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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.04.2021

nicht so witzig wie sonst

Das Geheimnis des perfekten Tages
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Dieter Nuhr, den ich früher sehr wegen seines Humors geschätzt habe, schwadroniert und schwafelt (philosophiert möchte ich nicht sagen, dafür ist es zu platt) in diesem Buch vor sich hin, indem er einen ...

Dieter Nuhr, den ich früher sehr wegen seines Humors geschätzt habe, schwadroniert und schwafelt (philosophiert möchte ich nicht sagen, dafür ist es zu platt) in diesem Buch vor sich hin, indem er einen ganzen Tag lang seine Gedanken reflektiert. Teilweise wie gewohnt witzig und an einigen Stellen habe ich laut gelacht oder mir etwas angestrichen, aber im großen Ganzen eher mau. Streckenweise sogar langweilig, zäh und nichtssagend. Da helfen auch die Fotos nichts. Obwohl es wie gesagt stellenweise witzig war, kann ich es nicht weiterempfehlen. Vielleicht verschießen alle Komödianten irgendwann ihr Pulver. Dieter Nuhr schein seins jedenfalls verschossen zu haben. Schade.

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Veröffentlicht am 24.03.2021

verstörend und trostlos

Niemand ist bei den Kälbern
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Ich hatte etwas anderes erwartet und fand das Buch daher etwas fad und langweilig. Aber andererseits spiegelt dies genau die Stimmung und das Leben von Christin wieder, die auf den Hof ihres Freundes gezogen ...

Ich hatte etwas anderes erwartet und fand das Buch daher etwas fad und langweilig. Aber andererseits spiegelt dies genau die Stimmung und das Leben von Christin wieder, die auf den Hof ihres Freundes gezogen ist, mit dem Bauerndasein aber nichts anfangen kann. Ihren Frust betäubt sie mit Alkohol wie ihr Vater. Ich fand die Ich-Erzählerin etwas gewöhnungsbedürftig und konnte vieles nicht nachvollziehen. Diese Gleichgültigkeit (egal, ob jmd. beim Sex eine Zigarette auf ihr ausdrückt, ob sie ihren Freund verletzt, indem sie einfach abhaut oder Landmaschinen zerstört, Tiere vergiftet usw.) fand ich sehr verstörend und nicht nachvollziehbar. Also würde sie diese Sachen aus Wut oder Frust machen, würde ich dies eher verstehen, aber sie macht das einfach so, ohne groß nachzudenken und wie gesagt mit erschreckender Gleichgültigkeit. Sie würde zwar lieber in der Stadt wohnen, aber ich glaube nicht, dass sich da etwas ändern würde oder Christin besser mit sich und ihrem Leben klar käme. Insgesamt hinterlässt das Buch einen trostlosen, verstörenden Eindruck. Ob man das jetzt lesen muß, weiß ich nicht. Hätte ich dies vorher gewußt, hätte ich es nicht gelesen, aber es ist recht dünn (255 Seiten) und durch den flüssigen Schreibstil liest es sich flott. Ich glaube, ich bleibe doch lieber bei meinen Krimis. Die sind wenigstens spannend.

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Veröffentlicht am 19.03.2021

witzig

Wer's glaubt, wird selig
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Dieter Nuhr philosophiert über denn Glauben und die Menschheit. Warum er für diese Betrachtungen und Gedanken um die ganze Welt reisen mußte, weiß ich nicht, aber so sind die Fotos entstanden, die im ...

Dieter Nuhr philosophiert über denn Glauben und die Menschheit. Warum er für diese Betrachtungen und Gedanken um die ganze Welt reisen mußte, weiß ich nicht, aber so sind die Fotos entstanden, die im Buch reichlich vorhanden und meist witzig kommentiert sind. Überhaupt habe ich viel gelacht. Inzwischen mag ich Dieter Nuhr nicht mehr so, obwohl er mal zu meinen Lieblingen gehörte. Aber durch einige dumme Bemerkungen (über Greta Thunberg und Rassismus) ist er sehr in meiner Achtung gesunken. Dies Buch allerdings ist aus der Zeit davor und auch, wenn nicht alles witzig ist und auch hier das ein oder andere Mal etwas daneben gegriffen wird, habe ich mich gut amüsiert und stellenweise laut gelacht. Das meiste ist genau mein Humor. Zynisch, ironisch und trocken. Schade, dass es jetzt so einen negativen Beigeschmack hat, etwas von Dieter Nuhr zu lesen, sonst würde dies Buch sicher zu meinen Favoriten zählen.

