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Susaca

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.08.2025

Das Buch macht richtig Lust auf Schwimmbad

Schwimmbad
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Das Bilderbuch Schwimmbad von Eilika Mühlenberg ist eine rundum gelungene Hommage an den Ort, der für viele Kindheitserinnerungen steht: das öffentliche Schwimmbad. Mit großer Sorgfalt, Liebe zum Detail ...

Das Bilderbuch Schwimmbad von Eilika Mühlenberg ist eine rundum gelungene Hommage an den Ort, der für viele Kindheitserinnerungen steht: das öffentliche Schwimmbad. Mit großer Sorgfalt, Liebe zum Detail und einem bemerkenswerten gestalterischen Anspruch hat die Autorin und Illustratorin ein Sachbilderbuch geschaffen, das sowohl informativ als auch unterhaltsam ist.

Das Buch überzeugt durch seine vielfältigen Inhalte. Es greift alles auf, was mit dem Schwimmbadbesuch zu tun hat, vom Umziehen über das Duschen bis hin zu den Beckenregeln. Dabei bleibt es nicht bei den heutigen Gegebenheiten: Auch die Geschichte des Schwimmbads und der Badekultur wird anschaulich erklärt, inklusive spannender Einblicke in historische Bademode.

Besonders hervorzuheben ist die Vielseitigkeit der Themen: Schwimmtechniken, Sprungarten, Tauchen, die Bedeutung des Schwimmenlernens sowie die Artenvielfalt im Wasser werden kindgerecht und anschaulich vermittelt. Es ist spürbar, dass hier wirklich an alles gedacht wurde, inklusive Sicherheitsaspekten und einer dezenten, aber wirkungsvollen Aufklärung zur Notwendigkeit, schwimmen zu können.

Die liebevolle und detailreiche Illustration lädt zum Verweilen und Wiederentdecken ein. Es macht einfach Freude, durch die Seiten zu blättern, immer neue Kleinigkeiten zu entdecken und dabei selbst Lust auf den nächsten Schwimmbadbesuch zu bekommen.

Das Buch „Schwimmbad“ ist ein hervorragend gestaltetes Sachbilderbuch, das mit seinem breiten Themenspektrum, seiner optischen Qualität und seiner informativen Tiefe überzeugt. Ein wunderbares Buch, nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene, die gerne mit (oder ohne) Kinderaugen schauen.

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Veröffentlicht am 22.07.2025

„Auf die Plätze, fertig, Zoo!“

Die großen Spiele im Zoo
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„Willkommen zu den großen Spielen!“, ruft Zoodirektor Ungestüm – und schon ist die Bühne frei für einen tierisch turbulenten Wettkampf, bei dem so einiges anders läuft als geplant. Was zunächst wie eine ...

„Willkommen zu den großen Spielen!“, ruft Zoodirektor Ungestüm – und schon ist die Bühne frei für einen tierisch turbulenten Wettkampf, bei dem so einiges anders läuft als geplant. Was zunächst wie eine klassische Sportveranstaltung beginnt, entwickelt sich rasch zu einem wunderbar schrägen Spektakel voller Überraschungen, Missgeschicke und vor allem: ganz viel Herz.
Zum Glück gibt es Ignaz Pfefferminz Igel, der kurzerhand alles auf den Kopf stellt: Die neuen Spielregeln sorgen dafür, dass nicht mehr Schnelligkeit oder Stärke zählen, sondern der Spaß am Mitmachen. Wer als Letzter ins Ziel kommt, gewinnt, und am Ende dürfen alle auf das Siegertreppchen. Denn: Dabei sein ist alles!
Besonders gelungen ist der Humor, der sich durch das ganze Buch zieht, angefangen bei den fantasievollen Tiernamen bis hin zu den witzigen Kommentaren der Zootiere. Beim Hochsprung etwa staunt das Publikum, als Käthe Känguru, Freddy Frosch und Gabi Gazelle elegant über die Latte hüpfen. Hansi Hängebauchschwein grunzt nervös. Vielleicht hätte ich mich für eine andere Sportart melden sollen.“ Nicki Nilpferd zweifelt an ihren kurzen Beinen und Anne, die Schlange, seufzt enttäuscht: „Was soll ich denn sagen?“ und kriecht davon.
Am Ende verkündet Ignaz: Unentschieden, alle haben den ersten Platz gemacht! Jubel bricht aus, und die Botschaft ist klar: Gemeinschaft, Fairness und Spaß stehen an erster Stelle.
Die Illustrationen von Günther Jakobs sind herzlich, ausdrucksstark und voller Witz. Sie begleiten die Geschichte perfekt und machen das Buch zu einem echten Vergnügen, sowohl zum Vorlesen als auch zum gemeinsamen Anschauen.
Die großen Spiele im Zoo ist eine weitere gelungene Episode aus der beliebten Zooreihe, liebevoll erzählt, humorvoll gestaltet und mit einer starken Botschaft, die Kinder (und Erwachsene) begeistert. Ein echtes Highlight für jedes Kinderzimmer!
Ich bin und bleibe ein großer Fan dieser Bilderbuchreihe!

