Platzhalter für Profilbild

SummseBee

Lesejury Star
offline

SummseBee ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit SummseBee über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.01.2020

Eine Frau zwischen Träumen und Pflichgefühl

Die englische Gärtnerin - Blaue Astern
0

England, 1920: Charlottes Traum war es schon immer Botanikerin zu werden und bei Kew Gardens zu arbeiten. Als eine der wenigen Frauen schafft sie es das Studium mit Bestnote abzuschließen und einen Arbeitsvertrag ...

England, 1920: Charlottes Traum war es schon immer Botanikerin zu werden und bei Kew Gardens zu arbeiten. Als eine der wenigen Frauen schafft sie es das Studium mit Bestnote abzuschließen und einen Arbeitsvertrag in Londons botanischen Park Kew Gardens zu bekommen. Als sie es dann auch noch schafft einen begehrten Platz im Exepditionsteam zu bekommen und als erste Frau auf Forschungsreise gehen zu können, scheint sie am Ziel ihrer Träume angelangt zu sein. Doch ein schwerer Schicksalsschlag in ihrer Familie bringt sie dazu die Expedition abzusagen....

Charlotte ist eine Hauptfigur, die ich sofort gemocht und bewundert habe. Sie hält an ihrem Traum Botanikerin zu werden und in diesem Beruf auch zu arbeiten fest. Sie steht zu ihren Träumen und ihrer Liebe zu ihrem Beruf und trotzt aller Konventionen. Auch wenn sie viel Gegenwind bekommt, hält ihre Familie zu ihr. Was ich ebenso berührend fand. Daher konnte ich ihren Zwiespalt auch total nachvollziehen als sie plötzlich vor der Entscheidung steht ihre Träume zu verwirklichen oder ihre Familie zu unterstützen.

Ich bewunderte Charlotte für ihren Kampfbereitschaft um das zu erreichen, von dem sie immer geträumt hat. Aber genauso mutig fand ich es, dass sie ihre Familie nicht im Stich lassen kann und dafür ihre Bedürfnisse hinten anstellt. Aber genauso konnte ich auch ihren Unmut darüber verstehen, dass sie sich in ihren Pflichten eingeengt fühlt.

Außerdem steht Charlotte zwischen zwei Männer. Da ist zu einem Dennis, den sie schon jahrelang kennt und in den sie verliebt ist, der sich aber auch viel zu lange Zeit lässt um zu ihr zu stehen. Und dann tritt noch der charmante Victor in ihr Leben, der ihr sofort signalisiert was sie für eine tolle Frau ist und von dem sie die Unterstützung für ihre Familie bekommt, die sie gerade braucht.

Charlottes ist also in vielerlei Hinsichten hin- und hergerissen und ich habe in jeder Situation mitgelitten, gebangt und gehofft das sie ihr Glück finden wird.

Die Autorin hat mich auch mit diesem Buch wieder sehr gut unterhalten, spannenden Charaktere geschaffen und so viel Gefühl in ihre Geschichte gelegt, dass ich den nächsten Band kaum erwarten kann.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.01.2020

Mystische Pferdegeschichte

Wolfspferd
0

Tala lebt mit ihrer Familie in der Wildnis, wo sie praktisch frei in der Natur leben und sich ihre Nahrung selber jagen. Tala würde viel zu gern mal mit auf die Jagd gehen oder das machen, was die Jungs ...

Tala lebt mit ihrer Familie in der Wildnis, wo sie praktisch frei in der Natur leben und sich ihre Nahrung selber jagen. Tala würde viel zu gern mal mit auf die Jagd gehen oder das machen, was die Jungs so tun. Stattdessen hat sie die typischen Frauenaufgaben in ihrer Sippe. Doch Tala hat ihren eigenen Kopf und möchte es ihrer Familie beweisen. Zusammen mit ihrer besten Freundin, der Albinostute Saphira, schleicht sie sich deswegen immer mal heimlich weg. Als eine Räuberbande Lager überfallen und dadurch auch die Vorräte in Talas Familie knapp werden, möchte sie es allen beweisen und helfen. Es gibt eine Legende, die besagt es gäbe einen weißen Wolf in den Wäldern und wer den fängt, dem winke eine Belohnung...

