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Veröffentlicht am 21.08.2019

Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle

Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle
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Die Familie Hardcastle feiert einen Maskenball mit vielen geladenen Gästen. Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnt: Der Abend wird mit dem Tod der Tochter Evelyn eine tragische Wendung nehmen. Doch ...

Die Familie Hardcastle feiert einen Maskenball mit vielen geladenen Gästen. Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnt: Der Abend wird mit dem Tod der Tochter Evelyn eine tragische Wendung nehmen. Doch damit nicht genug. Dieser Tag wird sich so oft wiederholen, bis der Täter gestellt wird.

Stuart Turtons Kriminalroman ist, wie schon im Klappentext angekündigt, die perfekte Mischung aus Agathie Christie und „täglich grüßt das Murmeltier“. Besonders gelungen finde ich die Idee, dass der Hauptprotagonist den Tag des Balls nicht nur ständig wieder erleben muss, sondern hierzu auch immer in den Körper von anderen Ballgästen und deren Sichtweisen und Erlebnisse fährt. Leider konnte mich genau diese Umsetzung aber nicht hundertprozentig überzeugen. Durch die vielen Perspektiven- und Tageswechsel ist das Buch hin und wieder etwas mühselig zu lesen. Stuart Turtons Schreibstil ist fesselnd aber dennoch unaufgeregt. Obwohl die Suche nach dem Täter im Vordergrund steht, kommen auch Brutalität, Geheimnisse und seelische Abgründe nicht zu kurz. Der Autor kann bereits in den ersten paar Seiten sehr hohe Spannung aufbauen und diese zunehmen steigern, bis sie nervenzerreißend wird. Ich musste das Buch binnen weniger Tage fertig lesen.

Die einzelnen Protagonisten sind interessant, facettenreich und hegen oftmals die eine oder andere Überraschung. Hierbei gefällt mir besonders gut, dass man die Charaktere erst nach und nach besser kennen lernt, was mit den Perspektivenwechseln zusammenhängt, und somit deren wohl gehütete Geheimnisse erst im Laufe des Kriminalromans enthüllt werden. Dies hat zur Folge, dass es einige unerwartete Wendungen und schockierende Auflösungen gibt.

FAZIT:
„Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle“ hat eine Grundidee, die ich so noch nie gelesen habe und wirklich überzeugen kann. Zudem finde ich die nervenzerreißende Spannung sehr gelungen und mitreißend. Da ich die zahlreichen Perspektiven- und Tageswechsel hin und wieder etwas mühselig fand, vergebe ich 4 Sterne und hoffe auf weitere Bücher des Autors.

Veröffentlicht am 20.08.2019

Die Malerin des Nordlichts

Die Malerin des Nordlichts
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Signe ist die Nichte des großen Künstlers Edvard Munch. Signes große Leidenschaft ist das Male, aber ihr Ehemann verbietet ihr dies. Daher beschließt Signe sich zu trennen und ihren Traum vom Malen zu ...



Signe ist die Nichte des großen Künstlers Edvard Munch. Signes große Leidenschaft ist das Male, aber ihr Ehemann verbietet ihr dies. Daher beschließt Signe sich zu trennen und ihren Traum vom Malen zu verwirklichen. Als sie Einar, einen Widerstandskämpfer, kennen und lieben lernt, merkt sie, dass man im Leben oft etwas riskieren muss.



Die Handlung plätschert durchgehend dahin ohne wirklich fesselnd zu sein. Hin und wieder dachte ich, dass jetzt etwas Großartiges kommt, was dann aber leider nicht der Fall war. Ich fühlte mich bald gelangweilt und musste mich teilweise überwinden weiter zu hören. Dabei bin ich gedanklich dann auch oft nicht bei der Handlung geblieben. Ich finde dies sehr schade, da das Leben von Signe Munch wirklich faszinierend ist und Signe eine starke Persönlichkeit hatte, aber leider ist die Umsetzung etwas zu langatmig.



Die einzelnen Charaktere sind zum Teil zwar authentisch, aber andere hingegen wirken konstruiert und unglaubwürdig beschrieben. Signe fand ich zu Beginn des Buches wirklich sympathisch, stark und faszinierend. Mit der Zeit konnte ich allerdings immer weniger mit ihr anfangen, da sie mir im Laufe des Buches zu wenig Entwicklung durchgemacht hat und oftmals sehr naiv und konstruiert wirkte. Auch die anderen Charaktere konnten mich leider nicht restlos begeistern.



