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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.01.2026

Zerstörte Seele

Minnesota
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„Minnesota“ der neueste Roman von Jo Nesbo liest sich düster und anklagend. Die Perspektive wechselt zwischen dem Polizisten Bob Oz und einem Attentäter, der andere Verbrecher jagt und seine ganz eigenen ...

„Minnesota“ der neueste Roman von Jo Nesbo liest sich düster und anklagend. Die Perspektive wechselt zwischen dem Polizisten Bob Oz und einem Attentäter, der andere Verbrecher jagt und seine ganz eigenen Gründe hat, so zu handeln.
Beide Männer haben etwas verloren, was sie sehr zerstört hat.
Es entwickelt sich ein spannendes Katz und Maus Spiel zwischen beiden.

Die Erzählweise von Jo Nesbro ist sehr geschickt und es wird fortwährend Spannung aufgebaut. Soziale und kulturelle Unterschiede werden gut herausgearbeitet.
Gerade der Ermittler Bob Oz wird sehr authentisch dargestellt. Er hat viele persönliche Probleme und hält damit auch nicht hinterm Berg. Beim lesen war ich immer wieder hin- und hergerissen zwischen Sympathie und Antipathie, auch dem Attentäter gegenüber.
Zeitlich gibt es einen Unterschied von sechs Jahren zwischen dem ersten Attentat 2016 und dem Heute 2022. Da das Hauptgeschehen 2016 stattfindet, hat mich der Wechsel anfangs teilweise ein bisschen im Lesefluss irritiert, hat sich dann aber letztlich im Verlaufe des Buches doch gut eingefügt.
Gerade die moralischen Fragen die das Buch aufwirft, fand ich sehr spannend.

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Veröffentlicht am 27.12.2025

Spannendes Buch - Abruptes Ende

Ruf der Leere
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„Ruf der Leere“ ist ein psychologischer Roman, der den Hauptprotagonisten Felix begleitet, während dieser sich mit den vergangenen Monaten seines Lebens auseinandersetzt. Felix lädt die relevanten Personen ...

„Ruf der Leere“ ist ein psychologischer Roman, der den Hauptprotagonisten Felix begleitet, während dieser sich mit den vergangenen Monaten seines Lebens auseinandersetzt. Felix lädt die relevanten Personen seines Lebens auf eine Hütte ein um eine Party zu feiern, bis scheinbar ein alter Mann die Party zu unterbrechen scheint, mit der Verkündung, dass nur einer von sieben überleben wird.

Das Buch beschreibt sehr spannend die Beziehungen der Protagonisten untereinander, deren Geheimnisse, Ängste und Sorgen und deckt auch so einiges auf.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Als Leser möchte man unbedingt dran bleiben und das Buch nimmt zusehends an Fahrt auf, auch wenn die Kernfrage, wer überleben wird, nur am Rande diskutiert wird.

Auch viele Wendungen sind dabei und man kann durchaus zu den Charakteren Sympathien aufbauen.

Allerdings ist der Schluss sehr abrupt und hinterließ bei mir einige Fragen.
Da ich derartige offene Enden und die damit einhergehenden Spekulationen nicht mag, muss ich zwei Sterne abziehen.

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Veröffentlicht am 24.12.2025

Schon für die Kleinsten

Hilf den Tierkindern
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Das Buch „Hilf den Tierkindern“ ist schon für die Kleinsten geeignet, da die Bilder groß und reduziert sind, ohne viel Schnickschnack drum herum und daher optisch nicht überfordern. Auf jeder Seite wird ...