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Veröffentlicht am 10.07.2025

Lesen, Fragen, Nachdenken

Die Forscherbande - Sofia Valdez und die Wahl des Klassentiers
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Ich habe das Buch „Sofia Valdez und die Wahl zum Klassenziel“ ausgesucht und gelesen, weil ich nach kindgerechtem Material zum Thema Demokratie und Mitbestimmung gesucht habe. Ich bin wirklich begeistert, ...

Ich habe das Buch „Sofia Valdez und die Wahl zum Klassenziel“ ausgesucht und gelesen, weil ich nach kindgerechtem Material zum Thema Demokratie und Mitbestimmung gesucht habe. Ich bin wirklich begeistert, wie wunderbar das hier umgesetzt wurde!

Die Geschichte rund um Sofia Valdez hat mich direkt abgeholt. Sie wird zur Wahlleiterin bestimmt, als die Klasse abstimmen soll, welches Tier ihr Klassentier werden soll. Die Kinder gestalten Wahlkampfplakate, halten Reden, diskutieren und plötzlich fehlt eine Stimme, was alles durcheinanderbringt. Ich finde es großartig, wie hier spielerisch und ohne erhobenen Zeigefinger vermittelt wird, wie Demokratie funktionieren kann. Vom Meinungsaustausch bis zur geheimen Abstimmung.

Besonders gut hat mir gefallen, dass: die Kinder in der Geschichte werden ernst genommen und haben echte Mitbestimmung. Die Illustrationen lebendig und laden zum gemeinsamen Anschauen ein. Es geht nicht nur ums Wählen, sondern auch um Fairness, Verantwortung und den Wert jeder Stimme.

Ich arbeite in der offenen Kinder- und Jugendarbeit, sowie in der Bücherei und kann mir sehr gut vorstellen, das Buch z. B. in einer Projektwoche oder bei einem Kinderparlament einzusetzen. Die Kinder könnten daraus eigene Wahlaktionen entwickeln, von Klassensprecherwahlen bis zur Gestaltung von Gruppenräumen.

Ein wertvolles Buch, das nicht nur unterhält, sondern auch inspiriert – für Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Ich kann es absolut empfehlen!

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Veröffentlicht am 23.06.2025

Was auf dieser Insel passiert, bleibt nicht verborgen

Die Insel - einer kennt die ganze Wahrheit
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Ich habe das Buch mit gemischten Erwartungen angefangen. Ein Sommerhaus auf einer abgelegenen Insel, alte Konflikte, ein dunkles Familiengeheimnis, das alles klang vielversprechend. Und tatsächlich, die ...

