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Steff

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Veröffentlicht am 06.10.2021

Action für die Hausfrau

Probe 12
3

Buchrezension Probe 12

Kaum haben wir es geschafft uns auf Corona einzustellen kommen nun die antibiotikaresistenten Bakterien…

“Probe 12” ist ein Thriller von Kathrin Lange und Susanne Thiele, welcher ...

Buchrezension Probe 12

Kaum haben wir es geschafft uns auf Corona einzustellen kommen nun die antibiotikaresistenten Bakterien…

“Probe 12” ist ein Thriller von Kathrin Lange und Susanne Thiele, welcher 2021 von Lübbe veröffentlicht wurde und sich mit eben diesem Thema beschäftigt: Der Gefahr von antibiotikaresistenten Bakterien und einem möglichen Heilmittel, welches einer erneuten Pandemie zuvorkommen könnte.

Dabei hat schon diese Idee allein das Potential dazu, einen spannenden Thriller zu bieten, welcher einem Nachts den Schlaf raubt– gerade wenn man sich vorgenommen hat nur noch ein Kapitel zu lesen.

Probe 12 konnte dieses Versprechen für mich leider nicht einhalten.

In den ersten Kapiteln werden viele Figuren vorgestellt, welche die Handlung aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten – jedoch hatte ich bis zum Ende des Buchs das Gefühl, dass man nicht jeden Blickwinkel benötigte oder mir sogar die Spannung dadurch verdorben wurde, dass die unterschiedlichen Beweggründe der Figuren erklärt wurden.

Die Hauptcharaktere sind dabei die Wissenschaftsjournalistin Nina Falkenberg und der Foodhunter Tom Morell, welche durch Ninas Willen, den letzten Wunsch ihres verstorbenen Ziehvater zu erfüllen und sein Heilmittel der Welt zur Verfügung zu stellen, und Toms Wunsch, seiner Tochter von einer Lebensbedrohlichen Bakterieninfektion zu retten, sich zusammentun. Gemeinsam versuchen sie das Heilmittel gegen die antibiotikaresistenten Bakterien vor den “bösen Russen” zu schützen, bevor das Heilmittel für private und wirtschaftliche Interessen zweckentfremdet werden kann.
Dabei werden sie durch den Lobbyisten Max Seifert und die Polizistin Christina Voß unterstützt.
Ihnen gegenüber steht ein Team aus drei Russen, welche aufgrund unterschiedlicher Schicksalsschläge im Auftrag eines Unbekannten handeln, der das Heilmittel für seine eigenen Zwecke will.

An sich ist dieses Team bestehend aus den vorgestellten Helden eine interessante Kombination, die gerade im gutbürgerlichen Milieu gut ankommen müsste - jedoch wirken die Figuren klischeehaft: Die Polizistin ist knallhart, der Lobbyist ist verweichlicht und listig, die Wissenschaftsjournalistin ist neutral genug, dass man sich in sie hineindenken kann und der Foodhunter fährt eine Enduro, war bei der Antifa und achtet nicht auf seine Kleidung.

Diese Aufzählung sagt nichts über die Unterhaltung aus, die man Empfindet, wenn man das Buch liest, aber hat das Verhalten der Figuren für mich vorhersehbar und nicht spannend gemacht.

Gerade die Szenen aus der Sicht der “Baddies” hat mir die Spannung geraubt, da sie nicht weitere Handlungen angestoßen hat, sondern bereits passierte Handlungen Revue hat passieren lassen und erklärte, wieso sie getan haben, was sie getan haben - man kam weniger dazu, darüber zu rätseln wer die Bösen waren und was sie wollen. Dadurch waren ihre nächsten Schritte vorhersehbar und sogar langweilig - das wurde noch dadurch gefördert, dass sie scheinbar nur dann Initiative ergriffen, wenn die Handlung einen neuen Antrieb brauchte.
Auch wurden die Figuren so wie sie vorgestellt nicht konsequent umgesetzt - So wurde Nina in manchen Szenen plötzlich zur gefährlichen Powerfrau und die „Baddies“ haben trotz Know-How leichtsinnsfehler begangen.
Deswegen wirkten Actionszenen aufgesetzt und nicht authentisch, sondern dienten nur dazu, die Figuren aufzuscheuchen und mehr Gespräche anzustoßen, als dass diese sich durch den Verlauf der Geschichte und als Konsequenzen der Handlungen selbst ergeben hätten.

Insgesamt wirkte die Handlung eher wie der Füller um über Bakterien und ihre Antibiotikaresistenz aufzuklären, als dass sie alleinstehend überzeugen könnte. Das ist umso schwerwiegender, da insgesamt recht wenig Handlung passiert ist, da statt Szenen zu zeigen, in denen etwas passiert ist, über diese Geschehnisse einfach nur gesprochen wurde oder diese einfach erzählt wurden. Das hat unter anderem dazu geführt, dass die Geschichte wenig dynamisch war, was so wirkte, als würde man dem Leser nicht trauen selbstständig Schlüsse ziehen zu können.

