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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.06.2025

Interessanter Plot, aber gewöhnungsbedürftiger Schreibstil

Der Stau
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Auf diesen Thriller war ich gleich sehr gespannt, denn der Klappentext hat mich gleich sehr neugierig darauf gemacht: Ein kilometerlanger Stau, eine Leiche im Auto nebenan und ein Mörder, der noch irgendwo ...

Auf diesen Thriller war ich gleich sehr gespannt, denn der Klappentext hat mich gleich sehr neugierig darauf gemacht: Ein kilometerlanger Stau, eine Leiche im Auto nebenan und ein Mörder, der noch irgendwo in der Nähe ist. Das hört sich auf jeden Fall vielversprechend an. Doch 100% konnte mich das Buch dann leider nicht überzeugen.

Ich habe etwas gebraucht, richtig in die Geschichte hinein zu finden. Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig: Er ist recht zackig, ohne viel Geschnörkel. Ich mag es eigentlich eher bildlicher und nicht ganz so gehetzt. Aber trotz allem kam ich gut mit dem Schreibstil zurecht.

Die Hauptfigur Belinda Kidd, eine Kommissarin kurz vor dem Ruhestand, war mir sympathisch, wobei sie mir am Anfang etwas blass vorkam. Aber nach und nach konnte ich mich mit ihrer persönlichen Geschichte besser identifizieren und sie ist mir mit ihrem Denken und Handeln ans Herz gewachsen. Deshalb musste ich auch mit ihr mitfiebern.

Etwas schwieriger war dagegen, die ganzen verschiedenen Figuren, die nach und nach eingeführt wurden, richtig einzuordnen. Das fiel mir etwas schwer, denn Jeder war auch irgendwie verdächtig – aber es genaueres Bild konnte man sich nicht wirklich zu den Figuren machen, da man doch zu wenig Infos hatte. Das hat den Lesefluss etwas gehemmt, da ab und an auch die Geschichte aus der Sicht der anderen Verkehrsteilnehmer erzählt wurde. Teilweise war das etwas verwirrend.

Die Geschichte selbst blieb aber spannend und mit der Auflösung am Ende hatte ich so nicht gerechnet. Jedoch gab es hin und wieder auch ein paar Längen, aber das war zu verzeihen. Ich wurde jedoch gut unterhalten und vergebe 3 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 28.05.2025

Ein unterhaltsamer Krimi - mit ganz viel Südfrankreich-Flair

Lavendel-Wut
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Ich kenne bereits andere Bücher der Provence-Reihe und war deshalb sehr gespannt auf das neueste Werk „Lavendel-Wut. Auch diesmal bin ich regelrecht durch das Buch geflogen und habe mich richtig inmitten ...

Ich kenne bereits andere Bücher der Provence-Reihe und war deshalb sehr gespannt auf das neueste Werk „Lavendel-Wut. Auch diesmal bin ich regelrecht durch das Buch geflogen und habe mich richtig inmitten er schönen Natur Südfrankreichs wiedergefunden.

Im bereits siebten Fall ist die örtliche Rennrad-Community von Carpentras in Aufruhr: Das berühmte Gipfelschild des Mont Ventoux ist verschwunden! Anstatt auf das gestohlene Schild stößt ein Suchtrupp jedoch auf die Leiche eines Radfahrers – offenbar ist dieser schon vor Tagen im unwegsamen Gelände des Berghangs zu Tode gekommen. Die junge Kommissarin Lilou Braque nimmt die Ermittlungen auf und erlebt eine Überraschung: Der Tote lebte in der Nähe von Carpentras, aber bis vor zwei Jahren scheint er überhaupt nicht existiert zu haben. Noch dazu deuten Spuren am Fahrrad darauf hin, dass er womöglich nicht durch einen Unfall ums Leben kam. Wer ist der geheimnisvolle Mann? Und wer könnte seinen Tod gewollt haben?

In die Storyline habe ich sehr gut hineingefunden. Ich mag diesen bildlichen Schreibstil der Autorin total. Zudem ist ein schöner Lesefluss gegeben, die Seiten fliegen nur so dahin. Deshalb habe ich das Buch in nur wenigen Tagen regelrecht verschlungen. Zudem sind die Bände auch für Neuneinsteiger zu empfehlen, denn es wird nicht unbedingt Vorwissen aus den anderen Bändern benötigt.

Das Wiedersehen mit Lilou gefällt mir total. Ich mag ihre ruhige, sympathische Art sehr gerne und ich kann mich mit ihrem Denken und Handeln absolut identifizieren. Diesmal wird gleich zum Anfang die Spannungsschraube mächtig hochgefahren. Wer ist der tote Radfahrer? Ist es ein Unfall gewesen oder doch Mord? Zudem scheint man über den Mann rein gar nichts herausfinden zu können, als hätte er nie existiert.

