"So viele Körper" ist ein wunderschönes Buch für die ganz Kleinen, dass bereits in jungen Jahren die Akzeptanz für den Körper näher bringen möchte - und bei uns gelang das wirklich wunderbar!
Zunächst ...
"So viele Körper" ist ein wunderschönes Buch für die ganz Kleinen, dass bereits in jungen Jahren die Akzeptanz für den Körper näher bringen möchte - und bei uns gelang das wirklich wunderbar!
Zunächst einmal hat uns die Sprache ganz viel gegeben, denn die Reime sind ein wahrer Ohrwurm. "Unsere Körper sind unser Zuhause" oder "Unsere Körper sind immer für uns da" sind dabei sich wiederholende Eingangsphrasen, die das Kind schnell mitsprechen (und mitfühlen) kann. Hinzu kommen kurze Reime, die mit ihrer Bedeutung direkt ins Herz gehen. Ich kann mir hier wirklich sehr gut vorstellen, dass diese Wortwahl auch schon bei kleinen Kindern großes bewirkt.
Bei einem Buch mit einem solchen Thema sind natürlich die Illustrationen umso wichtiger und mit bunter Vielfalt wurde bei diesem Buch auf jeden Fall nicht gespart. Hier finden sich viele verschiedene Kinder und auch Erwachsene wieder. Ich finde auch schon, dass sich in den verschiedenen Looks gleich die Persönlichkeiten wiederspiegeln.
"At Fate Inked in Blood" erzählt Freyas Geschichte, welche in Skaland (früheres Norwegen) spielt und hier mit den nordischen Einflüssen in einer fantastischen Welt spielt. Freya selbst wurde von Hlid gesegnet ...
"At Fate Inked in Blood" erzählt Freyas Geschichte, welche in Skaland (früheres Norwegen) spielt und hier mit den nordischen Einflüssen in einer fantastischen Welt spielt. Freya selbst wurde von Hlid gesegnet und ist die sagenumwobene Schildmaid, die, so lautet eine Weissagung, einen König an die Macht bringen soll. Aufgrund ihrer wichtigen Rolle wird sie fortan gejagt und als Spielball der mächtigen Männer genutzt - doch Freya will ihre eigene Geschichte schreiben.
Ich habe Danielle L. Jensen live treffen können und hier hat sie bereits von ihrer starken, weiblichen Protagonistin gesprochen, was ich nun auch "live" lesen durfte und genauso unterschreiben kann. Dieses Buch lebt von seiner weiblichen, starken und authentischen Protagonistin, ebenso wie vom männlichen Gegenpart - denn wo Freya ungestüm, wild und stark ist, da ist Bjorn besonnen, taktiert und stets an ihrer Seite. Man merkt also schon, dass die Charaktere in diesem Buch ganz klar mein Lieblingspart waren, denn Danielle hat sie durch das Buch hinweg als sehr authentisch skizziert. Ebenso sind auch die Gefühle zwischen den beiden gewachsen und ich konnte die gegenseitige Anziehung absolut nachvollziehen. Einige der Nebencharaktere waren mit ihren jeweiligen Fähigkeiten auch sehr spannend, hier konnte das für mich neuwertige Magiesystem sehr glänzen. So kann eine Gottgesegnete zum Beispiel Blitze vom Himmel wirken, eine andere kann mit ihren Gesängen sagenumwobene Geschichten in den Köpfen der Hörenden weben.
Aber nicht nur die Charaktere haben sich in mein Herz geschlichen, auch alles andere konnte mich überzeugen. Der fantastische Part war gut ausgearbeitet - es fühlte sich durchweg wie eine gut durchdachte, zeitlich abgestimmte Reise an, in der Freya immer wieder Hindernisse überwinden muss, um zu wachsen. Das Fantasiesystem mit der Segnung durch einzelne Gottheiten hat dem Ganzen eine sehr spannende Dynamik gegeben und vieles konnte ich gut nachvollziehen, aber nicht alles, vor allem im Hinblick auf Ylva, die wiederum als Hexe agiert und dadurch noch einmal ein neues Magiesystem ins Spiel bringt.