Das Buch selbst lässt sich trotz der hin und wieder vorkommenden wissenschaftlichen Erklärungen gut lesen – so wurde Fachbegriffe gut erklärt und geschmeidig in Gespräche eingeführt, ohne beim Lesen zu überfordern oder dazu aufzufordern die angesprochenen Themen recherchieren zu müssen. Falls es Probleme oder Unverständnis aufkommen sollten gibt es im Anhang ein Glossar.

Insgesamt ist dieses Buch trotz dem großen Wissenschaftsbezug seichte und gutbürgerliche Unterhandlung – es ist Action für die Hausfrau.
Die Handlung ist an manchen Stellen spannend, jedoch war die Auflösung wer denn der Auftraggeber der „Baddies“ ist war so nicht vorhersehbar – das Autorinnenteam hat keinerlei Anhaltspunkte gegeben, was dem Leser so nicht ermöglicht mit zu rätseln und zum Schluss den Aha!-Moment haben zu dürfen, bei dem die Puzzleteile endlich zusammengefügt werden und man sich fragt, wieso einem das nicht früher aufgefallen ist.

Das Buch hat durch die Behandlung von antibiotikaresistenten Keimen eine hohe Relevanz und bietet einen guten Einblick in diese Thematik. Jedoch weiß ich nicht, ob ich es Thriller-Fans weiterempfehlen kann, da es einfach zu wenig Thrill gab.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 28.09.2021

Liebe zum Detail

Mein Name ist Monster
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“Mein Name ist Monster” ist ein Roman von Katie Hale und wurde durch den Fischer Verlag 2019 in Deutschland veröffentlicht. Katie Hale hatte sich bereits zuvor als Dichterin einen Namen gemacht und hat ...

“Mein Name ist Monster” ist ein Roman von Katie Hale und wurde durch den Fischer Verlag 2019 in Deutschland veröffentlicht. Katie Hale hatte sich bereits zuvor als Dichterin einen Namen gemacht und hat mit diesem Roman ihr Debüt in der Buchszene.

Dieses Buch ist eines der wenigen Bücher, welches ich mehrmals gelesen habe, denn ich muss zugeben, dass ich mir nicht sicher bin ob ich es beim ersten Lesen verstanden habe.
Normalerweise ist es für mich keine große Leistung zu verstehen, welche Geschichte ein:e Autor:in erzählen will.: Geht es um die Bedeutung von Liebe für Jugendliche, die Konsequenzen von blindem Hass und Rache oder um die Kleinigkeiten im Alltag, welche doch viel bedeutender sind, als man zunächst denk?

Aber dieses Buch war anders für mich.

Schon nach wenigen Seiten habe ich mich gefragt worum es geht, denn die Ausgewählten Szenen und die Gedanken der Hauptfiguren lassen auf vieles schließen: Zunächst dachte ich, es geht darum, was einen Menschen zur Einsamkeit und Selbstisolation treibt, dann dachte ich mir, dass es um Weiblichkeit und das Frau-Sein geht bis ich zu dem Schluss gekommen bin, dass es sich um eine Geschichte über Mutterschaft handelt, oder besser gesagt, wie Mutterschaft aussehen kann und welchen Einfluss das auf die Entwicklung von Kindern hat.

Und während ich diese Rezension schreibe, denke ich mir, dass es gar nicht so wichtig ist, ob ich das Buch verstanden habe, denn gerade diese Unklarheit gibt dem Buch die Tiefe und Aussagekraft die es hat.

All diese Gedanken haben eine Schnittstelle, und zwar, dass es sich bei dem Buch um eine Geschichte von einer kleinen Familie handelt, welche in ihrer zerrütteten Welt versucht zu überleben und dabei weder auf eine gesunde Art und weise kommunizieren kann noch den Mut hat, sich selbst und die eigenen Schwächen zu Reflektieren und diese zu überwinden.

Ich glaube der Großteil meines Unverständnisses kommt daher, dass ich den Namensgebenden Hauptcharakter Monster (später Mutter) nicht verstehe: Mutter ist eine Frau, welche Angst vor Menschen und der Welt hat. So hatte Mutter kein Verständnis für die Eigenarten, Bedürfnisse und Gefühlsausbrüche von anderen Menschen, vor welchen sie sich sogar fürchtete.
Diese Eigenschaften schreibt sie ihrem alten Namen zu, denn ein Monster - eine Kämpferin, wie sie diesen Namen umschreibt - hat das Ziel zu überleben, egal welche Opfer erbracht werden müssen. So hat das Monstersein sie davor bewahrt mit irgendwelchen durch einen Krieg verbreiteten Krankheiten infiziert zu werden - aber das hat Mutter auch davor bewahrt sich von Menschen und ihrem Leben und den Eigenarten anstecken zu lassen, welche ihr Gefühlsleben und ihre Aparthie hätten infizieren und verändern können. Vielleicht hätte das Mutter sogar zu dem Punkt geführt, an dem sie sich nach anderen Menschen sehnt.

