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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.11.2016

Leider hat mir die Geschichte überhaupt nicht gefallen.

Azur
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Inhalt:

Saphirs Welt ist die Welt der Diebe. Er ist das Gildenoberhaupt und hat unter sich eine Gruppe von Traumdieben, die nach Farben und Edelsteinen benannt sind. Jess ist eine davon. Nachts macht ...

Inhalt:

Saphirs Welt ist die Welt der Diebe. Er ist das Gildenoberhaupt und hat unter sich eine Gruppe von Traumdieben, die nach Farben und Edelsteinen benannt sind. Jess ist eine davon. Nachts macht sie die Stadt als Traumdiebin Azur unsicher, tagsüber ist sie eine unschuldig wirkende Studentin mit einem Nebenjob im Dekoladen. In ihrem Stammcafe lernt sie die Behüter, die Gesetzeswächter in Sachen Träume, kennen. Einer davon lässt ihr Herz schneller hüpfen. Doch die Gruppe der Behüter wissen nichts von ihrer wahren Identität als Diebin. Werden die Behüter, die Jess inzwischen als Freunde gewonnen hat, sich von ihr abwenden, sobald sie die Wahrheit erfahren?

Meinung:

Ich hatte aufgrund der sehr guten Rezensionen und dem Klappentext sehr hohe Erwartungen an das Buch. Leider war es für mich eine große Enttäuschung. Der Klappentext sollte doch als Appetizer für das Buch dienen. Doch im Laufe der Geschichte erschien mir der Klappentext eher wie eine Zusammenfassung der ganzen Story. Denn viel mehr passierte einfach nicht. Es gab einfach meiner Meinung nach zu wenig Handlung, stattdessen werden die Seiten mit viel kitschigem "Hach-der-macht-mich-so-an" und "Wow-die-verdreht-mir-den-Kopf" gefüllt. Das hatte ich mir anders vorgestellt. Erst im letzten Fünftel des Buches hatte ich das Gefühl, es regt sich doch noch was in puncto Handlung. Doch auf eine Riesenüberraschung warte ich heute noch - der Plot war sehr einfach und vorhersehbar. Vielleicht werde ich eines Besseren belehrt im nächsten Band. Das Ende ist offen; da es eine Diologie werden soll, ist es zufriedenstellend. Der größte Mängel, der mich beim Lesen gestört hat, waren die farblos geschilderten und vor allem einseitigen Charaktere. Es gibt in diesem Buch nur schwarze Charaktere oder weiße. Ein wenig grau gibt es nicht. Selbst Jess wird als total gute Persönlichkeit dargestellt und stiehlt nur, weil sie dazu gezwungen wird. Die Protagonisten wirken auf mich sehr oberflächlich beschrieben, ebenso wie die Geschichte. Es hätte genauso gut eine Kurzgeschichte mit 40 Seiten sein können, die Handlung wäre damit schon gedeckt. Es fehlte an Tiefe, die der Geschichte Leben eingehaucht hätte. Somit konnte ich mich leider mit keinem der Protagonisten anfreunden. Der Plot war sehr originell und ich fand die Idee, Träume zu stehlen, sehr ansprechend. Doch leider war die Idee zu wenig ausgefeilt und die Umsetzung nicht wirklich gelungen. Ich habe mich durch die Geschichte gequält, denn die Protagonisten hatten mich leider nur noch genervt. Ich hätte mir weniger Jess + Cedric und deren gegenseitige Anziehung gewünscht und mehr Beschreibungen, Szenen und Hintergründe zu der Diebeswelt (z.B. Warum gibt es ein ungeschriebenes Gesetz für den Verbot der Ausweitung des Territoriums der Diebesgilde außerhalb der Landesgrenzen?).

Fazit:

Die Geschichte hatte von der Idee her sehr viel Potential, doch sie wurde leider zu wenig ausgeschöpft. Die fantastische Idee wurde wenig entwickelt, stattdessen wurde die Beziehungsebene ausgefeilt und breitgetreten. Schade für so eine gute Ausgangsidee.

