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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.04.2020

Packender und teilweise recht düsterer Roman

The Doll Factory
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London, 1850: Iris arbeite unter harten Bedingen in einer Puppenmanufaktur, doch ihr Herz schlägt für die Malerei. Heimlich malt sie Bilder und träumt davon mal selber als Künstlerin arbeiten zu dürfen. ...

London, 1850: Iris arbeite unter harten Bedingen in einer Puppenmanufaktur, doch ihr Herz schlägt für die Malerei. Heimlich malt sie Bilder und träumt davon mal selber als Künstlerin arbeiten zu dürfen. Als ihr der Maler Louis Frost anbietet, dass sie für ihn Modell stehen soll und ihr sogar Unterrich geben möchte, kann sie diesem Angebot nicht widerstehen. Auch wenn Sie dafür mit ihrer Familie brechen muss. Ihr erföffnet sich eine ganz neue Welt und ihr Leben steht bald Kopf. Sie ahnt dennoch nicht, dass sie einen heimlichen Verehrer hat, der einen dunklen Plan verfolgt...

Die Geschichte wird in kurzen Kapiteln und aus wechselnden Perspektiven erzählt. Zuerst erfährt man natürlich etwas über Iris, ihr Leben und ihren Traum von der Malerei. Mit ihr habe ich in jedem Kapitel mitgefiebert und gelitten und ich fand es toll wie sie für ihre Kunst brennt. Dann gibt es da Albie, der mit seiner Schwester in einem Bordell wohnt und mein persönlicher Liebling in dieser Geschichte war. Und die Kapitel aus der Sicht von Silas waren wohl am erschreckendsten. Anfangs hält man ihn noch für einen harmlosen Spinner, doch je mehr man über ihn und seine Pläne und sein Leben erfährt umso düstere Aspekte bekommt die Geschichte.

Das Buch lässt sich schlecht in ein Genre packen. Es ist einerseits ein spannender historischer Roman, der gute Einblicke in das Leben der Menschen im Jahre 1850 gibt. Aber vor allem beinhaltet dieses Buch auch eine schöne Liebesgeschichte, jede Menge thrillerhafte Spannung und bietet dabei noch horrorähnliche Szenen. Das Buch lief am Ende auf so eine überraschende Wendung hin, mit der ich am Anfang niemals gerechnet hätte und das ich deswegen gar nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Mich hat dieses Buch auch noch nachdrücklich sehr beeindruckt und ich kann es jedem empfehlen, der sich sowohl von düsteren wie auch romantischen Szenen nicht abschrecken lässt.

  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 31.03.2020

Tiefsinniges Buch

Felix und die Quelle des Lebens
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Felix ist zwölf Jahre alt und lebt mit seiner Mutter Fatou in Paris. Fatou war bisher immer eine sehr lebensfrohe Person und liebt ihr kleines Café, das Dreh- und Angelpunkt ihrer schrulligen Gemeinschaft ...

Felix ist zwölf Jahre alt und lebt mit seiner Mutter Fatou in Paris. Fatou war bisher immer eine sehr lebensfrohe Person und liebt ihr kleines Café, das Dreh- und Angelpunkt ihrer schrulligen Gemeinschaft ist. Doch dann verfällt Fatou in eine Depression und ist wie ausgewechselt und total in sich gekehrt. Felix weiß nicht was mit ihr los ist und möchte sie retten...

Die Geschichte wird aus der Sicht von Felix erzählt und spiegelt sehr gut seine Gefühle und Ängste wieder. Er hat Angst um seine Mutter und jede Seite erzählt von Felix Liebe zu ihr. Felix weiß nicht was mit seiner Mutter los ist und sucht bei Erwachsenen Rat. Doch diese wissen selbst nicht immer mit was sie es zu tun haben und kommen auf die absurdesten Ideen.

Das Fatou an Depressionen leidet wird nur einmal kurz angeschnitten, aber man bekommt sehr gut vermittelt wie die Krankheit auf Außenstehende wirkt.

Ich fand den Schreibnstil sehr flüssig und wer tiefsinnige Geschichten mag, wird von dieser wahrscheinlich ebenso berührt werden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.03.2020

Schöne Kinderbuchgeschichte mit passenden Illustrationen

Eddie Fox und der Spuk von Stormy Castle
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Das auf der uralten Burg Stormy Castle seit vielen Jahren keiner mehr wohnt glauben zumindest alle. Aber in Wahrheit bewohnt Edward Donald Darius Ignatz Eliot Graf von Fox und Wood - kurz auch Eddie genannt ...

Das auf der uralten Burg Stormy Castle seit vielen Jahren keiner mehr wohnt glauben zumindest alle. Aber in Wahrheit bewohnt Edward Donald Darius Ignatz Eliot Graf von Fox und Wood - kurz auch Eddie genannt - und seine Fledermaus Tilla diese Burg. Und das seit fast 289 Jahren. Denn Eddie ist ein Geist und genießt mit Tilla das Leben auf ihrer Burg. Doch der Frieden soll jetzt vorbei sein. Denn auf Stormy Castle soll eine Schule errichtet werden. Obwohl Eddie selbst noch ein Kind ist, da er mit knapp 10 Jahren gestorben ist, kann er Kinder nicht auzsstehen und beschließt die neuen Eindringlinge mit viel Spuk zu vertreiben...