Dieses Dasein wird nur durch das Hinzukommen eines Mädchen verändert, welches sie auf einem ihrer Rundgänge findet und ihren Namen übergibt - wie ein Schutztalisman - um auch ihr das Überleben in dieser durch Krieg zerstörten Welt zu ermöglichen.
Diese Namensweitergabe scheint fast wie die Übertragung einer Last auf die nächste Person zu wirken, was nur dadurch verhindert wird, dass die neue Monster das Monstersein für sich selbst auch neu interpretiert.
Somit ist Monster sich der Last des Namens nicht bewusst, sondern sieht die Schwächen ihrer Mutter und versucht sich von ihr zu emanzipieren und sich aus den Kokon zu befreien, welches ihre Mutter aus Angst vor der Welt gespinnt hat.

Das Buch spiegelt die unterschiedlichen Welten von Mutter und Monster durch den Schreibstil, aber auch die Aufteilung der Perspektiven und die Strukturierung des Buches in Teile, wieder.
Während die Welt von Mutter nüchtern, ohne Gradienten und durch eine klare und präzise Sprache beschrieben und gesehen wird, ist Monsters Welt voll mit Begriffen und Erfahrungen, für welche sie durch das Kriegstrauma keine Worte findet und umschreiben muss - so werden Begriffe neu verwendet und bekommen auch neue Bedeutungen. So versteht Monster Brücken als Mauern, da Brücken für sie immer nur Menschen getrennt haben.
Dadurch wird aber auch deutlich welche Tabuthemen es zwischen Mutter und Tochter gibt und inwieweit es an Aufklärung durch die Mutter mangelt - gerade dadurch kann man Rückschlüsse auf die Beziehung von Mutter und Tochter ziehen und welche Zwänge und Ängste Mutter hat und wie es die Ansichten von Monster beeinflusst hat.

Dabei liest sich das Buch wie eine Analogie von dem Leben einer alleinerziehenden Mutter, welche keine Mutter hätte sein sollen oder werden wollen. Und das ganze vor dem Hintergrund einer untergegangenen Welt, in welcher die letzten Reste für das Überleben eingesammelt werden. Das Bild wie Leben auf den Trümmern einer zerstörten Welt entsteht, zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch.

Dabei sind die Handlungen logisch aufeinander aufgebaut und entsprechen den Charakteren der Figuren, wobei doch einige Fragen offen bleiben - gerade wenn es um das Leben und Überleben von Monster vor der Ankunft von Mutter geht.
Am meisten frage ich mich jedoch inwieweit ich den Erzählungen von Mutter vertrauen kann, da ihre Perspektive die Wirklichkeit absichtlich nur eingeschränkt wahrgenommen hat, was dazu führt, dass man als Leser nicht alles weiß, was es zu wissen geben könnte und sogar an manchen Stellen von Mutter belogen wird.

Gerade aber diese Variation im Schreibstil und die Spielereien mit Perspektive und Wahrnehmung sind was dieses Buch so spannend und ergreifend zu lesen macht - es wurde sich empathisch in die Charaktere und ihren Wissensstand sowie mentale Verfassungen hinein gedacht um eine Weltuntergangsgeschichte zu erzählen, mit welcher man mitfiebert und durch manchmal plötzliche - aber authentischen - Entscheidungen einen dazu zwingen weiterzulesen.

Die Charaktere sind interessant, weil sie in Liebe zum Detail in ihrer ganzen Komplexität ausgestaltet wurden, ohne Abkürzungen zu nehmen, welche grandiose Handlungen rechtfertigen könnten. So wirkten Gefahren immer bedrohlich und das Glück, welches die Figuren hatten um zu überleben, wirkte glaubhaft - auch hatten die Figuren niemals plötzlich Fähigkeiten oder Informationen erhalten, welche unglaubwürdig erschienen. Probleme und Konflikte waren immer eine Konsequenz von vorherigen Interaktionen, besonders da Mutter und Monster nie gelernt haben offen zu kommunizieren.