Veröffentlicht am 27.11.2016

Gruselig und lesenswert - ein All-Age-Roman

Wasser
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Inhalt:

Eine Freundschaft, die einem mächtigen Gegner trotzen muss. In den 80ern: Lucie, Paul, Mark, Dirk und Sasch sind enge Freunde, sind eine Bande. Als Kaltz sich ihnen anschließt, stirbt er unter ...

Inhalt:

Eine Freundschaft, die einem mächtigen Gegner trotzen muss. In den 80ern: Lucie, Paul, Mark, Dirk und Sasch sind enge Freunde, sind eine Bande. Als Kaltz sich ihnen anschließt, stirbt er unter mysteriösen Umständen. Die Bande wird misstrauisch und suchen nach ihm sowie nach weiteren in der Vergangenheit vermissten Kindern. Dabei werden sie von mächtigen und starken Gegnern verfolgt, da sie alle eine Rolle in dieser Geschichte haben (der Krieger, der Seher, der Anführer, die Frau, der Weise). Diese Gegner haben nur ein Ziel: diese Kinder tot zu sehen, mit allen Mitteln.

Meinung:

Das Buch enthält eine gruselige Horrorgeschichte in den 80er Jahren. Im Buch werden viele Zusammenhänge zu der Zeit hergestellt. Trotz jugendlicher Protagonisten, ich möchte eher sagen, noch Kinder, ist das Buch eher weniger für Kinder geeignet, da man beim Lesen richtig viel Angst bekommen kann. Denn viele Horrorelemente bzw. Szenen sind meiner Meinung nach sehr furchteinflößend und haarsträubend geschildert.

Das Buch geht schon wehmütig los. Man merkt am Ton der Erzählung, dass der gute Zustand dieser Freundschaft, die Unbeschwertheit, die Unbefangenheit und die Unbekümmertheit der Bande schon sehr bald auf die Probe gestellt wird. Bald gibt es erste Tote und nach und nach kommt ein wenig Licht ins Dunkel. Es bleibt sehr lange mysteriös und dadurch wird es sehr spannend für den Leser(Was war mit den Toten in 1952? Wo ist Kaltz? Wer hat Toto ermordet? Wieso kann Dirk Geister sehen?). Aber mit jeder Seite löst sich mit Hilfe der Bande die Geheimnisse ein wenig auf. Währenddessen werden sie immer vom "Wasser" bedroht, welches nicht nur der Bande, sondern auch mir einen gehören Schrecken einjagt.

Der Schreibstil des Autors ist gut zu lesen. Das Buch (ebook-Version) hat einige Fehler, über die man aber hinwegsehen kann. Herr Voss versteht es, eine bedrohliche, furchterregende, horrorhafte Stimmung zu beschwören und doch gleichzeitig den Zusammenhalt der Bande, ihre Freundschaft und auch ihre Unsicherheit gegenüber der Zukunft in diesen Zeiten des Umbruchs, da sie bald von der Schule abgehen, hervorzuheben. Während der gesamten Geschichte hindurch habe ich diesen Wehmut gespürt, da ich gemerkt habe, die Bande, die zu Anfang noch total unbeschwert war, wird nicht mehr die gleiche sein. Das, was sie erleben, setzt ihnen zu und stellt alle Mitglieder auf eine harte Probe.

Die Protagonisten sind sympathisch, man erhält Einblicke in deren Privatleben außerhalb der Bande. Nicht jedes Bandenmitglied hat eine glückliche Kindheit, sie haben alle eine individuelle Familiensituation, mit der sie sich zurechtfinden müssen. Dadurch sind sie mir alle an Herz gewachsen, denn sie sind alle auf ihre Weise gezeichnet und trotzdem finden sie gemeinsam zueinander, eine Freundschaft, die durch dick und dünn hält, ein Zusammenhalt, den man selten findet.

(Achtung: Nächster Abschnitt ist ein dicker Spoiler!!!)