Schon als ich das Buch aufgeschlagen hatte, war ich sofort begeistert von den einzelnen Figuren in dieser Geschichte. Den zu Anfang des Buches gab es erst mal eine Vorstellung der ganzen Charaktere, die Susanne Göhlich treffend illustriert hat. Nach der Vorstellung der Charaktere folgt eine kurze Einleitung und bietet somit den perfekten Start in diese schöne Geschichte. Eddies Fledermaus-Freundin Tilla hatte mein Herz sofort erobert. Aber auch Eddie hat nachvollziehbare Gründe warum er die Eindringlinge von der Burg verscheuchen möchte. Doch Pia, die Tochter der Schulleiterin, macht ihm dies alles andere als leicht. Den die ist doch gar nicht so übel. :)

Dieses Buch bietet also eine spannende Geschichte über Freundschaft und hält viele tolle Charaktere bereit. Auf jeder Seite befindet sich außerdem eine tolle Illustration, die den Lesespaß bereichert.

Mir hat dieser Auftaktband sehr gut gefallen und ich bin jetzt schon auf die anderen Bände und was Eddie und Pia noch erleben werden gespannt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.03.2020

Drei ungleiche Freunde

Monty, Castor und der Findelfuchs
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Der Waschbär Monty und der Biber Castor sind Freunde und fühlen sich ganz wohl auf ihrer Verkehrsinsel. Dennoch verspüren sie Sehnsucht nach der Stadt bzw. besser gesagt nach dem Stadtpark, wo es immer ...

Der Waschbär Monty und der Biber Castor sind Freunde und fühlen sich ganz wohl auf ihrer Verkehrsinsel. Dennoch verspüren sie Sehnsucht nach der Stadt bzw. besser gesagt nach dem Stadtpark, wo es immer ausreichend Essen geben und ihnen auch sonst an nichts fehlen soll. Diese Sehnsucht verstärkt sich als sie einen kleinen Findelfuchs, den sie Foxi nennen, retten. Foxi möchte unbedingt in den Stadtpark und da Castor ihn nicht alleine reisen lassen und Monty nicht alleine bleiben möchte, ziehen die drei ungleichen Freunde los in ein großes gefährliches Abenteuer...

Die drei tierischen Freunde Monty, Castor und Foxi sind charakterlich alle sehr unterschiedlich und das macht den Spaß und die Spannung des Buches aus. Der Waschbär Monty ist grummelig und sehr von sich eingenommen, aber beweist immer wieder das er das Herz doch am rechten Fleck hat. Seine Erzählungen und Sichtweisen machen das Buch so unterhaltsam. Der Biber Castor ist liebenswert und fürsorglich und daher kann man ihn auch einfach nur ins Herz schließen. Aber die Geschichte wäre nicht so spannend, wenn es nicht noch den Fuchs Foxi geben würde. Er ist wagemutig und schlau und rundet das Dreiergespann perfekt ab.

Neben dieser schönen Freundschaftsgeschichte vermittelt dieses Buch noch viel mehr wichtige Botschaften, die kindgerecht erzählt werden und vielleicht auch zum hinterfragen anregen. Und wie es sich für ein Kinderbuch gehört, gibt es auch noch schöne (farbliche) Illustrationen, die die Geschichte perfekt wiedergeben.

Ich kann dieses Buch auf jeden Fall weiter empfehlen. Jeder Leser ab den empfohlenen 7 Jahren sollte dieses Buch lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.03.2020

Unterhaltsames Kinderbuch

Mina und die Karma-Jäger - Der Klassenkassen-Klau
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Milena, auch nur Mina genannt, freut sich auf ihre Geburtstagsparty zu ihrem elften Geburtstag. Doch anstatt all ihrer Freunde steht ein fremder Junge Namens Julius vor ihrer Tür. Er teilt ihr mit, dass ...

Milena, auch nur Mina genannt, freut sich auf ihre Geburtstagsparty zu ihrem elften Geburtstag. Doch anstatt all ihrer Freunde steht ein fremder Junge Namens Julius vor ihrer Tür. Er teilt ihr mit, dass er all ihre Freunde ausgeladen hat, weil er ihre sofortige Hilfe braucht um Karma-Punkte zu sammeln. Und zu allem Übel stellt Mina fest, dass nur sie Julius sehen kann...

Anfangs hält Mina Julius noch für einen blöden Scherz ihrer Freunde, doch dann wird ihr schnell klar, dass Julius ein Geist ist. Und so plötzlich wie Julius in Minas Leben tritt und alles auf den Kopf stellt, so rasant wird die Geschichte erzählt. Es brauchte nur wenige Zeilen und mich schon direkt zum schmunzeln zu bringen und gut unterhalten zu fühlen.

Die Wortgefechte zwischen Julius und Mina haben einfach Spaß gemacht und mich immer wieder zum Lachen gebracht. Da ist zum einen der Geist Julius, der dringend Karma-Punkte benötigt und es dabei mit der Fairness nicht immer so genau nimmt und nicht einsehen will, dass er somit keine Karma-Punkte sammelt. Und Mina ist da das komplette Gegenteil bzw. Gegenstück. Sie ist ehrlich und loyal zu ihren Freunden und versucht Julius die nötige "Nachhilfe" zu geben- ;) Aber auch Minas beste Freundin Isabel fand ich als Charakter sehr toll. Sie stand Mina immer zur Seite und hat ihr die Geschichte mit dem unsichtbaren Julius geglaubt. Freundschaft spielt in diesem Buch eine ganz wichtige Rolle und das hat mir sehr gut gefallen.

Außerdem bietet das Buch noch sehr schöne Illustrationen, die perfekt zur Geschichte passen. Besonders schön fand ich, dass man neben der Seitenzahl noch eine Illustration des Karma-Levels von Julius sieht. Er fängt mit einem Nacktmull an und arbeitet sich langsam zu einem Regenwurm hoch.

Mich hat dieses Buch sehr gut unterhalten und ich bin schon jetzt sehr gespannt auf die weiteren Bücher dieser Reihe.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere