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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.08.2021

Eines der besten Bücher von Iny Lorentz

Die Fürstin
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Deutschland im frühen 18. Jahrhundert: Die junge Charlotte stammt aus einem verarmten Adelshaus und hat das Glück, als eine von 8 Schwestern verheiratet zu werden. Sie soll ihrem Gemahl, dem Fürsten Carl ...

Deutschland im frühen 18. Jahrhundert: Die junge Charlotte stammt aus einem verarmten Adelshaus und hat das Glück, als eine von 8 Schwestern verheiratet zu werden. Sie soll ihrem Gemahl, dem Fürsten Carl Anton, um den sich viele Gerüchte ranken, den ersehnten Erben schenken. Ein Sohn ist die einzige Möglichkeit für diesen, sein Fürstentum vor seinem raffgierigen Fein zu schützen. Eine dementsprechend schwierige Aufgabe kommt auf Charlotte zu. Doch die arrangierte Ehe erblüht nicht in Leidenschaft und die junge Fürstin muss sich in ihrer neuen Stellung erst zurechtfinden. Während Charlotte nach ihrem eigenen Glück sucht, wird sie zunehmend zur Zielscheibe des Hasses der Feinde ihres Mannes.

Der Schreibstil ist, wie man es von Iny Lorentz kennt, nicht besonders anspruchsvoll und dementsprechend flott und angenehm zu lesen. Auch fehlte der Handlung nicht an Spannung. Auch dieser Roman war wieder top recherchiert, wie man es vom Autorenduo gewohnt ist. Interessant war für mich die Wahl des Schauplatzes, da das Saaletal für einen historischen Roman ein ungewohnter Schauplatz ist. Besonders gut haben mir die Protagonisten gefallen. Sie wirken authentisch und nicht zu sehr übertrieben. Einige von ihnen sind mir sehr ans Herz gewachsen. Überrascht hat mich das Aufgreifen von Liebe zwischen Männern und die Vorurteile und Feinde gegen die diese Männer kämpfen mussten. Die Geschichte hat mir einiges mitgegeben ich habe ein wenig dazugelernt.

Letztendlich ist der Roman wirklich sehr gut geschrieben und eine große Empfehlung für alle Leser von Iny Lorentz. "Die Fürstin" gehört zu meinen liebsten historischen Romanen hat mir wirklich einiges mitgegeben.

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Veröffentlicht am 21.08.2021

Ich bin wirklich beeindruckt...

Kein böser Traum
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Als die zweifache Mutter Grace Lawson die Fotos des letzten Familienausfluges durchsieht, macht sie eine ungewöhnliche Entdeckung. Zwischen all den Fotos von ihrer Familie befindet sich eines das nicht ...

Als die zweifache Mutter Grace Lawson die Fotos des letzten Familienausfluges durchsieht, macht sie eine ungewöhnliche Entdeckung. Zwischen all den Fotos von ihrer Familie befindet sich eines das nicht dazu passt. Es ist schon Jahrzehnte her, dass das Bild aufgenommen wurde, und zeigt den Mann von Grace mit mehreren ihr unbekannten Personen. Als Grace ihren Mann darauf anspricht, zeigt sich dieser abweisend und verschwindet kurz darauf spurlos. Je mehr Grace über das Foto herausfindet, desto mehr wird sie von ihrer eigenen Vergangenheit heimgesucht, die sie hoffte zu vergessen.

Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. man kommt sehr flott durch das Buch, und auch baucht sich das ganze Buch über Spannung auf, die nicht abflaut. Anfangs scheint nichts zusammenzuhängen, doch langsam erkennt man das komplexe Netz, das hinter allem steckt. Gegen Ende löst sich alles auf, doch selbst als ich glaubte, nichts könne mich mehr überraschen, nahm die Geschichte wieder eine unerwartete Wendung. Die Protagonisten in Harlan Cobens Büchern haben immer eine unangenehme Vergangenheit und kämpfen trotzdem immer für das Gute. Sie wirken authentisch und sympathisch.

Ich kann das Buch wirklich uneingeschränkt an alle empfehlen. Kein Böser Traum wird definitiv nicht das letzte Buch von Harlan Coben sein, das ich gelesen habe.

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Veröffentlicht am 21.08.2021

Ein beeindruckendes Buch

Von fernen Ländern
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Georgia 1850: Nachdem die Familie der jungen Engländerin Elizabeth von einem schweren Schicksalsschlag getroffen wird, wird die junge Frau zu reichen Verwandten in den amerikanischen Süden geschickt, wo ...

