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Veröffentlicht am 25.03.2026

Klotzen, nicht kleckern

Die Reise ans Ende der Geschichte
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"Die Reise ans Ende der Geschichte" von Kristof Magnusson ist ein Roman, der sich selbst nicht immer ernst nimmt, es am Ende aber doch ist.
Wir begeben uns hier auf eine Zeitreise an den Anfang der 90er ...

"Die Reise ans Ende der Geschichte" von Kristof Magnusson ist ein Roman, der sich selbst nicht immer ernst nimmt, es am Ende aber doch ist.
Wir begeben uns hier auf eine Zeitreise an den Anfang der 90er Jahre, der Kalte Krieg liegt hinter uns, Grenzen öffnen und verschieben sich, es herrscht Goldgräberstimmung, auch in den Geheimdiensten.
Germeshausen, als Doppelagent und Geheimdienstmitarbeiter, sieht seinen Stern untergehen und plant nochmal einen großen Auftritt, sein großes Ding. Dafür holt er sich den jungen Jakob Dreiser an Bord, Poet, Charmeur und suchend nach seinem Sinn und Zweck im Leben.
Was die beiden dann gemeinsam erleben, entbehrt, trotz einem ernsten Hintergrund, nie dem Humor. Ich habe beim Lesen so mancher Szene schmunzeln müssen, da sie mir direkt vor Augen stand.
Die Protagonisten könnten verschiedener gar nicht sein, gerade das macht alles sehr amüsant.
Die beiden machen sich auf, um Hubschrauber in Kasachstan zu kaufen und damit zu handeln, natürlich geht dabei nicht alles wie geplant vor sich.
Der Autor verknüpft hier reale historische Fakten und Schauplätze, Protagonisten mit viel Potential und Eigenleben mit einer irrwitzigen, aber durchaus vorstellbaren Story und er tut das mit viel Leichtigkeit und schwarzem Humor.
Mir hat diese Zeitreise durchaus gefallen und gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 23.03.2026

CSI "Garten"

Mord im Nacktschnecken-Milieu
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„Mord im Nacktschnecken-Milieu“ von Elke Schwarzer ist alles andere als ein gewöhnlicher Krimi. In diesem Buch wird der Garten zum Tatort: Von Diebstahl über Bandenkriminalität bis hin zum echten Mord ...

„Mord im Nacktschnecken-Milieu“ von Elke Schwarzer ist alles andere als ein gewöhnlicher Krimi. In diesem Buch wird der Garten zum Tatort: Von Diebstahl über Bandenkriminalität bis hin zum echten Mord ist alles dabei.
Die Diplom-Biologin hat das Ganze genial aufgezogen: Jeder „Fall“ erstreckt sich über mehrere Seiten, beginnend mit der Tatbeschreibung und einer Liste der Verdächtigen. Dank hochwertiger „Foto-Beweise“ kann man die Täter schließlich überführen. Besonders clever: Man lernt ganz nebenbei, wie man diese Garten-Verbrechen fördern oder verhindern kann.
Dieses Buch kann ich am Stück lesen oder aber immer mal wieder einen kurzen Fall zwischendurch, sehr angenehm.
Ein lehrreicher, witziger Lesespaß mit hohem Suchtfaktor – perfekt für die kleine Pause zwischendurch oder als originelles Geschenk für Naturfreunde.

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Veröffentlicht am 23.03.2026

Tiefgründig

Minnesota
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„Minnesota“ von Jo Nesbø ist weit mehr als ein herkömmlicher Krimi; es ist eine tiefschürfende Erzählung, die noch lange nachhallt. Nesbø verzichtet auf Schwarz-Weiß-Malerei und rückt stattdessen die moralischen ...