Liebe zum Detail ist was das Buch ausmacht und auszeichnet, denn die Beschreibungen, Gesten und Gespräche wirkten nie so, als wären sie Treiber einer Geschichte, sondern so als hätte die Autorin einfach den Verlauf ihrer Figuren liebevoll beobachtet und ohne Wertung wiedergegeben. Dabei wurde einfühlsam und sorgfältig mit der Sprache gespielt um so auch die Perspektiven und Wahrnehmungen der Figuren einzufangen um so noch intimere Einblicke in das Innenleben zu ermöglichen, wie es sonst nur Gedichte können.
Denn erst in der Reflexion wird deutlich, mit welcher Tiefsinnigkeit, Filigranität und Geschick beeindruckend Kleinigkeiten subtil in Szene gesetzt und in die Geschichte verwoben wurden.

Dementsprechend ist es überraschend wie schwer es mir fällt eine einfache Empfehlung auszusprechen.
Das Buch ist gut, die Geschichte und die Figuren sind interessant und der Schreibstil ist herausragend. Aber es ist nicht die Art von Buch, welches man in einem All-Inclusive-Hotel in der Liege zur Unterhaltung mal eben liest.
Ich empfehle dieses Buch allen, die sich für Komplexe Charaktere, psychische Krankheiten und intransparente Beziehungsdynamiken interessieren, denn das Weltuntergangsszenario ist nur der Träger und Hintergrund für eine schwierige Mutter-Tochter-Beziehung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.09.2021

Liebe zum Detail

Mein Name ist Monster
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“Mein Name ist Monster” ist ein Roman von Katie Hale und wurde durch den Fischer Verlag 2019 in Deutschland veröffentlicht. Katie Hale hatte sich bereits zuvor als Dichterin einen Namen gemacht und hat ...

“Mein Name ist Monster” ist ein Roman von Katie Hale und wurde durch den Fischer Verlag 2019 in Deutschland veröffentlicht. Katie Hale hatte sich bereits zuvor als Dichterin einen Namen gemacht und hat mit diesem Roman ihr Debüt in der Buchszene.

Dieses Buch ist eines der wenigen Bücher, welches ich mehrmals gelesen habe, denn ich muss zugeben, dass ich mir nicht sicher bin ob ich es beim ersten Lesen verstanden habe.
Normalerweise ist es für mich keine große Leistung zu verstehen, welche Geschichte ein:e Autor:in erzählen will.: Geht es um die Bedeutung von Liebe für Jugendliche, die Konsequenzen von blindem Hass und Rache oder um die Kleinigkeiten im Alltag, welche doch viel bedeutender sind, als man zunächst denk?

Aber dieses Buch war anders für mich.

Schon nach wenigen Seiten habe ich mich gefragt worum es geht, denn die Ausgewählten Szenen und die Gedanken der Hauptfiguren lassen auf vieles schließen: Zunächst dachte ich, es geht darum, was einen Menschen zur Einsamkeit und Selbstisolation treibt, dann dachte ich mir, dass es um Weiblichkeit und das Frau-Sein geht bis ich zu dem Schluss gekommen bin, dass es sich um eine Geschichte über Mutterschaft handelt, oder besser gesagt, wie Mutterschaft aussehen kann und welchen Einfluss das auf die Entwicklung von Kindern hat.

Und während ich diese Rezension schreibe, denke ich mir, dass es gar nicht so wichtig ist, ob ich das Buch verstanden habe, denn gerade diese Unklarheit gibt dem Buch die Tiefe und Aussagekraft die es hat.

All diese Gedanken haben eine Schnittstelle, und zwar, dass es sich bei dem Buch um eine Geschichte von einer kleinen Familie handelt, welche in ihrer zerrütteten Welt versucht zu überleben und dabei weder auf eine gesunde Art und weise kommunizieren kann noch den Mut hat, sich selbst und die eigenen Schwächen zu Reflektieren und diese zu überwinden.

Ich glaube der Großteil meines Unverständnisses kommt daher, dass ich den Namensgebenden Hauptcharakter Monster (später Mutter) nicht verstehe: Mutter ist eine Frau, welche Angst vor Menschen und der Welt hat. So hatte Mutter kein Verständnis für die Eigenarten, Bedürfnisse und Gefühlsausbrüche von anderen Menschen, vor welchen sie sich sogar fürchtete.
Diese Eigenschaften schreibt sie ihrem alten Namen zu, denn ein Monster - eine Kämpferin, wie sie diesen Namen umschreibt - hat das Ziel zu überleben, egal welche Opfer erbracht werden müssen. So hat das Monstersein sie davor bewahrt mit irgendwelchen durch einen Krieg verbreiteten Krankheiten infiziert zu werden - aber das hat Mutter auch davor bewahrt sich von Menschen und ihrem Leben und den Eigenarten anstecken zu lassen, welche ihr Gefühlsleben und ihre Aparthie hätten infizieren und verändern können. Vielleicht hätte das Mutter sogar zu dem Punkt geführt, an dem sie sich nach anderen Menschen sehnt.