Handlungstechnisch gibt es sowohl Intrigen, Wendungen (die man manchmal kommen sieht, manchmal eher nicht) und tiefsinnige Gespräche. Und vor allem gibt es immer wieder berauschende, starke Momente von Freya, die aus ihrer Rolle der gehörigen Schildmaid immer wieder ausbricht. Ein wenig hat mir das Worldbuilding als solches gefehlt, ich konnte mich nicht alle Orte und Verbindungen dieser zueinander gut vorstellen. Auch die Ortschaften selbst blieben mitunter blass.
Nichtsdestotrotz freue ich mich wahnsinnig auf Band 2 und kann mir hier gut vorstellen, dass Freya noch viel mehr aufdreht - ich hoffe sogar darauf!
Gabriella Santos de Lima konnte mich mit ihrem letzten Buch "That Girl" sehr begeistert, obwohl ich dieses als Hörbuch gehört hatte und diese per se einen schlechteren Start bei mir haben. Umso mehr wollte ...
Gabriella Santos de Lima konnte mich mit ihrem letzten Buch "That Girl" sehr begeistert, obwohl ich dieses als Hörbuch gehört hatte und diese per se einen schlechteren Start bei mir haben. Umso mehr wollte ich einmal ein Buch von ihr in den Händen halten und selber lesen.
Bei "Moments so blue like our love" war mir der "Ugly-Cry-Trope" bewusst, ansonsten wollte ich mich von den schwerwiegenden Themen selber überraschen lassen und wusste daher zumindest am Anfang noch nicht, wohin die Reise gehen wird. Ich muss sagen, ich hatte ein nicht ganz so schweres Thema erwartet, doch dieses Buch geht schlussendlich dann doch mitten ins Herz und man sollte sich bewusst sein, dass man auch noch nach dem Lesen traurig gestimmt sein wird.
Erzähkt wird Emmies und Sams Geschichte, die zwar emotional und gewichtig, aber auch leicht und voller Liebe startet. Die beiden sehen einander und wissen eigentlich sofort, dass da etwas besonderes zwischen ihnen ist. Einander aus dem Weg gehen können sie nicht wirklich, denn Emmie beginnt kurze Zeit später ein Praktikum in Sams und Connors (Sams bester Freund) Produktionsfirma. Auch wenn beide sich zunächst wären, ist die Anziehungskraft einfach stärker und sie erleben viele schöne, gemeinsame Momente.
Der Schreibstil der Autorin ist passend zum Buch sehr stark. Sie arbeitet mit bildhaften Beispielen, guckt immer wieder in die Köpfe der Protagonisten und scheut dabei vor allem vor feministischen Themen nicht, was ich auch bei "That Girl" damals so mochte. Bei diesem Buch hier gab es ab und an Momente, wo für mich durch die großen Wörter die Spannung ein wenig verloren ging, weil es mir zu viel war. Auch gab es einige Wortwiederholungen, zum Beispiel randalierte das Herz bei beiden Protagonisten sehr oft, was wiederum dazu führte, dass ich die beiden Erzählperspektiven von Sam und Emmie selber als zu ähnlich empfand. Trotzdem war der Schreibstil sehr angenehm, sodass ich das Buch innerhalb kürzester Zeit durchgelesen hatte. Ich mochte auch die Nachrichten, Zeitungsartikel oder Kapitelüberschriften, die das Ganze immer wieder auflockerten.
Sam könnte ich alles in allem noch besser beschreiben, da er auch oft durch seine Freunde und Schwester beschrieben wird und sich hierdurch ein klareres Bild ergab. Er ist auf jeden Fall durch und durch höflich, zuvorkommend und bedacht. Emmie ist gleichzeitig zurückhaltend, aber trägt ihr Herz auch auf der Zunge und macht auch vor schwierigen Themen nicht halt. Die Liebesgeschichte der beiden war sehr intensiv.
Ein Buch, das ich alles in allem wärmstens empfehlen kann, man sollte sich jedoch bewusst sein, dass eher schwer und traurig ist.
