallen zu tun und ihren Platz in der Gesellschaft einzunehmen, bis zur selbstbewussten jungen Frau, die ihr Leben selbst in die Hand nimmt, als sie vom großen Familiengeheimnis erfährt, das ihre Mutter sogar erpressbar macht. Die Auflösung dieses Geheimnisses war für mich zugleich erwartet und dennoch überraschend. Weitere Informationen dazu gibt es in meiner Rezension allerdings nicht.

Ich fand das Buch faszinierend, teilweise auch erschreckend, was die Oberflächlichkeit der Gesellschaft betrifft, aber es hat mich durchgehend gefesselt. Es spielt in einer überaus interessanten Zeit des Umbruchs, als die alten "Werte" noch existierten, den Frauen aber durchaus auch schon viele Möglichkeiten offenstanden. Dies hat die Autorin auch wunderbar dargestellt, genau wie ich es mir erhofft hatte.

Für alle Menschen, die Fans von Regency-Romanen sind, kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen, denn es ist einerseits in dem Stil gehalten, aber auch gleichzeitig erfrischend anders, der Übergang in die Moderne halt. Auf jeden Fall von mir eine klare Leseempfehlung!

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  • Handlung
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  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 01.01.2023

Spannender Krimi, sympathisches Ermittlerduo, unerwartetes Ende

Küstenmord: Kein Wort zu viel
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Eine nackte Frauenleiche in einer Klärgrube, eine dubiose Reinigungsfirma, die Frauen aus Osteuropa beschäftigt, und ein eingespieltes Ermittlerteam um Katja Greve und Daniel Kowalski sorgen für einen ...

Eine nackte Frauenleiche in einer Klärgrube, eine dubiose Reinigungsfirma, die Frauen aus Osteuropa beschäftigt, und ein eingespieltes Ermittlerteam um Katja Greve und Daniel Kowalski sorgen für einen spannenden Krimi mit - für mich - sehr überraschendem, völlig schlüssigem Ende.

Dies war mein erster Kriminalroman von Eva Jensen, und er hat meine Erwartungen in jeder Hinsicht übertroffen.

Sehr positiv finde ich, dass für das Ermittlerduo im gesamten Buch eine private Liebesbeziehung absolut kein Thema ist, die die Ermittlungsarbeit überschatten könnte. Natürlich gibt es auch private Aspekte, die aber immer schön in die Handlung reinpassen, so dass die oberste Priorität der Aufklärung des Verbrechens gilt. Dass manche Spur bzw. Idee ins Leere läuft, ist völlig normal, und hier gibt es so viele falsche Fährten, dass der Schluss dann wirklich überrascht. Alles ist sehr logisch, und ich hatte am Ende Mühe, im Täter nicht ebenso ein Opfer zu sehen.

Das Buch ist schön flüssig geschrieben, ich habe es an einem Stück durchgelesen. Es ist zwar durch den Auffindeort der Leiche etwas unappetitlich und dadurch für zartbesaitete Menschen vermutlich nicht unproblematisch, aber für alle, die Wert auf unvorhersehbare Handlungen und Wendungen legen, absolut empfehlenswert.

Dies war mein erstes Buch von Eva Jensen, aber bestimmt nicht mein letztes!

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  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 11.12.2022

Großstadt meets Natur

Sehnsucht nach Sunset Rock
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Hazel und Nathan lernen sich kennen, als Hazel gerade das Grundstück für den Bau eines Wellnesshotels gekauft hat, das Nathan eigentlich schon versprochen war. Er wollte darauf Baumhäuser bauen, ein Prototyp ...

Hazel und Nathan lernen sich kennen, als Hazel gerade das Grundstück für den Bau eines Wellnesshotels gekauft hat, das Nathan eigentlich schon versprochen war. Er wollte darauf Baumhäuser bauen, ein Prototyp dafür ist sogar schon fertig. Das erschwert natürlich die Situation zwischen den beiden enorm.

