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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.03.2026

Tolle Charaktere, aber null Gruselfaktor

The Whispering Dead - Gravekeeper Band 1
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Nachdem ich von Darcy Coates schon "Die Folcroft-Geister" und "Where He Can't Find You" gelesen habe, war ich sehr gespannt auf den Auftakt ihrer "Gravekeeper"-Reihe. Sowohl der Klappentext als auch das ...

Nachdem ich von Darcy Coates schon "Die Folcroft-Geister" und "Where He Can't Find You" gelesen habe, war ich sehr gespannt auf den Auftakt ihrer "Gravekeeper"-Reihe. Sowohl der Klappentext als auch das Cover von "The Whispering Dead" waren sehr vielversprechend und ich hatte mir ein absolutes Gruselerlebnis erhofft.

​Der Einstieg in die Story ist mir leicht gefallen, da Coates' Schreibstil sehr angenehm ist, weshalb ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Das Setting hatte es mir dabei besonders angetan: Die alte Kate direkt auf dem Friedhofsgelände, in der die Protagonistin Keira unterkommt, wird so bildhaft beschrieben, dass ich mir alles perfekt vorstellen konnte. Eigentlich genau die richtige Atmosphäre für eine Geistergeschichte! 👻

​Was mir ebenfalls richtig gut gefallen hat, waren die Charaktere. Keira war mir sofort sympathisch, und mit ihrem Gedächtnisverlust sowie ihrer Fähigkeit, mit Verstorbenen zu kommunizieren, war ich gespannt darauf, mehr über sie und ihre Vergangenheit zu erfahren. Mein Highlight war aber die Dynamik zwischen Keira und ihren neuen Freunden Mason und Zoe. Die drei haben so eine tolle Chemie und es gab so viele lustige und unterhaltsame Momente zwischen ihnen, dass ich beim Lesen immer wieder schmunzeln musste.

Allerdings muss ich gestehen, dass ich komplett andere Erwartungen an die Geschichte hatte. Zwar habe ich mich gut unterhalten gefühlt, aber leider ist der Gruselfaktor komplett ausgeblieben. Zudem sind mir einfach zu viele Fragen in Bezug auf Keiras Vergangenheit offen geblieben – ich hoffe, dass Band zwei hier ein paar mehr Antworten und auch Gänsehautmomente liefert.

​Insgesamt ist "The Whispering Dead" ein solider Reihenauftakt, der mich vor allem mit seinen tollen Charakteren überzeugen konnte. Auch wenn mich die Umsetzung der Idee nicht so richtig packen konnte und mir die Gruselmomente gefehlt haben, möchte ich die Reihe dennoch weiterverfolgen, um mehr über Keira und ihre Gabe zu erfahren.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Emotional und herzzerreißend

Write Me for You
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Mit "Write Me For You" hat Tillie Cole ein Buch geschrieben, das mich emotional wirklich auseinandergenommen hat. Ich wusste zwar, dass es traurig wird, aber dass die Geschichte von June und Jesse so intensiv ...

Mit "Write Me For You" hat Tillie Cole ein Buch geschrieben, das mich emotional wirklich auseinandergenommen hat. Ich wusste zwar, dass es traurig wird, aber dass die Geschichte von June und Jesse so intensiv wird, hätte ich nicht gedacht. 🥹😭💔

Schon der Einstieg war extrem bewegend, denn wir lernen June kennen, deren Leben mit siebzehn bereits vorbei zu sein scheint. Sie ist schwer krank und ihre letzte Hoffnung ist die Harmony Ranch – ein Behandlungszentrum für Jugendliche, in dem ein neuer Therapieansatz zur Heilung von akuter myeloischer Leukämie getestet wird. Dort lernt sie Jesse kennen, der ebenfalls gegen seine Krebserkrankung kämpft.

Die Ausgangssituation ist einfach herzzerreißend. Einerseits ist die Story so unfassbar traurig, da June, Jesse und die anderen Jugendlichen ihr ganzes Leben eigentlich noch vor sich haben. Gleichzeitig ist die Geschichte aber auch so lebensbejahend, denn June fasst auf der Harmony Ranch neuen Lebensmut und lernt neue Freunde und ihre große Liebe kennen. Und gemeinsam beschließen sie, die Zeit, die ihnen bleibt, so intensiv wie möglich zu nutzen und gegen ihre Krankheit anzukämpfen. 💪🏼

Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus Sicht von June und Jesse, was mir gut gefallen hat, da man so tiefere Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle bekommt. Die beiden haben eine unfassbare Chemie und ich habe bei ihrem Kampf gegen den Krebs so sehr mitgefiebert. Der einnehmende und atmosphärische Schreibstil hat dazu beigetragen, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin.