Ich habe bereits einige Bücher der Reihe „Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe“ gelesen und muss leider sagen, dass „Die Malerin des Nordlichts“ das mit Abstand schwächste Buch der Reihe ist und mich am wenigsten begeistern oder mitreißen konnte. Auch die Hörbuchsprecherin konnte mich nicht überzeugen. Sie liest sehr bedächtig und langsam, wodurch die Handlung zwar dahinplätschert, mich aber keine Emotionen erreichen konnten. Zudem hatte ich oftmals Schwierigkeiten gedanklich nicht abzudriften.



FAZIT:
„Die Malerin des Nordlichts“ ist meiner Meinung nach leider das schwächste Buch dieser Reihe und hat mich persönlich eher gelangweilt. Leider konnten mich weder die Protagonisten noch die Hörbuchsprecherin überzeugen, weshalb ich 2 Sterne vergebe.

Veröffentlicht am 08.08.2019

Die im Dunkeln sieht man nicht

Die im Dunkeln sieht man nicht
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München in den fünfziger Jahren: Karl, der lange Zeit in Berlin gelebt hat und einen schweren Verlust verarbeiten muss, kehrt nach München zurück um eine Arbeit als Journalist anzunehmen. Dort begegnet ...

München in den fünfziger Jahren: Karl, der lange Zeit in Berlin gelebt hat und einen schweren Verlust verarbeiten muss, kehrt nach München zurück um eine Arbeit als Journalist anzunehmen. Dort begegnet er seiner Nichte Magda, welche er seit Jahren nicht mehr gesehen hat. Gemeinsam recherchieren sie bezüglich jener Raubkunst, welche im Krieg aus dem Führerbau verschwunden ist. Die beiden geraten dabei in ein Netz aus Intrigen und große Gefahr.

Andreas Götz hat einen flüssigen und fesselnden Roman verfasst, welcher vor allem die gesellschaftlichen Entwicklungen in den fünfziger Jahren und den Münchner Lokalkolorit sehr glaubwürdig wiederspiegelt. Der Autor konnte mich binnen weniger Seiten in den Bann der Handlung ziehen und ich fand Karls und Magdas Recherchen äußerst interessant. Das Buch ist dem Genre Kriminalroman zugeordnet, was meiner Meinung nach nur bedingt der Fall ist. In der ersten Hälfte des Buches findet sich kaum Spannung sondern vielmehr eine gesellschaftliche Studie. Diese war zwar interessant und fesselnd zu lesen, aber hatte nichts mit einem Krimi zu tun. Erst in der zweiten Hälfte kann der Autor Spannung aufbauen und Krimielemente in die Handlung einfließen. Trotz der fehelenden Spannung im ersten Teil fand ich die Handlung durchgehend fesselnd und ich hatte nie den Eindruck gelangweilt zu werden.

Die einzelnen Protagonisten sind äußerst authentisch und glaubhaft an die Zeit angepasst. Alle geschichtlichen Fakten wirken sehr gut und ausführlich recherchiert und machen die Handlung dadurch besonders glaubwürdig. Besonders faszinierend finde ich, dass sehr viel Münchner Lokalkolorit aus den fünfziger Jahren einfließt. Allen voran Magda und ihren Onkel Karl fand ich wirklich sympathisch und daher habe ich ihre Jagd nach den Bildern sehr gerne und begeistert verfolgt.

Fazit:
„Die im Dunkeln sieht man nicht“ ist ein solider Kriminalroman, der erst ab der Hälfte Spannung aufbaut. Allerdings fand ich die Beschreibungen der Gesellschaft und den historischen Hintergrund äußerst atmosphärisch und faszinierend. Daher vergebe ich 4 Sterne!

Veröffentlicht am 06.08.2019

Jagd auf die Bestie

Jagd auf die Bestie
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Der brutale und psychopathische Serienmörder Lucien entkommt aus einem Hochsicherheitsgefängnis und hinterlässt auf seiner Flucht viele brutal zugerichtete Leichen. Robert Hunter beschließt ihn erneut ...

Der brutale und psychopathische Serienmörder Lucien entkommt aus einem Hochsicherheitsgefängnis und hinterlässt auf seiner Flucht viele brutal zugerichtete Leichen. Robert Hunter beschließt ihn erneut zu stellen und gerät dabei in dessen Fadenkreuz, denn Lucien will Rache für seine Verhaftung.

