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Veröffentlicht am 21.05.2022

Höhen und Tiefen einer Auswanderung nach Mallorca

Eine Prise Meersalz
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Cover:
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Beim Titelbild mit Nanni und ihrem Mann auf Mallorca spürt man gleich deren positive Energie und Lebensfreude. Es weckt definitiv die Lust, mehr über ihr Leben zu erfahren.

Inhalt: ...

Cover:
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Beim Titelbild mit Nanni und ihrem Mann auf Mallorca spürt man gleich deren positive Energie und Lebensfreude. Es weckt definitiv die Lust, mehr über ihr Leben zu erfahren.

Inhalt:
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Nachdem ihr Restaurant in Deutschland durch einen Brand beschädigt wurde, beschließen Nanni Burba und ihr Mann Harald mit Hilfe des Versicherungsgeldes nach Mallorca auszuwandern. Sie wollen zunächst nicht mehr in der Gastronomie arbeiten und nehmen zunächst andere Jobs an wie z. B. Housesitter für eine reiche Dame. Doch dann landen sie wieder in ihrer ursprünglichen Betätigung - mal mehr und mal weniger erfolgreich. Von all diesen Höhen und Tiefen, sowohl beruflich als auch privat, berichten sie in diesem Buch.

Mein Eindruck:
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"Dies ist die Geschichte einer Auswanderung – die zu einer Achterbahnfahrt wurde. Als mein Mann Harald und ich 2006 recht spontan entschieden, Deutschland zu verlassen und auf Mallorca neu anzufangen, waren wir ziemlich weit unten. Es folgte eine manchmal schier unglaubliche Abfolge von Höhen und Tiefen. Mittlerweile blicken wir auf über vierzig Jahre Gastronomie zurück und haben uns im zauberhaften Städtchen Santanyí im Südosten Mallorcas mit dem Restaurant Pablo einen Lebenstraum erfüllt. Vom Weg zur Verwirklichung dieses Traumes will ich in diesem Buch erzählen."

Mir gefiel von Anfang an die Erzählweise sehr gut. Sie ist offen und ehrlich, man spürt die Emotionen, aber auch die Fakten kommen nicht zu kurz. Besonders beeindruckt hat mich die Art und Weise, wie Nanni und Harald miteinander umgehen. Man merkt, sie sind wirklich ein gutes Team und wenn es hart auf hart kommt, schweißt sie das eher noch fester zusammen, als dass es sie trennt.
Das Buch wirkt teilweise wie Einträge aus Nannis Tagebuch und ist eine bunte Mischung aus persönlichen Erlebnissen sowie Anekdoten über Gastronomie und das Inselleben auf Mallorca. Sie berichtet in Rückblicken, wie sie Harald kennenlernte, sich selbst kochen bei brachte und sie ihr Restaurant in Deutschland, das Liliom gründeten. Nachdem dies dem Feuer zum Opfer fiel, lassen sie alles in Deutschland zurück und beginnen von vorn, nach dem Motto: "Wenn nicht jetzt, wann dann?" Dabei konnte ich anfangs nur den Kopf über ihre Naivität schütteln. Sie sprechen kein Spanisch und kennen sich auch mit den Gepflogenheiten vor Ort nicht aus. Aber sie beißen sich durch und finden immer gemeinsam eine Lösung. Sie bauen sich eine neue Existenz auf, verlieren sie wieder und beginnen erneut von vorne. Von ihrer Resilienz kann man sich wirklich ein Stück abschneiden, ich wäre in einigen Situationen längst verzweifelt. Die neu auftretende Corona-Lage stellt sie vor neue Herausforderungen und ich fand es sehr interessant, aus erster Hand zu erfahren, welche Einflüsse dies auf die Insel und deren Bewohner hatte.
Meine besonderen Highlights waren die Erlebnisse mit der reichen Hausbesitzerin, für die sie am Anfang arbeiten, sowie die Gastronomieanekdoten. Sehr berührt hat mich aber auch Nannis Familiengeschichte, vor allem ihre Mutter betreffend.
Etwas vermisst habe ich eine Karte sowie Fotos von den beschriebenen Lokalitäten, den Umbauaktivitäten und vielleicht das ein oder andere Fotos aus dem Familienalbum.
Am Ende haben die Anmerkungen von Nanni, in denen sie schildert, was aus bestimmten Personen und Lokalitäten im Buch geworden ist, das Buch für mich rund gemacht.
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, da Nanni alles sehr ehrlich, anschaulich und auch emotional schildert. Man lässt sich beim Lesen von ihrer Lebenslust und ihrem Humor anstecken.