Dieses Dasein wird nur durch das Hinzukommen eines Mädchen verändert, welches sie auf einem ihrer Rundgänge findet und ihren Namen übergibt - wie ein Schutztalisman - um auch ihr das Überleben in dieser durch Krieg zerstörten Welt zu ermöglichen.
Diese Namensweitergabe scheint fast wie die Übertragung einer Last auf die nächste Person zu wirken, was nur dadurch verhindert wird, dass die neue Monster das Monstersein für sich selbst auch neu interpretiert.
Somit ist Monster sich der Last des Namens nicht bewusst, sondern sieht die Schwächen ihrer Mutter und versucht sich von ihr zu emanzipieren und sich aus den Kokon zu befreien, welches ihre Mutter aus Angst vor der Welt gespinnt hat.

Das Buch spiegelt die unterschiedlichen Welten von Mutter und Monster durch den Schreibstil, aber auch die Aufteilung der Perspektiven und die Strukturierung des Buches in Teile, wieder.
Während die Welt von Mutter nüchtern, ohne Gradienten und durch eine klare und präzise Sprache beschrieben und gesehen wird, ist Monsters Welt voll mit Begriffen und Erfahrungen, für welche sie durch das Kriegstrauma keine Worte findet und umschreiben muss - so werden Begriffe neu verwendet und bekommen auch neue Bedeutungen. So versteht Monster Brücken als Mauern, da Brücken für sie immer nur Menschen getrennt haben.
Dadurch wird aber auch deutlich welche Tabuthemen es zwischen Mutter und Tochter gibt und inwieweit es an Aufklärung durch die Mutter mangelt - gerade dadurch kann man Rückschlüsse auf die Beziehung von Mutter und Tochter ziehen und welche Zwänge und Ängste Mutter hat und wie es die Ansichten von Monster beeinflusst hat.

Dabei liest sich das Buch wie eine Analogie von dem Leben einer alleinerziehenden Mutter, welche keine Mutter hätte sein sollen oder werden wollen. Und das ganze vor dem Hintergrund einer untergegangenen Welt, in welcher die letzten Reste für das Überleben eingesammelt werden. Das Bild wie Leben auf den Trümmern einer zerstörten Welt entsteht, zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch.

Dabei sind die Handlungen logisch aufeinander aufgebaut und entsprechen den Charakteren der Figuren, wobei doch einige Fragen offen bleiben - gerade wenn es um das Leben und Überleben von Monster vor der Ankunft von Mutter geht.

Am meisten frage ich mich jedoch inwieweit ich den Erzählungen von Mutter vertrauen kann, da ihre Perspektive die Wirklichkeit absichtlich nur eingeschränkt wahrgenommen hat, was dazu führt, dass man als Leser nicht alles weiß, was es zu wissen geben könnte und sogar an manchen Stellen von Mutter belogen wird.

Gerade aber diese Variation im Schreibstil und die Spielereien mit Perspektive und Wahrnehmung sind was dieses Buch so spannend und ergreifend zu lesen macht - es wurde sich empathisch in die Charaktere und ihren Wissensstand sowie mentale Verfassungen hinein gedacht um eine Weltuntergangsgeschichte zu erzählen, mit welcher man mitfiebert und durch manchmal plötzliche - aber authentischen - Entscheidungen einen dazu zwingen weiterzulesen.

Die Charaktere sind interessant, weil sie in Liebe zum Detail in ihrer ganzen Komplexität ausgestaltet wurden, ohne Abkürzungen zu nehmen, welche grandiose Handlungen rechtfertigen könnten. So wirkten Gefahren immer bedrohlich und das Glück, welches die Figuren hatten um zu überleben, wirkte glaubhaft - auch hatten die Figuren niemals plötzlich Fähigkeiten oder Informationen erhalten, welche unglaubwürdig erscheinen können. Probleme und Konflikte waren immer eine Konsequenz von vorherigen Interaktionen, besonders da Mutter und Monster nie gelernt haben offen zu kommunizieren.

Liebe zum Detail ist was das Buch ausmacht und auszeichnet, denn die Beschreibungen, Gesten und Gespräche wirkten nie so, als wären sie Treiber einer Geschichte, sondern so als hätte die Autorin einfach den Verlauf ihrer Figuren liebevoll beobachtet und ohne Wertung wiedergegeben. Dabei wurde einfühlsam und sorgfältig mit der Sprache gespielt um so auch die Perspektiven und Wahrnehmungen der Figuren einzufangen um so noch intimere Einblicke in das Innenleben zu ermöglichen, wie es sonst nur Gedichte können.
Denn erst in der Reflexion wird deutlich, mit welcher Tiefsinnigkeit, Filigranität und Geschick beeindruckend Kleinigkeiten subtil in Szene gesetzt und in die Geschichte verwoben wurden.

