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Veröffentlicht am 18.07.2024

Recht stereotype Gegensätze

Golden-Heights-Reihe, Band 1 - Unlock My Heart
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In "Unlock my heart" hilft Lexie gezwungenermaßen Logan, der aus einer der wohlhabendsten Familien der Golden Heights stammt, und dringend ihre Hilfe bei der Besorgung eines wichtigen Dokuments benötigt. ...

In "Unlock my heart" hilft Lexie gezwungenermaßen Logan, der aus einer der wohlhabendsten Familien der Golden Heights stammt, und dringend ihre Hilfe bei der Besorgung eines wichtigen Dokuments benötigt. Lexie, die erpresst wird und eine große Geldmenge aufbringen muss, lässt sich auf den Deal ein - wobei die beiden sich gefährlich nahe kommen...

Die Idee fand ich spannend, da Lexie eine etwas andere Protagonistin ist und hier einmal dem männlichen Protagonisten hilft. Allerdings muss ich sagen, dass das Buch mich recht schnell enttäuscht hat. Es ist voller Stereotype und pick-me-girl-vibes. Alle anderen Mädchen, die sich dem tollen Millardenerben an die Brust werfen, sind dümmliche Hohlbirnen, die sich nackt in sein Bett legen und mit Schokolade um sich werfen oder zu keinem richtigen Dialog in der Lage sind. Das zieht sich bei vielen Nebencharakteren oder auch Bösewichten durch, die typische Bösewichtdinge sagen und zumindest im Hörbuch mit Akzent sprechen. Lexies und Logans Freunde stechen hier schon mit mehr Charakter hervor, aber das Gesamtbild des Romans war doch voller bereits bekannter Szenen und Worte.

Der Schreibstil konnte mich daher leider auch nicht überzeugen, da sich die Stereotype hier widerspiegeln und die Sprache recht einfach ist. Es gibt auch viele Wortwiederholungen, wie zum Beispiel er/ sie schluckte, der Mundwinkel zuckte ... An alle Stadtteile und Straßennamen oder auch Universitäten, Clubs, ... wird oft das namensgebende "Golden" angehangen, da hätte ich mir auch mehr Abwechslung gewünscht.

Die Grundsätzliche Idee hinter der Geschichte gefiel mir und es gibt eine gute Spannungskurve. Das Buch hat einen stimmigen Wechsel von Gesprächen und actionreichen Szenen. Ich kam leider mit dem Schreibstil und den Charakteren nicht gut klar.

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Veröffentlicht am 18.07.2024

Berühmte Zombies

Relight My Fire
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Im vierten Band rundum die Crew der Stranger Times begegnen uns Zombies, aber von der besonderen Art. Zunächst einmal geschieht jedoch wieder allerhand Kurioses: Menschen fallen vom Himmel, Drogen verleihen ...

Im vierten Band rundum die Crew der Stranger Times begegnen uns Zombies, aber von der besonderen Art. Zunächst einmal geschieht jedoch wieder allerhand Kurioses: Menschen fallen vom Himmel, Drogen verleihen besondere Kräfte und Banecroft sieht sich einem etwas anderen Ultimatum gegenüber, das buchstäblich die Hölle aufreißen könnte. Ach ja, und Hannah lernt ihr großes Idol aus früheren Zeiten kennen, nur ist der alles andere, als erwartet ...

Der vierte Band macht genauso viel Spaß wie seine Vorgänger und überzeugt erneut mit Witz, Charme und einer riesigen Portion Sarkasmus. Bekannte Persönlichkeiten haben hier ebenso wie besondere Neulinge ihren Auftritt und man lernt die verrückten Geschehnissen von allen Seiten her kennen - von dem Team der Stranger Times aus, aber auch von den Bösewichten selbst. Nachdem zuvor Magier, Geister und Vampire ihr Unwesen getrieben haben, haben nun die Zombies ihren großen Auftritt, auch wenn es sich hier um eine ganz besondere Art handelt.

Der Schreibstil ist wie gewohnt eindrücklich und beschwört einprägsame Bilder im Kopf. Für mich ist das Highlight dieser Reihe neben dem flüssigen, einnehmenden und humorvollen Schreibstil die Charakterisierung der Protagonisten, die nun schon über vier Bände hinweg alle ihre Eigenarten haben und die man einfach liebgewinnen muss. Das führt dazu, dass ich sogar mit einer Dr. Carter mit fiebere, die sich einer Tamsin Baladin gegenübersieht, die ihr plötzlich ihre Rolle bei den Begründern streitig machen möchte. Besonders spannend empfand ich bei diesem Teil ebenso die Antagonisten und hier insbesondere Dr. Emma Marsh, die brandgefährlich und absolut durchgeknallt war. Der Autor nimmt hierbei nicht nur kein Blatt vor dem Mund, sondern scheut sich auch nicht vor den Extremen.