Fazit:
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Eine Mut machende Aussteigergeschichte: offen, ehrlich, anschaulich, emotional sowie mit einer Prise Humor

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.05.2022

Ein Toter im Karlsgraben

Mord im Altmühltal
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Cover:
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Das Cover wirkt wunderschön idyllisch, fast wie ein Reiseführer. Auf jeden Fall ein Blickfang.

Inhalt:
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Der Hobby-Archäologe Max Meindl wird tot im Karlsgraben gefunden. ...

Cover:
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Das Cover wirkt wunderschön idyllisch, fast wie ein Reiseführer. Auf jeden Fall ein Blickfang.

Inhalt:
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Der Hobby-Archäologe Max Meindl wird tot im Karlsgraben gefunden. Sein Dackel Pippin wurde im Auto eingesperrt. Kriminaloberkommissar (KOK) Wörle ermittelt. Jedoch ist er nicht der Einzige, denn der Freund des Toten, Wendelin Hartnagel, sowie die Historikerin Ricarda Held ermitteln ebenfalls. Schnell gerät Pit Baldauf in Verdacht, ein Hotelier, der in der Nähe des Karlsgrabens einen Biergarten eröffnen wollte. Doch welches Motiv hätte er gehabt? Ricarda hat da einen Verdacht ... Und zugleich versucht sie, das Geheimnis um ihren unbekannten Vater zu lüften.


Mein Eindruck:
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Nachdem mir "Der falsche Karl Valentin" des Autors gut gefallen hat, war ich sehr gespannt auf seinen ersten Krimi.
Zunächst fiel es mir sehr schwer, in die Handlung hineinzufinden. Es werden anfangs viele Personen eingeführt, die Kapitel sind abwechselnd aus den Perspektiven des Kommissars Wörle, Ricarda, Wendelin, Pit und seines Sohnes Steve geschrieben. Dabei sind die Kapitel chronologisch nach Datum und Uhrzeit sortiert und benannt.
In der Regel bin ich kein Fan von Personenregistern am Anfang, da sie eher verwirren, hier hätte ich mir eins zum nachschlagen gewünscht. Zudem haben mich anfangs die ganzen Abkürzungen für die Ämter verwirrt, wie z. B. KOK für Kriminaloberkommissar oder EKHK für Erster Kriminalhauptkommissar. Diese Abkürzungen werden immer vor die Namen der Ermittler gesetzt, was das Lesen sehr sperrig und unpersönlich werden lässt. Nur der Name hätte m. E. auch gereicht.
Der Täter ist in diesem Fall recht schnell bekannt, einzig offen ist das Motiv und wann und wie die Polizei ihn verhaften kann. Offen ist dann noch das Geheimnis von Ricarda, dessen Auflösung für mich aber ab der Hälfte des Romans recht vorhersehbar war.
Ich habe die Geschichte letztendlich zu Ende gelesen, in der Hoffnung, dass es irgendeine Überraschung oder einen spannenden Showdown gibt. Doch der blieb leider aus. Das Ende ist nicht nur recht vorhersehbar, sondern ging mir dann auch zu schnell und einfach, wurde teilweise auch für meinen Geschmack zu kitschig und absurd.
Dieser Krimi konnte mich leider nicht fesseln, was nicht nur an der fehlenden Spannung lag, sondern auch daran, dass der Schreibstil für meinen Geschmack sehr emotionslos war. Ich habe die Atmosphäre sowie die Gefühle der Handelnden nicht spüren können. Ich muss in einem Krimi keine zärtlichen Liebespassagen haben, aber wenn ein Pärchen vorkommt oder sich eine Freundschaft anbahnt, dann möchte ich dies nicht nur genannt bekommen, sondern auch zwischen den Zeilen spüren können. Das war leider hier gar nicht der Fall. Die Dialoge waren sehr hölzern und ich fühlte mich sehr distanziert zu den Personen. Es war, als würde ich einen Bericht lesen.
Positiv erwähnen möchte ich aber die Tatsache, dass der Autor sehr gut recherchiert hat. Ich habe einige interessante historische Fakten über das Altmühltal und den Karlsgraben erfahren und Lust bekommen, dorthin zu fahren.


