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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.08.2018

Spannender Münsterland- Krimi

Totenbauer
1

INHALT

Ein Mann bricht auf einer Parkbank zusammen. Einer helfenden Frau flüstert er die Worte „toter Bauer“ zu und stirbt.
Oberkommissar Maik Bertram ist überzeugt, dass der Mann aus Eifersucht ermordet ...

INHALT

Ein Mann bricht auf einer Parkbank zusammen. Einer helfenden Frau flüstert er die Worte „toter Bauer“ zu und stirbt.
Oberkommissar Maik Bertram ist überzeugt, dass der Mann aus Eifersucht ermordet wurde. Aber was haben seine ominösen letzten Worte zu bedeuten?
Er wendet sich an seinen Kollegen Heinrich Tenbrink, der wegen eines Schädelbasisbruches immer noch außer Dienst ist, und zu zweit decken sie alte Familiengeheimnisse auf.
Die Kommissare haben mit weiteren Morden zu kämpfen und mit ihrer eigenen Vergangenheit.


MEINE MEINUNG

„Totenbauer“ ist der zweite Münsterland- Krimi um Hauptkommissar Heinrich Tenbrink.

Als ein Mann tot auf einer Parkbank aufgefunden wird, vermutet Oberkommissar Maik Bertram zuerst ein Eifersuchtsdrama. Er scheint bei diesem Fall auf der Stelle zu treten und wendet sich an seinen suspendierten Chef Heinrich Tenbrink. Als dieser verdeckt ermittelt kommt der Fall ins Rollen. Dass die beiden sich aber gleichzeitig mit ihrer eigenen Vergangenheit auseinander setzten müssen, damit hätte niemand gerechnet.

Am Anfang des Buches haben mich die sehr gleichen Namen von Oberkommissar Bertram und Hauptkommissar Bremer sehr irritiert. Das hat sich aber im Laufe des Buches gelegt.

Maik Bertram ist eine sehr interessante Figur. Er ist ein gutherziger Polizist, mit einer nicht ganz so rosigen Vergangenheit. Ein Charakter, dem man mal auf die Schulter klopfen und sagen möchte: „Kopf hoch! Du schaffst das!“.
Heinrich Tenbrink hingegen kann ich in diesem Teil nur schwer greifen. Er hat mit Gedächtnislücken und dem Tod seiner Frau zu kämpfen. Für mich war er irgendwie zu passiv. Schön fand ich jedoch, wie schnell er sich an seinen neuen Familienzuwachs gewöhnt und ins Herz geschlossen hat.

Als gebürtige Münsterländerin habe ich sehr viele Orte im Buch wiedererkannt und musste oft über Namensänderungen schmunzeln. „Totenbauer“ ist für mich ein Regionalkrimi den ich gerne als Verfilmung im Fernsehen sehen würde!


FAZIT

„Totenbauer“ ist ein sehr spannender Regionalkrimi, mit viel Witz, westfälischer Sturheit und einigen unerwarteten Wendungen. Ich habe das Buch kaum aus der Hand legen können und nur Kleinigkeiten zu bemängeln. Deshalb gibt es ganz klare 4 Sterne!

  • Cover
  • Figuren
  • Spannung
  • Handlung
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 04.06.2018

Sehr gelungener Roman

Marie
0

INHALT

Frido erzählt seiner kleinen Schwester Chiara ein Gute-Nacht-Geschichte, die die 6- jährige seitdem beschäftigt.
Mutter Veronika ist davon ganz und gar nicht begeistert, denn diese Geschichte reißt ...

INHALT

Frido erzählt seiner kleinen Schwester Chiara ein Gute-Nacht-Geschichte, die die 6- jährige seitdem beschäftigt.
Mutter Veronika ist davon ganz und gar nicht begeistert, denn diese Geschichte reißt alte Wunden in ihr auf.
"Marie" erzählt die Geschichte einer Mutter, die ein dunkles Geheimnis zu verbergen versucht. Doch kommen nicht alle Geheimnisse irgendwann ans Licht?


