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Veröffentlicht am 14.07.2019

Sommer, Sonne, das Meer, Marabella und ein Fall für Comisario Benitez

Comisario Benitez und der Mord am Strand
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Ein Spanien Krimi, wie das Cover es erahnen lässt. Es ist Urlaubszeit im Küstenort Marabell. Comisario Pablo Benitez und seine Familie lassen gerne den Tag in einem Chiringuito am Strand ausklingen. Seid ...

Ein Spanien Krimi, wie das Cover es erahnen lässt. Es ist Urlaubszeit im Küstenort Marabell. Comisario Pablo Benitez und seine Familie lassen gerne den Tag in einem Chiringuito am Strand ausklingen. Seid Kurzem arbeitet in dieser Bar auch sein Neffe Jaime. Jaime ist froh und macht diese Arbeit gern. Leider hat Jaime Pech und seine Chefin wird tot am Strand aufgefunden. Für Comisario keine leichte Aufgabe, Jaime wird verdächtigt, ist womöglich in Lebensgefahr. Die große Familie verlangt dass Pablo seinen Neffen beschützt und ihm aus der Patche hilft. Doch das ist als Comisario der für diesen Fall zuständig ist, nicht so einfach.

Reich und arm, Touristen und Einheimische, die prekäre Wirtschaftliche Lage in Spanien. Der Autorin Inez Velazquez gelingt all dies zu beleuchten und trotzdem den Charme der Figuren zu bewahren und mich das eine oder anderen Mal auch zum Lachen oder Schmunzeln brachte. Denke, es liegt auch daran, dass die Autorin viele Jahre in Spanien gelebt hat und das Land und die Leute kennt. Beim Lesen konnte ich mir sehr gut alles vorstellen und hatte das Gefühl selbst unter ihnen zu sein, so als stiller Beobachter.

Der impulsive Comisario mit gutem Herz und seine neue Partnerin, die er Anfangs nicht einschätzen konnte. Dieser Kontrast der beiden ist gut gelungen und erzeugt auch eine gewisse Spannung und Dynamik. Es macht neugierig mehr über Paula zu erfahren. Die Situation und die Verhältnisse in Spanien machen mich etwas traurig, da ich das Gefühl habe dass auch wir einen Teil der Schuld daran haben. Deshalb finde ich es auch gut das dies im Buch zwar nebenbei, aber doch erwähnt wurde. Eine leichte Sommerlektüre, doch mit Tiefgang, wenn man diesen sehen will.

Dieses Buch ist leicht zu lesen, und perfekt als Sommerlektüre von mir zu empfehlen. Leicht, Charmant, die Sätze mit spanischen Wörter durchzogen, spiegeln das Temperament der Spanier wieder, was mir sehr gefallen hat.

Ich gebe 4 von 5 Sternen, da es leider ein paar Grammatik Fehler im Buch gibt. Selbst bin ich nicht perfekt, doch denke ich das sich die Fehler beim Übersetzen eingeschlichen haben. Trotzdem ist dieses Buch für die heißen Sommertage von mir zu empfehlen.

Veröffentlicht am 26.06.2019

Ein Thriller mit Potenzial

Tiefes Grab
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Tiefes Grab ist ein Thriller - Debüt von Nathan Ripley, 2019 im Bastei Lübbe Verlag erschienen.

Die Handlung spielt in unserer Zeit, in Seattle und Umgebung. Martin, Ellen seine Frau und Kylie, die Tochter ...

Tiefes Grab ist ein Thriller - Debüt von Nathan Ripley, 2019 im Bastei Lübbe Verlag erschienen.

Die Handlung spielt in unserer Zeit, in Seattle und Umgebung. Martin, Ellen seine Frau und Kylie, die Tochter der beiden, führen ein fast normales Familienleben. Martin und seine Familie sind reich. Martin braucht nicht mehr zu arbeiten und kann sich so seinem makabarem Hobby widmen. Das ganze hat nur einen Hacken. Seine Familie weiß nicht dass Martin Knochen ermorderter Frauen ausgräbt und bei der Polizei anonym meldet. Einem Serienkiller gefällt dies ganz und gar nicht und will Martin bestrafen und für seine eigene Zwecke benützen.

Chris und Sandra, das Polizistenpaar, versucht die Fälle zu lösen. Beide versuchen den Fall auf jeweils eigene Weise zu lösen, und dies führt schon mal zu den einen oder anderen Konflikt.

Der Autor lässt uns an der Gedankenwelt verschiedener Psychpathen und Serinkiller teilnehmen.

Das Thema - Martins innerer Kampf zwischen seiner Familie, diese zu schützen ohne sein geheimes Hobby zu verraten.

Das Buch beginnt langsam, wir erfahren etwas über Martins Gedankenwelt, manches wird sehr ausführlich beschrieben. Dies hat mit sehr gefallen, da es meiner Meinung nach, genauso zu Martins Charakter passt.

Im zweiten Teil nimmt das Buch an Fahrt auf, Ereignisse überschlagen sich. Manches ist verwirrend, unklar und ich hoffte auf eine Auflösung so gegen Ende des Buches. Leider wurde ich enttäuscht. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, der Autor wollte schnell zum Ende kommen. Es ging mir zu schnell und viele Fragen blieben offen. Persönlich hätte ich mir ein anderes Ende gewünscht.

Der Stil und die Schreibweise haben mir gefallen. Ich konnte mir alles bildlich vorstellen und an manchen Stellen fieberte ich richtig mit. Die Sprache ist den jeweiligen Protagonisten und jeweiligen Beruf angepasst, was ich als sehr gelungen empfinde.

Zusammengefasst - Der erste Eindruck hat mich neugierig auf mehr gemacht, ich wollte dieses Buch unbedingt lesen. Doch letzendlich bin ich leider ein wenig enttäuscht, da einige Fragen die im Buch aufkommen am Ende offen bleiben. Fragen, die wie ich denke, doch relevant für die ganze Geschichte sind und vor allem ist das wahre Motiv, warum Martin dieses Hobby betreibt, für mich nicht geklärt.