Sehr gut
Unterhaltsamer und spannender Krimi
Unterhaltsamer und spannender Krimi
Unterhaltsamer und spannender Krimi
Unterhaltsamer und spannender Krimi
Inhalt:
Rechtsanwalt Fickel ist karrieremäßig keine bedeutende Person. Mit dem Mord an Frau Elfriede Langguth, der ehemaligen Bürgermeisterin, in dem kleinen Städtchen Meiningen gerät Herr Fickel in einen ...
Inhalt:
Rechtsanwalt Fickel ist karrieremäßig keine bedeutende Person. Mit dem Mord an Frau Elfriede Langguth, der ehemaligen Bürgermeisterin, in dem kleinen Städtchen Meiningen gerät Herr Fickel in einen Strudel spannender Ereignisse, in dem er sich mittreiben lässt und trotzdem mit heiler Haut davonkommt. Herr Fickels Exfrau, die Oberstaatsanwältin und sein komplettes Gegenteil, mischt ordentlich in der Handlung mit und sorgt für manche Lacher.
Meinung:
Ein Regionalkrimi von köstlichstem Humor! Das Cover und der Titel wollen nicht so recht zur kriminalen Handlung passen, aber dem Lesespaß tut es keinen Abbruch. Die Geschichte besitzt eine gut durchdachte Handlung und wird von sprachlicher und inhaltlicher Kreativität (z.B. Herr Fickel beim Maskenball), unterhaltsamem Humor und reichem Hintergrundwissen (zahlreiche Anspielungen auf die DDR) solide gestützt.
Das Buch hatte mich von der ersten Seite an fest im Griff. Denn die Handlung wird gepackt erzählt und ich musste alle paar Minuten lachen. Der sprachliche Humor und die konstruierten Witze kamen flüssig und natürlich rüber, so dass ich mich an keiner Stelle gelangweilt habe.
Trotz des Krimi-Genres bin ich angenehm angetan, dass die Morde bzw. die Toten nicht zu blutig und brutal dargestellt werden. Zwar gibt es auch unappetitliche Szenen, die jedoch mehr witzig als eklig waren (dem Autor sei Dank!).
Das Ende ist für mich total überraschend gewesen. Denn der Leser wird einige Zeit durch die vielen Verdächtigen und dem Verlauf der Ermittlungen an der Nase herumgeführt. Doch die Auflösung des Falls erscheint logisch und stellt den Leser zufrieden.
Die Charaktere habe ich nun allesamt ins Herz geschlossen. Alle haben so ihre Macken und Schwachstellen, dennoch kommen sie sympathisch rüber und vor allem menschlich. Bei dem Hund Erich, Herr Fickel, Kommissar Recknagel und Frau Gundelwein habe ich mich wohlgefühlt. Gerne begegne ich ihnen in einem anderen Abenteuer.
Gelungen fand ich die zahlreichen Fussnoten, an die ich mich zwar erst gewöhnen musste - denn ich lese hier ja kein Sachbuch (!) - , aber sie waren durchaus informativ und unterhaltsam. Beispielsweise stand bei homo homini lupus als Fussnote: "Sinngemäß: Der Ossi ist des Ossis Wolf". (S. 268) Der Autor hatte hier sehr gute Recherchearbeit geleistet.
Dieses Buch ist Herr Fickels dritte Fall, nach dieser Lektüre stehen Band 1 und Band 2 ab sofort auf meiner Wunschliste. 5 Sterne für diesen spannenden und witzigen Krimi.
Die Terminhure Fickel schafft es auf unglaubliche Art und Weise mitten hinein in einem Mordfall als Testamentsvollstrecker zu geraten. Mit Null Ahnung als Anwalt im Gepäck und seiner Exfrau als Staatsanwältin ...
Die Terminhure Fickel schafft es auf unglaubliche Art und Weise mitten hinein in einem Mordfall als Testamentsvollstrecker zu geraten. Mit Null Ahnung als Anwalt im Gepäck und seiner Exfrau als Staatsanwältin auf der Gegenseite gerät in dem kleinen netten Meinigen die Welt aus den Fugen, als die Rote Elfriede tot aufgefunden wird.
Während Recknagel in den eigenen Reihen ermittelt verguckt sich Fickel in die Tatverdächtige und schwimmt mehr als einmal in der juristischen Grauzone um seinen Job als Testamentsvollstrecker auszuüben.
Ein witziger Anwalts-Krimi, der keine Scheu zeigt, den Traditionen der ehemaligen DDR die Clownsnase aufzusetzen und es gibt mehr Tatverdächtige im Angebot als Fickel in seinen Trabbi stopfen könnte.
Mitten in den juristischen Burgfrieden hinein, platzt eine Leiche und der Meininger Anwalt Fickel bekommt schon bald alle Hände voll zu tun, um neben einer kniffligen Erbangelegenheit auch noch einem perfiden ...
Mitten in den juristischen Burgfrieden hinein, platzt eine Leiche und der Meininger Anwalt Fickel bekommt schon bald alle Hände voll zu tun, um neben einer kniffligen Erbangelegenheit auch noch einem perfiden Mörder auf die Schliche zu kommen. Dass er dabei wie gewohnt überhaupt keine Ahnung von nichts hat, wird schnell klar. Trotzdem stürzt sich Fickel voller Enthusiasmus in die Ermittlungen und stößt dabei auf alte Geheimnisse, die es in sich haben.
„Das Schlossgespinst“ ist der dritte Fall des Meininger Anwalts Fickel, der als „Terminhure“ am Gericht sein Dasein fristet. Und obwohl er nicht der hellste Stern am Anwaltshimmel ist, gelingt es ihm stets auf merkwürdige Art, den einen oder anderen Kriminalfall zu lösen. Ein vergnügliches Unterfangen, von dem nicht nur die Meininger Gesellschaft profitiert, sondern auch der Leser, der sich vor Lachen manchmal kaum halten kann. Zu komisch sind die Bilder, die ihm sein Kopfkino suggeriert, wenn ebendieser Anwalt in einem absinthfarbenen Rokokokleid seine Recherchen anstellt.
Neben ausreichend humorvollen Szenen hat der aus der Feder von Hans-Henner Hess stammenden Regionalkrimi aber noch mehr zu bieten. Interessante Informationen über die eine oder andere juristische Plänkelei, Wissenswertes über historische Fakten und ein Blick in die Meininger High Society, deren Figuren in diesem Fall allerdings frei erfunden sind. Ergänzt wird das Ganze mit ostalgischen Spitzfindigkeiten, deren Erklärungen in erläuternden Fußnoten zu finden sind und nicht zu vergessen, mit einer Vielzahl schrulliger Figuren, die jede für sich genommen, einzigartig sind.
Fazit:
Ein Regionalkrimi, der voller Pointen steckt und mit einem ungewöhnlich ambitionslosen Anwalt bestens zu unterhalten versteht.