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Veröffentlicht am 07.09.2025

Gibt es einen Gott?

Es gibt einen Gott, und ihr ist langweilig
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Gibt es einen Gott?

Laut Christian Schulte-Lohs gibt es sie. Und ja, ihr scheint langweilig zu sein.

In diesem Roman wird bewiesen, dass Gott tatsächlich existiert. Aber sie langweilt sich und fordert ...

Gibt es einen Gott?

Laut Christian Schulte-Lohs gibt es sie. Und ja, ihr scheint langweilig zu sein.

In diesem Roman wird bewiesen, dass Gott tatsächlich existiert. Aber sie langweilt sich und fordert die Menschheit auf, Kunst zur neuen Währung zu machen. Eine irre Idee? Sicher. Aber die Menschheit muss eben mal wieder etwas aufgemischt werden.

Der obdachlose Jazzmusiker Adam Fein wird widerwillig zum Leiter einer skurrilen Kunstakademie für all jene, die überfordert oder völlig talentlos sind, und trifft dort auf die gescheiterte Schriftstellerin Sara. Gemeinsam versuchen die beiden, ihren Weg durch diese absurde neue Weltordnung zu finden, während die Menschheit in ein kreatives Chaos stürzt.

Die Idee hinter dem Buch ist schon recht außergewöhnlich und das ist auch sein Schreibstil. Denn leider hatte ich ein paar Probleme mich in diesen einzufinden und damit die Geschichte nachvollziehen zu können.

Denn diese Mischung aus Humor und Gesellschaftskritik hätte sicher einige Leser bekommen können, wenn der Zugang etwas einfacher wäre. Aber vielleicht habe auch ich selbst etwas nicht verstanden.

Dennoch hat er mich dazu gebracht , über Kunst, Sinn und die Art, wie wir unser Leben messen, nachzudenken. Vielleicht werde ich es noch einmal lesen und dann noch mehr in den Lesefluss kommen.

ISBN: 978-3426309384
Autor: Christian Schulte-Loh
Verlag: Droemer
Veröffentlicht. 01.07.25
Umfang: 337 Seiten

Veröffentlicht am 07.09.2025

Ein außergewöhnlicher Hexensabbat

Ich gab dir Augen, und du blicktest in die Finsternis
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Ein außergewöhnlicher Hexensabbat

Es gibt zu diesem Buch so viel zu sagen und doch fehlen mir die Worte. Mich haben das Cover und der Klappentext sehr angesprochen. Ich bin von einem Roman ausgegangen, ...

Ein außergewöhnlicher Hexensabbat

Es gibt zu diesem Buch so viel zu sagen und doch fehlen mir die Worte. Mich haben das Cover und der Klappentext sehr angesprochen. Ich bin von einem Roman ausgegangen, der eine Geschichte rund um Hexen, deren Leben und Märchen rund um sie. Doch das war es nicht wirklich. Zumindest nicht so, wie gedacht.

Ja, wir begleiten einen Hexensabbat. Allerdings auf eine sehr wilde Art. Inklusive vieler Rückblicke und Lebensgeschichten. Denn am Todestag der uralten Bernadeta versammeln sich alle Frauen - lebendig oder tot -, die jemals in diesem Haus gelebt haben, zu einem wilden Totentanz.
Die Autorin benutzt katalanische Märchen, Mythen, Erzählungen aus dem Bürgerkrieg und andere Überlieferung, um das Buch mit Leben zu füllen. Doch war es für mich schon fast ein bisschen zu viel davon. Ich musste manche Seiten öfter lesen, um zu wissen, um was es geht. Manchmal dachte ich auch, etwas überlesen zu haben, da ich nicht wusste, an welcher Stelle wir uns gerade befinden. Und das hat es für mich leider zu keinem guten Leseerlebnis gemacht.

Die Sätze sind oft kurz, fast schon Aufzählungen. Zwischen dem jetzt gibt es immer wieder Rückblicke. Rückblicke zu Frauen, die hier in diesem Haus gelebt haben.