Das Ende fand ich ein wenig schade, denn die Bösen werden nicht bestraft, dabei hätten sie es verdient. Das Ende bleibt mehr oder weniger offen. Ich sehe aber ein, dass ein anderes Ende vielleicht gar nicht zur Geschichte gepasst hätte. Somit ist es ein zufriedenstellendes und zur Geschichte harmonisches Ende, was mich aber traurig zurücklässt. Denn der Verlust der Unbeschwertheit der Kinder am Ende der Geschichte hat mich besonders mitgenommen. Am Ende wird nicht alles aufgeklärt, vieles bleibt offen und manche Fragen sollte der Leser sich selbst beantworten, dieser Aspekt würde ich als Pluspunkt werten, da die Kinder, die Geschichte und die Handlung einfach Ecken und Kanten hat. Da ist es nur logisch und macht das Buch zu einer runden Sache, wenn nicht alles auf Anhieb klappt (auch für den Leser).

Ich empfehle die Geschichte jedem, der keine Angst vor bösen Geistern hat und auf jugendlichen Protagonisten steht. Des Weiteren sollte man darauf eingestellt sein, dass die Geschichte in der Retrozeit sich abspielt. Das Buch ist dem Horror bzw. auch Thriller einzuordnen. Ich war absolut gefesselt von der Geschichte, nachdem ich mich eingelesen hatte, deshalb gebe ich dem Buch unter Berücksichtigung einer Schwachstellen 4.5 Sterne.

Veröffentlicht am 27.11.2016

So lustig! Unbedingt die Fußnoten lesen!

Das Schlossgespinst
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Inhalt:

Rechtsanwalt Fickel ist karrieremäßig keine bedeutende Person. Mit dem Mord an Frau Elfriede Langguth, der ehemaligen Bürgermeisterin, in dem kleinen Städtchen Meiningen gerät Herr Fickel in einen ...

Inhalt:

Rechtsanwalt Fickel ist karrieremäßig keine bedeutende Person. Mit dem Mord an Frau Elfriede Langguth, der ehemaligen Bürgermeisterin, in dem kleinen Städtchen Meiningen gerät Herr Fickel in einen Strudel spannender Ereignisse, in dem er sich mittreiben lässt und trotzdem mit heiler Haut davonkommt. Herr Fickels Exfrau, die Oberstaatsanwältin und sein komplettes Gegenteil, mischt ordentlich in der Handlung mit und sorgt für manche Lacher.

Meinung:

Ein Regionalkrimi von köstlichstem Humor! Das Cover und der Titel wollen nicht so recht zur kriminalen Handlung passen, aber dem Lesespaß tut es keinen Abbruch. Die Geschichte besitzt eine gut durchdachte Handlung und wird von sprachlicher und inhaltlicher Kreativität (z.B. Herr Fickel beim Maskenball), unterhaltsamem Humor und reichem Hintergrundwissen (zahlreiche Anspielungen auf die DDR) solide gestützt.

Das Buch hatte mich von der ersten Seite an fest im Griff. Denn die Handlung wird gepackt erzählt und ich musste alle paar Minuten lachen. Der sprachliche Humor und die konstruierten Witze kamen flüssig und natürlich rüber, so dass ich mich an keiner Stelle gelangweilt habe.

Trotz des Krimi-Genres bin ich angenehm angetan, dass die Morde bzw. die Toten nicht zu blutig und brutal dargestellt werden. Zwar gibt es auch unappetitliche Szenen, die jedoch mehr witzig als eklig waren (dem Autor sei Dank!).

Das Ende ist für mich total überraschend gewesen. Denn der Leser wird einige Zeit durch die vielen Verdächtigen und dem Verlauf der Ermittlungen an der Nase herumgeführt. Doch die Auflösung des Falls erscheint logisch und stellt den Leser zufrieden.

Die Charaktere habe ich nun allesamt ins Herz geschlossen. Alle haben so ihre Macken und Schwachstellen, dennoch kommen sie sympathisch rüber und vor allem menschlich. Bei dem Hund Erich, Herr Fickel, Kommissar Recknagel und Frau Gundelwein habe ich mich wohlgefühlt. Gerne begegne ich ihnen in einem anderen Abenteuer.

