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Veröffentlicht am 23.12.2024

Die Kälte als Gegner

Tief im Schatten
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Eine männliche Leiche wird im Skiort Åre gefunden - brutal zugerichtet. Hanna und Daniel begeben sich auf die Suche nach dem Mörder und tauchen dabei tiefer in dessen Familien- und Freundschaftsbeziehungen ...

Eine männliche Leiche wird im Skiort Åre gefunden - brutal zugerichtet. Hanna und Daniel begeben sich auf die Suche nach dem Mörder und tauchen dabei tiefer in dessen Familien- und Freundschaftsbeziehungen ein. Gleichzeitig wird aus einer anderen Perspektive Rebeckas Geschichte erzählt, die in einer strenggläubigen Gemeinschaft lebt und sich in ihrer Stellung als Frau dem Mann zu unterwerfen hat. Doch der friedliche Schein, den ihre perfekte Ehe mit Pastor Ekvall nach außen hin ausstrahlen soll, täuscht ...

Für mich war dies der erste Krimi der Autorin und somit bin ich auch neu in die Reihe eingestiegen, was mir absolut keine Schwierigkeiten bereitet hat. Fehlende Infos werden nebenbei eingestreut und man nahtlos mit diesem Teil anknüpfen oder auch neu einsteigen, das empfand ich als große Stärke. Außerdem wird der vorherige Fall zwar erwähnt, aber mit keinem einzigen Wort gespoilert, sodass man diesen ohne Probleme auch im Anschluss lesen kann.

Der Krimi wird in kurze Kapitel eingeteilt, wodurch er sich recht schnell lesen lässt. Die Handlung wird aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt, manche geben private Hintergründe zu den Ermittlern, andere beleuchten den Fall und die darin involvierten Personen (und auch Tatverdächtigen) näher. Insbesondere die privaten Kapitel haben meiner Meinung nach nicht immer zu mehr Spannung verholfen, sondern zogen und wiederholten sich mitunter. Ansonsten ist insbesondere Rebeckas Sicht ein Highlight, denn hier entwickelt sich ein Wettlauf mit der Zeit mit ungewissem Ausgang. Ihre Kapitel waren für mich die spannendsten, wenn auch bedrückendsten.

Der Ausgang war wiederum schlüssig und ich habe ihn erst im letzten Drittel erahnt.

Alles in allem ein guter Krimi, der sich super lesen lässt, aber im Mittelteil ein wenig den roten Faden verliert und sich in Privatgeschichten verliert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.12.2024

Die Kälte als Gegner

Tief im Schatten
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Eine männliche Leiche wird im Skiort Åre gefunden - brutal zugerichtet. Hanna und Daniel begeben sich auf die Suche nach dem Mörder und tauchen dabei tiefer in dessen Familien- und Freundschaftsbeziehungen ...

Eine männliche Leiche wird im Skiort Åre gefunden - brutal zugerichtet. Hanna und Daniel begeben sich auf die Suche nach dem Mörder und tauchen dabei tiefer in dessen Familien- und Freundschaftsbeziehungen ein. Gleichzeitig wird aus einer anderen Perspektive Rebeckas Geschichte erzählt, die in einer strenggläubigen Gemeinschaft lebt und sich in ihrer Stellung als Frau dem Mann zu unterwerfen hat. Doch der friedliche Schein, den ihre perfekte Ehe mit Pastor Ekvall nach außen hin ausstrahlen soll, täuscht ...

Für mich war dies der erste Krimi der Autorin und somit bin ich auch neu in die Reihe eingestiegen, was mir absolut keine Schwierigkeiten bereitet hat. Fehlende Infos werden nebenbei eingestreut und man nahtlos mit diesem Teil anknüpfen oder auch neu einsteigen, das empfand ich als große Stärke. Außerdem wird der vorherige Fall zwar erwähnt, aber mit keinem einzigen Wort gespoilert, sodass man diesen ohne Probleme auch im Anschluss lesen kann.

Der Krimi wird in kurze Kapitel eingeteilt, wodurch er sich recht schnell lesen lässt. Die Handlung wird aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt, manche geben private Hintergründe zu den Ermittlern, andere beleuchten den Fall und die darin involvierten Personen (und auch Tatverdächtigen) näher. Insbesondere die privaten Kapitel haben meiner Meinung nach nicht immer zu mehr Spannung verholfen, sondern zogen und wiederholten sich mitunter. Ansonsten ist insbesondere Rebeckas Sicht ein Highlight, denn hier entwickelt sich ein Wettlauf mit der Zeit mit ungewissem Ausgang. Ihre Kapitel waren für mich die spannendsten, wenn auch bedrückendsten.

Der Ausgang war wiederum schlüssig und ich habe ihn erst im letzten Drittel erahnt.