Kyra Groh mausert sich mit diesem Buch zu eine meiner Lieblingsschriftstellerinnen inklusive Auto-Buy und ich bin dem Verlag geradezu dankbar, dass sie das Buch noch einmal neu rausgebracht haben - denn ...
Kyra Groh mausert sich mit diesem Buch zu eine meiner Lieblingsschriftstellerinnen inklusive Auto-Buy und ich bin dem Verlag geradezu dankbar, dass sie das Buch noch einmal neu rausgebracht haben - denn sonst wäre ich sehr wahrscheinlich nicht darüber gestolpert.
"Break Ups and Butterflies" erzählt Maras Geschichte, die eigentlich immer sehr planvoll und strukturiert durchs Leben geht, doch selbiges macht ihr plötzlich einen Strich durch die Rechnung. Nachdem ihr Ex-Verlobert sie also vor die Tür setzt, muss sie ihr Leben gehörig umstrukturieren und steht mit der Zeit vor immer mehr Hürden. Währenddesen ist da Marius, dem sie auf ihrer Arbeit immer wieder über den Weg läuft. Ein 22-jähriger, der wiederum so gar nichts von Plänen hält.
Ich finde an diesem Buch wirklich alles grandios, aber besonders haben es mir die Charaktere angetan. Schonungslos wird Maras familiärer Hintergrund erläutert, um zu erklären, warum sie so planvoll ist, wie sie eben ist. Dabei hat auch sie sich in ihrem Leben nicht immer perfekt verhalten und sie muss sich beispielsweise mit dem Bruch zu ihrem Bruder auseinandersetzen. Das alles beschreibt Kyra so nah und feinfühlig, dass man die Charaktere in ihrer Unvollkommenheit absolut liebgewinnt. Und Marius - ach, Marius - ist einfach so ein Goldschatz! Ich bin hier ein wenig voreingenommen, da mein Freund ebenfalls in der Filmbranche arbeitet und es gab soo viele Parallelen. Als Kyra dann auch noch das exakt gleiche Profilbild beschrieben hat, habe ich mich die ganze Zeit nur gefragt: Woher weiß sie das??
Der Schreibstil ist fantastisch und lässt einen durch die Seiten fliegen, die Handlung ist spannend und ich habe mich immer wieder so sehr darin verloren, dass ich das Buch nicht weglegen wollte, kurze Nächte inklusive. Es gab auch ein paar kleine Überraschungen, vor allem zum Ende hin. Die Entwicklung rundum Sebastian wiederum war recht vorhersehbar, aber das wirkte ab einem bestimmten Punkt von der Autorin auch so gewollt. Die Liebesgeschichte wiederum hat mir Herzklopfen beschert. Ich würde die Gespräche zwischen Mara und Marius und die aufkeimende Liebe am liebsten noch einmal zum ersten Mal lesen.
"Hör mal, wie ich schnatter" eignet sich super als erstes Buch für die ganz Kleinen. Viele verschiedene, sensorische Möglichkeiten werden hier angesprochen. Während einem bei vielen Büchern nur vorgelesen ...
"Hör mal, wie ich schnatter" eignet sich super als erstes Buch für die ganz Kleinen. Viele verschiedene, sensorische Möglichkeiten werden hier angesprochen. Während einem bei vielen Büchern nur vorgelesen wird, gibt es hier auch die Möglichkeit, die Tiere anzufassen und zu fühlen.
Dabei werden auf fünf Seiten verschiedene Bauernhoftiere vorgestellt - groß und klein, sodass man viele Anknüpfungspunkte hat. In süßen Reimen werden die Tiere und ihre typisch charakteristischen Merkmale kurz vorgestellt.
Das Buch selbst ist sehr robust und auch für die kleinen Hände gut geeignet. Das Material und auch das Fell/ Federn etc. der Tiere fühlt sich gut an und die Geräusche sind sehr treffend für die verschiedenen Tiere. Macht als Buch für ganz junge Kinder auf jeden Fall Spaß, es zu entdecken und wurde sehr gerne immer wieder gelesen.