Von Langeweile zu Zauberwelten
Heute fahren wir nach AnderswoDies ist eines dieser Bücher, das man als Familie plötzlich ständig in der Hand hat – weil die Kinder es immer wieder hören möchten. Und ganz ehrlich: Gibt es ein schöneres Lob für ein Bilderbuch?
Im Mittelpunkt ...
Dies ist eines dieser Bücher, das man als Familie plötzlich ständig in der Hand hat – weil die Kinder es immer wieder hören möchten. Und ganz ehrlich: Gibt es ein schöneres Lob für ein Bilderbuch?
Im Mittelpunkt steht Oscar, dem furchtbar langweilig ist. Doch dann kommt Elfi ins Spiel – und mit ihr eine ganz besondere Idee: Mit Elfenkreide lassen sich Welten erschaffen. Plötzlich wird aus dem Alltag eine Reise nach „Anderswo“. Gemeinsam fahren sie im roten Auto los, entdecken Schlösser und Burgen, begegnen Tieren und sogar Fabelwesen. Ohne zu viel zu verraten: Das Ende setzt der Geschichte noch einmal die Krone auf und macht deutlich, wie grenzenlos Fantasie sein kann – und wie gut es tut, an die eigenen Ideen zu glauben. Die Sprache ist leicht verständlich, kindgerecht und wunderbar zum Vorlesen geeignet. Kurze, klare Sätze lassen viel Raum für Bilder im Kopf. Gleichzeitig eignet sich das Buch auch für Leseanfänger, die selbst in die Geschichte eintauchen möchten.
Ein besonderes Highlight sind die Illustrationen, die mit Hilfe des Enkels von Klaus Baumgart entstanden sind. So wirken sie kindlich mit sichtbaren Strichen, lebendigen Farben und viel Charme. Gerade das macht ihren Reiz aus. Statt perfekter Hochglanzoptik bekommen Kinder hier Bilder, die ihrer eigenen Fantasie sehr nahe kommen. Das lädt nicht nur zum Staunen ein, sondern auch dazu, selbst kreativ zu werden. Viele Kinder möchten nach dem Lesen direkt losmalen – eine wunderbare „Verlängerung“ der Geschichte ins eigene Tun.
Hier lernt man, wie viel Kraft in Fantasie steckt – und dass Langeweile manchmal nur der Anfang von etwas ganz Großem ist.