Was mich jedoch immer mal wieder aus dem Lesefluss gerissen hat, war die Story in der Story, die June über sich und Jesse schreibt. Diese hätte ich nicht unbedingt gebraucht, da für mich dadurch die Spannung der Haupthandlung etwas ausgebremst wurde und ich zum Teil auch Realität und Fiktion nicht richtig unterscheiden konnte. 📖

​Insgesamt ist "Write Me For You" eine unglaublich berührende Geschichte, die mich emotional an meine Grenzen gebracht und auch Tage später noch beschäftigt hat.

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Veröffentlicht am 27.02.2026

So spannend!

Der Freund – Ist er dein Traumpartner oder dein Killer?
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Die Königin der Plot Twists ist zurück! Nachdem mir "Der Lehrer" von Freida McFadden total gut gefallen hat, habe ich mich natürlich tierisch auf ihr neues Werk "Der Freund" gefreut. McFadden versteht ...

Die Königin der Plot Twists ist zurück! Nachdem mir "Der Lehrer" von Freida McFadden total gut gefallen hat, habe ich mich natürlich tierisch auf ihr neues Werk "Der Freund" gefreut. McFadden versteht es einfach so gut, alltägliche Situationen so spannend darzustellen. Dieses Mal geht es um ein Thema, bei dem wohl jeder mitsprechen kann – nämlich Datings-Apps! 📱💞

​Der Einstieg fiel mir wie gewohnt total leicht. McFaddens Schreibstil ist einfach so flüssig und packend, dass ich ab der ersten Seite mitten im Geschehen und direkt auch schon Gänsehaut beim Lesen hatte. Denn wir begleiten Sydney bei einem ersten Date – und dieser Kevin ist einfach der totale Creep! 😱 Hinzu kommt, dass Sydneys beste Freundin Bonnie am nächsten Tag tot aufgefunden wird. Was ist bloß mit ihr passiert? Wer steckt hinter der brutalen Mordserie an jungen Frauen in der Stadt?

Erzählt wird die Geschichte auf zwei Zeitebenen, was mir gut gefallen hat. Neben Sydneys Story in der Gegenwart erfahren wir alle paar Kapitel auch mehr über die Vergangenheit ihres neuen Freundes Tom, der heute als Gerichtsmediziner arbeitet, aber schon zu Highschool-Zeiten eine seltsame Faszination für Blut hegte. Nach und nach werden die Zusammenhänge zwischen beiden Erzählsträngen deutlich und ich dachte wirklich, ich hätte die Story durchschaut...

Doch dem war absolut nicht so! McFadden wäre nicht die Königin der Plot Twists, wenn da nicht noch die ein oder andere Wendung kommen würde. Die Auflösung am Ende habe ich so nicht kommen sehen! Und auch wenn das Ganze hier und da etwas konstruiert wirkte, hat mir das Buch total gut gefallen.

​Insgesamt ist "Der Freund" ein absoluter Pageturner und ein Muss für alle, die psychologische und atmosphärische Spannung sowie unvorhersehbare Wendungen lieben. Nun freue ich mich sehr auf ihr neues Werk "Die Ehefrau", das bereits im März erscheint. 😍🙌🏼

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Veröffentlicht am 25.02.2026

Nicht meins

Into the Abyss
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Mit ihren letzten drei Büchern hat sich Vi Keeland für mich zur Queen of Romance entwickelt. Ich habe die Geschichten geliebt, mit den Charakteren mitgefiebert und das Knistern förmlich gespürt. Umso gespannter ...

Mit ihren letzten drei Büchern hat sich Vi Keeland für mich zur Queen of Romance entwickelt. Ich habe die Geschichten geliebt, mit den Charakteren mitgefiebert und das Knistern förmlich gespürt. Umso gespannter war ich auf ihr neues Werk "Into the Abyss", das Romance mit Suspense verknüpft.