Es gibt ein paar neue Richtungen, in denen die Geschichte gestupst wird, auch für die nachfolgenden Bände eröffnen sich neue Handlungsstränge und vielleicht sogar (hoffentlich?) ein neues Mitglieder der Stranger Times.

Ich bleibe auf jeden Fall ein großer Fan dieser Reihe und hoffe, dass es noch viele weitere Bände gibt.

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  • Fantasie
Veröffentlicht am 18.07.2024

Alles kommt zusammen

Four Secrets to Share (Breaking Waves 4)
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Der letzte Teil dieser einmaligen Reihe rundum fünf Freundinnen und einem mysteriösen Vermisstenfall kommt in diesem vierten Band zum Ende - und wie! Im Vorhinein war ich unsicher, wie ich Lee finden würde, ...

Der letzte Teil dieser einmaligen Reihe rundum fünf Freundinnen und einem mysteriösen Vermisstenfall kommt in diesem vierten Band zum Ende - und wie! Im Vorhinein war ich unsicher, wie ich Lee finden würde, aber sie hat bei weitem meine Erwartungen übertroffen. Lee war voller Energie, Sarkasmus, Wut und einfach Emotionen, die sie ungeschönt herausgelassen hat, meistens an sich selbst. Ihre Dialoge waren voller Witz und sie wirkte stets wie jemand, mit dem ich einfach befreundet sein wollte. Auch wenn sie von Regeln nichts hielt, hatte sie ihr Herz einfach am rechten Fleck.

In diesem Band geht Lee also als letzte Freundin schließlich zurück nach Harbour Bridge, nachdem Odina, Avery und Isa ihr geschrieben haben. Zunächst geht sie diesen recht lange aus dem Weg, ebenso Parker, ihre große Jugendliebe, doch natürlich treffen alle irgendwann aufeinander. Es war ein Wiedersehen mit vielen liebgewonnen Personen, aber auch der (erneute) Beginn einer großen Liebesgeschichte, dann Parker und Lee gehörten einfach zusammen, das war von der ersten Seite an klar. Ihre Interaktionen waren geprägt von gegenseitigem Verständnis, Abwarten, Grenzen austesten - so schön!

Die Suche nach Josie lief in diesem Band nebenbei, es gibt weniger Rätselraten, als viel mehr mysteriöse Botschaften und die ein oder andere bedrohliche Situation. Die Auflösung fühlte sich nicht ganz rund an, hat aber großen Spaß gemacht und mich zum Ende hin auch versöhnlich gestimmt. Es waren noch ein paar Fäden offen, da diese Storyline recht schnell abgehandelt wurde und ein paar mehr Seiten verdient hätte.

Alles in allem aber mein Lieblingsband der Reihe, weil Lee einfach unvergleichlich ist und ihre Liebesgeschichte großen Spaß gemacht hat.

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Veröffentlicht am 14.07.2024

Wenn die ganze Welt gegen dich ist

A Whisper Around Your Name
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"A whisper around your name" ist ein düsterer Liebesroman, der die Liebe und das Leben der beiden Außenseiter Jo und Evan begleitet. Triggerwarnungen sollten hier zuvor gelesen werden, denn das Leben der ...

"A whisper around your name" ist ein düsterer Liebesroman, der die Liebe und das Leben der beiden Außenseiter Jo und Evan begleitet. Triggerwarnungen sollten hier zuvor gelesen werden, denn das Leben der beiden Jugendlichen ist sowohl in ihrer Jugend, als auch nach dem Zeitsprung in das Erwachsenenleben ein einziger Albtraum.

Zu Beginn konnte mich das Buch begeistern. Jo ist es gewohnt, Leute auf Abstand zu halten und lässt niemanden an sich ran, aber bei Evan schafft sie es nicht, ihre Mauern hochzuziehen. Dieser wird in ihrer neuen Schule als Freak abgestempelt, da er den Anschlag auf eine Fabrik in einem seiner Träume vorausgesehen hat. Außerdem lebt er in einer Adoptivfamilie, in welcher seine Adoptivbrüder alles dafür tun, dass er ausgegrenzt und gehänselt wird. Die beiden treffen sich eines Tages in einem Schwimmbad und von da an nimmt ihre große, aber auch tragische Liebesgeschichte Fahrt auf.

