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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.04.2023

Dieses Buch macht Spaß

Zornige Flut
2

Sabine Weiss kann nicht nur historisch, sondern auch Thriller.

Liv Lammers ist Kriminalerin und wird plötzlich selbst mehrfach Oper von Attentaten. Zeitgleich ermittelt sie auch in einem Mordfall nach ...

Sabine Weiss kann nicht nur historisch, sondern auch Thriller.

Liv Lammers ist Kriminalerin und wird plötzlich selbst mehrfach Oper von Attentaten. Zeitgleich ermittelt sie auch in einem Mordfall nach einem Schädelfund in einem Aquarium. Sie und ihre Kollegen setzen alles daran, um beide Fälle auf zu klären, was sich jedoch als nicht ganz einfach erweist und zum Ende hin bleibt der Showdown nicht aus.

Das Privatleben von Liv ist genauso in den Roman eingebunden, wie auch die Aufklärung der Fälle, wodurch man Sympathien zu den Protagonisten entwickelt.
Bei „Zornige Flut“ handelt es sich um den siebten Fall von Liv Lammers. An manchen Stellen fand ich es ärgerlich, dass ich die Vorgängerbücher nicht kannte, um einerseits die Figuren besser zu kennen, als auch andererseits die aus dem Vorband aufgegriffenen Fälle besser einordnen zu können.
Im Grunde ist aber alles so erzählt, dass man auch als Quereinsteiger keine Probleme beim Lesen bekommt. Das Buch ist in sich geschlossen und es gibt auch keine nervigen Cliffhanger.

Die Bildsprache von Sabine Weiss gefällt mir sehr gut. Mit ihrem Schreibstil schafft sie es Umgebungen zu Leben zu erwecken. Dennoch lassen sich ihre Bücher locker und leicht lesen.
Ich habe mich ganz gut unterhalten gefühlt. Würde ich als Urlaubslektüre auch nochmals lesen.


  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 03.04.2023

Unterhaltsame Dystopie

Der dunkle Schwarm 2 - Der stille Planet
0

„Der Schwarm“ ist eine Dystopie von Marie Grasshoff und besteht aktuell aus zwei Bänden.
In der Zukunft gibt es eine sehr ausgeprägte Dreiklassengesellschaft. Ressourcen wie frische Luft, Sonne und Natur ...

„Der Schwarm“ ist eine Dystopie von Marie Grasshoff und besteht aktuell aus zwei Bänden.
In der Zukunft gibt es eine sehr ausgeprägte Dreiklassengesellschaft. Ressourcen wie frische Luft, Sonne und Natur sind sehr rar und hauptsächlich der Oberschicht vorbehalten, während die unterste Schicht im Dreck ums tägliche Überleben unter hoher Kriminalität kämpft. In der Welt von Atlas sind die Menschen mit Adics in ihren Köpfen ausgestattet. Damit wird untereinander kommuniziert, oder Informationen abgerufen. Handys und Computer sind längst überflüssig geworden. Atlas besitzt dabei ein besonders ausgeprägtes Adic: Sie kann in den Kopf sämtlicher Personen blicken und deren Gedanken und Gefühle lesen, sowie diese notfalls auch überlasten. Darüber hinaus kann sie sich auch in Geräte, wie den Supercomputer hacken, was sie gefährlich aber auch wertvoll macht. Mit ihrer Fähigkeit, die sie unter dem Radar zu halten versucht, versucht sie die Welt zu verbessern und bösen Machenschaften auf die Spur zu kommen.
Der zweite Band steht Band 1 in nichts nach. Mir gefällt die Erzählweise von Marie Grasshoff sehr. Die Szenarien sind gut konstruiert und die Sci-Fi-Elemente wirken schlüssig. Das Buch regt auch etwas zum nachdenken an, wie wir mit unseren Ressourcen umgehen und dass wir diese mehr wertschätzen sollten. In einer Welt wie dieser möchte wirklich niemand leben.
Der Schreibstil ist flüssig und durch die vielen verschiedenen Charaktere kommt auch nie Langeweile auf.
Ab und an hatte ich beim lesen das Gefühl, dass ein paar Handlungsstränge zu kurz gekommen, bzw. zu schnell abgehandelt wurden, siehe Atlas Erkrankung.
Band 1 sollte man übrigens unbedingt vorher gelesen haben, da man sonst sehr schwer ins Buch hinein findet und das vorherige Geschehen wichtig ist, um den Kontext zu verstehen.
Mich hat das Buch unterhalten, obwohl ich Sci-Fi grundsätzlich nicht so gerne mag. Marie Grasshoffs sehr lebendige Erzählweise und die sehr sympathischen Charaktere machen diesen Umstand aber wieder wett.