Diese Geschichte hat von Anfang an so etwas magisch und mystisches, was mir besonders gut gefallen hat. Aber vor allem geht es um die Freundschaft zwischen Tala und Saphira. Die beiden haben eine ganz besondere Verbindung. Und als Leser ist man hautnah mit dabei, weil die Geschichte nicht nur aus Talas, sondern auch aus Saphiras Sicht geschrieben ist. Dadurch erkennt man auch wie ähnlich die Probleme der beiden doch sind. Den nicht nur Tala muss sich ständig als Mädchen in ihrer Familie beweisen, denn auch Saphira wird in ihrer Herde oft ausgestoßen, weil sie so wild und ungestüm ist.

Die knapp über 200 Seiten sind spannend geschrieben und für Pferdefans auf jeden Fall ein Muss. Aber zu etwas besonderem macht die Geschichte, dass es mystische Elemente gibt und nicht nur die mutige und eigenwillige Hauptfigur zu Wort kommt, sondern auch ihre ebenso starke und eigensinnige Stute.

Ich fand schon allein wegen des Settings war das Buch mal etwas anderes und ich würde es jedem empfehlen, der mal eine andere Pferdegeschichte lesen möchte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.01.2020

Plötzlich kein übler Scherz mehr

Hamish Macbeth und der tote Witzbold
0

Zunächst hält der schottische Dorfpolizist Hamish Macbeth es für einen üblen Scherz als bei ihm gemeldet wird, dass Arthur Trent ermordet wurde. Immerhin ist dieser für seine üblen und schonungslosen Witze ...

Zunächst hält der schottische Dorfpolizist Hamish Macbeth es für einen üblen Scherz als bei ihm gemeldet wird, dass Arthur Trent ermordet wurde. Immerhin ist dieser für seine üblen und schonungslosen Witze bekannt. Das bekam seine Familie und Verwandtschaft auch sehr oft zu spüren. Daher ist der Kreis der Verdächtigen auch hoch. Hamish erkennt schnell, dass alle Verwandten eher am Inhalt des Testaments Interesse zeigen als den Mord aufzuklären...

Hamish Macbeth ermitteln hiermit schon zum siebten Mal, dennoch bin ich als Neueinsteigerin bei dieser Reihe auch sehr gut klar gekommen. Viel Vorwissen braucht man nicht um diesen Krimi zu genießen. Ich denke Hamish wird in den anderen Bänden ähnlich ermitteln wie hier. Er ist nicht gerade mit großen Spürsinn ausgestattet. Hat dafür aber eine ganz eigene Art an sich und kann den Leuten gut zuhören, so dass sie ihm schon nach kurzer Zeit gewisse pikante Dinge anvertrauen.

Dennoch ist der Kreis der Verdächtigten bis zum Ende hin groß und es bleibt viel Raum für eigene Spekulationen. Den es kommt einfach fast jeder der habgierigen Verwandten in Frage.

Die Figuren sind sehr überspitzt und teilweise auch klischeehaft dargestellt, aber das macht auch den Witz und die Unterhaltung des Buches aus.

Wer in einem Krimi kein Blutvergießen und große Spannung erwartet und lieber humorvolle Charaktere und viel Raum zum eigenen Miträtseln bevorzugt, sollte sich die Bücher um den schottischen Dorfpolizisten auf jeden Fall mal angucken.

  • Humor
  • Cover
  • Geschichte
  • Spannung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.01.2020

Macht Lust auf den zweiten Band

Lovely Curse, Band 1: Erbin der Finsternis
0

Aria verliert ihre Eltern bei einem Verkehrsunfall und muss dann von New York zu ihrer Tante Suzan auf eine Pferderanch ziehen. Der Verlust ihrer Eltern macht ihr natürlich schwer zu schaffen und der Start ...

Aria verliert ihre Eltern bei einem Verkehrsunfall und muss dann von New York zu ihrer Tante Suzan auf eine Pferderanch ziehen. Der Verlust ihrer Eltern macht ihr natürlich schwer zu schaffen und der Start an ihrer neuen provienziellen Littlecreek-Highschool verläuft eher schlecht. Bevor ihre Mitschüler sie besser kennen lernen können wird sie auch schon gemoppt. Das hat sie vor allem auch der allseits beliebten Noemi zu verdanken. Und dann lernt sie auch noch zwei Typen in der Schule kennen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und sie beide jeweils auf ihre eigene Art faszinieren. Als wäre das nicht schon alles aufreibend genug, wacht sie eines Morgens mit weißblonden Haaren auf und hat keine Erklärung für dieses Phänomen. Da weiß sie noch nicht, dass die einbrechende Algenplage und die anderen schweren Naturkatastrophen damit zusammen hängen könnten...

