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Veröffentlicht am 11.03.2026

Die geniale Reihe geht weiter!

Rory Shy, der schüchterne Detektiv – Der geheimnisvolle Fall der Braut (Rory Shy, der schüchterne Detektiv, Bd. 8)
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Seit mein Sohn (11) und ich vor einigen Monaten eher zufällig die Rory-Shy-Reihe von Oliver Schlick entdeckt haben, sind wir total begeistert und haben die ersten sieben Bände geradezu inhaliert. Klar, ...

Seit mein Sohn (11) und ich vor einigen Monaten eher zufällig die Rory-Shy-Reihe von Oliver Schlick entdeckt haben, sind wir total begeistert und haben die ersten sieben Bände geradezu inhaliert. Klar, dass wir Band 8, „Der geheimnisvolle Fall der Braut“, schon ungeduldig erwartet haben!

Hier haben Rory, der schüchterne Detektiv, seine 13-jährige Assistentin Mathilda und der ängstliche Cockerspaniel Dr. Herkenrath einen besonders kniffligen Fall zu lösen: Im noblen Nostalgie-Hotel stürzt die Braut beim Sektempfang am Vorabend der Hochzeit aus dem dritten Stock in den wassergefüllten Burggraben. Dank des Wassers wird sie nicht schwer verletzt, kann sich aber an den Vorfall nicht mehr erinnern. Der Bräutigam glaubt nicht an einen Unfall und beauftragt Rory, die Umstände des Sturzes zu untersuchen. Schnell wird klar, dass einige Gäste mehr zu verbergen haben, als es zunächst den Anschein hat…

Der achte Band ist nach unserem Empfinden der bisher spannendste und verzwickteste. Zusammen mit Mathilda, die im Laufe der Reihe älter wird, wächst auch die Leserschaft mit und die Verbrechen werden schwerwiegender. Der Fall ist reich an überraschenden Wendungen und lässt die Leser:innen (auch die erwachsenen!) bis zum Schluss gebannt miträtseln. Die Altersangabe ab 10 Jahren finden wir sehr passend.

Der schüchterne Rory und die schlagfertige Mathilda mit dem trockenen Humor bilden ein wirklich herrliches Gespann! Die beiden eignen sich hervorragend zum Vorlesen mit verteilten Rollen, und für meinen Sohn und mich gehören Rorys Fälle zu unseren absoluten Favoriten im Kinderbuchbereich. Ganz besonders freuen wir uns immer auf die liebevoll ausgearbeiteten, teils skurrilen Nebenfiguren wie Komissar Valko, die Haushälter Frau Zeigler, ihr tollpatschiger Gatte Raimund und viele andere, die in den Bänden immer wiederkehren und im Laufe der Zeit zu „guten alten Bekannten“ werden, bei denen man sich sehr über ein Wiedersehen freut. Auch wenn diese in Band 8 zugunsten einer besonders dichten Handlung etwas in den Hintergrund treten, tragen sie generell viel zum Charme der Reihe bei.

Bemerkenswert ist, wie plastisch und pointiert Oliver Schlick seine Figuren ausarbeitet und zum Leben erweckt. Man spürt beim Lesen regelrecht seine Liebe zu den einzelnen Charakteren und ihren Eigenheiten.

Band 8 hat unsere Erwartungen wieder voll erfüllt, und wir können diesen nur rundum weiterempfehlen!

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Veröffentlicht am 07.03.2026

unterhaltsam, aber wenig Tiefe

Alt genug
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„Alt genug“ ist kein Roman, sondern ein Memoir, in dem Ildikó von Kürthy sich selbst reflektiert und über die Herausforderungen und Chancen des Alters schreibt. Sie ermutigt die Leserinnen, in der Zeit ...

„Alt genug“ ist kein Roman, sondern ein Memoir, in dem Ildikó von Kürthy sich selbst reflektiert und über die Herausforderungen und Chancen des Alters schreibt. Sie ermutigt die Leserinnen, in der Zeit jenseits der fünfzig die Freiheiten zu erkennen, die das Alter bietet. Man hat nicht mehr das Bedürfnis, es jedem recht zu machen und allen zu gefallen, sieht die Dinge gelassener und verfügt (im Idealfall) über Weisheit, Würde und Reife.

Ich habe das Hörbuch gehört, das von der Autorin selbst eingelesen wurde, und mochte ihre Erzählweise und die angenehme Stimme sehr. Stellenweise hatte ich das Gefühl, sie sitzt neben mir und erzählt aus ihrem Leben, authentisch, lebendig und ehrlich.

Womit ich weniger anfangen konnte, waren die sogenannten Mutproben, denen sie sich extra stellte, um darüber zu schreiben. Abgesehen davon, dass mir diese Intention nicht gefällt, fand ich diese teils eher halbherzig, etwa die zurückgezogene Bewerbung bei GNTM, nachdem sie es in die Auswahl geschafft hatte, oder der Kurzbesuch eines Skirtclubs in NY. Auch einige sehr persönliche Anekdoten hätte ich nicht gebraucht, da sie für mich nicht von Interesse waren.