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Veröffentlicht am 05.03.2021

Was für ein Pageturner

Das Grab im Wald
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Ein richtig toller, spannender Thriller, der einen wirklich bis zur letzten Seite in Atem hält. Vor 20 Jahren sind einige Teenager im Wald eines Ferienlagers brutal ermordet worden. Paul, heute Bezirksstaatsanwalt, ...

Ein richtig toller, spannender Thriller, der einen wirklich bis zur letzten Seite in Atem hält. Vor 20 Jahren sind einige Teenager im Wald eines Ferienlagers brutal ermordet worden. Paul, heute Bezirksstaatsanwalt, hat damals seine Schwester verloren. Da taucht plötzlich jemand aus der Vergangenheit wieder auf. Was ist damals wirklich geschehen ? Und was will die Familie des einen Opfers vertuschen ?

Es hat richtig Spaß gemacht, mal wieder einen spannenden Krimi/Thriller zu lesen. Ich mochte die Personen und man hat sowohl mit Lucy, als auch mit Paul mitgefiebert. Auch der alte Hippie Ira, der damals das Camp leitete hat mir gut gefallen. Die Handlung, sowohl der Vergewaltigungsprozeß ( der auch von John Grisham hätte stammen können, so spannend und nervenaufreibend war er geschrieben) an dem Paul arbeitet, als auch die Frage, wer die mysteriöse Leiche ist und was damals passierte und was das für Folgen hatte, sowie Pauls Familiengeschichte, haben einen regelrecht gefesselt.

Sehr, sehr spannend und eine klare Leseempfehlung. Freue mich, dass ich noch 2 weitere Bücher des Autors im Schrank habe.

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Veröffentlicht am 24.02.2021

richtig spannend

Girl on the Train - Du kennst sie nicht, aber sie kennt dich.
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Ich lese fast nur Krimis und dieser hier hat mich über zeugt, weil er nicht nur sehr spannend ist, sondern auch die Erzählweise mal eine ganz andere ist. 3 Frauen berichten aus ihrer Sicht. Rachel, die ...

Ich lese fast nur Krimis und dieser hier hat mich über zeugt, weil er nicht nur sehr spannend ist, sondern auch die Erzählweise mal eine ganz andere ist. 3 Frauen berichten aus ihrer Sicht. Rachel, die täglich mit dem Zug fährt und ein Pärchen beobachtet, das an den Gleisen wohnt und sich dazu Geschichten ausdenkt, Anna, die ehem. Geliebte und jetzige Ehefrau von Rachels Exmann, und die Frau, die Rachel vom Zug aus beobachtet. Mehr will ich nicht preisgeben, um nicht zu spoilern, aber es ist wirklich richtig spannend.

Das Buch beginnt langsam und bedächtig, wie ein Zug, der langsam anrollt, dann nimmt es/er schnell Fahrt auf und donnert schließlich in schnellem Tempo dahin. Das spannende ist nicht nur, wie alles miteinander verwoben ist, sondern auch, das nichts ist, wie es scheint.

Die Charaktere sind überzeugend und vor allem Rachel ist gut ausgearbeitet. Mal abstoßend, mal normal und menschlich, mal ein Häufchen Elend. Mal macht sie wütend, mal hat man Mitleid, mal ärgert man sich über sie, dann hat man wieder Angst um sie. Auch das Alkoholproblem ist realistisch dargestellt und beschrieben. Vielen meiner Patienten geht es genau so (ich arbeite in der Sucht).

Alles in allem fand ich das Buch klasse und versteh den Hype. Klare Leseempfehlung.

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