Was wirklich passiert ist, ist jedoch schon recht schnell klar – was auf der einen Seite etwas die Spannung rausgenommen hat. Lieber rätsele ich bei solchen Krimis gerne bis zum Ende mit. Aber das war in Ordnung, denn es gab noch andere überraschende Wendungen am Ende, so dass es für mich in Ordnung war. Ich wurde auf jeden Fall gut unterhalten und vergebe sehr gut 4,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 26.05.2025

Leider viel zu viele Missverständnisse und ein Hin und Her

The summer we kissed
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Ich lese immer wieder gerne kurzweilige Friends-to-Lovers-Liebesgeschichten. Deshalb war ich gleich Feuer und Flamme für dieses Buch, als ich davon erfahren habe. Doch leider hat mich die Geschichte nicht ...

Ich lese immer wieder gerne kurzweilige Friends-to-Lovers-Liebesgeschichten. Deshalb war ich gleich Feuer und Flamme für dieses Buch, als ich davon erfahren habe. Doch leider hat mich die Geschichte nicht wirklich mitreißen können. Im Gegenteil: Sie hat sich doch recht zäh angefühlt, was schade ist.

Die Storyline dreht sich um Natalia und Ethan, die sich beim Senior Sunrise endlich wiedersehen. Denn nach einem leidenschaftlichen Kuss in der Promnacht ist zwischen den beiden eigentlich besten Freunden nichts mehr, wie es war. Den ganzen Sommer über haben sie kein Wort miteinander gesprochen und jetzt versucht Natalia verzweifelt so zu tun, als wäre Ethan ihr egal, während der wiederum seinen Fehler unbedingt wiedergutmachen will. Bei der Tradition des Senior Sunrise, Briefe an sich selbst zu verfassen, lassen die beiden ihren Gefühlen anonym endlich freien Lauf. Aber dann weht der Wind einige der Briefe über den gesamten Strand. Plötzlich sind Ethan und Natalia gezwungen zusammenzuarbeiten, um die verlorenen Zettel und damit auch die brisanten Geheimnisse, die diese bereithalten, zu finden, bevor jemand anderes es tut…

In die Geschichte habe ich gut hineingefunden. Der Schreibstil ist locker-leicht und passt sehr gut zu der Storyline. Auch dass die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Natalia und Ethan erzählt wird, macht es mir leichter mich mit deren Denken und Handeln besser zu identifizieren. Jedoch hatte ich sehr große Probleme mit Natalia warm zu werden. Sie ist ein schwieriger und komplizierter Mensch und ich habe mir oft gedacht, warum Ethan eigentlich so von ihr fasziniert ist.

Der Anfang war noch richtig vielversprechend. Doch dann wurde es kompliziert: Beide haben Gefühle füreinander, doch da sie nicht ehrlich miteinander reden, tappt jeder im Dunkeln. Stattdessen gibt es ein Missverständnis nach dem Anderen. Ich finde auch, dass das Ganze sehr kindlich vom Verhalten her ist, wie sie miteinander umgehen, obwohl sie doch schon so lange gute Freunde sind.

Das Hin und Her zwischen den Beiden war etwas anstrengend, so dass ich mich mittendrin zwingen musste, weiterzulesen. Zum Ende hin erhält man zwar ENDLICH das Happy-End, aber bis dahin hat es sich noch einmal gezogen. Aber es war auf jeden Fall versöhnlich. Leider konnte mich das Buch aber nicht richtig überzeugen und ich kann leider nur 3 von 5 Sternen vergeben.

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Veröffentlicht am 26.05.2025

Humorvolle Geschichte über kleine Erfinder

Neon und Bor
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Meine Tochter ist zu einer richtigen Leseratte geworden. Auf der Suche nach neuem Lesestoff sind wir auf dieses Buch mit dem Titel „Neon & Bor“ gestoßen. Da meine Tochter auch eine kleine Erfinderin ist ...

Meine Tochter ist zu einer richtigen Leseratte geworden. Auf der Suche nach neuem Lesestoff sind wir auf dieses Buch mit dem Titel „Neon & Bor“ gestoßen. Da meine Tochter auch eine kleine Erfinderin ist und immer neue Ideen im Kopf hat, war das Buch natürlich gleich doppelt interessant, da es auch hier um kleine Erfinder geht. Unterhalten wurden sie sehr gut von dem Buch und wir hoffen, dass es weitere Bände mit dem Geschwisterpaar geben wird.