MEINE MEINUNG

"Marie" ist bereits der 5. Roman, den Steven Uhly im btb- Verlag veröffentlicht.
Im ersten Moment hat es den Anschein man erfahre nicht sonderlich viel vom Klappentext über das Buch. Aber der Schein trügt.
Die gesamte Handlung baut sich auf besagter Gute-Nacht-Geschichte auf. Was jetzt nicht negativ klingen soll! Ganz im Gegenteil. "Marie" hat es geschafft mich Seite für Seite in ihren Bann zu ziehen (dabei sind die kurzen Kapitel vermutlich nicht unrelevant).
Steven Uhly schafft es mit Leichtigkeit einen Spannungbogen aufzubauen und ihn bis zum Ende auch spannend zu halten.
Ich mochte besonders seinen Schreibstil, der flüssig und überhaupt nicht komplex ist.
Die Geschichte regt viel zum Nachdenken an und hinterlässt meist ein mulmiges und bedrückendes Gefühl. Weshalb ich "Marie" nicht als leichte Sommer-/ Urlaubslektüre empfehlen würde!
Der Roman thematisiert Depressionen, Selbstzweifel und Versagen. Witzige Stellen lockern das Ganze aber wieder auf.
Die Charaktere sind zerbrechlich, witzig und sehr gut heraus gearbeitet.
Der Fokus liegt hierbei bei den drei Kindern.
Frido, der Älteste, der nach dem Auszug des Vaters der Mann im Haus ist und gleichzeitig die Mutterrolle übernimmt.
Mira, die sich in ihrer pubertären Phase mit allerlei Teenie- Problemen herum schlägt und besonders ihre kleine Schwester Chiara nervig findet.
Und Chiara, die alles ganz genau wissen möchte, alles hinterfragt und insgeheim die gesamte Familie zusammenhält.
"Marie" hat mich sehr beeindruckt und gehört jetzt schon zu meinen persönlichen Buchempfehlungen für 2018!


FAZIT

"Marie" beschreibt eine Familiengeschichte, die mir sehr ans Herz gegangen ist. Und trotz des ernsten Themas habe ich an vielen Stellen gelacht.
Ich empfehle jedem wärmstens diesen Roman und packe ihn auf die "Lena liest- Top 10 Bücher"- Liste 2018.
Hier vergebe ich ganz ganz klare 5 Sterne!

Veröffentlicht am 25.05.2018

Wirklich spannender Roman

13 Stufen
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INHALT

Der Gefängnisaufseher Nango und der auf Bewährung entlassene Jun’ichi ermitteln im Fall eines nicht vollständig aufgeklärten Mordes.
Jun'ichi's Familie hat sich nach seiner Verhaftung hoch verschuldet, ...

INHALT

Der Gefängnisaufseher Nango und der auf Bewährung entlassene Jun’ichi ermitteln im Fall eines nicht vollständig aufgeklärten Mordes.
Jun'ichi's Familie hat sich nach seiner Verhaftung hoch verschuldet, woraufhin er gezwungen ist den Fall anzunehmen und mit seinem ehemaligen Gefängniswärter zusammen zu arbeiten.
Für die beiden beginnt eine Reise in die Vergangenheit, nicht zuletzt in ihre eigene und ein Wettlauf gegen die Zeit.
Ob sie es schaffen den Unschuldigen vor dem Tod zu bewaren?


MEINE MEINUNG

"13 Stufen" ist mein erstes Buch von Kazuaki Takano und ich wurde keinstenfalls enttäuscht!
Mir ist ehrlich gesagt erst ziemlich spät aufgefallen, dass ich es hier mit einem Roman zu tun habe.