„Jagd auf die Bestie“ ist der mittlerweile zehnte Band rund um Robert Hunter und die Fortsetzung von „Die stille Bestie“. Meiner Meinung nach ist es für das Verständnis nicht zwingend notwendig den Vorgänger zu kennen, allerdings ist dies empfehlenswert. Wichtiges Vorwissen wird geschickt in die Handlung eingebaut, wodurch auch neue Leser in die Handlung einsteigen und ihr problemlos folgen können. Ich selbst kenne den Vorgängerband und fand diese Informationen dennoch nicht langweilig, da sie sehr gelungen in die Handlung eingeflochten wurden. Wie gewohnt ist Chris Carters Schreibstil bildgewaltig, brutal und mitreißend. Der Autor kann binnen weniger Seiten große Spannung aufbauen und diese immer weiter steigern, bis sie kurz vor dem Showdown beinahe nervenzerreißend wird. Allerdings gab es meiner Meinung nach häufig zu lange Dialoge, wodurch die Spannung immer wieder etwas abgeflacht ist. Allerdings konnte Chris Carter diese ausnahmslos jedes Mal schnell wieder ins Unermessliche steigern. Im Buch finden sich einige raffinierte Wendungen und ein actionreicher Showdown, welche mich wirklich überraschen und begeistern konnten. Da einige Szenen und Beschreibungen sehr brutal und blutig sind, ist dieses Buch für empfindliche Leser eher nicht geeignet.

Die einzelnen Protagonisten sind authentisch und äußerst facettenreich. Robert Hunter ist wirklich sympathisch, wodurch der Leser mit ihm mitfiebern kann. Lucien ist unglaublich faszinierend und ich habe seine Flucht und die Verwandlungen daher gerne verfolgt und sogar mit ihm mit gelitten und mit gehofft. In diesem Fall geht es um Robert Hunters ganz persönliche Jagd, wodurch alle anderen Ermittler, allen voran Garcia leider etwas zu kurz kommen und oftmals in den Hintergrund geraten. Ich hoffe auf weitere Fälle für Hunter und Garcia.

FAZIT:
„Jagd auf die Bestie“ ist eine gelungene Fortsetzung, welche brutal, bildgewaltig und mitreißend ist. Da mir persönlich ein paar Dialoge zu ausschweifend waren und ich andere Thriller von Chris Carter etwas besser finde und mir Garcia etwas zu kurz kam, vergebe ich 4 Sterne!

Veröffentlicht am 04.08.2019

Still Alive

STILL ALIVE - Sie weiß, wo sie dich findet
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Libby und Jamie sind seit wenigen Monaten verheiratet und mussten bereits eine Fehlgeburt verarbeiten. Seither ist ihr Verhältnis angespannt, doch dann kommt der Flyer für einen Haustausch wie gerufen. ...

Libby und Jamie sind seit wenigen Monaten verheiratet und mussten bereits eine Fehlgeburt verarbeiten. Seither ist ihr Verhältnis angespannt, doch dann kommt der Flyer für einen Haustausch wie gerufen. Die beiden reisen nach Cornwall in eine wunderschöne Villa und genießen die gemeinsame Auszeit. Doch diese Freude wird getrübt als immer wieder unerwartete Erlebnisse auftreten. Zurück in ihrer eigenen Wohnung reißen diese beängstigenden Geschehnisse nicht ab und Libby wird schnell bewusst, dass ihre Vergangenheit sie einholt und damit gerät nicht nur sie selbst in große Gefahr.

Claire Douglas Schreibstil ist flüssig und das Buch konnte mich schnell fesseln und mitreißen. Die Autorin kann schon im Prolog große Spannung aufbauen und diese durchgehend aufrecht erhalten. Im Buch wechseln sich Kapitel rund um den Haustausch und Libbys Erlebnisse in Thailand ab, wodurch die Spannung zusätzlich erhöht wird. Ein paar Geschehnisse waren eher vorhersehbar oder wirkten etwas konstruiert, wodurch ein paar Szenen etwas langatmig erschienen. Andere Auflösungen waren allerdings überraschend und diese konnten die Spannung zusätzlich erhöhen. Allen voran das Ende, auch wenn es etwas offen ist, konnte mich überzeugen und hat mir sehr gut gefallen.

Die meisten Protagonisten wirken authentisch und sind äußerst facettenreich, wodurch sich der Leser erst im Laufe der Handlung ein Bild machen kann. Beth fand ich etwas unnahbar und ich konnte mit ihr relativ wenig anfangen. Libby hingegen war mir sehr sympathisch und ich musste daher mit der jungen Frau mit fiebern. Besonders gut gefällt mir hierbei, dass Libby viele Geheimnisse hat, welche erst nach und nach offenbart werden. Teilweise waren diese Auflösungen eher vorhersehbar und daher nicht überraschend, aber andere kamen ganz unerwartete und waren schockierend.

FAZIT:
„Still Alive- Sie weiß, wo sie dich findet“ ist ein gelungener und raffinierter Thriller, der mich Großteils wirklich fesseln und überzeugen konnte. Da ich mit Beth nicht viel anfangen konnte und ein paar Szenen etwas konstruiert und vorhersehbar fand, vergebe ich 4 Sterne!