„Minnesota“ von Jo Nesbø ist weit mehr als ein herkömmlicher Krimi; es ist eine tiefschürfende Erzählung, die noch lange nachhallt. Nesbø verzichtet auf Schwarz-Weiß-Malerei und rückt stattdessen die moralischen Grauzonen in den Fokus. Besonders beeindruckend ist die Charakterzeichnung: Mit Bob Oz begegnen wir einem Detective am Rande des Nervenzusammenbruchs – traumatisiert, einsam und wenig sympathisch, aber in seiner Zerrissenheit absolut greifbar. Durch die geschickte Rahmenhandlung taucht der Leser tief in eine Vergangenheit ein, die untrennbar mit einer scharfen Sozialkritik an Politik und Stadtplanung verknüpft ist. Ein atmosphärischer Sog, der beweist, dass Nesbø ein Meister der psychologischen Tiefe ist.
Für mich ein absolut empfehlenswerter Serienbeginn, der mehr beinhaltet als leichte Unterhaltung!

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Veröffentlicht am 20.03.2026

Verwickelte Angelegenheit

Tödliche Freundinnen
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"Tödliche Freundinnen" von Tess Sharpe ist mal wieder ein Thriller, der mich mit seinen Wendungen und auch dem Ausgang der Geschichte überraschen konnte. Das habe ich nicht mehr so oft.
Mel und Chloe waren ...

"Tödliche Freundinnen" von Tess Sharpe ist mal wieder ein Thriller, der mich mit seinen Wendungen und auch dem Ausgang der Geschichte überraschen konnte. Das habe ich nicht mehr so oft.
Mel und Chloe waren gute Freundinnen und mehr als das, bis Chloe spurlos verschwand und Mel beruflich den Auftrag bekommen hatte, sie wiederzufinden.
Allerdings ist sie leider nicht die Einzigste, die nach ihr sucht und die jeweiligen Gründe sind sehr geheimnisvoll und spannend.
Die Erzählung spielt hier mit den unterschiedlichsten Perspektiven und auch die Zeiten wechseln rasant. Es steht zwar jeweils in der Kapitelüberschrift, man muss sich trotzdem immer erstmal wieder einlesen. Dadurch spielt das Buch ein gewisses Tempo vor, das nicht vorhanden ist.
Mir hat der Schreibstil gefallen, alles war gut beschrieben und vieles hatte auch einen angedeuteten Humor, das mochte ich sehr.
Ein Thriller mit so einigen taffen Frauenfiguren, ich kann ihn nur empfehlen, die Spannung ist durchweg hoch.

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Was passierte in Byrons Keller

Die Geister von La Spezia
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"Die Geister von La Spezia" von Oliver Plaschka führt uns in die Welt der berühmt-berüchtigte Autorin Mary Shelley, nach Italien des Jahres 1822. Ihr Mann Percy ist im Golf von La Spezia ertrunken, unter ...

"Die Geister von La Spezia" von Oliver Plaschka führt uns in die Welt der berühmt-berüchtigte Autorin Mary Shelley, nach Italien des Jahres 1822. Ihr Mann Percy ist im Golf von La Spezia ertrunken, unter ungeklärten und ungewöhnlichen Umständen.
Pat Colombari ist eine Ermittlerin mit wirklich außergewöhnlichen Methoden, sie unternimmt Reisen in die Erinnerungen verschiedener Menschen. Diese sind teilweise dann sogar noch weiter verschachtelt, Erinnerungen in Erinnerungen sozusagen.
Dadurch taucht man direkt in diese Zeit ein und sieht verschiedene Szenen und Erlebnisse, aus unterschiedlichen Sichten. Viel dreht sich hier auch um die Gesellschaft von Lord Byron und um die Geheimnisse in seinem Keller.
Ich mochte die Vermischung der modernen Ansichten von Pat und die historische Gesellschaft sehr, allerdings brauchte dieses Buch beim Lesen sehr viel Aufmerksamkeit. Es geht hier um viele verschiedene Personen, zu unterschiedlichen Zeiten, in verschiedenen Situationen, das ist nicht immer einfach auseinanderzuhalten und zuzuordnen.
Ich mochte die geheimnisvolle, fast schaurige Atmosphäre sehr, es gab aber auch so einige Längen im Buch, wo es eher ein durchhalten war.
Diese Vermischung von Fantasy und historisch echten Figuren und Ereignissen ist sehr spannend, aber auch anspruchsvoll zu lesen, mir hat es gut gefallen.

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