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Veröffentlicht am 04.04.2026

Gewalt gegen Frauen im Fokus

Die Ärztin – Gefährlicher Besuch
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In diesem Buch geht es um verschiedene Frauen, die der Gewalt von Männern unterworfen sind, und zwar in verschiedenen Ausprägungen. Da gibt es rein häusliche Gewalt, aber auch extreme Isolierung.
Dies ...

In diesem Buch geht es um verschiedene Frauen, die der Gewalt von Männern unterworfen sind, und zwar in verschiedenen Ausprägungen. Da gibt es rein häusliche Gewalt, aber auch extreme Isolierung.
Dies ist der zweite Band der 'Ärztin' Reihe, aber es ist kein Problem, wenn man den ersten Band nicht vorher gelesen hat. Es wird zwar immer wieder mal auf den ersten Band verwiesen, aber das beeinträchtigt nicht das Leseverständnis hier.
Dr Eva Mares hat eine schlimme Zeit hinter sich und zieht sich mit ihrer Familie aufs Land zurück, um Ruhe zu finden. Ihr Haus ist stark gesichert, um Gefahren auszuschließen. Dennoch öffnet Eva eines Abends, als sie allein zu Hause ist, zwei Fremden die Tür, weil ihr Verantwortungsbewusstsein als Ärztin sie dazu bewegt. Ein fremder Mann möchte, dass die Ärztin seine schwangere Tochter untersucht, weil es ihr nicht gutgeht. Ein Termin am nächsten Tag im Krankenhaus wird vereinbart, aber plötzlich gibt es keine Spur mehr von den abendlichen Besuchern. Das lässt Eva keine Ruhe und sie stellt eigene Ermittlungen an....
Das Buch fängt direkt sehr spannend und dramatisch an, als wir 'Sie' und ihre Gedanken kennenlernen. Und gleich tut sich die Frage auf, wer diese Frau entführt hat und gefangen hält. 'Sie' taucht in kurzen Kapiteln immer wieder im Verlauf des Buches auf, und man erfährt immer mehr über sie, aber bis gegen Ende weiß man nicht, wer sich hinter ihr verbirgt. Das sorgt für Spannung. Ein Spannungsbogen baut sich auf, aber richtig spannend wird es erst im letzten Drittel, als ich das Buch nicht mehr aus den Händen legen wollte. Das Ende hat mir dann auch gut gefallen, denn alle Fragen wurden beantwortet und dies war nachvollziehbar.
Der Schreibstil ist einfach und angenehm zu lesen, da fliegen die Seiten im Buch nur so dahin. Die einzelnen Szenen werden sehr detailliert beschrieben, teilweise empfand ich das zu intensiv, so dass kleine Längen entstanden, weil Unbedeutendes zu ausgiebig beleuchtet wurde. Sehr gut gefällt mir jedoch der ständige Perspektivenwechsel, der die angenehm kurzen Kapitel auf Trab hält.
Mit der Hauptprotagonistin Eva Mares bin ich nicht so richtig warm geworden. Sie übt zwar ihren Job sehr gewissenhaft und voller Hingabe aus, aber setzt dabei immer wieder ihr Leben und auch das ihrer Familie aufs Spiel. Das tut mir besonders für Nelly leid, denn sie wird aufs Neue in beängstigende Situationen hineingerissen. Evas Aktionen sind auch teilweise etwas realitätsfern.
Alles in allem hatte ich eine gute Lesezeit und kann dieses Buch empfehlen. Es wird sicher noch weitere Bände der Reihe geben, die man unbedingt im Auge behalten sollte.

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  • Handlung
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  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 18.03.2026

Der unaufhaltsame Aufstieg eines leidenschaftlichen Fußballspielers

Mein Fußballheld Lamine Yamal – Seine Geschichte, seine Spiele, seine Rekorde
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Das Buch ist für Kinder konzipiert, die ihren Lieblingsstar näher kennenlernen möchten. Es gibt keine langen und langatmigen Texte, sondern meist kurze Abschnitte und entsprechende kindgemäße Bilder dazu. ...