Fazit:
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Wenig Spannung, wenig Atmosphäre und Plausibilität der Lösung sowie hölzerne Charaktere - nichts für Fans von klassischen Krimis

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.05.2022

Ermutigung zur Veränderung

Wenn Gott zum Aufbruch ruft
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Gestaltung
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Das Titelbild mit dem Wald und den Bergen lässt eine Art Wanderführer vermuten und im übertragenen Sinne ist es das auch. Passend dazu die Sprechblase mit dem "Ruf"-Titel, ...

Gestaltung
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Das Titelbild mit dem Wald und den Bergen lässt eine Art Wanderführer vermuten und im übertragenen Sinne ist es das auch. Passend dazu die Sprechblase mit dem "Ruf"-Titel, das Cover ist schön gestaltet und mir gefällt die Symbolik dahinter.
Im Buch finden sich als Kapiteltrenner passende Fotos aus der Natur als Hintergrundbild sowie erneut das Sprechblasenmotiv. Besondere Sinnsprüche sind als graue Merkkästen optisch hervorgehoben und Checklisten sind ebenfalls gut ersichtlich.
Insgesamt ist das Buch optisch schön und der Inhalt übersichtlich gestaltet.

Eindruck:
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"In diesem Buch lade ich dich ein, einen Schritt nach draußen zu wagen. Aufzubrechen, vielleicht unsicher. Ich ermutige dich, hinauszugehen und dir selbst zu vertrauen, wenn du mit dem Status quo nicht zufrieden bist – sei es in deinem persönlichen Leben, in deinem Umfeld, deiner Gemeinde oder mit einer bestimmten Situation."

Ich kannte die Autorin bereits durch ihr Buch "Herzheimat", was mir sehr gut gefallen hat. In diesem Buch gibt sie viele praktische Tipps und macht Mut, um einen Neubeginn zu wagen, wenn man mit der aktuellen Situation unzufrieden ist. Dabei nutzt sie ihre eigenen Erfahrungen in ihrem (Gemeinde-)Leben als Basis. Sie schildert dabei die einzelnen Phasen, die für eine Veränderung notwendig sind und gibt Tipps in Form von Checklisten, Interviews anderer "Pioniere" sowie Merksprüchen und Bibelzitaten. Mir hat diese Mischung sehr gut gefallen. Ihre eigenen Erfahrungen sind ehrlich und offen wiedergegeben und auch ihre Zweifel und die Hindernisse, die in ihrem Weg lagen, werden genannt. Sie wirkt sehr sympathisch und holt den Leser dort ab, wo er steht. Sie ermutigt den Leser immer wieder, seine eigene Position und seine Gefühle zu hinterfragen. An einigen Stellen wird das Beschriebene auch durch hilfreiche Grafiken veranschaulicht.
Die Autorin wendet sich in erster Linie an Menschen aus dem (christlichen) Gemeindeleben, für die die passend referenzierten Bibelzitate sehr hilfreich sind. Ihre Erfahrungen und Ratschläge lassen sich aber auch problemlos auf jeden übertragen, der auf einem anderem Lebensgebiet ein neues Projekt starten will. Hierzu finden sich im Anhang auch viele weiterführende Quellenangaben.
Das einzige, was mich zwischendurch etwas gestört hat, ist die Tatsache, dass sich die Autorin bei bestimmten Aspekten öfter wiederholt. Davon abgesehen kann ich dieses Buch jedem ans Herz legen, der unzufrieden mit einer bestimmten Situation ist und diese verändern möchte.