Georgia 1850: Nachdem die Familie der jungen Engländerin Elizabeth von einem schweren Schicksalsschlag getroffen wird, wird die junge Frau zu reichen Verwandten in den amerikanischen Süden geschickt, wo sie zu einer wohlerzogenen und kultivierten Frau erzogen werden soll. Mit ihrer Ankunft in Georgia ändert sich das Leben des jungen Mädchens schlagartig und sie wird in eine Welt hineingezogen, von der sie zuvor nur träumen konnte. Durch ihre Ankunft auf der herrschaftlichen Baumwollplantage Dimwood verändert sich das bisher ruhige Leben der Hausbewohner schlagartig. Mit ihrer ausgesprochenen Schönheit und Eleganz, ihrem Geist und ihre Intelligenz, aber auch ihrer Sturheit, ihrer Geradlinigkeit und ihren modernen Ideen stiftet sie zunehmend Unruhe. Das alte Leben in England war so viel anders und beschaulicher und vieles in der neuen Welt schockiert Elizabeth und die Dekadenz und Falschheit der illustren Gesellschaft machen ihr zu schaffen. Und auch ihre romantischen Gefühle drohen Elizabeth zu Fall zu bringen.

Der Schreibstil hat mich wirklich beeindruckt. Bunt und mit dem süßen, schweren Duft der Magnolien in der Nase wird der Leser in die Zeit des vermeintlichen Glanzes der Südstaaten versetzt. Ich konnte schon fast die schwüle Hitze eines drückend heißen Sommertags während des Lesens auf meiner Haut spüren und die moosbewachsenen Bäume sehen, die von der Sommerhitze niedergedrückt werden. Über dem ganzen liegt aber auch noch eine drückend düstere Stimmung, die den Untergang dieser dekadenten Gesellschaft, der jeden Moment über Elizabeth und die anderen Charaktere hereinbrechen könnte, greifbar macht. Wirklich begeistern konnten mich auch die Charaktere, die außergewöhnlich facettenreich und einzigartig gestaltet sind. Jeder scheint irgend ein dunkles Geheimnis mit sich rumzutragen, das er am liebsten sofort tief im Inneren der Seele vergraben würde. Ein wenig störte mich allerdings, wenn Elizabeth hin und wieder eine ihrer kindischen, naiven Phasen bekam. Allerdings muss man sagen, dass durch diesen Wechsel zwischen trotzigem, für Kinder typischem Verhalten und dem einer aufgeschlossenen intelligenten Dame von Welt, die bereits das Erwachsenenalter erreicht hat, das Verhalten Elizabeths als Sechzehnjährige authentisch und realitätsnah widerspiegelt. Positiv beeindruckt wurde ich auch von der überragenden Recherchearbeit des Autors. Das Leben der Oberklasse mit ihren frivolen Veranstaltungen und strengen Regeln, aber auch wie andere Gesellschaftsschichten wie der "Poor white Thrash" oder die Sklaven von ihnen behandelt wurden, wird äußerst authentisch dargestellt. Besonders gefallen haben mir auch die Beschreibungen der angespannten politischen Lage in den USA vor dem Sezessionskrieg, die sich über das ganze Buch zogen und mehr das Gefühl eines nahenden Unglücks verstärkten. dabei wurden die Sachverhalte auch spannend und interessant erläutert ich habe wirklich etwas über die politischen Geschehnisse der damaligen Zeit gelernt. Gefallen hat mir auch, dass damalige politische Größen wie Henry Clay erwähnt wurden, und deren Bedeutung in der Geschichte. Einzig und allein störte mich ein wenig, dass es im Buch immer wieder zu etwas langatmigen Stellen kam, die meinen Lesefluss beeinträchtigten, was das Buch aber nicht minder lesenswert macht.

Die Geschichte ist eine große Empfehlung an alle, die sich gerne mit der Geschichte Amerikas im 19. Jahrhundert auseinandersetzen und gerne historische Romane lesen. Allerdings sollte man für das Buch schon ein wenig Wissen über die damaligen politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse haben. Der Schreibstil und die Recherchearbeit haben mich dermaßen beeindruckt, dass dies definitiv nicht mein letztes Buch von Julien Green gewesen sein wird.

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Veröffentlicht am 21.08.2021

Der beste Thriller von Harlan Coben

In ewiger Schuld
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Maya, eine ehemalige Pilotin der Armee, bekommt beim Durchblicken der Aufnahmen ihrer Nanny-Cam den Schreck ihres Lebens. Auf den Aufnahmen ist ihr bereits verstorbener Mann Joe zu sehen, der in aller ...