Insgesamt war die Quintessenz des Hörbuchs relativ früh klar, und nach der Hälfte kamen wenig neue Erkenntnisse. Da ich einige Jahre jünger bin als die Autorin, bin ich für dieses Buch vielleicht einfach noch nicht alt genug. Zudem habe ich mir viele persönliche Freiheiten, die sie für sich im Alter gefunden hat, bereits in jungen Jahren genommen.

Mich hat das Hörbuch vor allem anfangs sehr gut unterhalten, doch fehlte es mir letztendlich an Tiefe. Hier kommen vermutlich vor allem Fans von Ildikó von Kürthy auf ihre Kosten.

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Veröffentlicht am 07.03.2026

Neurodivergenz bei Erwachsenen

Ich erzähle von meinen Beinen
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Da es in meinem privaten Umfeld eine Person mit ADHS gibt, wollte ich dieses Buch unbedingt lesen, um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie neurodivergente Menschen ihre Umwelt wahrnehmen und den Herausforderungen ...

Da es in meinem privaten Umfeld eine Person mit ADHS gibt, wollte ich dieses Buch unbedingt lesen, um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie neurodivergente Menschen ihre Umwelt wahrnehmen und den Herausforderungen des Alltags begegnen.

Wally lebt mit ihrem Mann und der gemeinsamen Tochter Vallie in einem Haus, eine Katze und mehrere Laufenten gehören auch zur Familie. Vor dem Übertritt ans Gymnasium wird bei Vallie ADHS diagnostiziert und sie erhält Medikamente. Wally ist skeptisch wegen der Medikation und gibt ihrer Tochter heimlich stattdessen Nahrungsergänzungsmittel. Da sie sich vom Alltag zunehmend überfordert fühlt und Probleme hat einzuschlafen, nimmt Wally die Tabletten bald selbst. Als herauskommt, dass Vallie ihre vermeintlichen Medikamente auf den Schulhof weitergibt, fliegt alles auf. Wallys Überforderung nimmt immer mehr zu, bis sie eines Tages zusammenbricht.

Die Mehrfachbelastung durch Haushalt, Beruf, Kindererziehung und Partnerschaft dürften die meisten Mütter bestens kennen. Auch Wally kämpft damit, doch bei ihr kommt noch etwas anderes hinzu: Sie ist nicht in der Lage, ihre Aufgaben zu priorisieren und konsequent abzuarbeiten. Ihr Gedankenstrom fließt unaufhörlich, sie ist unkonzentriert, sieht zig Dinge gleichzeitig, die erledigt werden müssen, sie prokrastiniert oder fängt vieles an, ohne etwas zu Ende zu bringen. Sprachlich spiegelt sich dies in einer sprunghaften Erzählweise, die sich jedoch erstaunlich gut und kurzweilig lesen lässt. Vor allem der trockene Humor, der immer wieder aufblitzt, trägt hierzu wesentlich bei.

Auch die Parallelen zwischen dem Gedankenfluss, der irgendwann nicht mehr beherrschbar ist und alle Dämme bei Wally überflutet, und dem Hochwasser, das das Haus der Familie bedroht, fand ich sehr eindrücklich.

Mich hat „Ich erzähle von meinen Beinen“ sowohl thematisch als auch sprachlich ausgesprochen gut gefallen und ich werde mich nach weiteren Büchern von Cornelia Travnicek umsehen.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Ein spannender und sehr gelungener Abschluss der Dilogie

Foxfighter - Rivalen des Waldes
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Nachdem meinen Sohn (12) und ich schon an „Foxfighter - Angriff der Schatten“ viel Freude hatten, waren wir sehr gespannt auf „Foxfighter - Rivalen des Waldes“, den zweiten und abschließenden Roman um ...

Nachdem meinen Sohn (12) und ich schon an „Foxfighter - Angriff der Schatten“ viel Freude hatten, waren wir sehr gespannt auf „Foxfighter - Rivalen des Waldes“, den zweiten und abschließenden Roman um den Silberfuchs Finn.

Der Verräter Kralle ist zurück und bedroht mit den Schattenwesen die Bewohner des Waldes. Die Nachtpfoten allein sind der Gefahr nicht gewachsen und sie erkennen, dass sie die anderen vier Fuchsfamilien davon überzeugen müssen, gemeinsam zu kämpfen.