Alles in allem ein guter Krimi, der sich super lesen lässt, aber im Mittelteil ein wenig den roten Faden verliert und sich in Privatgeschichten verliert.

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Veröffentlicht am 23.12.2024

Die Verbindung zweier Schwestern

Was die Sterne dir schenken
0

Dani Atkins verspricht meist Herz-Schmerz und emotionale "Mitgenommenheit" - so auch hier. Erzählt wir die Geschichte von Lexie und ihrer Schwester Amelie. Die beiden stehen sich sehr nahe und verspüren ...

Dani Atkins verspricht meist Herz-Schmerz und emotionale "Mitgenommenheit" - so auch hier. Erzählt wir die Geschichte von Lexie und ihrer Schwester Amelie. Die beiden stehen sich sehr nahe und verspüren über ihre Leben hinweg eine Verbindung, bei der die eine spürt, dass es der anderen beispielsweise nicht gut geht. Nach einem Unfall von Amelia reist Lexie umgehend in die Heimat, um bei ihrer Schwester zu sein. Diese hat auf einmal extreme Gedächtnislücken und vermisst einen Ehemann, den es eigentlich gar nicht geben dürfte. Und eben jener "Ehemann" scheint mit einem Mal mit Nick auf der Bildfläche zu erscheinen, einem Mann, der durch Zufall am Strand spazieren geht. Während Lexie und Nick sich näher kommen, wartet Amelia verzweifelt auf ihren Ehemann Sam ...

Das Thema des Buches empfand ich als unfassbar spannend. Was verbirgt sich hinter Amelias Vorstellungen rundum den Ehemann? Auf lange Zeit rätselt man gemeinsam mit Lexie, wie es zu dem Unfall, aber auch den Einbildungen ihrer Schwester kommen konnte. Lexie ist eine absolut hingebungsvolle Schwester, die ihr eigenes Wohl öfters für ihre Schwester hinten an stellt. Währenddessen wirkte Amelia über weite Strecken des Buches weniger nahbar, was auch die als so innig beschriebene Schwesternbeziehung mitunter kalt wirken ließ. Aber auch hier folgen Erklärungen im Verlaufe des Buches. Andere, erwähnenswerte Charaktere sind Amelias und Lexies Mutter, die ihre eigene Entwicklung durchmacht, so wie der mürrische Nachbar Tom, den im Verlauf der Geschichte durch seine mürrisch-gutmütige Art zum Liebling mutiert. Nick ist ein absoluter Traummann, wirkt dadurch aber auch leicht überzeichnet.

Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt flüssig und angenehm, wenn auch manchmal etwas überzogen, insbesondere, wenn es um die Beziehung zwischen Nick und Lexie ging. Hier wurde meiner Meinung nach ein wenig zu dick aufgetragen, was mich auch aus der Geschichte geworfen hat.

Inhaltlich tappte ich über weitere Teile im Dunkeln, was sich hinter Amelias Vorstellungen verbirgt. Zum Ende hin kommt vieles auf einmal. Auch wenn manche Enden durchaus noch lose sind und es nicht für alles eine eindeutige Sicht gibt, konnte ich doch meinen Frieden mit der Aufklärung schließen. Es war auf jeden Fall, wie für die Autorin typisch, emotional. Die Gefühle konnten mich nur über weite Strecken nicht so erreichen, wie ich es mir gewünscht hätte, da die Geschichte sich in ihren Möglichkeiten durch Übertreibungen verlor.

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Veröffentlicht am 23.12.2024

Die Verbindung zweier Schwestern

Was die Sterne dir schenken
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Dani Atkins verspricht meist Herz-Schmerz und emotionale "Mitgenommenheit" - so auch hier. Erzählt wir die Geschichte von Lexie und ihrer Schwester Amelie. Die beiden stehen sich sehr nahe und verspüren ...

Dani Atkins verspricht meist Herz-Schmerz und emotionale "Mitgenommenheit" - so auch hier. Erzählt wir die Geschichte von Lexie und ihrer Schwester Amelie. Die beiden stehen sich sehr nahe und verspüren über ihre Leben hinweg eine Verbindung, bei der die eine spürt, dass es der anderen beispielsweise nicht gut geht. Nach einem Unfall von Amelia reist Lexie umgehend in die Heimat, um bei ihrer Schwester zu sein. Diese hat auf einmal extreme Gedächtnislücken und vermisst einen Ehemann, den es eigentlich gar nicht geben dürfte. Und eben jener "Ehemann" scheint mit einem Mal mit Nick auf der Bildfläche zu erscheinen, einem Mann, der durch Zufall am Strand spazieren geht. Während Lexie und Nick sich näher kommen, wartet Amelia verzweifelt auf ihren Ehemann Sam ...