Fazit:
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Ein ermutigendes Buch für alle, die Neues in ihrem Leben wagen wollen

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.05.2022

Sterben, Trauer, Loslassen und Neubeginn

16 x zum Himmel und zurück
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Cover:
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Die Farben sind dezent bunt gehalten, das Bild träumerisch. Die Briefe fallen buchstäblich vom Himmel und der Junge samt Hund blickt hinauf. Es ist wunderschön anzusehen und ...

Cover:
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Die Farben sind dezent bunt gehalten, das Bild träumerisch. Die Briefe fallen buchstäblich vom Himmel und der Junge samt Hund blickt hinauf. Es ist wunderschön anzusehen und wirkt lebensbejahend, so wie dieses Buch.

Inhalt:
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Der 12-jährige Pelle ist ein sehr kluger Junge. Sein Vater ist vor einem Jahr an Krebs gestorben, und er versucht, seine Trauer mit Hilfe von Verstand und Wissen zu unterdrücken. Auch seine Mutter hat den Tod des Vaters nicht verkraftet und Pelle fühlt sich von ihr in seiner Trauer nicht wahrgenommen. Doch dann übergibt seine Mutter ihm einen Schuhkarton mit 16 Briefen, die sein Vater für ihn geschrieben hat und die in der richtigen Reihenfolge geöffnet werden sollen. Im Schnitt pro Woche ein Brief. Und durch diese Botschaften findet Pelle, aber auch seine Mutter langsam den Weg aus der Trauer ins Leben zurück.


Mein Eindruck:
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"Der Tod gehört nun einmal dazu, sagt Mama immer. Kein Grund zur Angst. Ich habe auch keine Angst, aber ich finde Sterben total blöd, weil es einem das Leben verdirbt." (S. 8)

Ich war direkt gefesselt von der Geschichte. Der Schreibstil ist einfach toll, man taucht in Pelles Gedanken ein und fühlt sich mit ihm verbunden. Man merkt, wie hart es für ihn ist, seinen Vater so früh verloren zu haben und wie wenig dies manchmal eingestehen will, weder sich selbst noch anderen gegenüber. Ihm wurde vom Vater gesagt, dass Jungs nicht weinen dürfen und diese Meinung macht ihm sehr zu schaffen.
Seine Gedanken sind außergewöhnlich für sein Alter, was daran liegt, dass Pelle sehr klug und gebildet ist. Und so erfährt man nebenher auch sehr viel interessante Fakten aus der Natur und allen möglichen Wissensgebieten. Die ruft Pelle sich nämlich immer dann ins Gedächtnis, wenn die Trauer ihn zu übermannen droht, es beruhigt ihn.
Die Idee, dass jemand vor seinem Tod noch Briefe für später an andere Menschen schreibt, ist nicht neu (z. B. "P.S. Ich liebe Dich"). Jedoch die Art, wie es hier auch für (ältere) Kinder umgesetzt ist, macht das Buch so genial. Es sind in der Regel kleine Aufgaben, die Pelle zu erledigen hat, wie z. B. ein Kleid für seine Mutter zu kaufen und sie zum Essen auszuführen oder auch Erinnerungen an Erlebnisse mit dem Vater. Es sind weniger lange Briefe, sondern Aufträge, die einfach klingen, sich letztendlich jedoch anders entwickeln als gedacht. So gibt es einige unerwartete Wendungen in der Handlung und das Ende fiel für mich doch überraschend aus. Die Botschaften brachten auch mich zum Nachdenken und während der Geschichte habe ich immer wieder zwischen schmunzeln, traurig sein, Lachen und Weinen geschwankt. Es ist einfach toll geschrieben und es macht Spaß, mitzuerleben, wie Pelle und seine Mutter Stück für Stück aus der Trauerphase rauskommen und welche Erlebnisse sie dabei haben. Dabei wirken die Handlungen glaubwürdig und nicht überzogen und es wird auch nie kitschig.