Der Prolog schmeißt einen gleich in die Geschichte und das nicht zu sachte. Ein zum Tode verurteilter berichtet von der Angst nicht zu wissen, wann sein Leben ein Ende hat. Dass er jeden Tag darauf hofft, die Gefängniswärter machen nicht vor seiner Zelle halt.

Der Protagonist Jun'ichi Mikami wird aus seiner Haft wegen Körperverletzung mit Todesfolge auf Bewährung entlassen.
Sein ehemaliger Gefängnisaufseher Shoji Nango bietet ihm einen Job an, den er nicht abschlagen kann.
Die beiden sollen beweisen, dass ein zum Tode verurteilter zu unrecht hingerichtet werden soll.

Mich hat der Roman gleich gepackt. Ich konnte mir unter dem Titel, in Verbindung mit dem Klappentext, wenig vorstellen. Und auch während des Lesens habe ich mich oft gefragt: "Und was haben jetzt die 13 Stufen mit all dem zu tun?". Die Erklärung ist aber total schlüssig.
Takano's Schreibstil ist flüssig und leicht verständlich, obwohl wir es hier überwiegend mit dem Für und Wider der Todesstrafe zu tun haben.
"13 Stufen" ist ein wirklich spannender Roman, der sich an nur sehr wenigen Stellen zieht. Abschnitt 3 hat mich ein wenig "kämpfen" lassen, aber sonst konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen.
Gerade der Schluss hatte eine Wendung, die sich zwar langsam angebahnt hat, man aber trotzdem nicht hat kommen sehen. Was ich persönlich ja sehr mag.


FAZIT

"13 Stufen" würde ich jedem empfehlen, der gerne einen spannenden Roman lesen möchte und sich vielleicht auch für die japanische Kultur interessiert. Letzteres ist aber kein Muss
Ich bin von Kazuaki Takano's Roman sehr begeistert und vergebe deshalb 4 STERNE!

Veröffentlicht am 02.04.2018

Spannend- teilweise unverständlich

Ich bin der Hass
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INHALT:

Special Agent Marcus Williams und Serienkiller Francis Ackermann jr. machen sich auf die Suche nach dem gefürchteten Auftragsmörder Gladiator. Ihre Suche führt sie nach San Francisco.
Dieser ...

INHALT:

Special Agent Marcus Williams und Serienkiller Francis Ackermann jr. machen sich auf die Suche nach dem gefürchteten Auftragsmörder Gladiator. Ihre Suche führt sie nach San Francisco.
Dieser „Gladiator“ soll für das Verschwinden junger Frauen verantwortlich sein. Es beginnt eine Suche auf Leben und Tod...

MEINE MEINUNG:

Das Hörbuch zu „Ich bin der Hass“ beinhaltet 442 Hörminuten die, in einer bearbeiteten Fassung, in 100 Tracks auf 6 CD’s gepackt wurden. Gelesen vom Schauspieler Thomas Balou Martin.

Ich bin ein totaler Fan der „Ich bin...“- Reihe, hatte es jetzt allerdings mit meinem ersten Hörbuch zu tun.
Und was soll ich sagen- ich tu mich ein bisschen schwer.
Thomas Balou Martin hat eine sehr markante Stimme und verleiht jeder Figur eine eigene passende Stimmfarbe. Er zieht den Zuhörer in seinen Bann und gestaltet die Geschichte zusätzlich sehr interessant.

Ich konnte der Geschichte leider häufig nicht folgen! Mir waren viele Handlungsstränge nicht schlüssig, da sie, meiner Meinung nach, nicht ausführlich genug beschrieben worden sind. Ich schätze, dass dies an den vorgenommenen Kürzungen liegt. Beim Lesen der vorherigen Bücher hatte ich dieses Problem nie. Das fand ich ziemlich schade!
Aber die Teile der Geschichte denen ich folgen konnte waren super spannend!!

