Nichts ist so, wie es scheint
Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?Cecilia verdient sich ihren Lebensunterhalt seit dem Tod ihrer Mutter mit Housesitting, und sie genießt es, sich dort in andere Lebensverhältnisse einzufühlen. Besonders liebt sie die Häuser der Familie ...
Cecilia verdient sich ihren Lebensunterhalt seit dem Tod ihrer Mutter mit Housesitting, und sie genießt es, sich dort in andere Lebensverhältnisse einzufühlen. Besonders liebt sie die Häuser der Familie Waldner, denn diese gut situierte Familie hat jeden Luxus, den sie sich wünscht. Hier darf sie sogar ihre Freunde einladen, wenn sie sich einsam fühlt.
Aktuell wird sie auf einer kleinen Insel in der Ostsee abgesetzt, wo die Waldners eine Villa haben. Dort wird sie aber nicht lange allein bleiben, da auch Johannes Walter nachkommen wird, mit dem sie eine magische Liaison aufgebaut hat. Als ihm jedoch etwas dazwischenkommt, lädt sie ihre besten Freunde ein, ihr Gesellschaft zu leisten. Und damit beginnt ein perfides Spiel, das irgendwann außer Kontrolle gerät....
Gleich zu Beginn ist das Spannungslevel sehr hoch, denn im Prolog wird im Pool ein Toter gefunden, dessen Identität nicht bekannt wird . Man rätselt die ganze Zeit, wer dieses Opfer war, aber erst gegen Ende erfolgt die Lösung. Überhaupt rätselt man in diesem Thriller viel, denn es gibt immer wieder Überraschungen sowie Wendungen. Eine Spur verläuft im Sande, während sich eine neue auftut. Das Miträtseln gefällt mir sehr, und ich hatte hier viele Anlässe dazu.
Der Schreibstil ist flüssig und liest sich angenehm. Nur die Wortwahl könnte an einzelnen Stellen etwas gehobener sein (immer diese F-Wörter!). Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was ich sehr gerne mag.
Auch gut gefallen hat mir die Beschreibung der Dynamik in der kleinen Gruppe, nachdem Cecilias Freunde mit Johannes zusammentreffen. Man kann die Anspannung und die Feindseligkeit deutlich spüren bzw. herauslesen. Da ist kein einziger, den man sympathisch findet, alle werden getrieben von Egoismus und Hinterhältigkeit.
Es ergeben sich immer wieder neue Fragen, und bis zum Ende werden die meisten auch beantwortet, zumindest die wichtigsten.
Weniger gut gefallen hat mir, dass vieles glatt läuft, wo man als gewöhnlicher Mensch Schwierigkeiten erwarten würde, wenn nicht sogar Versagen.Diese doch recht zahlreichen Stellen lassen die Handlung irgendwie unrealistisch erscheinen.
Aber auf jeden Fall war das Ende super spannend und nicht vorhersehbar, im Gegensatz zu anderen Geschehnissen in diesem Buch.
Alles in allem hatte ich eine spannende Lesezeit und kann das Buch empfehlen.