Die Handlung spielt sich innerhalb eines einzigen Tages ab, doch spannt sie sich eigentlich über einige Jahrhunderte. Denn das Buch ist in sechs Kapitel von “Morgen” bis “Nacht” gegliedert. Doch in diesen geht es oft um viele Jahre und Generationen zurück.
Das Buch findet sicher seine Liebhaber, für mich war es jedoch leider nichts. Was wirklich schade ist, denn ich hatte mir viel davon versprochen.

ISBN: 978-3103976038
Autor: Irene Sola
Verlag: Fischer
Veröffentlicht. 27.08.25
Umfang: 256 Seiten

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Veröffentlicht am 01.09.2025

Die eigene, kleine Welt

Master of his Universe
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Die eigene, kleine Welt

Irgendwie werde ich immer ein bisschen nostalgisch, wenn ich Bücher lese, die in den 80ern spielen. Obwohl ich dort erst geboren wurde und sie eigentlich kaum selbst erlebt habe, ...

Die eigene, kleine Welt

Irgendwie werde ich immer ein bisschen nostalgisch, wenn ich Bücher lese, die in den 80ern spielen. Obwohl ich dort erst geboren wurde und sie eigentlich kaum selbst erlebt habe, lese ich sehr gern Bücher, die in der Zeit spielen.

So wie “Master of his Universe”

Denn im Sommer 1989 versucht der vierzehnjährige Benni mit ungewöhnlichen Verbündeten zu verhindern, dass er ins Internat geschickt wird. Dabei gerät er in einige turbulente Abenteuer. Zwischen Schulchaos, Freundschaft und ersten Gefühlen stößt er auf Rätsel um seine Familie. So entfaltet sich eine spannende Coming-of-Age-Geschichte voller Humor, Geheimnisse und dem Flair der 80er Jahre.

Wenn es um Teenager geht, muss ich automatisch an meine eigenen Jugendjahre denken. Oft kann man sich in all den Geschichten und Erlebnissen selbst wiederfinden. Nicht gerade so beliebt? (check) und chancenlos verliebt? (check). Nur meine Noten waren eigentlich immer ganz ok. Doch Benni muss sich mit seinen Noten, vor allem in Mathe, sehr anstrengen, denn ins Internat will er nicht. Aber das klappt nicht so ganz wie erhofft und eine Lösung muss her.

Mit einer herzlichen und dennoch spannenden Erzählweise schafft es der Autor, uns mit in Bennis Welt und Gedanken zu nehmen. Wir entdecken einen verwucherten Garten, ungewöhnliche Freunde und vielleicht auch ein kleines Wunder.

Doch werden nicht nur die kleinen und großen Teenagerprobleme aufgegriffen. Es geht auch um familiären Verlust, Angst ausgeschlossen zu sein und Einsamkeit.

Ein Buch, nicht nur für Teenager, auch für Erwachsene, die sich an ihre Jugend zurückerinnern möchten.

ISBN: 978-3819245398
Autor: Finkenzonk
Veröffentlicht. 21.05.25
Umfang: 244 Seiten

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Veröffentlicht am 01.09.2025

Das Lamm Gottes

We Burn Daylight
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Das Lamm Gottes

51 Tage Belagerung.

So lief es 1993 in Waco, Texas ab. Eine Sekte versteckt sich vor dem FBI und wird am Ende niedergebrannt. Viele Menschen müssen sterben. Auf Grundlage der wahren ...

Das Lamm Gottes

51 Tage Belagerung.

So lief es 1993 in Waco, Texas ab. Eine Sekte versteckt sich vor dem FBI und wird am Ende niedergebrannt. Viele Menschen müssen sterben. Auf Grundlage der wahren Ereignisse um die Branch Davidians erzählt der Roman eine berührende Geschichte über Glauben, Manipulation, Familie und den Kampf um Freiheit.