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  • Fantasie
Veröffentlicht am 02.04.2023

Regeln für einen Zombie

Die schreckliche Adele 06
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Adele ist ein überaus freches Mädchen, welches mit viel schwarzem Humor und als geborene Pessimistin ihren Alltag mit dem Leser teilt. Der Comicstil ist farbenfroh und es macht Spaß durch die Seiten zu ...

Adele ist ein überaus freches Mädchen, welches mit viel schwarzem Humor und als geborene Pessimistin ihren Alltag mit dem Leser teilt. Der Comicstil ist farbenfroh und es macht Spaß durch die Seiten zu blättern.
Für ältere Kinder ist der Comic witzig, aber teilweise auch sehr bitterböse und dürfte daher dem Anspruch von vielen Eltern nicht ganz so genügen.
Adele macht einfach meistens das, was man eben nicht tun sollte.
In diesem Band züchtet sie einen Zombie, der so gar nicht hören will. Daraus entstehen relativ viele schräge Situationen.
Die Zeichnungen sind teilweise recht gruselig, passen aber zur Handlung. Meiner Meinung nach ist es eher für ältere Kinder geeignet und noch nicht ab 8 Jahren.
Natürlich spielen auch wieder die Eltern, Magnus und die Katze eine nicht zu geringe Rolle.
Das Taschenbuchformat wiederum eignet sich gut zum blättern und auch zum mitnehmen.

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Veröffentlicht am 02.04.2023

Viele Identitäten

One of the Girls
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Das Buch ist in Kapitel unterteilt, welche jeweils aus der Sicht von einer der sechs Frauen erzählt. Zu Beginn der Kapitel wartet ein kurzer kursiv geschriebener Text, der meist einen Eindruck darüber ...

Das Buch ist in Kapitel unterteilt, welche jeweils aus der Sicht von einer der sechs Frauen erzählt. Zu Beginn der Kapitel wartet ein kurzer kursiv geschriebener Text, der meist einen Eindruck darüber gibt, was die Frauen erwarteten und was stattdessen passierte. Diese Texte weisen schon auf drohendes Unheil hin, ohne näher ins Detail zu gehen und haben die Spannung richtig mit aufgebaut.
Bis kurz vor Schluss ist nicht klar, wer die Leiche ist und ob eine der Sechs von Anfang an einen Mord geplant hat.
Jede hat ihr eigenes Päckchen zu schleppen und so tauchen immer mehr Motive aus und die Beziehungen untereinander verändern sich immer dynamischer.
Das Buch ist an sich leicht zu lesen. Aber die vielen Wechsel fand ich auch ein bisschen störend für den Lesefluss. Man musste sich schon viel merken, wer wer war.
Alles in allem ein unterhaltsamer Thriller mit unvorhersehbarem Ende, der aber auch nicht vom Hocker haut.

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Veröffentlicht am 25.03.2023

Actionfans aufgepasst

Seventeen
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Seventeen ist die aktuelle Nr. 1 unter den Auftragsmördern, steht aber kurz davor seinen Platz an den nächsten Kandidaten abzugeben. Ständig auf der Hut bekommt er nun den Auftrag sein Idol, Nummer 16 ...

Seventeen ist die aktuelle Nr. 1 unter den Auftragsmördern, steht aber kurz davor seinen Platz an den nächsten Kandidaten abzugeben. Ständig auf der Hut bekommt er nun den Auftrag sein Idol, Nummer 16 zu töten, der sich aus dem Geschäft zurück zog und jahrelang untertauchte.

John Brownlow ist Hollywood-Drehbuchautor und das erkennt man auch in seinem Debütroman. Häufig hatte ich das Gefühl einen Film zu schauen, bei dem die Stimme aus dem Off erzählt. Die Handlung ist rasant, actionreich, gefährlich und fesselnd. Ein richtiger Pageturner. Besonders gut gefällt mir, dass der Autor den Leser sehr oft mit einbezieht und direkt anspricht. Seventeen erzählt dem Leser sozusagen seine Geschichte. Es werden Vorschläge gemacht, wie z.B. „das können Sie gerne googeln“ oder Fragen direkt an den Leser gestellt. Das hat mir richtig gut gefallen.

Trotz des sehr brutalen täglichen Geschäftes als Auftragskiller kommt auch der Humor in dem Buch nicht zu kurz und der ein oder andere Lacher ist garantiert. Die Szenen sind sehr detailreich erzählt und hätten in der Tat das Zeug als Actionfilm auf der Bildfläche zu erscheinen.

Ich bin überzeugt - Gerne mehr davon!

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