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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.03.2020

Auf einer fiktiven Insel

Doggerland. Tiefer Fall (Ein Doggerland-Krimi 2)
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Den ersten Teil von Maria Adolfssons "Doggerland" kenne ich nicht, habe aber auch hier die Leseprobe gelesen. "Doggerland - Tiefer Fall" ist also mein erster Fall mit der Ermittlerin Karen Eiken Hornby. ...

Den ersten Teil von Maria Adolfssons "Doggerland" kenne ich nicht, habe aber auch hier die Leseprobe gelesen. "Doggerland - Tiefer Fall" ist also mein erster Fall mit der Ermittlerin Karen Eiken Hornby. Zuerst fand ich die Idee einer Ermittlerin auf einer fiktiven Insel befremdlich und hatte vermutet, es handele sich hier um Fantasy, aber das ist nicht der Fall. Generell mag ich aber Romane mit viel Lokalkolorit und vielleicht Orten, die so spannend sind, dass ich hinreisen würde. Das geht bei "Doggerland" aber nicht.

Die Ermittlerin Karen Eiken Hornby ist nicht wirklich unglücklich, als sie dem Weihnachtsrummel entfliehen darf, um ihrem Chef eine Thailand-Reise zu gönnen und an seiner Stelle zu ermitteln. Dabei geht es erst nur um einen Toten, schließlich aber um viel mehr...

Der Roman verwendet viel Zeit und viele Seiten auf die Schilderung von Personen und privaten Dingen. Der Krimi tritt oft in den Hintergrund. Dabei wäre weniger manchmal mehr. Dennoch möchte ich hier ca. 4,5 Sterne vergeben, denn der Roman ist durchweg spannend, und auch die Figuren haben mir größtenteils recht gut gefallen. Ich würde sagen, die Fortsetzung oder der erste Teil wären auch Bücher für mich, kein Muss, aber einige nette Leseabende.

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Veröffentlicht am 08.03.2020

Ich konnte es nicht aus der Hand legen

Freischwimmen
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"Freischwimmen - Wer die Wahrheit sucht, muss tief tauchen" von Adam Baron ist das beste Buch, das ich seit langem gelesen habe. Immer wieder hat es mich magisch angezogen, und so musste ich es dauernd ...

"Freischwimmen - Wer die Wahrheit sucht, muss tief tauchen" von Adam Baron ist das beste Buch, das ich seit langem gelesen habe. Immer wieder hat es mich magisch angezogen, und so musste ich es dauernd wieder zur Hand nehmen, bis ich es durchgelesen hatte.

"Freischwimmen" ist für Erwachsene genauso spannend wie für Kinder, würde ich sagen. Der Grundschüler Cym ist noch nie geschwommen, und das wird ihm zum Verhängnis, als die Klasse zum ersten Mal Schwimmunterricht hat. Aber die traumatischen Vorkommnisse im Schwimmbad sind gleichzeitig der Auslöser für eine Reihe von Begebenheiten, die nach und nach ein Familiengeheimnis oder auch gleich einige Geheimnisse enthüllen. Am Ende ist es für den Leser gar nicht so wichtig, wie das Buch ausgeht, aber der Schluss ist gut und rund.

Das Buch bleibt durchweg spannend und geht aber auch ans Herz. Ich musste im Laufe des letzten Teils auch ein Taschentuch zur Hand nehmen, weil mich das Buch berührt hat. "Freischwimmen" lebt einerseits von den Entwicklungen von Kapitel zu Kapitel, aber auch davon, wie Cym die Welt sieht. Dabei kann man immer mit ihm mitfiebern, aber auch schon mal lachen.

Auch die Nebenfiguren sind gut gezeichnet, besonders Veronique Chang und Cyms zwei beste Freunde (die manchmal auch Feinde sind). Adam Barons Kinderbuch ist eines der wenigen, die einen bleibenden Platz in meinem Bücherregal bekommen. Auch, wenn man das Ende kennt, lohnt es sich ganz sicher, das Buch nach einer Zeit noch einmal zu lesen. Der Autor hat einen Schreibstil, der mich voll und ganz überzeugt hat. Seine Bücher für Erwachsene sind nicht auf den deutschen Markt gekommen, ich werde mir aber vielleicht einen seiner englischen Romane bestellen.