Ich habe das Buch mit gemischten Erwartungen angefangen. Ein Sommerhaus auf einer abgelegenen Insel, alte Konflikte, ein dunkles Familiengeheimnis, das alles klang vielversprechend. Und tatsächlich, die Atmosphäre im Buch hat mich direkt abgeholt. Das Setting auf Gotland war richtig stimmungsvoll beschrieben, fast schon ein bisschen unheimlich. Ich spürte spürt von Anfang an, dass unter der sonnigen Oberfläche etwas ganz und gar nicht stimmt.
Was mir besonders gut gefallen hat, war der psychologische Aufbau. Die Figuren, vor allem Isak und sein Vater, tragen ordentlich Ballast mit sich herum, und das spürt man. Auch die Spannungen innerhalb der Gruppe waren echt gut dargestellt. Es war kein typischer Thriller mit viel Action, eher ein leises, schleichendes Unbehagen, das sich langsam aufbaut.
Allerdings muss ich sagen, dass ich stellenweise etwas mehr Spannung erwartet hätte. Die Geschichte entwickelt sich eher langsam, manchmal sogar etwas zäh. Es gibt keine riesigen Überraschungen oder Wendungen, wie man sie vielleicht von einem klassischen Psychothriller kennt. Aber trotzdem wollte ich wissen, wie alles zusammenhängt und was am Ende rauskommt, also hat es mich doch schon bei der Stange gehalten.
Der Schreibstil ist angenehm, nicht zu kompliziert, und die Dialoge wirkten meist natürlich. Man merkt, dass Kvensler auf Zwischenmenschliches setzt statt auf Blut und Drama, was ich grundsätzlich gerne mag, auch wenn ich mir in diesem Fall manchmal ein bisschen mehr Tempo gewünscht hätte.
Nachdem ich bereits „Der Ausflug“ von Ulf Kvensler gelesen habe und davon richtig begeistert war, wollte ich natürlich wissen, ob „Die Insel“ da mithalten kann. Auch wenn es für mich nicht ganz an die Spannung und Dynamik von „Der Ausflug“ herankommt, hat das Buch auf jeden Fall gezeigt, dass Kvensler ein gutes Gespür für Atmosphäre und zwischenmenschliche Spannung hat. Ich bin gespannt, was noch von ihm kommt, und freue mich schon auf weitere Bücher.
Auf jeden Fall ist „Die Insel“ eine lesenswerte Geschichte mit glaubwürdigen Figuren und einer unterschwelligen Spannung, die vor allem durch das Unausgesprochene wirkt. Wer sich auf eine eher ruhige, psychologische Erzählweise einlassen kann, wird hier auf seine Kosten kommen.
Natürlich ist das nur meine persönliche Meinung. Was mir zu ruhig oder zu subtil war, kann für andere genau das sein, was das Buch besonders macht. Deshalb, am besten selbst lesen und sich ein eigenes Bild machen.

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Veröffentlicht am 10.06.2025

"Ein Cover, das lockt – eine Geschichte, die bleibt"

Shark Heart
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Emily Habecks Debütroman Shark Heart hat mich besonders angesprochen, nicht nur wegen der ungewöhnlichen Geschichte, sondern auch wegen der poetischen Sprache und der besonderen Erzählweise.
Im Mittelpunkt ...

Emily Habecks Debütroman Shark Heart hat mich besonders angesprochen, nicht nur wegen der ungewöhnlichen Geschichte, sondern auch wegen der poetischen Sprache und der besonderen Erzählweise.
Im Mittelpunkt steht das frisch verheiratete Paar Wren und Lewis, dessen Leben durch eine dramatische Wendung auf den Kopf gestellt wird: Lewis beginnt sich allmählich in einen weißen Hai zu verwandeln. So verrückt diese Idee zunächst klingen mag, dient sie als starke Metapher für Veränderung, Verlust und das Ringen um Identität.
Der Roman ist nicht immer leicht zu lesen, manche Abschnitte lesen sich wie Theaterstücke, andere wie klassische Prosa. Diese Mischung macht die Lektüre abwechslungsreich und regt zum Nachdenken an. Mich hat die emotionale Tiefe überzeugt, auch wenn sich sicher nicht jeder sofort mit dem Erzählstil anfreunden wird. Einige hätten sich vielleicht eine etwas realistischere Handlung gewünscht, doch gerade die surreale Komponente verleiht dem Buch seinen besonderen Reiz.
Auch das Cover möchte ich positiv erwähnen. Es ist schlicht, aber hat eine starke Symbolkraft und passt wunderbar zur Geschichte. Es hat mich besonders angesprochen, das war ehrlich gesagt auch der Hauptgrund, warum ich mich überhaupt für das Buch interessiert habe. Als ich dann den Klappentext gelesen habe, wollte ich das Buch erst wieder weglegen. Aber irgendwas daran hat mich doch nicht losgelassen. Ich bin froh, dass ich drangeblieben bin und ich habe es auf keinen Fall bereut.
Shark Heart ist ein Buch für Alle, die offen für literarische Experimente sind und Geschichten mit Herz und Tiefe schätzen. Auch gut geeignet für Buchclubs, Literaturkreise oder einfach zum stillen Genießen auf dem heimischen Sofa und bekommt von mir eine klare Empfehlung.

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