Das Buch ist für Kinder konzipiert, die ihren Lieblingsstar näher kennenlernen möchten. Es gibt keine langen und langatmigen Texte, sondern meist kurze Abschnitte und entsprechende kindgemäße Bilder dazu. 'Ab 7 Jahren' finde ich etwas früh bemessen, denn in diesem Alter funktioniert zwar das Lesen einigermaßen, aber der Fokus liegt auf dem Lesen selbst und weniger auf dem Inhalt. Aber ab 8 Jahren sollte ein sinnerfassendes Lesen durchaus möglich sein. Bei uns ist der Leser ein elfjähriger leidenschaftlicher Yamal-Fan, der das Buch nun bestimmt schon zum dritten Mal liest, weil es ihm so gut gefällt. Und immer wieder sieht man ihn darin blättern.
Man lernt den beliebten Fußballstar sehr persönlich kennen, erfährt viel über seine Familie, sein soziales Umfeld in seinem Heimatort und seine frühen Lebensjahre.
Außerdem enthält das Buch spezielle Details, z.B. wie Lamine zu seinem Spitznamen 'Ryan' kam. Oder wie es zum ersten Treffen mit dem berühmten Lionel Messi kam, als Lamine noch ein Baby war.
Außerdem gibt es immer wieder interessante Tabellen, z.B. einen Überblick über alle EM-Gewinner. Diese Tabellen enthalten viele Informationen, die einem auch als Erwachsenem nicht mehr präsent sind. Man kann das Buch also auch als Erwachsener lesen, ohne sich zu langweilen.
Das Buch mit seinen Illustrationen ist in meinen Augen für fußballbegeisterte Kinder eine ansprechende Lektüre, aber es könnte sogar auch Motivation sein, sich z.B. im Fußballverein mehr anzustrengen und Rückschläge nicht zu sehr zu Herzen zu nehmen. Der Leser lernt hier nicht nur Fakten, sondern erhält auch Tipps für faires Verhalten.
Lamine wird in diesem Buch sehr vorbildhaft dargestellt, dabei hat er sicher auch irgendwelche Schwachstellen. Aber für das Zielalter ist diese Darstellung genau die Richtige.
Ein empfehlenswertes Buch für junge Fußballfans!

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Innere Zerrissenheit

Zugwind
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Die Hauptprotagonistin Mira Zehmann lebt mit ihrer Familie (Mann und Tochter) in Deutschland, wo beide Erwachsene als Ärzte arbeiten. Ihre Heimatstadt ist Odesa in der Ukraine, wohin ihre Gedanken immer ...

Die Hauptprotagonistin Mira Zehmann lebt mit ihrer Familie (Mann und Tochter) in Deutschland, wo beide Erwachsene als Ärzte arbeiten. Ihre Heimatstadt ist Odesa in der Ukraine, wohin ihre Gedanken immer wieder abdriften, besonders nachdem dort Krieg herrscht. Ihre Wurzeln sind immer noch in diesem Land, wo sich durch den Krieg nun alles negativ verändert, und man liest über ihre Schuldgefühle, weil es ihr gutgeht und sie den Komfort der Sicherheit genießt, während ihre Landsleute leiden.
Auffällig ist von Beginn an der rasante Schreibstil, der auch Miras Zerrissenheit wiederspiegelt. Ihre Gedanken rasen, ihre Alltagstätigkeiten rasen, sowie auch ihre beruflichen Einsätze. Anfangs hat mich das Buch nervös gemacht, weil es sich liest, als wäre die Hauptfigur in ihrem Lebensstrudel gefangen. Aber man gewöhnt sich daran und sieht sich dann nur noch als Beobachter dieses turbulenten Lebens.
Sehr interessant fand ich die Beschreibung des Praxisalltags, weil sich deutlich zeigt, weshalb die Flüchtlinge so häufig die Praxis besuchen, sie suchen in Mira die Nähe zur Heimat. Das ist sehr ergreifend, aber manchmal hatte ich das Gefühl, dass Mira ihre Patienten nicht wirklich ernst nimmt. Vielleicht versteht sie ihre Sorgen und Nöte nicht wirklich, weil sie mit ihrer Familie in einer sorglosen Welt lebt.
Mira ist mir nicht besonders sympathisch, teilweise erscheint sie mir recht egoistisch. Einige ihrer Aktionen sind für mich nicht nachvollziehbar. Da gibt es übergangslose Szenenwechsel und auch Aneinanderreihungen von Nebensächlichkeiten, wodurch sich im Buch für mich Längen ergeben, besonders im letzten Drittel.
Vieles lässt sich durch den Zugwind erklären, der sich in ihrem Kopf abspielt. Dieser Zustand ist durch das Cover wunderbar dargestellt, denn diese 'Zugluft' wird hier abgebildet wie ein Löwenzahn. Wenn die Blüte vorbei ist, lässt sie sich in alle Richtungen verteilen, und genau so zerstreut sind auch Miras Gedanken.
Zusammenfassend fand ich das Buch interessant, und ich habe einige Einblicke in die Welt der Geflüchteten gewonnen, aber fesseln konnte es mich nicht.