Fazit:
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Wunderschönes Buch zur Trauerverarbeitung und Neuanfang für Kinder sowie Erwachsene. Und die Erinnerung, das Leben bewusster zu genießen!

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.05.2022

Prinzessinnen rauben (nicht) leichtgemacht

Der kleine Raubdrache (Bd. 1)
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Inhalt:
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Drachen lernen in der Drachenschule, dass man Prinzessinnen raubt, damit der Prinz sie retten kann und die beiden zueinander finden. Dass die Drachen dabei wenig Dankbarkeit erfahren ...

Inhalt:
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Drachen lernen in der Drachenschule, dass man Prinzessinnen raubt, damit der Prinz sie retten kann und die beiden zueinander finden. Dass die Drachen dabei wenig Dankbarkeit erfahren und zudem noch Prügel einstecken müssen, behagt aber dem kleinen Drachen gar nicht. Er möchte dabei nicht mitmachen, es muss doch für Drachen eine andere Lebensaufgabe geben - oder? Doch sein Lehrer ist damit nicht einverstanden, eben sowenig die Prinzessin, die gerade von diesem geraubt wurde. Und so lässt sich der Drache doch noch zu einem Raub überreden. Doch dann laufen die Dinge aus dem Ruder und auch der Drachenlehrer muss sich eingestehen, dass die alten Pläne neu überdacht werden müssen...

Mein Eindruck:
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Das Titelbild ist bereits sehr lustig: Das mürrische Gesicht der geraubten Prinzessin, der etwas irritiert blickende Drache sowie der Drachenlehrer im Hintergrund mit dem Flipchart. Das alles verrät schon, dass hier nichts so vor sich geht, wie es der Plan vorsieht. Die Art der Illustrationen hat uns sehr gut gefallen, einfach liebevoll und detailgetreu und gleichzeitig immer mit einem lustigen Augenzwinkern. Ein weiterer Pluspunkt: Das Buch ist auch innen komplett farbig bebildert und die Bilder verweben sich spielerisch mit dem Text. Einzelne Textpassagen sind farblich hervorgehoben, so wirkt der Text nicht monoton und Kinder werden animiert, diese kleinen Passagen selbst zu lesen. Die Seitenzahlen sind mit einer Krone versehen. Das Buch ist insgesamt einfach liebevoll grafisch aufbereitet und es macht viel Spaß, darin zu blättern.

Doch nicht nur die Gestaltung, auch die Geschichte ist einfach herrlich! Hier werden alle Klischees aus Märchen, Drachensagen und über Prinzessinnen ausgepackt, auseinandergenommen und auch ins Gegenteil verkehrt. Sei es, dass Prinzessinnen ewig lange Namen haben, Prinzen stark und mutig zu sein haben und Drachen immer böse sind. Aber vielleicht reicht ja auch ein Rufname, der Prinz muss erst noch zum Kampf geschoben werden und die Drachen müssen sich liebevoll um ihre Gefangenen kümmern? Dies sind nur einige Beispiele, die ganze Handlung ist voll davon und die neuen, kreativen Auslegungen haben bei meiner Tochter und mir immer wieder für Erheiterung gesorgt.
Gleichzeitig schafft es die Autorin, dass die Handlung nicht zu vorhersehbar ist und bis zum Schluss waren wir so gespannt auf die Auflösung des Ganzen, dass wir das Buch in einem Zug durch (vor)lesen mussten. Ein klasse Buch, das auch mir als Erwachsenen viel Freude beschert hat. Wir freuen uns jetzt schon sehr auf die Fortsetzung!

Fazit:
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Klischees über Drachen und Prinzessinnen unterhaltsam auf die Schippe genommen und schön illustriert- Ein Spaß für Kinder und Erwachsene!

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