Ich persönlich mag Bücher, die auf wahren Ereignissen beruhen. Diese Mischung aus Wahrheit und Fiktion gibt einem einen ganz neuen Blick auf diese Geschehnisse.

In dem Buch geht es hauptsächlich um Roy, den Sohn des Sheriffs und Jaye. Jaye zieht mit ihrer Mutter nach Waco, um sich der Sekte des charismatischen Anführers Lamb anzuschließen, zweifelt jedoch bald an dessen Absichten. Dort begegnet sie Roy, dem Sohn des Sheriffs, und zwischen den beiden Teenagern entsteht eine intensive, aber gefährliche Liebe.

Wir lesen abwechselnd aus der Sicht der beiden Teenager. Zwischendurch gibt es dann Ausschnitte aus einem aktuellen Podcast, der sich mit den Vorkommnissen auseinandersetzen möchte. Diese Wechsel und auch die heutigen Einblicke mag ich sehr als Stilmittel. So bekommt man immer verschiedene Blickwinkel zu lesen.

Das Buch hat mich ziemlich berührt. Nicht nur das zwischen Roy und Jaye, auch wie es der Autor schafft, einen als Leser in diese unglaubliche und ungeschönte Welt mitzunehmen. Der Roman zeigt unaufhörlich die Spannung zwischen Romantik und Katastrophe.

Wer sich für diese Art der Bücher interessiert, dem möchte ich es sehr ans Herz legen. Aber nehmt euch Zeit, um in diese Welt einzutauchen.

ISBN: 978-3406836923
Autor: Bret Anthony Johnston
Verlag: C.H. Beck
Veröffentlicht. 10.07.25
Umfang: 492 Seiten

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Veröffentlicht am 01.09.2025

Unter Raben

Rabenland
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Unter Raben

Es ist zwar bereits der zweite Teil rund um die Ermittler Carlotta Weiss und Nils Trojan, doch hat es für mich den Lesespaß nicht geändert. Wer jedoch Reihen gern von Beginn abliest, sollte ...

Unter Raben

Es ist zwar bereits der zweite Teil rund um die Ermittler Carlotta Weiss und Nils Trojan, doch hat es für mich den Lesespaß nicht geändert. Wer jedoch Reihen gern von Beginn abliest, sollte sich dessen Gewiss sein.

Ein 17-jähriges Mädchen, das seit einem Jahr vermisst wurde, wird schwer verletzt vor einer Klinik abgelegt und erinnert sich nur daran, bei Raben gelebt zu haben. Die Ermittler Carlotta Weiss und Nils Trojan entdecken im Wald eine unheimliche Szenerie mit sieben lebensgroßen Puppen. Doch ein schockierendes Ereignis stellt alles infrage, was sie bislang über das Mädchen zu wissen glaubten.

Es ist tatsächlich mein erstes Buch des Autors und ich habe mich gewundert, dass er mir noch nicht früher begegnet ist. Denn das Buch hier fand ich richtig gut. Neben einer guten Spannung gibt es auch ruhige Teile. Man sollte sich jedoch bewusst sein, dass es teilweise recht explizit zugeht und wenn man damit ein Problem hat, sollte man es nicht lesen. Die Protagonisten fand ich alles in allem gut ausgearbeitet und für den Inhalt des Buches glaubwürdig.

Man darf nicht vergessen, dass der Autor natürlich einen gewissen Weg geplant hat und so manche Dinge passieren müssen, damit es am Ende aufgeht. Dennoch fand ich es zum größten Teil gut und nachvollziehbar.

Wie schon fast üblich bei Thrillern sind die Kapitel kurz gehalten. So hat man als Leser immer mal die Möglichkeit durchzuatmen.

Für mich war es ein richtig guter Thriller und ich werde mir nun definitiv weitere Bücher des Autors anschaffen.

ISBN: 978-3442206582
Autor: Max Benton
Verlag: Goldmann
Veröffentlicht. 13.08.25
Umfang: 368 Seiten

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