Besonders am Anfang des Buches gefiel mir der emotionale Schreibstil, der sanfte Charakter Evans und auch Jo, die geradlinig ist und sich von niemandem beeinflussen lässt. Die zarten Begegnungen der beiden und ihre anfangs unsicheren Gespräche, die viele Abgründe überwinden müssen, haben mir sehr gut gefallen. Auch die fantastisch anmutenden Visionen von Evan haben gut in das Gesamtbild gepasst und ich habe mich gefragt, was es damit auf sich hat.

Auf Dauer wurde das Buch jedoch immer düsterer. Viele Nebencharaktere, die nicht auf Jos und Evans Seite stehen, sind absolute Unmenschen, angefangen bei den Stiefbrüdern, die keine einzige, gute Zelle in ihrem Wesen haben. Ihre Taten sind unmenschlich und das Zuhören tat mir teilweise weh. Auch später widerfahren Jo und Evan so viele Ungerechtigkeiten, dass das Buch einen stark runterzieht. Außerdem empfand ich manche Geschehnisse als unzureichend aufgearbeitet und hätte hier gerne weiterverfolgt, wie es gewissen Personen ergangen ist oder warum sie sich nicht ausgesprochen haben, um die ein oder andere Ungerechtigkeit aufzuklären. Der Mittelteil zog sich auch ein wenig.

Das Ende wiederum ist recht spannend und vieles kommt zusammen. Kurz dachte ich mir, oh nein, dieses Buch wird mich zum Ende hin noch absolut zerstören, aber hier will ich nicht zu viel verraten.

Auf jeden Fall ein Buch, für das man emotional bereits sein muss.

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Veröffentlicht am 13.07.2024

Die große Liebesgeschichte in zehn Tagen

Wolke Sieben ganz nah
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Ich mochte die Prämisse und den absolut schrägen Einstieg in dieses Werk, in welchem Delphi an einem Burger erstickt und sich plötzlich in "Evermore" wiederfindet, dem Nachleben. Allerdings wird ihr noch ...

Ich mochte die Prämisse und den absolut schrägen Einstieg in dieses Werk, in welchem Delphi an einem Burger erstickt und sich plötzlich in "Evermore" wiederfindet, dem Nachleben. Allerdings wird ihr noch eine Chance auf das Leben gewährt, wenn sie es nur schafft, innerhalb von zehn Tagen ihre große Liebe zu küssen, welche scheinbar Jonah ist. Jenen hat sie nur einen Wimpernschlag lang getroffen, denn er hat sich nach Evermore verirrt, obwohl er noch gar nicht tot ist. Delphi muss den völlig Fremden also nicht nur finden, sondern auch davon überzeugen, dass er sie unbedingt küssen will.

Was folgt ist eine skurrile Jagd durch London, immer auf der Such nach dem letzten Aufenthalt. Delphie ist als Charakter tollpatschig, eigensinnig und tappt von einem Fettnäpfchen ins nächste. Dabei lernt sie allerhand ebenso leicht verrückte Menschen kennen, die ihr Leben Stück für Stück bereichern. Vor allem ihr grimmiger Nachbar Cooper hilft ihr gezwungenermaßen bei der Suche nach Jonah, die sich als schwieriger erweist, als zunächst gedacht. Delphie selbst mochte ich gerne, da sie als Charakter recht einzigartig ist. Sie schert sich innerhalb der zehn Tage nach ihrem Tod nicht sonderlich um ihr Aussehen oder darum, was andere von ihr denken, auch wenn sie hier eine hundertachtzig-Grad-Wendung zu ihrem vorherigen Leben hinlegt. Copper und Mr. Yoon sind von ihren Wesen her auch noch besonders, die vielen anderen Nebencharaktere bleiben recht blass durch ihre kurzen, episodenhaften Auftritte.

Schreibstil und Handlung wiederum passen zur überdrehten, humorvollen Geschichte, aber mit beidem bin ich nicht so recht warm geworden. So richtig kam der Humor leider nicht bei mir an, die Szenen wirkten übertrieben, aber auch zu offensichtlich. Die Handlung wiederum war recht früh vorhersehbar. Dadurch kam bei mir keine rechte Spannung auf.

Insgesamt wirklich süß und Delphie als Protagonistin ist einzigartig, Handlung und Schreibstil waren mir jedoch zu seicht.

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