Die Geschichte beginnt noch relativ "harmlos" wie ein typischer Highschool- oder New Adult-Roman. Arias Leben ist alles andere als leicht und man bekommt einen guten Einblick in ihre Gedanken und Wünsche für die Zukunft. Der Konflikt zwischen ihr und den zwei Männern Simon und Dean wirkt vielleicht auch erst mal etwas klischeehaft. Aber ich konnte ihre widersprüchlichen Gefühle für beide Männer sehr gut nachvollziehen. Da ist zum einen der liebe und gutaussehende Simon, der sie von Anfang an unterstützt und sich für sie interessiert, aber mit der Zeit auch etwas zu aufmerksam und besitzergreifend wird. Und auf der anderen Seite ist da Dean, der sein Bad Boy-Image sehr gut aufrechterhält und dennoch das Hedrz am richtigen Fleck hat.

Allein diese Dinge waren schon seitenfüllend genug. Doch dann kam ja auch noch die Sache mit Arias sich plötzlich verfärbenden Haaren hinzu und den ganzen Naturkatastrophen, die auf schreckliche Dinge hinzuweisen schienen. Gerade dies hat das Buch im letzten Drittel so spannend gemacht, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen wollte und dann mit Bedauern fest stellen musste das ich noch etwas Geduld aufbringen muss bis ich den zweiten Band lesen kann. :)

Da in diesem Buch so viel geboten wurde steht ganz klar fest, dass der zweite Band auch gelesen werden muss. Und ich freue mich da schon sehr drauf. :)

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.12.2019

Fans sowie Neulinge werden gut unterhalten

Das tödliche Wort
0

Irene Winters ist Agentin der unsichtbaren Bibliothek, die als Tor zwischen den Welten existiert. Seit jeher gibt es eine erbitterte Feindschaft zwischen Drachen und Elfen, die durch einen Friedenvertrag ...

Irene Winters ist Agentin der unsichtbaren Bibliothek, die als Tor zwischen den Welten existiert. Seit jeher gibt es eine erbitterte Feindschaft zwischen Drachen und Elfen, die durch einen Friedenvertrag beigelegt werden soll. Doch dann wird ein wichtiger Verhandlungsführer der Drachen ermordet und der Friedensvertrag droht zu scheitern. Der Täter muss also schellstens gefunden werden und Irene wird damit beauftrag den Mord aufzuklären...

Hierbei handelt es sich um den fünften Band einer Reihe, was mich als Neuling nicht abgeschreckt hat dieses Buch zu lesen. Man bekommt genug Erklärungen und Rückblenden um alles gut zu verstehen. Obwohl man sicher noch mehr Spaß hat, wenn man die einzelnen Hintergrundgeschichten der Figuren kennt.

Irene mochte ich als Agentin und Ermittlerin sofort und ihre "Arbeit" war spannend beschrieben. Der Mix aus Kriminalroman, Historie und Fantasy hat mir hierbei am besten gefallen. Aber auch der ganze Weltenaufbau und die ganzen Konstellationen zwischen den einzelnen Völkern ist sehr spannend, wenn man erst mal den Weltenaufbau verstanden hat.

Gerade die Ermittlungen von Irene waren teilweise sehr actiongeladen und es ging zügig voran. Doch leider war es gerade im Mittelteil streckenweise sehr langatmig durch ellenlange Dialoge und Gedankengänge. Der Humor, der zum Teil zwischen einigen Personen herrscht hat dies aber wiederum "ertragbarer" gemacht.

Da ich jetzt Gefallen an der Reihe gefunden habe, muss ich mir die anderen Bände wohl auch nochmal anschauen, bevor es dann hoffentlich noch einen sechsten Band geben wird.

  • Cover
  • Geschichte
  • Originalität
  • Fantasie
  • Charaktere