Das Thema des Buches empfand ich als unfassbar spannend. Was verbirgt sich hinter Amelias Vorstellungen rundum den Ehemann? Auf lange Zeit rätselt man gemeinsam mit Lexie, wie es zu dem Unfall, aber auch den Einbildungen ihrer Schwester kommen konnte. Lexie ist eine absolut hingebungsvolle Schwester, die ihr eigenes Wohl öfters für ihre Schwester hinten an stellt. Währenddessen wirkte Amelia über weite Strecken des Buches weniger nahbar, was auch die als so innig beschriebene Schwesternbeziehung mitunter kalt wirken ließ. Aber auch hier folgen Erklärungen im Verlaufe des Buches. Andere, erwähnenswerte Charaktere sind Amelias und Lexies Mutter, die ihre eigene Entwicklung durchmacht, so wie der mürrische Nachbar Tom, den im Verlauf der Geschichte durch seine mürrisch-gutmütige Art zum Liebling mutiert. Nick ist ein absoluter Traummann, wirkt dadurch aber auch leicht überzeichnet.

Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt flüssig und angenehm, wenn auch manchmal etwas überzogen, insbesondere, wenn es um die Beziehung zwischen Nick und Lexie ging. Hier wurde meiner Meinung nach ein wenig zu dick aufgetragen, was mich auch aus der Geschichte geworfen hat.

Inhaltlich tappte ich über weitere Teile im Dunkeln, was sich hinter Amelias Vorstellungen verbirgt. Zum Ende hin kommt vieles auf einmal. Auch wenn manche Enden durchaus noch lose sind und es nicht für alles eine eindeutige Sicht gibt, konnte ich doch meinen Frieden mit der Aufklärung schließen. Es war auf jeden Fall, wie für die Autorin typisch, emotional. Die Gefühle konnten mich nur über weite Strecken nicht so erreichen, wie ich es mir gewünscht hätte, da die Geschichte sich in ihren Möglichkeiten durch Übertreibungen verlor.

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Veröffentlicht am 23.12.2024

Vom Finden und Halten der großen Liebe

Du bist mein Lieblingsgefühl
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"Du bist mein Lieblingsgefühl" erzählt die Geschichte von Max und Nela, die sich beide in einem Brautmodengeschäft kennenlernen und vom jeweils anderen denken, dass dieser bald heiraten würde. Gleichzeitig ...

"Du bist mein Lieblingsgefühl" erzählt die Geschichte von Max und Nela, die sich beide in einem Brautmodengeschäft kennenlernen und vom jeweils anderen denken, dass dieser bald heiraten würde. Gleichzeitig ist es aber quasi bei beiden ebenso Liebe auf den ersten Blick, weshalb sich die Anziehung nur schwer mit dem Gedanken, dass der Gegenüber vergeben sei, vereinbaren lässt. Wie es so ist, begegnen die beiden einander bald noch viele weitere Male und müssen sich hierbei immer wieder ihren aufkeimenden Gefühlen stellen.

Der Einstieg in das Buch viel mir zunächst ein wenig schwer, da ich mich auf den Schreibstil einstellen musste. Dieser ist tiefgründig und greift viele Gedankengänge der Protagonisten auf, wodurch das Leseerlebnis auf jeden Fall sehr intensiv wurde, ich aber insbesondere zu Beginn noch nicht komplett gefesselt war. Im weiteren Verlauf habe ich mich daran immer mehr gewöhnt und habe zum Ende hin festgestellt, dass mir dadurch viele Handlungen/ Worte/ Gedanken der Protagonisten noch eine Weile im Gedächtnis bleiben werden. Obwohl es also eher ein leichteres Buch aufgrund des Genres sein könnte, ist die Geschichte von Max und Nela unerwartet tiefgründig.

Beide haben zunächst komplett unterschiedliche Sichtweisen zu einer Beziehung. Nela fällt es schwer, sich zu binden, während Max von einer Familie im Grünen träumt. Insbesondere bei Max rührt dies aus einem tief verwurzelten Familientraume. Interessant hierbei auch, wie die Rollenklischees getauscht wurden. Beide Protagonisten sind sympathisch, ehrlich und handeln immer konsequent nach ihren Prinzipien. Auch die Freunde oder die Familie der beiden wirkte sehr authentisch. Man bekommt hier viele verschiedene, bunte Charaktere vor die Nase gesetzt.

Die Anziehung der beiden ist dabei von der ersten Begegnung an spürbar. Es ist eine intensive Liebe, die dennoch immer wieder vor ihre Grenzen gestellt wird, insbesondere durch die Unsicherheiten der beiden Protagonisten. Ich habe auf jeden Fall mit den beiden mitgelitten, auch wenn es eine Weile gedauert hat, ehe ich mich in der Geschichte fallen lassen konnte.

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