FAZIT:

Alles in allem ist es ein sehr gelungenes Hörbuch- allein durch den Sprecher Thomas Balou Martin.
Ich werde mir das Buch auf jeden Fall noch zulegen und hoffen, dass ich das Hörbuch besser verstehe.
Es gibt von mir, liebgemeinte, 4 Sterne!

  • Cover
  • Charaktere
  • Originalität
  • Spannung
  • Stil
Veröffentlicht am 12.02.2018

Sehr gelungener 80er- Jahre- Roman über Höhenflug und Fall

Wenn Prinzen fallen
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INHALT

Wir befinden uns im Manhattan der 80er Jahre. Ein Junger Mann beginnt seine Karriere an der Wall Street. Als Trader ist er schnell ganz oben. Es scheint, als wäre nichts unmöglich. Doch wer hoch ...

INHALT

Wir befinden uns im Manhattan der 80er Jahre. Ein Junger Mann beginnt seine Karriere an der Wall Street. Als Trader ist er schnell ganz oben. Es scheint, als wäre nichts unmöglich. Doch wer hoch fliegt, stürzt umso tiefer.


MEINE MEINUNG

Von der amerikanischen Presse hoch gelobt, veröffentlicht Robert Goolrick mit „Wenn Prinzen fallen“ (Deutsche Erstausgabe Januar 2018) seinen 3. Roman.

-Wenn man ein Streichholz anzündet, brennt es in der ersten Nanosekunde heller, als es das in der Folge tun wird. Dieses erste Aufglühen. Dieses plötzliche, helle Aufglühen wie ein Blitz. Wir schreiben das Jahr 1980, und ich war das Streichholz, und es war das Jahr, in dem ich lichterloh brannte.-

Rooney wollte eigentlich Künstler werden. Er wollte etwas ausdrücken und der Welt, mit seiner Kunst, etwas sagen. Er muss jedoch schnell feststellen, dass sein Talent nicht reicht.
Stattdessen bekommt er einen Job als Trader bei einer Wall Street- Firma. Er verdient schnell viel Geld und plötzlich scheint nichts mehr unmöglich. Drogen, Frauen, Männer und das New Yorker Nachtleben sind sein Lebensmittelpunkt. Er und die anderen New Yorker „Prinzen“ sind schnell ganz oben! Aber wie lange geht das gut?

Rooney steht in diesem Roman ganz klar im Mittelpunkt. Er beschreibt präzise und ohne viel Schnick Schnack seinen Aufstieg und Fall an der Wall Street.
Emotional ist er ein Charakter, den ich schwer greifen konnte.
Selbst als eine geheimnisvolle neue Krankheit die Runde macht, wirkt er distanziert und scheint sich kaum darum zu kümmern, welche Auswirkung das auf ihn haben könnte.

Gerade die Anfangspassage von „Wenn Prinzen fallen“ hat mir sehr gut gefallen und meine Erwartungen steigen lassen.
Die, meiner Meinung nach, teilweise sehr langen Sätze, haben mir das Lesen ein wenig erschwert. An einigen Stellen hatte ich außerdem mit Längen zu kämpfen.
Da der Protagonist die Geschichte rückblickend erzählt, haben wir hier eine sehr moderne Sprache, was mich am Anfang ein wenig irritiert hat.

Inhaltlich hat mich „Wenn Prinzen fallen“ sehr gepackt.
Goolrick beschreibt eine Welt, in der Drogen, Alkohol und Sex mit Frauen und Männern ganz normal ist. Hauptsache Höher, Schneller, Weiter! Doch nicht alle können diesem Druck stand halten. So auch Rooney.

FAZIT

„Wenn Prinzen fallen“ befasst sich mit einem schillernden New York der 80er Jahre. Im Großen und Ganzen hat mir der Roman sehr gut gefallen. Hie und da ein paar Längen, aber das tut diesem Roman keinen Abbruch.
„Wenn Prinzen fallen“ regt auf jeden Fall zum Nachdenken an und verdient sich 4 Sterne!