Gelungen fand ich die zahlreichen Fussnoten, an die ich mich zwar erst gewöhnen musste - denn ich lese hier ja kein Sachbuch (!) - , aber sie waren durchaus informativ und unterhaltsam. Beispielsweise stand bei homo homini lupus als Fussnote: "Sinngemäß: Der Ossi ist des Ossis Wolf". (S. 268) Der Autor hatte hier sehr gute Recherchearbeit geleistet.

Dieses Buch ist Herr Fickels dritte Fall, nach dieser Lektüre stehen Band 1 und Band 2 ab sofort auf meiner Wunschliste. 5 Sterne für diesen spannenden und witzigen Krimi.

Veröffentlicht am 27.11.2016

Süße Story für junges Publikum

Holly Hosenknopf
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Den Inhalt lasse ich dieses Mal weg, da die Geschichte so kurz ist, dass ich bei einer Inhaltsangabe schon alles verraten würde.

Holly Hosenknopf - Ein Nilpferd macht das Rennen ist ein kurzes Kinderbuch ...

Den Inhalt lasse ich dieses Mal weg, da die Geschichte so kurz ist, dass ich bei einer Inhaltsangabe schon alles verraten würde.

Holly Hosenknopf - Ein Nilpferd macht das Rennen ist ein kurzes Kinderbuch mit 55 Seiten voller schöner Illustrationen und recht kurz gehaltenen Leseabschnitten von jeweils einigen Zeilen. Die Schrift ist sehr groß, für Leseanfänger sehr gut geeignet. Die Geschichte ist nicht zu schwer, nicht zu kompliziert, sodass Kinder von ungefähr 5-6 Jahren sie problemlos gut verstehen können. Das Buch kann man zum Vorlesen verwenden, mit Kindern lesen, als Bilderbuch anschauen. Besonders die Aufmachung "schreib - den - Text - auf Linien" fand ich klasse. Erinnert mich an die Hefte aus Grundschulzeiten. Besonders angetan haben mir die wunderschön gelungenen und lustigen Illustrationen (z.B. die Vorher-nachher-Bilder). Ich gebe dem Buch 4.5 Sterne

Veröffentlicht am 27.11.2016

Schwarzer krimineller Humor für zwischendurch

Der tut nix, der will nur morden!
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Inhalt:

26 kurze Geschichten mit schwarzem, sarkastischem Humor. Die Lesezeit pro Geschichte ist um die 3-15 Minuten abhängig von der Länge der Geschichte.

Meinung:

Ich bin positiv angetan von dieser ...

Inhalt:

26 kurze Geschichten mit schwarzem, sarkastischem Humor. Die Lesezeit pro Geschichte ist um die 3-15 Minuten abhängig von der Länge der Geschichte.

Meinung:

Ich bin positiv angetan von dieser Sammlung an Kurzgeschichten. Die Ideen sind originell und die Gags sind meiner Meinung nach sehr schlau eingefädelt. Die Geschichten sind kurz und knackig, so dass man sie zwischendurch lesen kann. Der Erzählstil ist von Geschichte zu Geschichte anders - mal ein Monolog, dann wieder ein Chatdialog, eine normale Erzählung aus der 3. Person-Perspektive, ein neu erzähltes Märchen usw.. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Ich fand es sehr gut, da dadurch viel Abwechslung geboten wurde. Falls einem der Schreibstil bei einer Geschichte nicht gefallen sollte, auch nicht so schlimm, da sie recht kurz sind. Die Erzählungen haben unterschiedliche "Stimmungen": melancholische, witzige, humorvolle, nachdenkliche, leichte Geschichten - da ist alles dabei. Aber eines haben sie gemeinsam, nämlich einen Bezug zur Kriminalität bzw. in vielen Fällen auch Mord oder Tod. Ich kann das Buch absolut weiterempfehlen, da das Buch unterhaltsam, gut zu lesen und für zwischendurch immer geeignet war (4,5 Sterne).