Die Geschichte dreht sich um Neon, die superschlau ist. Und ihr kleiner Babybruder Bor ist mindestens hochbegabt. Wenn sie ein Problem haben, dann lösen sie es immer durch eine Erfindung. Hättest du nicht auch gerne einen Roboter, der dein Zimmer aufräumt? Oder einen Vergrößerungsblasenwerfer, der den letzten Keks so groß wie eine Torte macht? Vielleicht sogar eine Zeitschleifenröhre, dank der du jeden Tag Geburtstag hast? Neon und Bor werkeln ständig an solchen Erfindungen. Allerdings – seien wir ehrlich – führen ihre Problemlösungen oft zu noch größeren Problemen. Doch die kann man ja durch neue Erfindungen lösen! Genial!

Das farbenfrohe Cover sticht auf jeden Fall direkt ins Auge. Die Illustrationen sind auch wirklich schön anzusehen. Aber auch im Buch geht es nicht weniger farbenfroh zu – zahlreiche Seiten wurden coloriert und mit passenden, schönen Illustrationen verschönert, die die Geschichte unterstützen. Der Schreibstil selbst ist absolut altersgerecht und die Schriftart ist leicht zu lesen. Meine 9-jährige Tochter hatte damit überhaupt keine Probleme.

Die Geschichte selbst blieb die ganze Zeit unterhaltsam – mit einer ordentlichen Prise Humor. Hoffentlich wird es bald eine Fortsetzung geben, denn Neon & Bor haben auf jeden Fall Potential für weitere Bände – und Erfindungen. Wir vergeben für das Buch ganz klar 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 23.05.2025

Ein mitreißender Roman, der zum Nachdenken anregt

Zwei Leben
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Ich kenne die Autorin bereits und wurde von ihren Büchern immer mitgerissen. Deshalb war ich auch auf dieses Band sehr gespannt, da es sich diesmal nicht um einen Thriller handelt, sondern um einen historischen ...

Ich kenne die Autorin bereits und wurde von ihren Büchern immer mitgerissen. Deshalb war ich auch auf dieses Band sehr gespannt, da es sich diesmal nicht um einen Thriller handelt, sondern um einen historischen Roman – der aber nicht weniger grausam ist. Mich hat das Buch sehr zum Nachdenken gebracht und ich konnte es nicht mehr zur Seite legen.

Die Geschichte dreht sich um Nora Weiß, die nach der Trennung von ihrem Mann vor dem Neuanfang steht – innerlich leer, voller Fragen, orientierungslos. Ihr bisheriges Leben in Scherben. Als auch noch ihre geliebte Großmutter Xanna stirbt, wird Nora jäh mit einer weiteren Leere konfrontiert. Beim Ausräumen des alten Familienhauses, entdeckt Nora auf dem staubigen Dachboden eine unscheinbare Holzschatulle. Getrieben von Fragen über ihre Großmutter, begibt sich Nora gemeinsam mit dem Journalisten Andreas Schwarz auf eine Reise in die Vergangenheit – eine Spurensuche, die sie bis nach Weißrussland führt. Was sie dort über der geliebten Großmutter entdeckt, erschüttert Nora zutiefst...

In die Storyline habe ich ohne Probleme hineingefunden. Der Schreibstil ist dabei zackig, ohne viel Geschnörkel, aber auch bildlich. Zudem ist ein wunderbarer Lesefluss gegeben, so dass die Seiten nur so dahingeflogen sind.

Erzählt wird die Geschichte einmal in der Gegenwart aus der Sicht von Nora und in der Vergangenheit aus der Sicht von Xanna. Beide Personen sind mir sehr sympathisch und ich konnte mich sehr gut mit ihnen identifizieren. Nora hat es nicht leicht und steht an einem Scheideweg in ihrem Leben, aber viel schlimmer hat es Xanna getroffen, die einiges mitmachen muss als Jüdin im zweiten Weltkrieg. Gerade ihre Kapitel waren schwer zu lesen, denn hier geht es grausam zu und sehr emotional. Man fragt sich oft: Was kann ein Mensch noch alles aushalten? Trotzdem bleibt sie eine starke Persönlichkeit und auch Nora macht eine positive Entwicklung durch im Laufe der Geschichte.

Die Storyline selbst blieb von Anfang bis zum Ende absolut mitreißend. Somit habe ich das Buch in nur wenigen Tagen verschlungen. Für mich ist dieser Roman der Beste, den ich bisher von Astrid Korten gelesen habe. Sehr gerne mehr davon! Ich vergebe ganz klar 5 von 5 Sternen.

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