Dementsprechend ist es überraschend wie schwer es mir fällt eine einfache Empfehlung auszusprechen.
Das Buch ist gut, die Geschichte und die Figuren sind interessant und der Schreibstil ist herausragend. Aber es ist nicht die Art von Buch, welches man in einem All-Inclusive-Hotel in der Liege zur Unterhaltung mal eben liest.
Ich empfehle dieses Buch allen, die sich für Komplexe Charaktere, psychische Krankheiten und intransparente Beziehungsdynamiken interessieren, denn das Weltuntergangsszenario ist nur der Träger und Hintergrund für eine schwierige Mutter-Tochter-Beziehung.

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Veröffentlicht am 29.08.2021

Eine Erinnerung an die Jugend

Eleanor & Park
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„Eleanor & Park“ ist ein Roman von Rainbow Rowell und wurde 2016 durch dtv in Deutschland verlegt. Der Roman handelt von den Schwierigkeiten und Glücksmomenten der ersten Liebe.

Ich habe eine generischen ...

„Eleanor & Park“ ist ein Roman von Rainbow Rowell und wurde 2016 durch dtv in Deutschland verlegt. Der Roman handelt von den Schwierigkeiten und Glücksmomenten der ersten Liebe.

Ich habe eine generischen Liebesgeschichte Erwartet, mit den üblichen Teeny-Plattitüden und einem vorhersehbaren, aber überaus romantischen Ende, durfte aber mit dem Verlauf der Geschichte immer weiter positiv überrascht werden.

Die Hauptfiguren sind die neu in die Kleinstadt hinzugezogene Eleanor und der Außenseiter Park, welche die Handlung aus ihrer jeweiligen Perspektive erzählen. Dabei ist Eleanor ein starker Charakter mit einer ungewöhnlichen Ausstrahlung und einer großen Portion Selbstbewusstsein, während Park noch dabei ist, sich selbst zu entdecken und in seiner Rolle als Außenseiter zu finden. Diese Kombination führt so zu spannenden Dynamiken im Umgang miteinander und ihrem jeweiligen Umfeld.

Denn die Liebe von Eleanor und Park zueinander ist nicht selbstverständlich – erst nach langem Schweigen und gegenseitigen ignorieren entwickelt sich eine fragile Freundschaft, die sich langsam und schleichend zu Verliebtheit entwickelt. Diese Liebe, die sie füreinander entwickeln, ist auch das, was ihnen den Mut gibt aus den kleinstädtischen Ketten zu entreißen und selbstbewusst ihren Lebensweg zu folgen – unabhängig der Reaktionen der eigenen Eltern und Klassenameraden. Dass dies zu Konflikt führt, wird schnell deutlich, denn ihre Familie, Freunde, Klassenkameraden und die Angst vor der Meinung anderer führen dazu, dass sich Eleanor und Park nur über Umwege zu den Menschen entwickeln können, die sie sein wollen und können.

Das Thema des Buches wird somit schnell klar und wird sogar in den ersten Kapiteln von den Hauptfiguren selbst benannt: Es geht darum den/ die Leser*in die Erinnerungen an die erste Liebe wieder aufleben zu lassen und sich daran zu erinnern, wie es ist, jung zu sein und sich auch gegenüber nervigen Klassenkameraden zu behaupten.

Im Buch selbst wird wenig auf Rhetorische Mittel zurückgegriffen, da versucht wurde den jugendlichen Sprachstil authentisch zu imitieren. Das führt dazu, dass viele Gefühle und Handlungen nur limitiert artikuliert werden konnten, was aber durch den Gebrauch von Gedichten, Songlyrics und die Verwendung von jugendlichen Phrasen ausgeglichen wird – so kann die Sprachlosigkeit und das Fehlen der richtigen und literarisch anspruchsvollen Worte gut nachvollzogen werden und führt somit umso mehr dazu, dass in den jeweiligen Szenen mitgefühlt werden muss, da die Sprachlosigkeit aus eigenen Erfahrungen nachvollzogen werden kann. So haben die Hauptcharaktere zu Beginn noch durch das gemeinsame Hören von Kassetten kommuniziert, bis sie sich endlich trauten sich unbeholfen gegenseitig ihre Liebe zu gestehen.

