Verwirrend und langatmig - konnte mich leider nicht überzeugen
So ist das nie passiertWilla ist ein Teenager als ihre kleine Schwester Laika spurlos verschwindet. Sie gibt nie die Hoffnung auf, Laika zu finden. Willa vernachlässigt ihre Beziehungen und ihr Umfeld immer mehr und sehnt sich ...
Willa ist ein Teenager als ihre kleine Schwester Laika spurlos verschwindet. Sie gibt nie die Hoffnung auf, Laika zu finden. Willa vernachlässigt ihre Beziehungen und ihr Umfeld immer mehr und sehnt sich nach einem Familienidyll, das sie so nie hatte. Heute, zwanzig Jahre später, trifft sie auf einer Dinnerparty eine Frau, von der sie glaubt, dass es Laika sein könnte. Das zwanglose Essen unter Freunden und Bekannten wird zu einem denkwürdigen Abend, der das Leben aller, vor allem Willis, für immer verändern wird.
Das Cover fand ich ansprechend, weil es so ungewöhnlich war, alltäglich und trotzdem sticht es ins Auge. Leider konnte mich dafür der Inhalt nicht überzeugen.
Die Geschichte wird kapitelweise aus der Sicht von verschiedenen Personen erzählt. An sich eine tolle Ausgangslage, aber hier fängt das Problem an: die unkontrollierten Zeitsprünge ohne Angabe zu Beginn des Kapitels machen das Lesen mühsam. Ich konnte den Beziehungen der Personen und den fehlenden Zeitangaben nicht folgen und musste gerade am Anfang oft zurückblättern und Passagen nochmal lesen. Obwohl Willa die Hauptfigur der Geschichte ist, erscheint oft Robyn, ihre Freundin und Gastgeberin der Party, eher im Zentrum. Sie ist mir von allen Figuren noch am sympathischsten, Willa wirkt meist emotionslos und anders, als ich sie vor dem Lesen eingeschätzt hätte.
Auch das Thema von Erinnerungen und wie diese im Laufe der Zeit immer weiter verfremden, fand ich sehr interessant. Das wurde für mich im Roman leider nicht gut umgesetzt und nur angerissen und geht im Chaos der Dinnerparty unter. Gerade dieses Thema und die Charaktere hätten mehr Aufmerksamkeit und Tiefe verdient, was dem Buch gut getan hätte. Die Auflösung und das Ende waren daher auch nicht wirklich fulminant und man hat es immer mehr vorhersehen können.
Für mich ein mittelmäßiges Buch, das wegen der vielen Zeitsprünge, undurchsichtigen Beziehungen und Charaktere und nicht zuletzt wegen der fehlenden Emotionen nicht wirklich überzeugen konnte! Schade!