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Veröffentlicht am 25.02.2026

Wenn die Vergangenheit die Gegenwart erreicht

Ungelöst – Die erste Zeugin
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Luisa Menkhoff ist als 5-jährige entführt worden, wobei diese Tat ein gutes Ende nahm. Mittlerweile ist Luisa erwachsen und Medizinstudentin. Sie staunt nicht schlecht, als sie eines Tages eine Vermisstenmeldung ...

Luisa Menkhoff ist als 5-jährige entführt worden, wobei diese Tat ein gutes Ende nahm. Mittlerweile ist Luisa erwachsen und Medizinstudentin. Sie staunt nicht schlecht, als sie eines Tages eine Vermisstenmeldung in der Nähe der Universität entdeckt, womit eine Frau gesucht wird, die damals die Lebensgefährtin ihres Entführers war. Sie zögert nicht lange und will mehr erfahren, wendet sich schließlich an die Polizei.
Zeitgleich übernimmt Hauptkommissar Brunner von der Münchener Kripo ein neues Amt, er baut eine Cold-Case-Abteilung auf. Aber zuvor wird ihm der Vermisstenfall übertragen, wobei Luisa als Insiderin ihn unterstützt, denn sie hat ein eidetisches Gedächtnis und kann sich damit in Situationen versetzen, die lange zurückliegen. Die Situation spitzt sich weiter zu, als ein kleines Mädchen verschwindet und Parallelen zum damaligen Entführungsfall auftauche,
Dies ist der Auftakt einer neuen vielversprechenden Cold Case Reihe des Autors. Zunächst fand ich das Buch nicht sonderlich spannend, aber interessant. Es wurde dann aber zur Mitte hin deutlich spannender, besonders durch die eingeschobenen Rückblicke und die plötzlichen Wendungen. Ich denke, das erste Drittel des Buches dient einfach dazu, die Protagonisten und den Sachverhalt kennenzulernen, um sich hinein zu denken in das Geschehen. Dann jedoch nimmt das Buch deutlich an Fahrt auf, so dass ich mir dann schwer fiel, eine Pause einzulegen. Die Kapitel sind kurz, so dass man dann schnell noch ein Kapitel liest, und dann noch eins....usw.
Der Schreibstil des Autors ist wie immer intensiv, klar und bildhaft. Es entstehen schnell Bilder im Kopf, die einen durch das ganze Buch begleiten. Die Emotionen werden atmosphärisch beschrieben, so spürt man z.B. die Angst und die Unsicherheit, nicht nur der Opfer, sondern auch der Ermittler, die immer mehr unter Druck geraten.
Die beiden Ermittler Brunner und Grohmann sind mir sympathisch, auch wenn Grohmann zunächst als etwas unzuverlässig und unbeliebt gezeichnet wird. Aber ich finde die beiden sind ein gutes Team, und auch Tewes, der erst später dazukommt, imponiert mir mit seiner akribischen Arbeitsweise. Dass Luisa nun ständiger 'Gast' in dieser Reihe sein soll, erscheint mir irgendwie nicht nachvollziehbar. Denn in dieser Story hat ihr eidetisches Gedächtnis tatsächlich zur Lösung beigetragen, aber dies war ja auch ihrer eigenen Betroffenheit zuzuordnen. Ich frage mich, wie sie in anderen Fällen helfen kann, aber da lasse ich mich gern positiv überraschen. Aber bitte keine Love Story zwischen Ramin und Luisa!
Alles in allem hat mir das Buch gefallen, auch wenn die Spannung nicht überall zugegen war. Aber letztendlich wurden alle entstehenden Fragen geklärt, teilweise jedoch etwas unrealistisch. Trotzdem möchte ich eine Buchempfehlung aussprechen.