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Veröffentlicht am 08.03.2020

Die erste Hälfte des Hörbuchs wird vom Klappentext abgedeckt (Hörbuchrezension)

Die Farben der Schönheit – Sophias Hoffnung (Sophia 1)
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Eigentlich möchte ich der Hörbuchversion von "Sophias Hoffnung - die Farben der Schönheit" von Corina Bomann nur 3,5 Sterne geben. Dabei ist der größte Teil der Kritik aber nicht dem Hörbuch selbst geschuldet, ...

Eigentlich möchte ich der Hörbuchversion von "Sophias Hoffnung - die Farben der Schönheit" von Corina Bomann nur 3,5 Sterne geben. Dabei ist der größte Teil der Kritik aber nicht dem Hörbuch selbst geschuldet, sondern dem Klappentext, der die gesamte erste aus zwei CDs zusammen fasst und damit sehr schnell Langeweile und das Warten auf Neues aufkommen lässt. Offenbar hat dies hier kaum jemanden gestört.

Das Hörbuch ist auf zwei mp3-CDs imn HörbuchHamburg Verlag erschienen, wird gelesen von Karoline Mask von Oppen undhat eine Länge von über 13 Stunden. Dabei handelt es sich um eine gekürzte Lesung. Die Lesung selbst hat mir zum Teil gefallen, was mir aber weniger gefiel ist, dass die Sprecherin, wann immer sie nicht Sophia sprechen lässt, eine gewisse Arroganz in ihrer Stimme trägt, die kaum zu ertragen ist. Dabei wollte sie sicher nur die Stimmen unterschiedlich klingen lassen oder besonders lebhaft klingen. 'Einfühlsam', so wie auf dem Hörbuch beschrieben, fand ich die Stimme nicht, aber dennoch lebhaft, so dass man schon gut zuhören kann.

Die Geschichte um die Chemikerin Sophia wird schon fast im Klappentext zusammen gefasst. Exakt am Ende der ersten CD geht Sophia nach New York, und exakt dort endet der Klappentext. Daher hat mich die CD 1 eher gelangweilt. Es passierte nichts Neues. Wenn man als interessierte Leserin auch schon in die Klappentexte der noch nicht erschienenen zweiten und dritten Teile herein gelesen hat, weiß man sogleich auch schon vorher, was ihrem Kind widerfährt.

Dies alles ist sicher nicht die Schuld der Autorin, die einen soliden Frauenroman geschrieben hat, mehr aber auch nicht. Die Autorin ist eine versierte Schreiberin, die ihr Handwerk versteht. Daher ist der Roman auch in sich rund, man kann gut folgen, es gibt Höhen und Tiefen und ausreichend Potential für weitere Teile. Die Gefahr darin, wenn ein Autor/eine Autorin aber einen Roman nach dem anderen produzieren, ist, dass die Roman kein Alleinstellungsmerkmal mehr besitzen und in der Masse der Neuerscheinungen auf dem Markt schlichtweg verblassen. Daran kann auch ein tolles Cover kaum etwas ändern.

Fazit: "Sophias Hoffnung" kann man lesen, muss man aber nicht. Der Roman ist ein typischer Frauenroman für leichte Lese- oder Hörstunden. Er hat mich ein wenig gelangweilt, aber ich konnte ihn auch gut zu Ende hören. Ich kann mir vorstellen, die anderen Teile noch zu hören, aber sie sind mir nicht so wichtig, dass ich sie auf meine Wunschliste setzen würde. Und der Klappentextersteller sollte noch einmal überlegen, was er alles verraten möchte.

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Veröffentlicht am 08.03.2020

Magisch für jedes Alter

Die Magier von Paris
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Schon das Cover von "Die Magier von Paris" von Christina Wolff ist ein reines Kunstwerk. An diesem Buch kommt im Buchladen sicher keiner vorbei. Das
Buch selbst bleibt magisch bis zur letzten Seite und ...

Schon das Cover von "Die Magier von Paris" von Christina Wolff ist ein reines Kunstwerk. An diesem Buch kommt im Buchladen sicher keiner vorbei. Das
Buch selbst bleibt magisch bis zur letzten Seite und wird Kinder ab 10 Jahren ebenso begeistern wie Erwachsene.