Das Ausmaß an Mitgefühl, welches ich empfinden durfte, geschah entgegen allen meinen Erwartungen, da ich zunächst aufgrund der Romangattung die Sorge hatte, dass es zu einem kitschigen Schreibstil oder Phrasenwerferei kommt, welche Fremdschamerfüllend wirken könnte. Überraschenderweise war viel mehr das Gegenteil der Fall: Vielmehr konnte ich die Gefühle und das Handeln beider Hauptcharaktere nachempfinden und musste immer wieder innehalten, um an eigene Erfahrungen zurückzudenken – als Teenager haben eben manche Gesten und Aussagen so viel mehr Bedeutung, für welche man ab einem bestimmten Alter ganze Gedichte braucht, um sie zu vermitteln.

So waren Gestotter oder kleine Liebesschwüre nicht nervig, sondern spiegelte die vielfältige und tiefgreifende Gefühlswelt der Figuren wider und überzeugten mit den authentischen und auch manchmal witzigen Reaktionen.
So wurde der Schreibstil dazu verwendet, um tatsächlich die Erfahrungen einzufangen als bloß beschreibend tätig zu werden oder sich unnötigerweise zu verkünsteln, wie es beispielsweise durch zu detaillierte oder poetische Beschreibungen passieren kann.

Die Handlungen war schlüssig und leicht verständlich und konnte sogar entgegen allen Erwartungen zum Schluss eine überraschende Wendung bieten. Dabei wurde die Handlung nie von externen Einflüssen aufgezwungen, sondern war immer die Konsequenz der Beziehungsdynamiken der unterschiedlichen beteiligten Figuren. Das ermöglichte die Figuren kennenzulernen, ihr Denken und Handeln nachzuvollziehen und tatsächlich mitzufühlen, wobei immer die Frage im Raum stand, wie man selbst gehandelt hätte oder ob man im richtigen Moment tatsächlich die passenderen Worte hätte finden können.
Das konnte gelingen, da die Geschichte aus der Sicht der Figuren erzählt wurde, ohne durch Tipps oder Betonung etwas über die zukünftigen Entwicklungen zu verraten. Die Autorin ist gezielt nur auf Aspekte eingegangen, welche authentisch von Jugendlichen in den beschriebenen Lebensverhältnissen wahrgenommen werden können.

Dadurch werden auch die Stärken des Romans deutlich: Die Autorin hat es geschafft die Gefühle und Reaktionen für Eleanor und Park so darzustellen, dass man gar nicht anders konnte, als mitzufühlen und die jeweiligen jugendlichen Eigenschaften und Handlungen nachzuvollziehen. Hätte Rowell versucht die Gefühle aus einer anderen Betrachtungsebene oder Erzählperspektive zu erzählen oder die Gefühle allgemeiner zu beschreiben, hätte die Geschichte an der Wirkungskraft verloren, welche sie auszeichnet. Das hätte passieren können, hätte Rowell die Hauptcharaktere romantischer beschrieben, als sie tatsächlich sind, plötzliche dramatische Wendungen eingefügt, die der Handlung künstlich eine neue Dynamik verpassen oder die Charaktere altersuntypisch reden lassen.

Die Entstehungen der Beziehung beobachten und antizipieren zu dürfen war unglaublich inspirierend und berührend, da sie nicht das Ergebnis eines externen Zwangs war oder einfach in die Geschichte passte, wie es etwa in fantastischen Jugendromanen der Fall ist, sondern entwickelte sich auf Grund der sich ergänzenden Charaktere, Neugierde, Nachsicht und gegenseitigen Interesse, welche die beiden Jugendlichen zusammentrieb, ohne den anderen zu überfordern.

Es war ein schönes und positiv überraschendes Erlebnis dieses Buch lesen zu dürfen – gerade für eine Person, welche solche Erfah
rungen selbst nicht sammeln konnte.
Deswegen kann ich diesen Roman jedem empfehlen, welcher seine erste Liebe wieder erleben will oder eine Ahnung davon haben will, was ihn erwarten kann.

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Veröffentlicht am 21.08.2021

Eine ehrliche Darstellung von Perspektivlosigkeit

Wir Kinder vom Bahnhof Zoo
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„Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ ist ein eindrucksvolles Buch von Christiane F., welches 1978 durch den Carlsen Verlag veröffentlicht wurde und seitdem nicht an Bedeutung verloren hat. Es illustriert die prägenden ...

„Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ ist ein eindrucksvolles Buch von Christiane F., welches 1978 durch den Carlsen Verlag veröffentlicht wurde und seitdem nicht an Bedeutung verloren hat. Es illustriert die prägenden Erfahrungen aus Christiane F. Kindheit und Jugend, was unter anderem Themen wie Drogensucht und häusliche Gewalt anschneidet. Dabei werden diese grausamen Erfahrungen nicht verharmlost oder ästhetisiert, sondern ehrlich und ohne Selbstmitleid dargestellt.