Die Spannung ist von Beginn an hoch, die Bedrohung des Waldfriedens allgegenwärtig. Ein Abenteuer reiht sich an das nächste, und die Geschichte zog uns richtig in ihren Bann. Neben Finn und Fabelfell kommt mit dem Streuner Solo noch ein sehr interessanter Fuchscharakter ins Spiel. Alle Figuren, der Wald und die Atmosphäre sind so lebendig beschrieben und liebevoll ausgearbeitet, dass wir das Gefühl hatten, selbst mittendrin zu sein. Der selbstgefällige Igel Stachel sorgt wieder für humorvolle Momente und lockert durch seine Sprüche die Geschichte wunderbar auf. Für meinen Sohn und mich ist das stachelige Kerlchen der heimliche Liebling der Dilogie.

Wie Band 1 enthält auch Band 2 einige universelle Botschaften, die sich aus der Fuchswelt zu uns Menschen übertragen lassen. So wie die Füchse erkennen, dass sie sich über ihre Clangrenzen hinweg zusammenschließen müssen, um die Schattenwesen zu besiegen, kann auch die Menschheit die großen Probleme der Welt nur lösen, wenn sie an einem Strang zieht. Und eine Familie wird nicht allein durch die Biologie bestimmt, sondern kann auch eine Wahlfamilie sein - eine Gemeinschaft, in der man geliebt wird, sich geborgen fühlt und füreinander einsteht.

Foxfighter ist ein rundum gelungenes Tierabenteuer mit fantastischen Elementen, und der Abschied von Finn und seinen Freunden fiel uns am Ende richtig schwer.

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Veröffentlicht am 27.02.2026

Wieder ein spannender und unterhaltsamer Fall für den Strickzirkel!

Tod zur Teetied
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„Tod zur Teetied“ ist nach „Mord bei Schietwetter“ der zweite Fall für den sechsköpfigen Strickzirkel aus Norden in Ostfriesland. Neben Sefa Pannkok, ihrer Jugendfreundin Edith, Strickfluencerin Rita und ...

„Tod zur Teetied“ ist nach „Mord bei Schietwetter“ der zweite Fall für den sechsköpfigen Strickzirkel aus Norden in Ostfriesland. Neben Sefa Pannkok, ihrer Jugendfreundin Edith, Strickfluencerin Rita und der energischen Gunda ist auch der pensionierte Kriminalhauptkommissar Derk wieder mit von der Partie. Auch wenn er eifrig bemüht Babykleidung für seinen jüngsten Enkel strickt, gilt sein Augenmerk vor allem Sefa. Neu in der Runde ist Ines Grote, eine Stammkundin der Wollstuuv, die in einem Immobilienbüro arbeitet. Als der Seniorchef Büsing eines Tages während seiner obligatorischen Teepause tot zusammenbricht, deutet zunächst alles auf einen Herzinfarkt hin. Doch die Untersuchungsergebnisse sind eindeutig: Gift. Büsing war ein herrschsüchtiger Choleriker und alles andere als beliebt bei der Belegschaft , aber wer ist bereit, einen Mord zu begehen? Derks Tochter Pauline, ebenfalls Kriminalbeamtin, ist Teil des Ermittlungsteams und sieht es mit gemischten Gefühlen, dass ihr Vater und seine Maschenbande ihre eigenen Überlegungen anstellen.

Ich habe mich sehr auf ein Wiedersehen mit Sefa und Co. gefreut, da mir schon der erste Band schöne Lesestunden bereitet hat. Auch der zweite Fall hat mich wieder bestens unterhalten und ich habe bis spät nachts gelesen und mitgerätselt, weil ich das Buch nicht aus der Hand legen wollte. Die Mischung aus Cosy Crime, feinem Humor und ostfriesischem Lokalkolorit mag ich sehr, und beim Lesen habe ich die Figuren mit ihren liebenswerten Eigenheiten lebendig vor Augen. Besonders sympathisch sind mir Sefa und Derk: Sefa hat ein gutes Gespür für Menschen, einen Blick fürs Detail und kann sehr hartnäckig sein, wenn sie einen Fall wittert, und Derk bringt so schnell nichts aus der Ruhe – wobei die forsche Gunda ihn manchmal auf eine harte Geduldsprobe stellt.

Richtig gut gefällt mir, dass einzelne Kapitel aus der Täterperspektive geschrieben sind. Dies bringt zusätzliche Spannung ins Spiel und sorgt, auch durch den etwas härteren Erzählton, für Abwechslung, ohne das Cosy-Setting zu verlassen.
Auch wer Band 1 noch nicht kennt, kann direkt mit dem zweiten Band starten. Die Mitglieder des Strickzirkels werden zudem zu Beginn in einem Personenregister kurz vorgestellt, so dass der Neueinstieg problemlos möglich ist.

Als Bayerin mit einem Faible für Dialekte freue ich mich immer sehr über die plattdeutschen Einsprengsel. Als Zugabe enthält das Buch im Anhang noch ein leckeres Rezept für einen Krintstuut , der im Roman bei keinem Treffen fehlen darf und zusammen mit einer Tasse Tee die perfekte Lektürebegleitung bildet.

Ich freue mich schon jetzt auf den dritten Fall des Strickzirkels und vergebe 5 Sterne!

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