Zum Inhalt: Zwei Magierfamilien in Paris, zwei Feinde. Die Familien Delune und Belleson sind seit quasi jeher Rivalen, aber ihre jüngsten Sprösslinge, Claire und Rafael, wissen nicht, warum. Die Väter und Großväter sind zwar schon verstorben, aber dennoch weiterhin ansprechbar. Sie können Tipps zum Handeln geben, selbst aber nicht agieren, weil sie, wie z.B. Claires verstorbene Vorfahren, in einer Mauer "festsitzen". Doch als ein dritter Magier das wirklich Böse verkörpert, schweißt das die beiden Magierfamilien Delune und Belleson zusammen, besonders Claire und Rafael.

Claire und Rafael sind sehr gegensätzliche Charaktere, die aber gerade deswegen gut zusammen passen. Sie verleihen dem Buch sehr viel Lebendigkeit und Energie. Beide sind von Anfang an Sympathieträger, die man einfach mögen muss, besonders auch, weil sie die Kunst der Magie noch nicht so ganz beherrschen, was das Buch auch sehr lustig macht.

"Die Magier von Paris" muss man einfach mit 5 Sternen bewerten, und ich denke, sie können Kinder und Erwachsene gleichermaßen begeistern. Für Kinder ist dies ein tolles Buch, das bis zum Ende spannend bleibt. Andere Magierbücher können sich hier wirklich noch etwas abschauen.

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Veröffentlicht am 03.03.2020

Muss für den deutschen Markt angepasst werden

Simply Clean
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"Simply Clean für ein gesundes Zuhause" von Becky Rapinchuk habe ich mir als Buch gewünscht. Leider hat mich das Buch sehr enttäuscht. Man hätte dies viel besser machen können. Dabei hatte ich mir die ...

"Simply Clean für ein gesundes Zuhause" von Becky Rapinchuk habe ich mir als Buch gewünscht. Leider hat mich das Buch sehr enttäuscht. Man hätte dies viel besser machen können. Dabei hatte ich mir die Website der Autorin angeschaut, und ich fand da bereits, dass die Autorin direkt putzsüchtig ist, aber mir gefällt der amerikanische Stil des Listenmachens und die Hilfe bei den Vorgehensweisen zwecks Checklisten. Auch das Vorgängerbuch der Autorin hatte ich sehr interessant gefunden beim Anschauen des Inhaltes und der Leseprobe.


Hält man nun das neue "Simply Clean"-Buch in der Hand, fällt schon auf, dass das Layout trotz des hochwertigen Papiers eher an eine universitäre Examensarbeit erinnert. Von der Sprache her fühlt man sich wie ein Kind bevormundet "Wir haben die Giftstoffe identifiziert.... Wir haben einige bessere Alternativen kennen gelernt..." Wieso eigentlich wir?


Auch die Übersetzung lässt eher zu wünschen übrig. Man erkennt meist genau den amerikanischen Satz, der 1:1 übersetzt wurde. Das passt aber durchaus nicht immer gut.


Zum Inhalt: Dieser ist in zwei Sätzen zusammengefasst: Man sollte - laut Rapinchuk - seine alten Mittel alle komplett wegwerfen und nur noch Essig und Castile-Seife (die gute alte Kernseife tut es sicher auch, die kann man wenigstens hier kaufen) nutzen. Dies ist der Konsens des Buches.


Was aber mein größter Kritikpunkt ist, ist, dass dieses Buch auch beim Thema Produkte auf den amerikanischen Markt gemünzt ist. Wollte man den Tipps folgen, so sollte man wohl drüben auch einkaufen! (z.B.: "Ich empfehle meinen Clean Mama Oxygen Whitener"!!) Produkte ohne Bezug für einen deutschen Leser kommen öfters vor.


Insgesamt vermittelt Rapinchuk dem Leser das Gefühl, dass sein oder ihr Zuhause giftig ist und komplett gereinigt werden muss. Wenn wir ehrlich sind, so ist unser Zuhause wohl kaum der Ort, an dem wir großen Gefahren durch Giftstoffe ausgesetzt sind.


Insgesamt sollte dieses Buch also gänzlich überarbeitet werden. Dennoch kann ich immer noch zwei Sterne geben, denn das Buch gibt auf jeden Fall Anstöße für Veränderungen, über die jeder einmal nachdenken sollte, um dann doch etwas genauer auf die Putzmittel zu schauen oder doch einmal etwas selbst herzustellen. Auch die Bilder haben mir sehr gut gefallen, ebenso die Haptik des Buches.


Wer übrigens Vollzeit arbeitet, wird sowieso nicht eine Putzsucht wie die der Betty Rapinchuk an den Tag legen können.

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