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Veröffentlicht am 09.04.2026

Eva Almstädt überzeugt wieder

Ostseehölle
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Es gibt ja Neuerscheinungen auf die freut man sich besonders. Die Ostseekrimis
von Eva Almstädt, gehören für mich definitiv fest mit dazu und die Autorin versorgt uns auch wirklich verlässlich im Jahresrythmus ...

Es gibt ja Neuerscheinungen auf die freut man sich besonders. Die Ostseekrimis
von Eva Almstädt, gehören für mich definitiv fest mit dazu und die Autorin versorgt uns auch wirklich verlässlich im Jahresrythmus mit neuem Lesestoff. Natürlich gibt es immer Fälle die einen mehr und solche die einen weniger packen, Ostseehölle gehört für mich aber in die erste Kategorie.

In der Lübecker Marienkirche wird in einem nicht öffentlich zugänglichen Bereich die Leiche einer Frau gefunden. Wie sich schnell herausstellt, gehörte die Tote einem Chor aus einem kleinen Ort unweit von Lückeck an, dessen Mitglieder kürzlich an einer Führung in eben jener Kirche teilgenommen haben. Gab es böses Blut im Chor, im Umfeld der Ermordeten oder liegt das Motiv ganz woanders?
Es war wieder eine Freude Pia Korritki bei der Beantwortung dieser Fragen zu begleiten. Der Fall war interessant und klug konstruiert und der Täter blieb für mich lange unklar. Perfekt, denn ich bin kein Freund solcher Krimis in denen man nach dem ersten Drittel schon eigentlich alles weiß. Almstädt weiß wieder einmal die Spannung aufrecht zu erhalten.
Gut gefallen hat mir, dass, so spannenden ich die Ermittlungen in den kleinen Dörfern mit ihren Bewohnern und den eingeschworenen Strukturen finde, Lübeck selbst auch mal wieder Schauplatz abseits von Pias Privatleben, in dem sich, ohne zu viel zu spoilern, auch Neuigkeiten anbahnen, war.

Insgesamt wieder ein gelungener Korritki-Krimi, dem ich jeden (Küsten-)Krimiliebhaber wärmstens ans Herz legen mag.

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Veröffentlicht am 02.01.2026

Gute Winterlektüre

Rauhnächte - Sie werden dich jagen
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Ich hab dieses Buch über den Jahreswechsel gelesen und es passt da einfach perfekt. Die Stimmung, die Atmosphäre und das Setting werden gut beschrieben. Konnte mit das Bergdorf mit seinen teils eigentümlichen ...

Ich hab dieses Buch über den Jahreswechsel gelesen und es passt da einfach perfekt. Die Stimmung, die Atmosphäre und das Setting werden gut beschrieben. Konnte mit das Bergdorf mit seinen teils eigentümlichen Einwohnern bildhaft vorstellen.
Die Geschichte empfand ich Anfangs als schleppend und könnte im ersten Drittel spannender gestaltet sein. Dies besserte sich aber und die Story fesselte mich bis zum dramatischen Finale zunehmend. Die Thematik der Rauhnächte hätte ich mir gerne noch etwas tiefer gehend behandelt gewünscht.

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Veröffentlicht am 02.12.2025

Stranger die Glocken nie klingen

Ring the Bells
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Es weihnachtet in Manchester und die Redaktion der Stranger Times freut sich eigentlich auf ihre bevorstehende Weihnachtsfeier. Doch aus der wird erstmal nichts, denn ein Virus hat die Computer komplett ...

Es weihnachtet in Manchester und die Redaktion der Stranger Times freut sich eigentlich auf ihre bevorstehende Weihnachtsfeier. Doch aus der wird erstmal nichts, denn ein Virus hat die Computer komplett lahm gelegt wodurch die Zeitung nicht rechtzeitig in den Druck zu kommen droht. Was die Mitarbeiter um Vincent Banecroft aber noch nicht ahnen ist, dass dies nicht ihr größtes zu lösendes Problem sein wird. Denn in einer Bibliothek hat ein kleiner Buchclub aus Versehen Zalas, eine Gottheit aus einer anderen Dimension, heraufbeschworen und der stellt nun eine Gefahr für die gesamte Menschheit dar.

Auch in seinem fünften Band aus der The Stranger Times Reihe schafft es C.K. McDonnell mich wiedereinmal komplett zu begeistern.
Skurril, spannend und mit diesem speziellen Humor gespickt den ich einfach unglaublich gerne mag. Aber es gibt auch eine ernstere Seite und ohne zu viel zu spoilern, aber am Ende musste ich mir doch ein Tränchen verdrücken.
Sehr gut hat mir auch der Prolog gefallen, der für neue Leser die Geschehnisse aus den vorherigen Bänden nochmal grob zusammenfasst, so dass man das Buch auch unabhängig von den anderen lesen könnte. Wäre aber schade drum, denn jeder Band für sich ist einfach toll.