Das Buch „Hilf den Tierkindern“ ist schon für die Kleinsten geeignet, da die Bilder groß und reduziert sind, ohne viel Schnickschnack drum herum und daher optisch nicht überfordern. Auf jeder Seite wird ein Tierkind vorgestellt und die Kinder werden textlich dazu aufgefordert, dem betroffenen Tier durch Bewegung zu helfen.
Z.B. soll dem Hasen der Bauch gestreichelt werden, damit er nicht mehr traurig ist oder dem Schaf soll durch Kopfschütteln gezeigt werden, dass es dadurch das Stroh aus seinen Haaren schütteln kann.
Auch farblich ist das Buch relativ einheitlich gehalten und die dicken Pappseiten können kleine Kinder schon gut umblättern.
Auch zu dem Thema Farben gibt es Seiten.
Wir fanden es sehr gelungen. Aufgewertet hätte das Buch noch etwas werden können, indem noch Fühlseiten, z.B. beim Bauch des Hasen dabei gewesen wären.

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Veröffentlicht am 05.12.2025

Alles echt?

Belladonnas
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Julie und Chloe sind eineiige Zwillinge chinesischer Abstammung, deren Eltern bei einem Unfall starben als sie 4 Jahre alt waren. Während Chloe in ein reiches Haus adoptiert wurde und später als Influencerin ...

Julie und Chloe sind eineiige Zwillinge chinesischer Abstammung, deren Eltern bei einem Unfall starben als sie 4 Jahre alt waren. Während Chloe in ein reiches Haus adoptiert wurde und später als Influencerin eine große Reichweite schaffte, musste Julie bei ihrer verhassten Tante wohnen, die sie nur ausnahm und sich finanziell durchs Leben schlagen. Nach einem verstörenden Anruf von Chloe, obwohl beide keinen Kontakt pflegen, sieht Julie nach ihr und entdeckt ihre Leiche. Aus Neid und dem Gefühl besseres verdient zu haben übernimmt Julie Chloes Leben und erfährt dabei unter der Gruppierung der Belladonnas auch die Schattenseiten des Influencer-Lebens und auch menschliche Abgründe.
Mir hat gut gefallen, dass man Julies Gefühle und Ängste gut nachvollziehen konnte und man auch merkte, in welche Abhängigkeit und Sucht (nach Medien, Aufmerksamkeit etc.) man schnell geraten kann. Der Schreibstil ist einfach und spannend und es gibt viele Wendungen. Zudem hat man ständig das Gefühl Julie könnte auffliegen und als Leser wird einem auch schneller als Julie selbst bewusst in welche Abwärtsspirale und Gefahr sie da gerät.
Daher sehr spannend geschrieben – was mich aber etwas gestört hat, dass Julie oftmals in Hashtags denkt – klar es ist ein Influencerbuch und daher auch angebracht. Ich fand es dezent nervend, zum Glück blieb der Anteil aber relativ gering.

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Veröffentlicht am 05.12.2025

Gelungener Comic

Ariol 19
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Ariol – Wie die Nachtigallen ist bereits der 19. Band dieser wunderbaren Comic-Reihe. Er gliedert sich nochmals in einzelne abgeschlossene Geschichten auf. Im Buchumschlag werden die Tiere mit Namen kurz ...

Ariol – Wie die Nachtigallen ist bereits der 19. Band dieser wunderbaren Comic-Reihe. Er gliedert sich nochmals in einzelne abgeschlossene Geschichten auf. Im Buchumschlag werden die Tiere mit Namen kurz vorgestellt.
Besonders gut gefallen hat uns, dass es sich um Alltagsgeschichten handelt, die jedem passieren können. Außerdem haben die Geschichten einen pädagogischen Ansatz. Ariol merkt oft selbst, dass die Ratschläge der Eltern oder der Oma im Verlauf der Handlung gar nicht so falsch waren, obwohl er natürlich – ganz Kind – erst mal nichts davon hält.
Das Buch ist textlich auch nicht überladen und hat ein angenehmes Format.
Die Texte und Bilder und Charaktere sind warmherzig und man kann sich gut einfühlen. Das Lesen macht einfach Spaß und wir freuen uns Ariol für uns entdeckt zu haben. Auch der Humor kommt nicht zu kurz.

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