Die Protagonistin des Buches ist die junge Christiane F., welche nüchtern, aber auch mit viel Nachsicht gegenüber ihrem Jüngeren Ich, über ihre Kindheit und frühe Jugend berichtet. Dabei spielen ihre Familie und ihre Freunde eine ambivalente Rolle – besondere Bedeutung haben für sie und den Verlauf ihres Lebens ihre Mutter, ihr Vater und ihr Partner Detlev.

Schonungslos wird über häusliche Gewalt, Perspektivlosigkeit, Drogenkonsum und Kinderprostitution berichtet – mit der Nüchternheit wie nur eine Betroffene es tun kann und einer ehrlichen Darstellung der daraus resultierenden Konsequenzen.

Dazu beginnt Christiane mit ihrer Erzählung bereits als kleines Kind: Als Dorfkind musste sie mit ihrer Familie nach Berlin ziehen – unter dem Versprechen ein schönes Leben führen zu können, was unter anderem ein eigenes Kinderzimmer beinhaltete – nur um auf die graue und kinderfeindliche Welt eines Plattenbauviertels in Berlin zu treffen.

In dieser Welt herrschte das Recht des Stärksten – Nachsicht und Empfindsamkeit konnten hier nicht gedeihen.

Ohne Spielplätze oder anderen Freizeitgelegenheiten mussten sich die Kinder mit Straftaten als Unterhaltung in ihrem Plattenbaughetto vergnügen, nur um Zuhause regelmäßig auf häusliche Gewalt zu treffen – Gewalt wurde somit als normale Verhaltensweise akzeptiert.

Während der Schulzeit versuchten sich Lehrer vergeblich gegenüber den Kindern zu behaupten – aber auch in der Schule zeigten Lautsein und Aggressivität Stärke, wogegen die Lehrer wehrlos waren.

Zu Abwechslung und Verständnis fand man nur in Jugendclubs, die auch unteranderem von kirchlichen Organisationen geleitet wurden. Dort, in diesen Clubs, konnte Christina eine Freundesgruppe finden, in welcher sie nicht das Gefühl hatte, sich behaupten zu müssen und sich auch verstanden fühlen konnte. Durch diese Freundesgruppe kam sie auch den ersten Kontakt mit Drogen – sie wurden als Entspannung und Ablenkung vom stressigen und sinnlosen Arbeits- und Ausbildungsalltag eingenommen.

Weil ihr Umfeld nicht auf Christianes Hilferufe reagieren konnte oder sie sogar gar nicht erst wahrgenommen hat, folgte eine Abwärtsspirale aus Drogenkonsum, Prostitution, Entzügen und Hilflosigkeit, welche unter mangelnder staatlicher und medizinischer Unterstützung nach Jahren gebrochen werden konnte. Zu diesen Hilfeschreien gehörten nicht nur schlechter werdenden Schulleistungen, sondern auch der Körperliche Verfall durch Drogenkonsum.

Der Grund wieso dieses Buch so bedeutend ist, wird schnell klar: Es ist eine zeitlose Gesellschaftskritik, welche durch ihre Ehrlichkeit fesselnd und emphatieanregend ist.

Die Rolle des Umfelds in Bezug auf die Perspektiv- und Hilflosigkeit von Jugendlichen wird nüchtern dargestellt und zeigt die Konsequenzen auf, mit welchen viele Menschen schon vor mehreren Dekaden, aber auch heutzutage, umzugehen und zu leben haben.

Zu diesen Konsequenzen gehört nicht nur eine große Anzahl an gar nicht oder nur schlecht ausgebildeten Jugendlichen, sondern auch Depressionen, Minderwertigkeitsgefühle, Systemhass und Selbstmordgedanken.

Der Drogenkonsum der Kinder und Jugendlichen war in jedem Moment bloß eine Ausflucht aus einer Realität, in welcher keine Kreativität und Wertschätzung geboten wurde, sondern Spießbürgertum und Kleinlichkeit das Ideal waren. Die Kinder sind ohne Ziele und Ideale groß geworden und mussten unter der Prämisse, leben den Erwachsenen keinen Ärger zu machen, obwohl es nie klar war, was die Erwachsenen ärgert oder wohin sie mit ihrer Energie sollen. Schulen waren keine Zuflucht, sondern eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, in welcher kein Zugehörigkeitsgefühl oder Inspiration möglich war.

So ist es verständlich, dass nach den ersten Möglichkeiten gegriffen werden, welche die momentane Situation erträglicher machen kann – in die Zukunft vorauszudenken oder auf anderen Wegen Auswege zu finden waren nie Optionen gewesen – unteranderem, weil andere Auswege nie geboten wurden oder greifbar waren.

Die Konsequenzen daraus sind der Tod von vielen Kindern und Jugendlichen durch Überdosen und Selbstverletzung, wobei die Drogen selbst nicht das tatsächliche Problem gewesen sind.

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