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Veröffentlicht am 19.02.2026

Nichts ist so, wie es scheint

Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?
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Cecilia verdient sich ihren Lebensunterhalt seit dem Tod ihrer Mutter mit Housesitting, und sie genießt es, sich dort in andere Lebensverhältnisse einzufühlen. Besonders liebt sie die Häuser der Familie ...

Cecilia verdient sich ihren Lebensunterhalt seit dem Tod ihrer Mutter mit Housesitting, und sie genießt es, sich dort in andere Lebensverhältnisse einzufühlen. Besonders liebt sie die Häuser der Familie Waldner, denn diese gut situierte Familie hat jeden Luxus, den sie sich wünscht. Hier darf sie sogar ihre Freunde einladen, wenn sie sich einsam fühlt.
Aktuell wird sie auf einer kleinen Insel in der Ostsee abgesetzt, wo die Waldners eine Villa haben. Dort wird sie aber nicht lange allein bleiben, da auch Johannes Walter nachkommen wird, mit dem sie eine magische Liaison aufgebaut hat. Als ihm jedoch etwas dazwischenkommt, lädt sie ihre besten Freunde ein, ihr Gesellschaft zu leisten. Und damit beginnt ein perfides Spiel, das irgendwann außer Kontrolle gerät....
Gleich zu Beginn ist das Spannungslevel sehr hoch, denn im Prolog wird im Pool ein Toter gefunden, dessen Identität nicht bekannt wird . Man rätselt die ganze Zeit, wer dieses Opfer war, aber erst gegen Ende erfolgt die Lösung. Überhaupt rätselt man in diesem Thriller viel, denn es gibt immer wieder Überraschungen sowie Wendungen. Eine Spur verläuft im Sande, während sich eine neue auftut. Das Miträtseln gefällt mir sehr, und ich hatte hier viele Anlässe dazu.
Der Schreibstil ist flüssig und liest sich angenehm. Nur die Wortwahl könnte an einzelnen Stellen etwas gehobener sein (immer diese F-Wörter!). Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was ich sehr gerne mag.
Auch gut gefallen hat mir die Beschreibung der Dynamik in der kleinen Gruppe, nachdem Cecilias Freunde mit Johannes zusammentreffen. Man kann die Anspannung und die Feindseligkeit deutlich spüren bzw. herauslesen. Da ist kein einziger, den man sympathisch findet, alle werden getrieben von Egoismus und Hinterhältigkeit.
Es ergeben sich immer wieder neue Fragen, und bis zum Ende werden die meisten auch beantwortet, zumindest die wichtigsten.
Weniger gut gefallen hat mir, dass vieles glatt läuft, wo man als gewöhnlicher Mensch Schwierigkeiten erwarten würde, wenn nicht sogar Versagen.Diese doch recht zahlreichen Stellen lassen die Handlung irgendwie unrealistisch erscheinen.
Aber auf jeden Fall war das Ende super spannend und nicht vorhersehbar, im Gegensatz zu anderen Geschehnissen in diesem Buch.
Alles in allem hatte ich eine spannende Lesezeit und kann das Buch empfehlen.

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