Mein Fazit:
Eine Gottheit aus einer anderen Dimension auf der Suche nach Taylor Swift, ein Einhorn im Wohnzimmer, ein Ghoul der Vier gewinnt spielt, und ein Vincent Banecroft der alkoholfreien Wein trinkt...klingt verrückt? Ist es auch und genau das macht dieses Buch zu einem puren Lesevergnügen für mich. Eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 16.07.2025

Toller nordischer Cosy Crime

Hering, Strandluft, Mordgeflüster - Anni Gade und die Fördemorde
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Auch im zweiten Teil der Reihe um Anni Garde, die nun neben ihrem Job als Stadtführerin im Stil einer Petuh-Tante, ein Praktikum beim ortsansässigen Lokalradio macht, kann es ebendiese nicht lassen nach ...

Auch im zweiten Teil der Reihe um Anni Garde, die nun neben ihrem Job als Stadtführerin im Stil einer Petuh-Tante, ein Praktikum beim ortsansässigen Lokalradio macht, kann es ebendiese nicht lassen nach dem plötzlich Tod ihres Kollegen Timo eigene Nachforschungen anzustellen. Eigentlich kann sie auch gar nicht anders, denn Timo hat ihr kurz vor seinem Tod Hinweise auf seine letzten Recherchen zukommen lassen, welche sie kaum ignorieren kann und so können wir mit der sympathischen Hobbyermittlerin wieder auf eine spannende Suche nach Hinweisen, Motiven und möglichen Tätern gehen.Natürlich ist auch Annis Haustier, Erpel Hugo, wieder mit dabei, der einfach hinreißend ist.

Es war eine Freude Anni auch bei diesem Fall begleiten zu dürfen. Ich kam sofort in die Handlung rein, auch wenn die für mich Anfangs ein kleines bisschen schleppend war. Das besserte sich aber spätestens ab dem Mittelteil und der Schluss war durchdacht und überraschend, so dass mir das Buch insgesamt richtig gut gefallen hat. Gerne mehr von Anni!

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Veröffentlicht am 10.06.2025

Perfektes Debüt von Nicola Whyte

Marchfield Square
3

In dem beschaulichen Marchfield Square, einer kleinen aber feinen Wohnanlage in London, geht ein Mörder um. Wer hat den eher ungeliebten Richard getötet, der in Verdacht steht seine Frau misshandelt zu ...

In dem beschaulichen Marchfield Square, einer kleinen aber feinen Wohnanlage in London, geht ein Mörder um. Wer hat den eher ungeliebten Richard getötet, der in Verdacht steht seine Frau misshandelt zu haben und sich desweilen in zwielichtiger Gesellschaft aufhielt? Natürlich beginnt die Polizei sofort mit ihren Ermittlungen. Da es jedoch nicht bei dem einen Todesfall bleibt engagiert die Eigentümerin des Squares, Celeste van Duren, zwei ihrer Mieter, die selbstbewusste Putzfrau Audrey und den introvertierten Autor Lewis, und selbst ein paar Nachforschungen anzustellen, den Täter zu entlarven und wieder Ruhe in ihr aller Zuhause zu bringen.

Trotz der tragischen Ereignisse hab ich mich in diesem cozy Krimi genau so gefühlt, einfach wohl.
Dank der im Inneren des Buchdeckels befindlichen Illustration des Squares konnte ich mich gut dort hineinfinden und es erleichterte mir die Orientierung wer denn nun wo wohnt.
Es machte Freude die Ermittlungen von Audrey und Lewis zu verfolgen, die so manch überraschende Wendung mit sich brachten.
Ein nicht unerheblicher Wohlfühlfaktor war wohl auch die gewisse Prise Humor, die die Autorin einfließen lassen hat. Auch die relativ kurzen Kapitel, die jeweils unterschiedlichen Personen gewidmet sind, meist natürlich Audrey oder Lewis, haben dazu beigetragen, dass die Geschichte abwechslungsreich blieb. Ebenso wie die recht vielen möglichen Verdächtigen, die dazu führten, dass ich bis zum Schluss immer wieder schwankte wer denn nun der Täter oder die Täterin sein mag.
Von der Auflösung war ich dann tatsächlich überrascht.
Perfekt, denn wer will schon nach der Hälfte wissen wie es ausgeht, oder?

Ich würde mich freuen mehr von der Autorin zu lesen und vielleicht ja sogar zum Marchfield Square zurückzukehren

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