Auf den ersten Blick könnten die beiden Protagonisten nicht verschiedener sein, mit der Zeit stellt sich aber heraus, dass sie auch einige Gemeinsamkeiten haben und sich gut dabei helfen können, sich ihrer Altlasten zu entledigen.
Die verschiedenen Charaktere sind alle gut ausgearbeitet, und bis auf 2 Personen sind auch alle sehr sympathisch. Einer der Unsympathen ist Mr. Thompson, über die Hintergründe seines Handelns hätte ich gerne mehr erfahren, aber für die Geschichte selbst sind diese nicht relevant.
Zum Schluss fällt die Entscheidung für ein Projekt, was vermutlich vernünftig ist, aber ich hätte mir auch einen echten Kompromiss vorstellen können, der beide Projekte vereint.

Das typische Kleinstadtfeeling, wo jeder jeden kennt, wo keiner ein Geheimnis lange verbergen kann, finde ich herzerfrischend. Ebenso die kleine Charlotte und die ewig Kuchen backende Abby, Hazels Großtante. Kuchen ist für sie ein Allheilmittel gegen jedes Problem, und sie versorgt damit die gesamte Nachbarschaft. Gute Idee - Kuchen backen hat was meditatives...

Es werden in diesem Buch auch tiefgründige Themen angeschnitten - Hazels Vater hat Krebs im Endstadium und sein Tod wird in dem Buch auch behandelt, allerdings nur recht kurz, dennoch sehr einfühlsam. Ich finde das richtig gut. Wer nach Tiefgang sucht, ist allerdings bei diesem Buch trotzdem falsch.

Die Sprache ist einfach, der Schreibstil sehr flüssig. Es ist das perfekte Buch, um für einen Tag mal abzutauchen und zu entspannen, ich habe es sehr genossen. Wenn es weitere Bände rund um die Familienmitglieder geben sollte - ich bin als Leserin auf jeden Fall dabei!

  • Einzelne Kategorien
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  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 13.11.2022

Neubeginn mit Stolpersteinen

Touch me forever
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Skye hat unter dem Einfluss von Alkohol viele Fehler gemacht und damit ihrer Karriere als Schauspielerin ein Ende gesetzt. So belastet kehrt sie als Ivy zurück nach Honey Falls, wo sie viele schöne Sommer ...

Skye hat unter dem Einfluss von Alkohol viele Fehler gemacht und damit ihrer Karriere als Schauspielerin ein Ende gesetzt. So belastet kehrt sie als Ivy zurück nach Honey Falls, wo sie viele schöne Sommer bei ihrer inzwischen verstorbenen Tante verbracht hat, um dort neu anzufangen.
Hunter war ein echter Workaholic in New York, bis ihn ein Hilferuf seiner Schwester erreicht. Daraufhin lässt er dort alles stehen und liegen und eilt zurück in seinen Heimatort, um dort die Leitung des Familienhotels zu übernehmen. Und genau dort treffen die beiden nach vielen Jahren wieder aufeinander. Ihnen wird schnell klar, dass sie das Leben da wieder aufnehmen wollen, wo sie vor vielen Jahren getrennt wurden, aber es gibt da einige Geheimnisse, die das verhindern könnten.

Ich kenne die ersten beiden Bände (noch) nicht, kann aber sagen, dass ich auch so sehr gut in die Geschichte reingekommen bin. Dabei waren sehr hilfreich zunächst der lockere, leichte, flüssige Schreibstil, die Tatsache, dass die Charaktere sehr gut dargestellt werden, so dass man sich problemlos in sie hineinversetzen und mit ihnen mitfühlen kann. Die Kapitel sind abwechselnd aus der Sicht von Ivy und Hunter geschrieben, dies hilft dabei noch zusätzlich.

Sehr gut hat mir gefallen, dass in diesem Buch das Thema Drogen- und Alkoholsucht angesprochen wird, das für viele junge Erwachsene ein Problem darstellt. Die Autorin behandelt dieses Thema sehr einfühlsam, und die Art, wie Ivy damit umgeht, finde ich absolut bewundernswert.

Eigentlich spielt diese Geschichte in der Zeit um Weihnachten rum, es hat mich etwas erstaunt, dass da nicht drauf eingegangen wurde, aber letztendlich macht das keinen Unterschied. Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen, und für mich ist absolut klar - dies war das erste, aber ganz sicher nicht das letzte Buch dieser Autorin! Von mir eine ganz klare Leseempfehlung an diejenigen, die eine romantische, aber nicht ganz unproblematische Geschichte suchen.

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