Maya, eine ehemalige Pilotin der Armee, bekommt beim Durchblicken der Aufnahmen ihrer Nanny-Cam den Schreck ihres Lebens. Auf den Aufnahmen ist ihr bereits verstorbener Mann Joe zu sehen, der in aller Seelenruhe mit ihrer kleinen Tochter spielt. Sie beginnt am Tod ihres Mannes zu zweifeln. Auch kommt unweigerlich die Frage auf, was in der Nacht von Joes Ermordung geschah und ob sie ihrem Mann jemals trauen konnte. Nach und nach beginnt sie zu forschen, wer ihr Mann wirklich war, und was in der Nacht seiner Ermordung geschah. Ihr Forschungen führen sie auch in die Vergangenheit der reichen Familie ihres Mannes, in der sie auf einmal nicht mehr willkommen scheint.

Die Geschichte nahm echt rasant an Fahrt auf. Es wurde von Seite zu Seite spannender und die Spannung flaut das ganze Buch über nicht ab. Der Autor lockt den Leser immer wieder auf falsche Fährten und auch das Ende hat mich wirklich überrascht. Auch die Charaktere waren sehr interessant und ich empfand Maya als eine wirklich starke, sympathische und engagierte Frau. Auch wirkte die Handlung authentisch und an keiner Stelle an den Haaren herbeigezogen. Äußerst gut und interessant beschrieben fand ich, wie Maya mit ihren Problemen zu kämpfen hatte. Das Buch ließ mich nachdenklich zurück und wird wohl noch für lange Zeit in meinem Gedächtnis bleiben.

Letztendlich kann ich mich über gar nichts beschweren. Das Buch ist einer der besten Thriller, die ich je gelesen habe, und kann es daher uneingeschränkt allen weiterempfehlen, die gerne Bücher dieses Genres lesen.

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Veröffentlicht am 21.08.2021

Der Alltag im 18. Jahrhundert

Die Brücken der Freiheit
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Schottland im 18. Jahrhundert: Mack, ein junger Mann, arbeitet seit seinem siebten Lebensjahr in der Kohlegrube der Familie Jamisson. Schon bei der Taufe werden die kleinen Kinder den Besitzern der Zeche ...

Schottland im 18. Jahrhundert: Mack, ein junger Mann, arbeitet seit seinem siebten Lebensjahr in der Kohlegrube der Familie Jamisson. Schon bei der Taufe werden die kleinen Kinder den Besitzern der Zeche versprochen. Die meisten der Grubenarbeiterinnen und Grubenarbeiter fügen sich einfach ihrem harten Schicksal, doch Mack strebt nach Freiheit. Er beschließt wegzulaufen und kommt nach London. Dort findet er einen neuen Job, doch auch hier erlangt er nicht die Freiheit, die er sich erhoffte. Als er versucht, gegen sein Schicksal anzukämpfen und der Armut in den Straßen Londons zu entfliehen, wird er als Aufrührer verhaftet und zum Tode verurteilt. Nur das beherzte eingreifen von Lizzie Hallim, einer jungen Adeligen, mit der er bereits als Kind gespielt hatte, konnte ihn vorm Galgen retten. Stattdessen wurde er zu sieben Jahren Zwangsarbeit in den britischen Kolonien verurteilt. Die Freiheit schien in ungreifbare Ferne gerückt sein. Doch auch Lizzie, die seit jeher auf ein Leben in Selbstbestimmung hofft, wird in eine unglückliche Ehe mit Jay Jamisson gedrängt.

Der Schreibstil ist, wie nicht anders von Ken Follett zu erwarten, leicht und flüssig zu lesen gewesen. Auch an Spannung mangelt es das ganze Buch über nicht und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Charaktere waren sehr sympathisch, gut beschrieben, vielseitig und durchaus authentisch. So hatte Mack beispielsweise einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit, einen Drang auf Selbstbestimmung, ist wiederum aber auch beherrscht, überlegt und durchaus dazu in der Tat, sein eigenes Verhalten und seine taten zu reflektieren. Begeistern konnte mich Ken Follett auch mit seiner hervorragenden Recherchearbeit. Das Leben der Kohlearbeiter, die Arbeit in der Zeche, das Leben und die Armut in den Straßen Londons und das Schicksal der Zwangsarbeiter, die in die Kolonien verschickt wurden, wurden sehr interessant beschrieben. Mitgenommen hat mich, wie die kapitalistischen geldgierigen Unternehmer immer weiter die Bevölkerung ausbeuten und dabei sogar noch von der Regierung unterstützt werden. Leider muss man sagen, dass es heutzutage in vielen Teilen der Welt nicht anders zugeht.

Schlussendlich ist der Roman sehr gut und spannend zu lesen. Er bietet einen interessanten Einblick in das Leben im britischen Königreich im 18. Jahrhundert. Ich kann das Buch wirklich uneingeschränkt allen weiterempfehlen, die gerne historische Romane lesen.

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