Der Einstieg fiel mir gewohnt leicht, da Keelands Schreibstil einfach flüssig und mitreißend ist. Erzählt wird die Story auf zwei Zeitebenen aus Sicht der Protagonistin Dr. Meredith McCall, die seit einem tragischen Unfall nicht mehr sie selbst ist. Als ihr eines Tages plötzlich Gabriel Wright zufällig über den Weg läuft, der mit diesem schmerzhaften Kapitel in ihrem Leben verbunden ist, entwickelt sie eine regelrechte Obsession ihm gegenüber...

Die Grundidee fand ich anfangs total spannend! Ich wollte unbedingt wissen, was damals passiert ist und warum Meredith sich solche Vorwürfe macht. Doch das Interesse schlug leider schnell in Frust um: Mit ihrer obsessiven Art hat mich Meredith irgendwann so genervt, dass ich nur noch den Kopf schütteln konnte. Sie ist eine erfahrene Psychiaterin, nimmt Gabriel dann aber als Patienten an und benimmt sich die meiste Zeit so irrational und unprofessionell, dass es auf mich einfach nur noch konstruiert wirkte. 🙄

Zudem habe ich die Chemie zwischen Meredith und Gabriel absolut nicht gespürt. Was mir sonst bei Keeland so gut gefällt, ist der Mix aus Emotionen und Prickeln – und das hat mir hier definitiv gefehlt. Was mich aber am meisten gestört hat, war das Stalking-Thema, das sich durch die komplette Story zieht und meiner Meinung nach viel zu sehr romantisiert wird. Irgendwann stalkt gefühlt jeder jeden und ich musste mich regelrecht durch das Buch kämpfen. 😬🙈

​Insgesamt konnte mich "Into the Abyss" damit leider nicht abholen. Für mich bleibt Keeland die Queen of Romance und ich freue mich schon tierisch auf ihre nächsten Veröffentlichungen, aber um ihre Ausflüge in andere Genres werde ich wohl erstmal einen Bogen machen. 🙈

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Spannend

Firewatch
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Nachdem mir Colin Hadlers letztes Werk "Seven Ways to Tell a Lie" total gut gefallen hat, war ich natürlich wahnsinnig gespannt auf "Firewatch" – nicht zuletzt, weil es meine beiden liebsten Genres Thriller ...

Nachdem mir Colin Hadlers letztes Werk "Seven Ways to Tell a Lie" total gut gefallen hat, war ich natürlich wahnsinnig gespannt auf "Firewatch" – nicht zuletzt, weil es meine beiden liebsten Genres Thriller und Romance vereint.

Der Einstieg in die Story ist mir sehr leicht gefallen. Hadler schreibt so flüssig und atmosphärisch, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Besonders toll fand ich auch das Setting im Nationalpark, das mir so zuvor in noch keinem anderen Buch begegnet ist. Die düstere Stimmung im Wald, die drohende Waldbrandgefahr und die Einsamkeit im Firetower haben beim Lesen ein beklemmendes Gefühl bei mir hervorgerufen. 😰😱

Erzählt wird die Story auf zwei Zeitebenen, was mir gut gefallen hat. In der Vergangenheit begleiten wir Aaron während seiner Zeit im Firetower, kurz bevor er spurlos verschwindet. In der Gegenwart werden wir hingegen Zeuge davon, wie sich Aarons bester Freund Robin an Kian, den er für Aarons Mörder hält, heranmacht, um ihn zu überführen. Ich war so gespannt zu erfahren, was wirklich mit Aaron passiert ist und welche Rolle Kian dabei gespielt hat. 👀

Was mich allerdings nicht so wirklich abholen konnte, waren die Charaktere an sich. Leider waren mir alle drei Protagonisten nicht wirklich sympathisch. Ihre Handlungen und Entscheidungen waren für mich oft nicht nachvollziehbar und wirkten etwas konstruiert, was es mir extrem schwer gemacht hat, mit ihnen mitzufühlen oder eine Bindung aufzubauen.

Insgesamt ist "Firewatch" aber ein spannender Read, der vor allem mit seinem grandiosen Setting und atmosphärischen Schreibstil überzeugt. Ich bin schon gespannt auf Hadlers nächstes Werk und hoffe, dass dieses mich wieder komplett begeistern kann. 😊

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